Montag, 28. Dezember 2015

FO und Fazit: Filzpantoffeln.

Da war doch noch was.
Vor lauter Adventskalender und Weihnachtsüberraschung habe ich Euch die fertig gefilzten Filzpantoffeln vorenthalten.
Wir erinnern uns:
Das war der letzte Stand.
Zwei fertige Pantoffeln mit hübsch-dekorativen Schleifchen. Zum Vergleich meine schon etwas abgetragenen Kaufpantoffeln, bei denen man immer über die Kordeln stolpert und die aus irgendeinem Grund einen farbigen Velourlederaufnäher mit dem Namen des Versandhandels auf der Sohle haben, der einem dann zwei Jahre lang die Socken verfärbt. Letztere entsprechen einer Schuhgröße 40.
Die Pantoffeln wirken nicht nur übergroß, sondern vor allem auch überbreit. Aber angeblich schrumpft das Ganze noch dolle zusammen.
Wommadommasehn.
Zusammen mit einem Paar Jeans kamen die Pantoffeln bei 60 Grad in die Waschmaschine. Wenn man sie post-facto noch feucht herauszieht, sind nur noch minimale Korrekturen durch Ziehen, Zerren und Zurechtzuppeln möglich. Man kann sie sofort anziehen, sogar feucht sind sie mollig warm. So sieht das dann aus.
Das Gewebe ist dicht, erstaunlich haarig, und in der Tat deutlich geschrumpft. Allerdings weniger in der Breite, als in der Länge.
Zum Vergleich wieder die oben erwähnten Kaufpantoffeln. Ich schätze meine Filzobjekte auf eine klumpfußtaugliche Größe 39 - damit wären sie für mich eher etwas zu klein. Die Weite finde ich tatsächlich nicht soo störend, da ich in meinen Pantoffeln häufig Socken trage und die Wolle genug "Reibungshaftung" aufweist.
Allerdings sind die Pantoffeln ohnehin nicht für mich bestimmt.
Nein, auch nicht für fremde Bloghunde. Sorry.
Sondern für die Freundin in der Berliner Altbauwohnung, die ja notorisch fußkalt sind und deren abgezogene Dielen nach Filzpantoffeln geradezu schreien... Sie hat etwas kleinere Füße als ich, also könnte das hinkommen. Kurz überlege ich, ob ich mit dem Ergebnis zufrieden genug bin - optimal ist es wie gesagt durch die Überbreite nicht - um sie zu verschenken, aber ich denke, das geht.
Ab ins Päckchen damit!

Und für uns das Fazit:


