Freitag, 30. Dezember 2011

WIP: Firestarter

Die letzten Socken des Jahres haben - ausser der Wolle - mit "Tumnus" gemeinsam, daß sie im noch laufenden Jahr nicht fertig werden werden.

Dies liegt nicht am schnell eingängigen, angenehm rechte-Maschen-lastigen Muster, sondern einerseits an akutem Zeitmangel (Stichwort: "Ferien!"), andererseits an, wie könnte es anders sein, mangelnder Wolle...
Wo andere Socken als komplettes Paar knapp 60 g verschlangen, wird dieses Knäuel mit Glück die Spickelmaschen vollendet sehen. Seufz.
 
So weit zum Stash-Busting... Ein neues Knäuel muss her. Aufgeben ist keine Option!
Das wird aber erst nächstes Jahr etwas.
Ich wünsche Euch allen ein gesundes neues Jahr! Wir lesen uns!

Edit: schlechte Fotoqualität liegt diesmal am Versuch, vom Handy mittels App zu bloggen. An sich 'ne schöne Idee, aber die Links muss man dann doch vom Rechner aus nachtragen, wenn man es "richtig" machen will. Gut für kurze Updates?

Sonntag, 25. Dezember 2011

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Malicorne Nachtrag. Endlich zugeknöpft.

Die Fotos für die Abstimmung waren, zugegebenermaßen, alle drei schwer zu beurteilen. Das Licht ist einfach sehr schlecht, zur Zeit, und dass ich nicht fotografieren kann ist auch keine Hilfe. Dennoch danke ich Euch für Eure Ratschläge!
Sicherheitshalber habe ich Jacke und Knopfauswahl auch den Damen vom montäglichen Stricktreff vorgeführt, wo zwar auch Kunstlicht herrschte, die Meinung aber sofort einhellig war: die oberen beiden, apfelgrünen, Knöpfe sind eindeutig zu gelbstichig! Mist - denn das waren natürlich die nachbestellten Exemplare... Man fand hellgrün (Mitte) besser.
Auch die Abstimmung votierte mit einer Stimme Vorsprung für hellgrün.
Soll mir keiner nachsagen, ich kann mich einer demokratischen Meinungsbildung nicht unterordnen solange sie meine eigene Meinung widerspiegelt - daher: So sei es! Hellgrüne Knöpfe:
zufrieden.
Die Feiertage werden aus einer ganzen Reihe von unterschiedlich langen Zugfahrten bestehen. Das schreit nach einer neuen Socke - immerhin hatte ich das Jahr 2011 ja mal zum Sockenstricklernjahr ausgerufen.
Ein sehr langer, schwieriger Entscheidungsprozess (diesmal ganz diktatorisch von mir allein entschieden) ergab: die Firestarter von Yarnissima sollen es werden - extradick und leuchtendrot aus dem übrigen Knäuel vom Tumnus-Schal. So rundet sich das Jahr - ebegann mit roter Sockenwolle, und endet auch so. Schön symmetrisch. Und die Firestarter stehen sogar auf meiner ursprünglichen (sehr gewachsenen, geänderten) Liste!
Damit wünsche ich Euch allen symmetrische friedliche Feiertage und einen gesunden Start in ein erfolgreiches 2012 - wir lesen uns!

Dienstag, 20. Dezember 2011

FO und Fazit: Schlumpfine-Mütze. Mit Wechselblüte.

Die neue Nichte hat zwar, so wurde mir gesagt, viele Haare, aber auch eine Aversion gegen Mützen. Hilft aber nichts, es ist Winter. Wolle auf dem Kopf sollte daher -zusätzlich- vom Schaf kommen, in diesem Fall vom Merinoschaf, und nicht, wie in der ursprünglichen Anleitung vorgeschlagen, vom Alpaka-Lama.
Niedlich darf es auch ruhig sein. Gucken wir mal, ob uns das gelungen ist. Die resultierte Mütze sieht jedenfalls frappierend aus wie die einer gewissen Schlumpfine,
Original...

und die wickelt ja bekanntlich nicht nur Papa Schlumpf um den Finger sondern tritt auch Gargamel gehörig in den A... ist eine charmante, starke Persönlichkeit, die ihren eigenen Weg geht. Könnte zum Vorbild dienen. Die Erstausstattung ist hiermit, von meiner Seite aus gesehen, erst einmal komplett.
Hier das Fazit:

