Donnerstag, 25. Oktober 2012

An apple a day... Teil 1: Apple Crumble

In den letzten Wochen habe ich unseren neuen Apfelbaum lieben gelernt.

Natürlich hatte ich mich schon beim Einzug auf die Apfelernte gefreut.
Und natürlich ist der Apfelbaum selbst keineswegs neu, vielmehr sind wir die Neuen hier. Der Apfelbaum hingegen ist alt, und groß und voller herrlicher Äpfel, die alle genau außerhalb unserer Reichweite hängen.

Macht nichts.
Sie fallen auch so herunter.

Wie die Sorte heißt haben wir noch nicht herausgefunden, aber die reifen Äpfel sind saftig und säuerlich, mit rotgelbstreifiger Schale und festem, weißen Fleisch, das sich manchmal am Blütenansatz rosa färbt. Sie schmecken hervorragend und eignen sich ausgezeichnet zum Einkochen.
Letzteres trifft sich gut, denn zum einen kommen wir ja nur an das Fallobst heran, und das muss zügig verarbeitet werden. Zum anderen ist das zügige Verarbeiten von Fallobst intellektuell wenig anspruchsvoll und somit prima geeignet, mir die plötzliche, ungeplante und unerwünschte Freizeit auszufüllen ohne mich mit Verantwortung zu überfordern...

Es folgt daher eine Reihe von Posts zum Thema "Äpfel - was tun mit Fallobst".

Heute: Apple Crumble
Apfelkuchen essen ich am allerliebsten. Egal ob gedeckt, versunken oder gestürzt als Tarte Tatin. (Die Apfelwut ist offenbar auch andernorts im Netz spürbar...) Mit Nüssen, Mandeln oder Rosinen. Auf Basis von Hefeteig, Rührteig, Mürbteig, Strudelteig. Apfelkuchenrezepte gibt es wie Sand am Meer, und ich bin sicher sie sind alle ausgezeichnet- vorausgesetzt man hat einen guten, säuerlich-festen Apfel.
Besonders schön, weil schnell und einfach ist aber dieser Kuchen, denn er braucht überhaupt keinen Teig, nur Streusel - Hurra! Dafür gibt's auch kein Rezept sondern nur eine vage Anleitung. Fotos gibt's leider keine - böse Bloggerin!


So geht's:
  • Äpfel waschen, schälen, vierteln, Kerngehäuse (sowie evtl. braune Stellen und Würmer) entfernen und in gleichmäßige gabelgerechte Stücke schneiden. (Die Menge ist abhängig von der Anzahl der Esser - ich rechne mindestens einen großen Apfel pro Person oder bis die Form fast voll ist. Wie groß die Stücke sind, ist recht egal - aber eine gleichmäßige Größe garantiert gleichmäßiges Durchgaren.)
  • Apfelstücke in gefettete Auflaufform geben, nach Geschmack gehackte Mandeln/Nüsse und/oder Rosinen untermischen, nach Geschmack mit Zimt würzen, nach Geschmack mit Zucker oder Honig süßen...(Wir mögen es auch ganz pur sehr gerne! Das ist dann auch faktisch nur Obst, also gesund, und total kalorienarm...*hust*)
  • Aus 2 Teilen Mehl, 1 Teil Butter und 1 Teil Zucker (sowie nach Geschmack gehackten Nüssen/Mandeln und etwas Zimt) Streusel kneten und über die Apfelstücke verteilen
  • Crumble bei 180°C backen bis es gut schmeckt (und riecht, also bis die Apfelstücke wie Kompott zerfallen und die Streusel goldbraun sind)
  • Am besten noch warm mit Saurer Sahne (oder Schlagsahne, Vanillesauce, pur...) servieren
  • Von vorne anfangen.

Kommentare:

  1. Oh zum Thema Äpfel habe ich kürzlich einen tollen plattdeutschen Podcast gehört:
    http://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/audio132385_podcast-podcast3042.html
    Darin geht es auch im alten Apfelsorten in Norddeutschland.

    Und wenn Du wissen willst was für ein Apfel das ist, kannst Du ja mal hier nachschauen bzw. bei der Pomologin den Apfel bestimmen lassen.

    http://www.bund-bremen.net/themen_und_projekte/naturschutz/bremer_lebensraeume/obstwiesen/alte_obstsorten/

    Viel Spaß noch mit dem Apfelbaum und der reichen Ernte.

    Ich habe Deine Grüße ausgerichtet und soll auch grüßen.

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    1. Danke für die Tipps - Podcast hören wir uns morgen mal an!

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  2. sowohl euer baum als auch die apfelfotos und deine beschreibung sehen für mich nach "roter gravensteiner" aus. ist nur ein tipp. man müsste die blüten mal sehen.
    um den baum beneide ich euch jedenfalls. unsere apfelbäume stehen allesamt an der mosel. da kann man leider nicht gerade mal von der ein oder anderen sorte ein körbchen ins haus schleppen :D
    ich melde mich in den nächsten tagen mal per mail =)

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    1. Blüten gibt's ja erst im Frühjahr wieder - aber ich werde den oben empfohlenen Pomologen demnächst mal belästigen. Vielleicht kann der aus Blättern und Früchten ja auch schon was erkennen?

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    2. Und Rosenkohltechnisch sind wir seit heute auch wieder im Rennen - Euren Vorsprung holen wir schon noch auf!

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  3. Habe es gleich heute ausprobiert, mit einem guten geschenkten Kilo wurmiger aber leckerer Äpfel von der Streuobstwiese. Die Schalen habe ich drangelassen, abgesehen von den Wurmlöchern.
    Das Mehl für die Crumbles habe ich zur Hälfte durch Dinkelflocken ersetzt und dafür den Zucker reduziert. Noch eine Prise Salz dazu.
    Ich dachte erst: das ist ja mal wenig. Aber schon nach einem guten Schlag war ich pappsatt.
    Vielen Dank für die nette Anregung!

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    1. Dafür nich'!
      Apfelkuchen hat 'was ungemein tröstliches, schon der Geruch - man muss sich einfach gut fühlen!

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