Das Muster:
Die Pantoffeln sind nach einer englischen Kaufanleitung entstanden, die ich übersichtlich und gut geschrieben fand. Die "komplizierteren" Schritte wie Biesen und das Aufnehmen der Maschen von der Sohle sind zudem anschaulich bebildert. Den Preis von derzeit fast 8 Euro finde ich dennoch ganz schön happig und eher an der Obergrenze, da gibt es in 12 Größen skalierte Zopfpullover für weniger Geld. Gestrickt wird fast durchgehend im Perlmuster, wodurch der Filz noch dicker wird. Nach Fertigstellung der Sohle werden rundherum Maschen für die "Seitenwände" aufgenommen. Die Ferse wird dank verkürzter Reihen etwas höher, die Vorderlasche wird ebenfahls mit verkürzten Reihen gestrickt, ganz ähnlich wie eine eingestrickte Armkugel. Am besten gefallen mir die Biesen, die nicht nur ein optisches, sondern wohl auch ein strukturelles Element darstellen und dem Pantoffel eine stabile Form verleihen. Die Schleifen kann man für weniger "mädchenhafte" Pantoffeln leicht weglassen.
Technik:
Wie erwähnt: Perlmuster, Biesen, verkürzte Reihen. Nicht unbedingt für Anfänger, aber auch nicht schwer.
Die Wolle:
Filzwolle gibt es ja in vielen Farben und Qualitäten - die Lana Grossa Feltro zeichnet sich dadurch aus, dass sie meiner Meinung nach besonders weich ist und in schönen Farben daherkommt. Dafür ist sie auch etwas teurer - ich habe ca. 3,70 Euro pro Knäuel bezahlt. Außerdem hieß es, dass sie besonders dicht filzt, und das kann ich bestätigen, auch wenn sie "haariger" als erwartet wurde. Da sie in der Länge aber deutlich mehr eingeht als in der Breite, hätte ich die Sohle wohl über weniger Maschen stricken können - vielleicht alles drei-vier Maschen schmaler.
Die Lätt Lopi, die ich als Kontrastfarbe verwendet habe, ist dagegen geradezu stachelig, hat aber den Vorteil, genau die doppelte Lauflänge zu besitzen, sodass ich sie doppelfädig dazu verarbeiten konnte. Und natürlich filzt sie auch.
Änderungen:
Ich habe für jeden Fuß zwei Sohlen gestrickt und diese beim Maschen aufnehmen für den Fuß zusammengestrickt. Also beide Sohlen aufeinander gelegt und die Maschen durch beide Sohlen hindurch aufgenommen. Das würde ich wieder tun, extra dicke Sohlen können bei Pantoffeln nicht schaden - mehr Wärme, mehr bequem, längere Haltbarkeit. Außerdem habe ich die Biesen-Wülste farblich abgesetzt. Einfach neue Farbe ansetzen und beim Zusammenstricken wieder die Hauptfarbe nehmen. Der Rest ging ganz nach Vorschrift. 
Die harten Fakten:
Vintage Slippers by Anna Meier


angefangen: 6. Dezember 2015
fertiggestellt: 15. Dezember 2015
Garn: Lana Grossa Feltro in 025 (dunkelgrau), Istex Lätt Lopi in 1404 (türkis)
verbraucht: knapp 4 Knäuel Feltro, etwa halbes Knäuel Lätt Lopi (Rest)
Größe/Maße: fertig: etwa Größe 39, aber Überweite
Nadeln: Chiaogoo 5,5cm
Maschenprobe: hätte ich wohl mal machen sollen
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: etwa 15 Euro für das Garn, fast 8 Euro für die Anleitung.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Das vierundzwanzigste Türchen.

Und heute, endlich, der Weihnachtsmann. 
Er darf noch ein-zwei Stunden zuschauen, wie der Baum seine Zweige streckt und geschmückt wird, dann wird der Adventskranz abgenommen und abgeschmückt.
Frohe Weihnachten, alle Miteinander!

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Adventskalender. Das einundzwanzigste, zweiundzwanzigste und dreiundzwanzigste Türchen.

Gegen Ende, das hat sicherlich auch Albert Einstein irgendwo berechnet, verbiegen sich Zeit, Raum und Schwerkraft und vermengen sich in einem großen Klumpen.
Auch heute zeigen wir daher einen Klumpen Adventskranztürchen auf einmal. Sorry.
Immerhin: was war vorgestern im Sack?
Ein Teddybär!
Selbstverständlich ein Teddybär, stellvertretend für all das Spielzeug, das Kinderaugen unter dem Weihnachtsbaum leuchten lässt. Und möglicherweise auch für die Bettschwere, die die Eltern in dieser Jahreszeit gerne empfinden.
Auch hier habe ich zwei Exemplare gefertigt,
ein Bärenmädchen,  
und einen Bärenjungen,

beide nach einer kostenlosen Anleitung von Julie Williams, deren Anleitung immer großartig sind.
Am Tag darauf, also gestern, fuhr ich sieben Stunden Zug, um etwa 5 Stunden Zeit mit meinem Bruder und seiner Familie zu verbringen, die gerade aus Spanien zu Besuch sind und alle bei meinem anderen Bruder beim Umzug im Weg herum standen halfen. Daher gab es gestern kein Türchen, dafür heute zwei.
Was aber wäre gestern drin gewesen?

