Sonntag, 12. Juli 2015

Ein Tag am Meer. FO Lucille maritim.

Genauer: Norderney. Einer meiner engsten Freunde plante einen Tagesausflug auf den Spuren der Urlaube seiner Kindheit, und da ich gerade nichts besseres zu tun hatte, bin ich einfach mitgefahren.
Morgens auf der  Fähre hatten wir noch herrliches Wetter, die Sonne brannte und dazu ging eine leichte Brise - perfekt!

Leider zog es dann ziemlich schnell zu, und obwohl ich noch versucht habe, die Sonne mit dem Erwerb eines neuen Sonnenhutes zu besänftigen und wieder hervorzulocken, hat es den Rest des Tages immer wieder geregnet. Egal, es war warm, und ich war an der Nordsee. Was will das Herz mehr?
Zumal ich in meinem neuen Kleid perfekt gekleidet war... :-)
Die roten und blauen Papierschiffchen auf weißem Jersey sind aus der Entfernung so klein und undeutlich, dass sie nicht allzu kindisch wirken.
Der Schnitt ist zudem ganz wunderbar und bequem und sitzt, wie ich finde, auch von hinten ganz gut. Wenn einem nicht gerade der Wind Marylin-Monroe-mäßig darunter fährt. Aber ich bin ja gewappnet: wer genau hinschaut, kann mein Schlüpferbein erkennen - natürlich im passenden Stoff, den ich auch für Kragen und .Ärmelbündchen verwendet habe,.. (Ich musste die Hosenbeine der Radler allerdings nach dem ersten Tragen alle etwas verlängern bzw mit breitem Bundgummi abschließen. Nun rutschen sie nicht mehr hoch.)
Es handelt sich übrigens um den Schnitt Lucille von Jolijou, schon nicht mehr ganz neu aber immer noch gut.
Der Clou des Schnittes ist der Kragen - eine Mischung aus U-Boot und Wasserfall insofern, als er nach innen (oder außen) gerollt wird und nach Belieben mit zwei Webbändern fixiert wird. Das führte bei mir zu einer Art trapezförmigem Ausschnitt, der mir aber ganz gut gefällt.
Allerdings ist die linke Seite meines Schiffchen-Jerseys nicht so ansehnlich, und so hatte ich den Kragen mit einem Beleg aus passendem Pünktchen-Jersey versehen, der nun nach außen gefaltet sichtbar wird. Gerade genug, um nicht clownesk auszusehen. Mit Beleg wird der Kragen zwar etwas steifer, aber ich kann damit leben. Das Webband mit den maritimen Motiven hat schon seit vielen Jahren auf diesen Einsatz gewartet! (Googelt bloß nicht "Webband maritim", wenn Euch Euer Geld lieb ist. Argh. Es juckt mir in den Fingern...)
Fazit:
"Lucille" ist ein tolles Muster, allerdings glaube ich, dass bei den größeren Größen die Ärmel nicht mehr mit dem Ärmelloch zusammenpassen. Ich jedenfalls musste an jeder Schulter eine Falte einlegen, was hier jetzt zufällig ganz nett aussieht, aber eben wieder nur so ein hingeschludertes ändern ist. Außerdem habe ich die langen Ärmel auf Ellbogenlänge gekürzt und mit dem Pünktchenstoff ein Bündchen gemacht - insgesamt ein herrlich luftiges Kleid, mit dem ich mich sehr "angezogen", aber nicht herausgeputzt fühle. Definitiv ein Lieblingskleid!
Ein Sweatshirt nach dem gleichen Schnitt zeige ich Euch noch...

1 Kommentar:

  1. Du hättest dir sofort bei der ersten Wolke einen Regenschirm kaufen sollen, dann wären besagte Wolken abgedreht (Murphys Law).
    Aber ein tolles Kleid hast du da genäht!
    Viele Grüße
    Petra

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