Montag, 19. Oktober 2015

Aufräumen.

Zeitungen lese ich eigentlich nur noch online. Bücher stehen zwar im Regal, aber neue Bücher lasse ich mir neuerdings hauptsächlich vorlesen.  Neben den wöchentlichen Käseblättchen kommt uns daher genau ein Printerzeugnis regelmäßig ins Haus - eine Wirtschaftsmagazin, das wir seit einigen Jahren schon abonniert haben. Und da diese Zeitschriften nicht so schnell veralten (und so umfangreich sind, dass wir mit dem Lesen kaum hinterher kommen), müssen die irgendwo gelagert werden.
In einem lifestyligen Versandkatalog kam uns folgendes Bild unter die Augen.
Eine Zeitschriftentasche aus Filz zum sagenhaften Preis von 175,-Euro. Einhunderfünfundsiebzig! EinHUNDERTfünfundSIEBZIG Euro. Das Erstaunlich daran ist eigentlich nur, dass das jemand kauft. Finde ich.
Filz. Habe ich nicht neulich erst etwas aus Filz...?
Meine Filzreste sind zwar nicht aus Wollfilz, sondern aus Industriefilz, aber um als Aufbewahrungskiste zu dienen sollte es doch reichen.
Und tatsächlich...

...es war in der Tat kein Hexenwerk, 5 Platten aus Filz auszuschneiden und diese zu einer Kiste zusammenzunähen. (Trotzdem habe ich das exakte Zuschneiden dem Meinigen überlassen. Er ist da viel viel genauer als ich.) Allerdings kann ich die schicken Griffe nicht so hübsch ausschneiden, wie sie in der Vorlage ausgestanzt wurden.
 Da unsere Zeitschriften ziemlich schwer sind, schien es zudem ratsamer, "richtige" Griffe anzunähen. Zum Glück lag hier noch ein alter Stoffgürtel herum, sodass ich nicht einmal Gurtband kaufen musste.
Einfach mit festem Knopflochgarn mehrfach kreuzförmig annähen. Innen habe ich sogar noch eine Filzverstärkerscheibe angenäht, um das Band gleich zu versäubern und noch reißfester zu machen.
Die Maße haben wir genau auf die Maße der Zeitschrift ausgelegt -plus jeweils 2 cm extra am Rand für Nahtzugabe und etwas Spiel.
Passt perfekt!
Kosten? Keine! (Da Resteverwertung, aber selbst wenn die Materialien gekauft wären schätze ich etwa 150 Euro weniger als im Laden. Nähen macht soo glücklich!)
Uns reicht das  jedenfalls so.

Kommentare:

  1. Liebe Frau P.,
    erwähnte schon, dass ich „Dich“ (Oh! Das ist mir so rausgerutscht.) sowohl um das Nähwerkzeug als auch um die Fähigkeit beneide?
    Liebe Grüße
    Tine

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  2. "Ich" erwähnte schon, ....
    Iiiiich! Also ehrlich jetzt.
    PS
    Ich bin KEIN Roboter! Oder doch?
    LG Tine

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  3. Ganz klar kein Roboter. Bots wollen bloss immer was verkaufen. Den Lobhudelei Spammer hat noch keiner programmiert. Glaube ich. :-)

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  4. Ganz klar kein Roboter. Bots wollen bloss immer was verkaufen. Den Lobhudelei Spammer hat noch keiner programmiert. Glaube ich. :-)

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  5. Hihihi :-)
    Ich bin ein Lobhudeleier! Prima.
    Mein Leben hat doch einen Sinn.
    (auch wenn ich hier alles zweimal schreiben muss)
    LG Tine

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