Der Weihnachtsbaum!
Ganz passend eigentlich, denn ohne meine spontane Abwesenheit gestern, hätten wir bereits gestern den Baum gekauft. Das haben wir heute nachgeholt. Die roten Äpfel habe ich auch schon poliert und mit Schnüren zum Aufhängen versehen. Und der Stern - und der restliche Baumschmuck - ist aus dem Keller geholt worden. Heißa!
Version 1
Den Baum zu stricken hat hingegen erstaunlich viel Mühe und verschiedene Anläufe gekostet, bis ich irgendwann die Geduld mit allen Anleitungen verloren habe und einfach irgendwas in kraus-rechts zusammengestrickt habe.
Version 2
Die zweite Fassung folgte auf dem Fuße, solange ich mich noch erinnert habe, was ich da getan hatte. Dieses Exemplar bekam statt Äpfeln rote Schleifen. Außerdem hat sie eine realitätsnahe Wipfelform... Dennoch habe ich mich für die idealisierte Erstfassung entschieden - ganz klar wegen der Äpfel.
Und was war heute drin?

Endlich!
Der Engel!
Der Engel leuchtet übersinnlich im Blitzlicht und schwebt sachte schwingend unter seinem klobigen Heiligenschein am Adventskranz... genauso hatte ich mir das vorgestellt!
Auch hier gibt es zwei Fassungen, die sich eigentlich gar nicht unterscheiden, weshalb ich keine Ahnung habe, welche am Kranz hängt und welche nicht. Ist auch egal, ich habe beide stumpf nach dieser kostenlosen Anleitung angefertigt und könnte mir vorstellen, einen ganzen Schwarm in mehreren Garnstärken und Größen zu stricken. Irgendwie hat er ja was, der Engel.
Der ganze, festlich geschmückte Adventskranz hat was - und morgen, gleich nachdem wir das letzte Ornament aufgehängt haben, hängen wir alles wieder ab und stellen den Baum auf. Dann muss ich nur daran denken, die Adventskalender fertigzustellen - bei der Zweitfassung fehlen ja noch einige Ornamente, und für beide Versionen fehlt noch das "richtige" Aufhängezubehör. Denn so hübsch das hier aussieht, so gefährlich ist das tropfende Kerzenwachs...
In diesem Sinne - wir zünden die Kerzen jetzt an und trinken Tee und verkosten die Plätzchen. Falls in den nächsten Tagen Zeit ist, reiche ich alles nach, was noch fehlt, von letzten Ornamenten bis gefilzten Pantoffeln.
Aber alles ohne Stress - fröhliche Weihnachten!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Adventskalender. Das achtzehnte, neunzehnte und zwanzigste Türchen.

Nun bin ich doch noch mehr in Verzug geraten, als ich gedacht hätte. Egal - auch bei meinem Schokoladenkalender öffne ich gerne mehrere Türchen auf einmal, dann lohnt sich das mit dem Schokoladengeschmack wenigstens. Wer kann schon nur ein Stück Schokolade essen und es dabei bewenden lassen? Eben.
Was also war am Freitag im Kalender?
Es war ein Eselchen!
Wo es einen Ochsen gibt, gibt es traditionell auch einen Esel, denn Esel sind Herdentiere. Esel sind im Haushalt Projektmanagerin im übrigen nicht erst seit der Eselei von 2013 besonders beliebt. Die Wurzeln der Esel-Liebe reichen lange zurück, denn es gab da mindestens zwei geliebte Kinderbücher, in denen Esel eine wichtige Rolle spielten - eins davon das wunderbar-weihnachtliche "Marias kleiner Esel" von, wie ich gerade erfahre, Gunhild Sehlin. Falls Ihr noch eine Vorlesegeschichte für die Adventszeit sucht, sei Euch dieser Klassiker ans Herz gelegt.
Auch dieses Tier ist frei improvisiert, was auch erklärt, warum der Eselkopf zwar arttypisch geformt, insgesamt aber viel zu groß für den Eselkörper ist. Obwohl dieser ebenfalls arttypisch zierliche I-Cord-Hufe an einen dicken runden Bauch montiert. Nunja. Es ist erkennbar. Leben wir damit.