Das Muster:
Eine einfache, eng anliegende Mütze mit Ohrenklappen, Stirnzacken und drei auffälligen "Nähten", endend in einem neckischen Zipfel, kostenlos von Drops Design.
Technik:
Die Mütze wird in Reihen gestrickt und am Schluss mit einer Naht im Nacken zusammengenäht.Maschenmarkierer sind unbedingt notwendig, damit die auffällige Nahtlinie korrekt verläuft. Man benötigt rechte und linke Maschen, sowie einfache Zunahmen (das Muster schlägt verschränkte YO vor - ich habs mit -falsch behandelten- tiefer gestochenen Zunahmen versucht und leider versagt. Die sollten nämlich nicht aus beidseitig derselben Masche kommen. Seufz.). Die auffälligen Nahtlinien entstehen durch betonte Abnahmen: 1 M nach hinten auf Zopfnadel, 1 M abheben, nächste Masche mit Zopfnadelmasche rechts zusammenstricken, abgehobene (Naht-)Masche überheben.Nicht schwer, aber effektvoll. Und natürlich eine ordentliche Naht im Matratzenstich sollte man hinbekommen...
Die Mütze ist an einem Abend schnell gestrickt, lediglich die zusätzlichen Blüten (nach diesem Muster) haben die Fertigstellung hinausgezögert.
...und Kopie!


Die Wolle:
Ich habe weiterhin die Lana Grossa Cool Wool Superfein aus dem Strampler verwendet. Weiß natürlich, wie Schlumpfmützen nunmal sind, obwohl rot (und jede andere Farbe) sicherlich auch niedlich wäre. Möglicherweise hat sie nicht die gleiche Reihenhöhe wie die von Drops vorgeschlagene Alpaka, aber ich wollte eine kleine Mütze, die Nichte ist ja erst 3 Wochen alt...
Änderungen:
Ich habe die Mütze in Runden gestrickt, würde das aber nicht mehr empfehlen - ich glaube, es verdirbt den Zipfelabschluss ein bisschen.Die Binde-Bänder habe ich gehäkelt, ich hatte keine Lust auf I-Cord oder ähnliches Klimbim. Außerdem habe ich drei verschiedene Häkelblumen gefertigt, die mittels Kam-Snaps leicht ausgetauscht und der jeweiligen Kleidung angepasst werden können.
Die Blüten lassen sich beliebig auswechseln
 Die harten Fakten:
Blüten: Mollie Flowers 
angefangen: 12. Dezember 2011
fertiggestellt: 15. Dezember 2011
Wollreste für die Blüten in blau, rot, rosa.
verbraucht:: ein halbes Knäuel? (alles angefangene Reste aus dem Strampler-Projekt)
Größe/Maße: 1/3 Monate
Nadeln: Rundstricknadel Nr. 3, 80 cm Seil, Knitpicks
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, KamSnaps für die Blüten
Kosten: ca. 3 Euro

Und bei Ravelry.

Montag, 19. Dezember 2011

Malicorne Nachtrag: Es grünt so grün...

Die Kam-Snaps sind endlich da. Ich habe vier Grüntöne bestellt, weil man im Internet wirklich nur sehr schwer erkennen konnte, wie die Farbe in natura sein würde.
Neongrün fällt eindeutig aus. Das kann ich auch alleine sehen.
Nun habe ich noch (von oben nach unten):
  • apfelgrün glänzend
  • apfelgrün matt
kann man was erkennen?
  •  hellgrün matt
man kann nichts erkennen, oder?

  • ampelgrün matt
  • ampelgrün glänzend.
wie machen die das bloss, dass man was erkennen kann?

Grün ist fast genauso schwer zu fotografieren wie rot, oder lila, oder irgendeine Farbe bei diesem grauen Winterwetter mit meiner Kamera und vor allem meinen minimalen fotografischen Kenntnissen (null: draufhalten, abdrücken).
Dennoch: was meint Ihr?
(rechts ist eine Umfrage eingerichtet...)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

FO und Fazit: Malicorne Babyjacke.


