Montag, 22. April 2013

WIP: Eisblumen. Die Wade.

Es hat funktioniert - habt ihr mal aus dem Fenster gesehen?
Also bei uns zumindest grünt es überall und zunehmend blüht es auch.
Eichelhähers zanken sich mit Elsters, Rotkehlchen sitzen in der Hecke an der Terrasse und beschimpfen die gelbschnäbeligen Amseln singen* und in der Sonne ist es schon richtig angenehm warm...
Und alles nur, weil ich dem Winter meine neuen Kniestrümpfe gezeigt habe. Kalte Füße können mich nicht schrecken! Und der Winter hat's eingesehen und sich davon gemacht. Hoffe ich.
Vorsichtshalber stricke ich die Strümpfe aber noch fertig. Ich bin nämlich immer noch beim ersten Strumpf, und habe noch vier Streifen vor mir...
Dass es mal wieder länger dauert als man so gemeinhin meint, liegt daran, dass ich ja keine Socken stricken will, sondern eben Kniestrümpfe. Also braucht es ziemlich lange Strumpfbeine. Außerdem sind die Waden, wie mehrfach angedeutet, eher stramm - so stramm (seufz), dass ich auf den doppelten Umfang vom Fuß zunehmen muss. Mehr Maschen, länger Stricken, ihr kennt das ja, aber ich gehe hier kein Risiko ein: diesem Dauerwinter muss endlich einmal gezeigt werden, wo die Harke hängt (nämlich im Gartenhaus).
Allerdings sind die Kniestrümpfe im Zuge der Wiedereingliederung zum Reiseprojekt mutiert und wurden daher über das Wochenende leider etwas ignoriert. Man hat ja auch noch andere Dinge zu tun. Balkonkästen bepflanzen zum Beispiel, und auch sonst die Oberaufsicht über die Gartenarbeiten führen (natürlich von einem bequemen Terrassenstuhl aus)...
Vor allem aber war es etwas fiddelig herauszufinden, wie ich in ein fortlaufendes Muster hübscher Blümelein in möglichst regelmäßigen Abständen Maschen einschmuggeln kann. Hier gab es einige Fehlstarts, aber inzwischen habe ich eine Methode gefunden, die ich inzwischen sogar "auswendig" stricken kann.
So sieht das dann aus:

unten ist die Ferse, nicht die Spitze. Ehrlich!
Ich nehme pro Streifen (3 cm hoch)  eine Blume (3 cm breit) zu, und zwar immer in der Mitte der Wade. Der Großteil der Zunahmen erfolgt in der Stiel-und Blattpartie, damit die Blätter der nebenstehenden Blumen nicht aneinanderstoßen, dafür ist im Blütenbereich ziemlich Ruhe. Scheint aber zu funktionieren. Aufgrund des vierfarbigen Musters ist der Strumpf ja nicht sehr elastisch, also stricke ich lieber etwas weiter als zu eng. Mir gefällt das Muster wirklich gut, nur das Vernähen der unzähligen Fäden...

... nun ja. Ich mache das fortlaufend. Besser ist.
Und jetzt packe ich alles wieder in die Reisetasche, für morgen.
Möglicherweise reicht diese Arbeitswoche zur Fertigstellung des ersten Strumpfes.
Mal sehen, ob und wann ich dann einen zweiten stricke... Oktober?  :-)

(*entgegen der Propaganda von Herrn Wagner singen Vögel nicht - ratsch-tratsch - über verborgene Schätze. Sie sagen Sachen wie: "Hey Süße, ich will ein Ei von Dir! Guck wie rot meine Brust/ wie gelb mein Schnabel / wie grün mein Kopf ist!" oder "Hau ab! ich war zuerst hier!" oder ähnliches. Man kann das "Gesang" nennen. Wahrscheinlich am ehesten in der Sparte Gangstarap. Yo Bitches.)

Kommentare:

  1. Wegen der vielen Fäden: Kennst du die Overcast-Methode? Vielleicht wuerde das hier ja auch helfen. http://techknitting.blogspot.fi/2007/07/overcast-method-part-3-of-tails-and.html

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    1. Danke für den Hinweis auf diese Methode - kannte ich noch nicht! Da ich aber bereits in jeder Reihe der Strümpfe beidhändig strickend die Haupt-und Kontrastfarben jonglieren muss, ist dieser Ansatz für dieses Muster vielleicht nicht ideal. Ich werde beim zweiten Strumpf aber prüfen, ob es einen besseren Weg gibt...

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