Und es ward Abend und es ward Morgen, ein neuer Tag.
Samstag.
Was war am Samstag im Adventskalender?
Es war ein Päckchen.
Ein grünes Päckchen mit einer rot-weißen Schleife, dass ich ebenfalls frei improvisiert habe. 
Einfach einen langen Streifen über 8 Maschen gestrickt, alle 10 Reihen eine Linksreihe eingefügt, und irgendwo T-förmig zwei weitere Quadrate angestrickt, alles zusammengepuzzelt und ausgestopft. Ich fand es ganz gut, viel besser als diese zweite Version in rot...

...bei der ich 6 einzelne Quadrate über 8 Maschen aneinander gestrickt habe, und bei der das Päckchen während des Ausstopfens immer runder wurde...
Inwiefern Päckchen gut in die Weihnachtszeit passen, muss ich wahrscheinlich nicht erklären. Wer noch welche auf die Post bringen muss, sollte sich sputen. Ich hoffe, bis Montag mit der Weihnachtspost fertig zu sein. (Warum ich das hoffe, wo wir noch ca. 50 Karten schreiben müssen, kann ich nicht ganz erklären. Weihnachtsirrsinn?)
Immerhin liegt ja noch ein besinnlicher Adventssonntagnachmittag vor uns. Wir wissen, was zu tun ist...
Aber zuerst.... Trommelwirbel!
Was war heute im Adventskalender?
Waren es Engel?
Nein! Es waren Glocken, genauer: Glöckchen, denn "süßer die Glocken nie klingen" etc.
Die kostenlose Anleitung ist wieder Teil der Original-Girlande und so einfach wie einleuchtend. 
Version 2
Ich hatte sogar echte Glöckchen, die ich als Klöppel einfügen konnte. So süß! Die einzige Veränderung, die ich gegenüber der Originalanleitung - hier umgesetzt als Version 1 -
Version 1

gemacht habe, ist dass ich ich den Glockenmund (heißt das so? die breitere Öffnung unten) mit linken Maschen gestrickt habe, um sie etwas mehr abzusetzen. Aber das ist möglicherweise bloß eine persönliche Vorliebe.

So, das wars. Der ehemals kahle Adventskranz ist einzwischen recht reichhaltig geschmückt. Wachs tropft von Kerze 2 aufs Parkett, bald müssen wir umräumen um Platz für den Baum zu schaffen. Alles wie es sein soll.
Nun aber - Tee. Plätzchen. Füller. Karten... habt es gemütlich!



Freitag, 18. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: das siebzehnte Türchen.

Der Advent schreitet voran, und voran, und voran. Viele Türchen sind  nicht mehr zu öffnen.
Was war gestern drin?
Ein Apfel!
Denn Äpfel, kleine runde rote Äpfelchen gehören nunmal an den Weihnachtsbaum. Äpfel und Kerzen, das reicht eigentlich schon. Alles andere ist optional!
Die kostenlose Anleitung für diesen Apfel ist so wunderbar, dass ich ich zwei sehr hübsche, fast identische Exemplare fertigen konnte.
Mal sehen, ob morgen ein Engel drin ist?

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Weihnachtskarten 2015.