Die passende Jacke zum Malandry-Strampler ist jetzt auch schon seit einigen Tagen fertig. 
fertige Jacke (noch ohne Knöpfe)
Laut Bouton d'Or heißt sie "Malicorne", und besticht durch das gleiche, griffsicher-rutschfeste Strukturmuster wie es auch schon der Strampler hat - nur größer. Offiziell soll man als Garn "Capella" von Anny Blatt nehmen, eine reine Kaschmirwolle zum Schätzpreis von ... na, lassen wir das. Die Wolle gibt's eh nicht mehr, und wenn man meine gewonnene Primavesi doppelt hält, kommt eine sehr brauchbare, weil in der Breite identische Maschenprobe dabei heraus, die sogar maschinenwaschbar ist.
schickes Sonntagsoutfit
 Ich finde das Ensemble total süß, vielleicht ein bisschen frühlingshaft mit dem frischen Grün, aber bis das Novemberkind die angepeilten 6-9 Monatsgrößen tragen sollen kann, ist ja auch noch Zeit. Andererseits: das Kind ist groß, die französischen Kinder m. E. klein - vielleicht kann sie ja alles schon viel früher tragen? Wäre auch nicht schlecht, denn für Sommerwetter ist da alles bestimmt zu warm. Weihnachten ist Übergabe und Kennenlernen, dann werden wir's erleben. (Zwei passende Bodies habe ich übrigens schon vor einiger Zeit bei BabyGap gekauft - supersüß dazu!)

So jetzt aber knapp, kurz und schnell mein Fazit:

Das Muster:
Hübsche, kastenförmige Strickjacke im Strukturmuster mit angestrickten, kraus-rechten Blenden und hohem Rundkragen. Mir gefällt  besonders, dass das Stramplermuster in der Jacke wieder aufgenommen wird, aber durch die viel dickere Wolle ganz anders wirkt.
gleich und doch anders
In klassischem hellgrün kann die Jacke (mit dem Strampler) zukünftig auch an kleine Brüder oder Cousins vererbt werden.
Technik:
Schwierigkeitstufe Eins. Wie schon beim Strampler sollte man rechte und linke Maschen beherrschen, bis 4 zählen können, und einfache Zu-und Abnahmen hinbekommen.
Aus Neugier habe ich einmal ausprobiert, wie die Schulterschrägung mit verkürzten Reihen funktioniert - geht gut, einfach und gleichmäßig. Ich habe Elizzzas Methode für lückenlose Bumerangfersen benutzt, das geht super: http://www.youtube.com/watch?v=hlXEbRZ_yRk
Die Wolle:
Änderungen:
Ich habe  zwar nichts Grundsäztliches gegen das Säumen von Nähten, dennoch habe ich alle Maschen für den Körper zusammen angeschlagen, und bis zu den Ärmeln zusammen gestrickt (dann getrennt beendet) - auf diese Weise werden die Zu- bwz. Abnahmen wenigstens gleichmäßig... Dabei habe ich jeweils die letzten "Vorderteil"-Maschen zu Randmaschen erklärt und in den Hinreihen abgehoben, sodass ein falscher Saum entsteht. So kann man die Jacke leichter falten... Auf Knopflöcher habe ich ebenfalls verzichtet, ich werde wieder Kam-Snaps anbringen, allerdings warte ich noch auf die Lieferung mit den verschiedenen Grüntönen... Foto und Ergebnis wird nachgeliefert!
Die harten Fakten:
angefangen: 26. November 2011
fertiggestellt: 7. Dezember 2011
verbraucht:: 230 g - 5 Knäuele. 
Größe/Maße: Größe 2/6-9 Monate (27cm hoch, 22 cm Schulterbreite gesamt; Ärmellänge20 cm)
Nadeln: Knitpro Symphonie Holz Rundstricknadeln Nr. 5, 80cm Seil
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, 3-4 KamSnaps Druckknöpfe
Kosten: die Wolle war ein Tauschprojekt, die Druckknöpfe - sagen wir mal 5 Euro, das meiste davon Versand.
Und bei (Ravelry).

Sonntag, 11. Dezember 2011

3. Advent. Kalendernachklapp.

Schon ist der dritte Advent da - wie ging das wieder plötzlich! Ich wäre ja echt dafür, endlich einmal ein festes Datum für Weihnachten festzulegen - dann kommt das nicht immer so überraschend...
:-)
Aber, und das wollte ich noch gesagt haben, den Kalender habe ich doch noch rechtzeitig geschafft!

Jeden Tag ein Beutelchen...
Auch wenn die Beutel schnöde gekauft sind - aber, wie gesagt, für das Geld kann ich es nicht selber machen. Und bis auf die etwas häßlichen Zahlen sind die wirklich gut. Der Stoff gut - dieses Jahr haben wir lauter rot-weiß-vichy-karierte Stoffschmuckteile - die Verschlussbändchen gut, und vor allem das extra-Bändsel mit kleiner Holzwäscheklammer dran gut - damit kann man die Beutel wirklich gut aufhängen, unabhängig vom eher uninspirierten mitgelieferten Filz-Aufhäng-Streifen. Und der Kronleuchter hat sich ja schon bewährt.
und jetzt: Die dritte Kerze an und mjam. Kekse!

