Freitag, 28. Dezember 2012

Alles neu! Achtung: Serviettentechnik...

Heimlich - im Sinne von: unbebloggt -  rechne ich und fertige Maschenproben an (als ob sie was nützen würden), um endlich ein neues großes Strickprojekt zu starten. Bis es aber losgehen kann, habe ich mich an einigen klassischen Bastelarbeiten versucht.
Beispielsweise wird im Hause Projektmanagerin immer mal wieder getrunken. Zugleich gibt es hier einige Möbel, denen Hitze und/oder Feuchtigkeit nicht besonders gut tun. Der Meinige hat zu diesem Behufe (also dem Möbelschutz) allerlei Bierdeckel Untersetzer mit in die Ehe gebracht. Doch einige von denen haben auch schon bessere Tage gesehen (und die meisten sind ein bisschen sehr, wie soll ich sagen - klassisch?)
ich meine: Fuchsjagd!? Muss das denn sein?
Also habe ich mir ein solches Exemplar erbettelt und versucht, es etwas zu modernisieren. Für irgendetwas Vernünftiges muss doch diese alberne Serviettentechnik auch gut sein, oder nicht?
Also: 
Untersetzer mit weißer Acrylfarbe grundieren, trocknen lassen.
Zwei Anstriche, bis das darunterliegende Motiv gut abgedeckt ist
Inzwischen hübsche Serviette suchen, die nicht kitschig ist.
Im Internet coolere Motive finden und selbst auf eine Serviette (bzw. in diesem Fall: ein Taschentuch) drucken: einfach Taschentuch (oder weiße Serviette, oder Butterbrotpapier) mit einem Streifen Tesa bündig auf normales Druckerpapier kleben, hoffen dass der Drucker mitspielt, und Ausdruck mit Haarspray fixieren.
Banksy rules!*
Und weil ein Untersetzer Feuchtigkeit abkönnen muss, verzichten wir auf den Original-Kleber und nehmen gleich Parkettlack:
bedruckte Schicht vom Taschentuch abheben, zurechtschneiden
 Untersetzer dünn lackieren, Motiv vorsichtig auflegen, mehr Lack von oben drüber streichen.
 Trocknen lassen, noch zweimal nachlackieren.
Yeah! Oder ist das ein Paradox - StreetArt auf Untersetzer? cool goes spießig?
 Für einen ersten Versuch finde ich es gar nicht schlecht. Natürlich hat doch alles Falten geschlagen, aber das ist bestimmt Übung. Butterbrotpapier wäre da wahrscheinlich noch besser gewesen.

Immerhin hat es mich so übermütig gemacht, dass ich gleich noch eine Taschentücherbox aufhübschen wollte. (Im Hause Projektmanagerin wird nämlich auch viel genossen geniest.)
Schachtel als Schablone nutzen, Format aus Papier ausschneiden, vorfalzen, ggf. Rundungskanten einschneiden
Zu irgendwas muss ja diese William-Morris-Geschenkpapierbogenauswahl auch mal gut sein, die seit Jahren in der Kiste liegt und zu schön zum Geschenke einwickeln ist.
Die Holzdose gibts für ca. 5 Euro im Bastelbedarf
Naja. Das Foto ist besser als das Original.
Es wird seinen Zweck schon tun, doch hatte ich nicht bedacht, dass dieses Papier zwar dünn, aber doch deutlich dicker als Serviettenpapier ist. Es wäre wohl besser gewesen, die Dose "normal" zu bekleben, und erst dann mit Parkettlack zu versiegeln, um sie abriebfest/abwaschbar zu machen. Nuja. Man lernt nicht aus.
Demnächst stricke ich eben wieder. Das kann ich schon ganz gut, inzwischen.
Nächstes Jahr also.
Wir sehen uns nächstes Jahr - es kann nur besser werden als das letzte!

*Das Jahr begann ja schon mit Banksy-Ratten. We've come full circle!

1 Kommentar:

  1. Originell (und wieder gut geschrieben). Die Idee ist gut, wobei ich deine Abneigung gegenüber der klassischen Fuchsjagd nicht ganz nachvollziehen kann, einfach nur Bierwerbung und dann auch noch für Scheuselbier wäre schlimmer m.E. So einen Untersetzer hatte ich noch nicht gesehen. Dein StreetArtBierMugRug ist aber auch cool :-)

    Liebe Grüße Heike

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