Mir fiel ja nichts ein, aber zum Glück hatte der Meinige eine gute Vorstellung davon, wie die diesjährige Weihnachtskarte aussehen sollte. Er hat es mir beschrieben, ich habe es gezeichnet, und dann das Linolbesteck herausgekramt.
Joa, kann man so machen. Ein Probedruck, einmal nachschnitzen, und dann habe ich wie in den letzten Jahren auch unsere Weihnachtskarten gedruckt. Erstmal 50 Abzüge, jeder ein Original.
Jetzt müssen wir sie nur noch schreiben.

Adventskalender. Nachtrag: die sechzehnte Tür.

Das sechzehnte Türchen ist offen, und die Weihnachtspost stapelt sich. Offenbar haben wir wirklich nicht mehr viel Zeit - knapp eine Woche - oweh! Ich habe noch nicht eine einzige Karte geschrieben. Geschweige denn, eine Karte gedruckt...oder mir ein Motiv überlegt. Argh.
Aber noch habe ich ja sechs Tage Zeit.
Was war im Adventskalender?
Ja, was?
Was soll das sein? Könnt Ihr was erkennen? Irgendein Tier? Gucken wir mal genauer, vielleicht kann man auf diesem Bild hier
etwas erkennen? Nicht wirklich...
Dank meiner Insiderinformationen kann ich aber bestätigen, dass es sich um einen Ochsen handeln soll - man erkennt es am goldenen Nasenring. Dann sind da auch Hörner... vier Beine... Ohren... irgendwie ähnelt alles einer Ziege, aber Ziegen tragen selten Nasenringe. Ochsen tragen Nasenringe und man assoziiert sie auch eher mit Weihnachten und Krippenspielen als Ziegen, also wird es wohl ein Ochse sein.
Hätte ich eine Anleitung gefunden, wäre es vielleicht eindeutiger geworden. Es gab aber keine. Deshalb habe ich improvisiert. Wohl ganz gut, dass ich nicht mehr weiß, wie es ging, denn überzeugend finde ich die Ziege den Ochsen nicht. Egal. Dem Meinigen gefällt er. Also gehört er jetzt dazu.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: das fünfzehnte Türchen.

Der Meinige war geschäftlich unterwegs und kam erst sehr sehr spät nach Hause. Deshalb kommt auch das nächste Türchen sehr sehr spät. Sorry!
Was drin war?
Ein Lebkuchenhaus! Und damit sind die Backwaren für diesen Kalender, meiner Erinnerung nach, erledigt. (Für diese Weihnachtszeit auch, denn der traditionelle Mandel-Marzipan-Stollen ist zwar nicht angebrannt, aber doch am Boden sehr sehr dunkel geworden. Merkwürdig, das ist mir noch nie passiert.)
Naja, schön ist  auch das gestrickte Lebkuchenhaus nicht geworden, obwohl die http://www.ravelry.com/projects/incorporate/advent-garland-3-housekostenlose Anleitung ein etwas hübscheres Ergebnis vesprochen hatte. Naja, vielleicht müsste man dazu der Anleitung besser folgen? Das mit dem Sticken ist eher nicht so mein Ding.
Und die erste Version war auch nicht besser...
Egal - irgendwie ganz charmant.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: vierzehnte Tür.

Die winterlichen Sachen scheinen durch zu sein, langsam wird der Inhalt der Beutel eindeutig spezifisch weihnachtlich.
Was war drin?
Rudolf, das rotnasige Rentier.
Ein typisch amerikanisches Weihnachtstier, aber hey- es lebe die Globalisierung.
Dieses Tier ist einmalig und von mir komplett freihändig improvisiert worden. Keine Ahnung wie ich das gemacht habe.
Hier kann man es etwas besser erkennen. Beine und Hörner sind natürlich aus I-Cord, die rote Nase aufgestickt. Ähnlichkeit mit echten Rentieren gibt es nicht, Ziel war eine verniedlichende, comic-hafte Darstellung. Die ist mir doch ganz gut gelungen, oder?

Montag, 14. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: das dreizehnte Türchen und der dritte Advent.