Der Nikolaus hat mir übrigens Karten für die Oper gebracht. Gestern, Zauberflöte. Und der Meinige durfte auch mit! :-)
PS: hatte ganz vergessen, was fürne Flasche der Tamino ist. Wieso war der nochmal der Held? Weichei! Gesungen hat er auch nicht gut... aber sonst war's schön!

Samstag, 10. Dezember 2011

Die Sache mit der selbstgemachten Fertigbrühe...

 Ich hatte es ja schon angedeutet:
Manchmal stehen ja Sachen im Internet, da bekomme ich große Lust mal etwas auszuprobieren. Zum Beispiel dieser Post von Frau Liebe über die selbstgemachte gekörnte Brühe.
Es handelt sich natürlich um Gemüsebrühe. Gemüsebrühe aus dem Glas gehört zu meinen wichtigsten Allround-Gewürzen, ich schmeiße es an alles: Suppen und Saucen, Bratkartoffeln, Rührei und Kartoffelpüree – überall! Und weil ich kein Glutamat-Fan bin, war gekörnte Gemüsebrühe mein erstes Immer-Bio-Produkt, noch vor Eiern und Milch. (Letztere sind meiner Erfahrung nach die häufigsten Einsteigerprodukte in den Biomarkt. Alles andere, und vor allem Bio-Fleisch, kommt erst mit mehr Gehalt und/oder kleinen Kindern…)
Wenn man allerdings – wie ich – aufmerksam die Inhaltsstoffe studiert, dann merkt man schnell, wie wenig Gemüse in der angeblichen Gemüsebrühe steckt. Selbst meine derzeitige Lieblings-Bio-Brühen-Großpackung enthält nur 10% Gemüse – der Rest ist Salz, Hefe, wasweißichnochalles. Und dann kommt Frau Liebe und suggeriert mir, dass man auch gekörnte Brühe mit über 90% Gemüse haben kann. Hmm, denke ich also, probiere ich das doch mal aus.
Zum Nachkochen ihres Rezeptes habe ich also mein Gemüsefach geplündert und aus der Abteilung Suppengemüse dieses gefunden:
·        1 Pastinake
·        3 Möhren
·        2 Stangen Lauch
·        1 Bund Staudensellerie
Das habe ich alles in der Moulinette kleingehackt, und im Backofen auf zwei mit Pergamentpapier ausgelegten Blechen bei 80°C (später: bei 100°C) getrocknet. Es empfiehlt sich dabei, die Tür offen zu lassen, damit der Dampf entweichen kann! Und ja, das hat echt sehr lange gedauert – ein ganzer Abend, über Nacht im (ausgeschalteten) Ofen, dann morgens noch mal –entnervt und ungeduldig - die Temperatur etwas höher gedreht… Die Energiebilanz jedenfalls ist keineswegs ökologisch, aber mir geht’s ja auch grad nicht um ein Bio-Siegel, sondern um die Inhaltsstoffe…
Als endlich alles getrocknet war, habe ich alles in einer großen Schüssel noch einmal gut durchmischt und gewogen: genau 130 g – klingt jetzt ziemlich wenig, aber Gemüse besteht eben hauptsächlich aus Wasser. Dann habe ich zusätzliche Gewürze hinzugefügt: im Mörser habe ich eine kleine Chilischote, 10 Körner bunten Pfeffer, und drei Wacholderbeeren zerrieben – meine Mengenwahl war allerdings völlig willkürlich und wahrscheinlich auch zu wenig auf die Menge. Außerdem hatte ich noch ein Glas mit gefriergetrockneten Salatkräutern, ein gutes Viertel habe ich untergemischt. Und natürlich Salz – bei mir etwa 20 Teelöffel. Alles gut durchgemischt und in 3 alte Marmeladengläser gefüllt.
Und hier der Grund für den bilderlosen Artikel.
In dieser andauernden Finsternis zur Zeit kann man ja keine anständigen Bilder machen... schmoll.

