Sonntag, 7. Juni 2015

Die Sucht kaschieren.

Ich konnte dem Meinigen zum Geburtstag ja nicht nur Schlüpfer schenken, egal wie selbstgenäht.
Also musste ich mir noch etwas anderes überlegen.
Da er leider immer noch nicht mit dem Rauchen aufgehört hat, und ich zufällig an diesem Lederreste-Laden -das Schaufenster einer Sattlerei- vorbeikam, dachte ich an einen Tabaksbeutel. Er dreht nämlich selbst und schleppt dazu immer die häßlich Packung, Filter und Papers mit sich herum. Das muss doch stylischer gehen?
Eine kurze Internetrecherche ergibt zahlreiche kostenlose Anleitungen, aus denen ich mich frei bedienen könnte. 
Auf Nachfrage - sicher ist sicher - ist er der Idee nicht abgeneigt und wünscht sich etwas buntes. Innen lila.
Das ist überraschend, aber machbar. Deshalb mache ich das ja selbst. Der Beutel soll möglichst klein bleiben, den Tabak frisch halten und Platz für Paper und filter bieten.
 Das ist mir glaube ich gelungen.
Der Tabak verschwindet in der Originalverpackung (Frische, kein Dreck) in der unteren Klappe und wird oben eingeklemmpt. Papers sind in der hellgrünen Tasche unten, wo sie beim aufrollen des Etuis nicht stören.
Filter sind in der Reißverschlußtasche oben. Alles so schön bunt, zumindest innen. Außen wirkt es einigermaßen seriös, mit einfachem braunen Leder. Zusammengehalten wird alles durch ein blaues Gummiband.

Allerdings trägt das Leder schon auf, daher befindet sich das Etui noch im Praxistest. Leder nähen ist übrigens trotz Ledernadel voll schwer - da muss ich noch einiges lernen, denn der Transport der unterschiedlichen Ledersorten verlief unregelmäßig mit sehr variablen Stichweiten...
Für einen ersten Versuch bin ich aber ganz zufrieden.
Und der Meinige benutzt es. Noch.

1 Kommentar:

  1. Erstaunlich. Ich finde Leder nähen ja total einfach. Hab ich einfach Glück gehabt?

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