Der dritte Advent begann wie jeder Sonntag mit einer gemütlichen Tasse Tee (für mich) bzw. Milchkaffee (für den Meinigen) im Bett. Herrlich, so langsam in der Welt anzukommen! Nach dem Frühstück haben wir den Adventskranz angezündet, also die KERZEN auf dem Adventskranz natürlich, waren kurz schokiert, dass es schon drei sind, und dann hat der Meinige das dreizehnte Beutelchen aufgemacht.
Und was war drin?
Eine Kerze!
Die kostenlose Anleitung für diese Kerze stammt tatsächlich wieder aus dem "Originalzubehör" der Adventsgirlande, und gehört zu meinen liebsten Anleitungen. Eine einfache, schnelle Sache, die aber, wie ich finde, großartig aussieht, und natürlich ausgesprochen gut in die Weihnachtszeit passt.
links: Version 1. rechts: Version 2
Dennoch gab es auch hier zwei Anläufe, bis ich die richtige Größe hatte. Im Endeffekt habe ich nur die Nadelstärke verkleinert und ein paar Runden weniger gestrickt - die hellere Flamme stammt aus einem dünneren Garn und somit schrumpft das Lichtlein automatisch. Und natürlich habe ich die rote Kerze aufgehängt, denn alle unsere Weihnachtskerzen sind rot. Immer. Das muss so.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: die zwölfte Tür.

Advent, Advent, drei Kerzen brennt. Ähm. Naja, Ihr wisst schon.
Wir aber gucken nach, was GESTERN im Adventskalender war.
Eine Zuckerstange!
Dies gehört wohl eindeutig zu den anglo-amerikanischen Importbräuchen, aus meiner Kindheit kann ich mich jedenfalls nicht an Zuckerstangen erinnern. Aber egal, sie sind rot-weiß und geringelt und sehr einfach und schnell herzustellen, wenn man dieser kostenlosen Anleitung folgt und Pfeifenreiniger im Haus hat.
lange und kurze Zuckerstange

Auch hier habe ich die kleinere von zwei Versionen aufgehängt, mir gefielen die Proportionen besser. Dazu einfach weniger Maschen anschlagen und die Länge des Pfeifenreinigers entsprechend anpassen.
Obwohl... die längere Zuckerstange hat ja die befriedigenderen Streifen-Ringel... Nuja. Irgendetwas ist ja immer.
Und je länger ich mir das Zuckerzeug so betrachte... hmm. Ich hätte jetzt gerne etwas herzhaftes.

WIP: Filzpantoffeln.

In den letzten zwei Wochen habe ich regelmäßiger geschrieben als jemals, aber so ist das eben, wenn man täglich ein Adventskalendertürchen öffnet. Trotzdem muss ich jetzt auch mal von einem Laufenden Projekt berichten. Ich stricke mir nämlich neue warme Filzpantoffeln.
Das ist ein recht langgehegter Plan, denn angeregt wurde ich bereits im Januar von Ingrids wunderbaren "Duffers"... Schon im Februar besorgte ich mir die von Ingrid favorisierte Lana Grossa Feltro und die Anleitung - wobei ich mich gegen die Duffers entschied. Stattdessen erwarb ich die Anleitung für die "Vintage Slippers", die meinen üblichen Pantoffeln ziemlich ähnlich sehen.
Allerdings wird statt der Kordelschleife, über die man bei den Kaufpantoffeln dauert stolpert, ein gefilztes Dekorschleifchen, wahlweise ein Blümelein oder anderes Gedöns an die offene Kante des Querriegels genäht (fehlt noch). Die Biesen habe ich mit doppeltem Faden der restlichen Lett Lopi von der Lopi-Jacke gestrickt, das ergibt die gleiche Lauflänge. Ob sie auch ähnlich schrumpft, werden wir dann sehen. Die Biesen finde ich jedenfalls sehr hübsch (keineswegs mies, gnihihi) und ich erhoffe mir davon, dass sie den etwas unförmig wirkenden Pantoffeln etwas Form und Standfestigkeit geben. Wir werden sehen.
Wie von Ingrid empfohlen und getestet habe ich die Sohlen gedoppelt, also zwei Sohlen zusammengestrickt, für mehr Wärme von unten und weichere Polsterung.
Ich hoffe nur, dass die Dinger wirklich im geforderten Maße zusammenschrumpfen. Wenn man das ganze so betrachtet, mag man es jedenfalls kaum glauben...