Tja, und wie schmeckt das jetzt? Der erste Becher Suppe – ein Löffel auf einen Kaffeebecher, mit kochendheißem Wasser übergossen und stehen lassen, bis man es trinken kann – war , nunja, wie soll ich sagen? Gemüsig, aber auch etwas fad. Das Verhältnis Gewürze-Salz-Gemüseschnippsel scheint mir noch nicht zu stimmen. Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch könnten auch noch dazu – erstere vielleicht in Form von Tomatenmark beim Aufbrühen? Und vielleicht hat die Hefe ja doch einen Zweck? In Frau Liebes Kommentaren empfiehlt man auch den Zusatz von Parmesankäse beim Überbrühen. Was meint ihr? Welche Kräuter soll ich noch untermischen?

Freitag, 9. Dezember 2011

FO und Fazit: Malandry Strampler.

Die neue Nichte wächst und gedeiht, und ich kann glücklicherweise gleiches über ihre Winterkleidung sagen. Leider ist es zur Zeit nicht so mit ausführlich und noch dazu regelmäßig bloggen, aber bevor ich es vergesse, sollte ich meine Notizen schon noch festhalten.
Hier also das obligatorische Fazit:
fertig: 1 Strampler, Größe 2


Das Muster:
Die Anleitung für den Strampelanzug mit dem seltsamen Namen "Malandry" stammt aus der Bouton d'Or Junior #13 - ein wunderbares Heft voller klassischer Anleitungen für Babies und kleine Kinder.Ich habe schon einiges daraus gestrickt, auch pre-blog, zum Beispiel den Pullover "Malroy", meine erste bewusste Erfahrung mit Ersatzwolle und einem Strickmuster. "Bewusst" im Sinne von: vorher habe ich Maschenproben immer ignoriert - keiner hatte mir gesagt, dass das wichtig ist - und die Ergebnisse sahen dann auch so aus... 
:-) Ich besitze zwei Bouton d'Or Kinderhefte, und bin froh, dass ich damals den vergleichsweihe hohen Preis von 8 oder 9 Euro gezahlt habe, denn ich bin sicher, ich werde daraus noch viele viele Sachen stricken. Die Muster sind übrigens ins Deutsche übersetzt, verfügen über Abbildungen, auf denen die Kleidungsstücke zu sehen sind, Schemazeichnungen mit Zentimeterangaben für alle Größen, und einer Mischung aus schriftlicher Anleitung und Strickschrift. Der Schwierigkeitsgrad ist ebenfalls angegeben und reicht von 1 Punkt bis 5 Punkte. 
Persönlich finde ich die grafische Aufteilung der Anleitungen auf der Seite manchmal sehr unübersichtlich, aber wenn man sich VORHER genug Zeit nimmt, das ganze einmal durchzulesen und zu markern, dann geht das schon...
Technik:
Wie bei einem Strampler nicht anders zu erwarten, waren die technischen Anforderungen vergleichsweise gering (1 Punkt). Das einfache Strukturmuster besteht aus rechten und linken Maschen, das den rutschfesten Griff für ungeübte Väter (hehe) garantiert. Neben der Fähigkeit bis vier bzw. sechs zu zählen brauchte es nicht näher spezifizierte Fähigkeiten im
  • Maschenanschlag (ich: aufgestrickt = Reihe 1)
  • Zu- und Abnahmen im Muster (ich: k2tog/p2tog bzw SSK/SSP, eine Masche von der stets rechten Randmasche entfernt)
und das war's schon.
Der (bei mir grüne) Picot-Rand sollte eigentlich angehäkelt werden, aber ich habe mich gerade so ans Picot-Rand-Stricken gewöhnt, dass ich es gemacht habe wie bei der Taygete und den Streifenfäusten...
Ich habe, wie in der Anleitung vorgesehen, brav alles flach und in Teilen gestrickt und dann mit Matratzenstich zusammengenäht. Dieses Tutorial fand ich sehr hilfreich: http://knitty.com/ISSUEspring04/mattress.html aber es gibt auch unzählige andere, gut verständliche Anleitungen und Videos.
und im dress-up mit dem schon gekauften supersüßen Body...
Nur die Schultern hatte ich stillgelegt und mit 3-Needle-Bind-off zusammengestrickt - das hält besser und sieht gut aus.
Die Wolle:
Bouton d'Or arbeitet mit einer eigenen Kollektion von Garnen, die ich persönlich in Deutschland noch nirgendwo gesehen habe. Leider gibt die Anleitung (außer der Maschenprobe) keinerlei Informationen über Zusammensetzung, Lauflänge oder sonstige Hinweise für potentielle Ersetzer - aber dank der Ravelry Garndatenbank ist das ja heutzutage alles kein Problem mehr... Meine Lana Grossa Cool Wool Merino Superfein [Sport / 5 ply (12 wpi)] ist zwar etwas dicker als die gewünschte "Baby Superwash"  [Fingering / 4 ply (14 wpi)], aber dafür ist sie a) in vielen Farben erhältlich b) babyweiche Merinowolle c) maschinenwaschbar bis 30°C d) perfekt für Strukturmuster geeignet und e) in meinem Stash vorhanden. A match made in heaven, und das Umrechnen hat ja ausnahmsweise auch mal geklappt...
Als Kontrastgarn habe ich eine geschenkte, hellgrüne Wollmischung gewählt, aus der ich auch die passende Jacke gestrickt habe.
Änderungen:
Die meisten Änderungen haben sich aus der Umrechnung wegen der anderen Wolle ergeben - dadurch ist die Beinschrägung nicht "original", aber das macht hoffentlich in dem Alter noch nicht so viel aus. Den 3-Needle-Bind-off an den Schultern hatte ich schon erwähnt. 
5 Druckknöpfe in Aktion
Die wichtigste Änderung ist daher wohl der erstmalige und hier sehr erfolgreiche Einsatz von Druckknöpfen aus Plastik - ich hatte schon in vielen Blogs von "Kam Snaps" (Link zu meinem bewährten "Dealer") gelesen, und die Gelegenheit genutzt, sie einmal selbst auszuprobieren. Was soll ich sagen? Ich bin überzeugt! Das Anbringen ist einfach, die Farbauswahl riesig, und die Plastikknöpfe haben zwei riesige Vorteile: sie sind waschbar ohne zu rosten, und sie sind so leicht, dass sie das Strickstück nicht verziehen.Und ich muss keine Knopflöcher stricken, und ich hoffe sie sind zugleich weniger störend und halten besser als "normale" Knöpfe im Schritt eines Babyoveralls.
Ich bin so gespannt, ob und wann die Kleine in den Strampler passt - hoffentlich noch im Winter, sie ist ja ein großes Baby... bis dahin arbeite ich weiter an einer kompletten Garnitur. Die Jacke ist schon fertig, das erzähle ich bald. Schuhe und vor allem eine Mütze fehlen noch.
Die harten Fakten:
Malandry von Bouton d'Or
angefangen: 13. November 2011
fertiggestellt: 25. November 2011
Wolle:  
verbraucht:: Der Strampler wiegt genau 200g - inkl. Druckknöpfe und Kontrastkante
Größe/Maße: Größe 2 (6-9 Monate): 45 cm lang, 31 cm breit (am Windelpopo)
Nadeln: 3 mm Rundstricknadel, 80 cm Seil, Metall (Knitpro)
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, 5 Kam-Snap Druckknöpfe in weiß
Kosten: ich glaube, ich habe 3,50 pro Knäuel im Ramschverkauf gezahlt, die grüne Wolle war ein Geschenk, die Kam-Snaps kosten knapp nen Euro für 10 Stück (plus Geld für Zange, Porto, etc) - sagen wir mal ungefähr 15 Euro?
Und bei (Ravelry).

Mittwoch, 7. Dezember 2011

*winkewinke*

Ich bin noch da.
Ich habe nur keine Zeit zum Bloggen.
Eine Woche ging für die - wirklich sehr erfolgreiche - Konferenz drauf. Immerhin konnte ich auf der Zugfahrt stricken. Die passende Jacke zum Strampler. Genaueres erzähle ich Euch später. Wenn ich mal wieder Zeit habe.
Ich habe zwei Sorten Eintöpfe gekocht und eingefroren - Winter-Fast-Food!
Ich habe Gemüsebrühe getrocknet - nach diesem Rezept aber mit anderem Gemüse.
und Schuhcreme fabriziert - nach diesem Rezept.
Der Adventskalender hängt, hing rechtzeitig,
und im Nikolausstiefel waren neben Lebkuchen auch Weihnachtsmandeln - eine Variation nach diesem Rezept.
Ich habe nur keine Zeit das alles zu bloggen, und draußen wirds den ganzen Tag nicht hell. Wenn man wenigstens vernünftige Fotos machen könnte!
Mehr Licht! waren auch Goethe's letzte Worte.
Ich melde mich wieder, dann ausführlicher. Sorry.