Samstag, 12. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: die 11. Tür.

Das heutige Ornament war leicht zu erraten und bringt eine neue Farbe an den Adventskranz, der jetzt schon ziemlich umfassend rundherum dekoriert ist. Kein Wunder, ist doch bald Bergfest, Weihnachten rückt ganz offensichtlich näher.
Was war drin?
Ein Stern!
Genauer: ein Sternchen, denn von dieser Anleitung musste ich drei Versionen stricken, bis ich die angemessene Größe hatte.
Die kostenlose Anleitung ist schon von ganz anderen Leuten brilliant genannt worden - es ist großartig, wie sich in kürzester Zeit aus einem Ring ein Stern formt, und er ist so weich und dreidimensional und freundlich, vor allem in diesem leuchtenden Orangegelb, das ich noch von meinen Osterhühncheneierwärmern übrig hatte. (Mist. Ich hatte doch noch mehr Osterhühner stricken wollen. Das wird jetzt wohl nichts mehr. Oder anders. Egal.)
Version 1 - Originalversion

Der erste Stern folgt genau der Originalversion und ist zwar wunderbar geworden, aber eben viel zu groß im Vergleich zu meinen anderen Ornamenten. Dennoch darf er unser Wohnzimmer schmücken - hängt er halt an der Schranktür, da macht er sich auch gut.
Version 2 - deutlich kleiner

Für den zweiten Stern habe ich einfach statt 110 Maschen nur 40 Maschen angeschlagen. Das wird sofort kleiner, aber noch nicht klein genug.
Version 3 - so soll es sein

Die dritte Version ging von nur noch 30 Maschen aus, kaum genug, um richtige Spitzen auszuformen, aber gerade genug, um wirklich die allerletzten Meter des Garns aufzubrauchen.
klein und kleiner - Versionen 2 und 3

Im Direktvergleich könnt Ihr sehen, wieviel kleiner er doch noch geworden ist.
Am fisseligsten ist es, für die zweite Sternhälfte die Maschen aus dem Rand aufzunehmen, dicht gefolgt von dem Versuch, den Faden ordentlich zu verstechen. Das fast ausgestopfte Ding fertig zu stricken hört sich hingegen schlimmer an als es war. Ist ja Füllwatte und nicht Reis oder Bohnen drin.
Sterne stricken macht Spaß und merkwürdig süchtig - möglicherweise kommen da noch ein paar dazu. Ich könnte sie mir auch als Dekoration oder Spielzeug für Kinderzimmer/Babyausstattung gut vorstellen, und die ganz kleinen sind sicherlich auch prima Geschenkanhänger. Wobei m. E. Geschenkanhänger von vielen Leuten nicht ausreichend gewertschätzt werden, also lassen wir das lieber.
Morgen ist schon der dritte Advent. Ich werde jetzt zwei Sorten Plätzchen backen, damit wir wenigstens so tun können, als wäre uns das aufgefallen. Der Meinige besteht auf Zitronenplätchen, die eigentlich Nussplätzchen sind, wobei wegen Nussallergie die Nüsse durch Mandeln ersetzt werden. Dabei bleiben drei Eiweiß übrig, die man wunderbar in Mandel-Schoko-Makronen umwandeln kann.
In diesem Sinne - frisch ans Werk! (Frau Flax beschämt mich nämlich schon wieder. Aber küchenmäßig kann ich da ohnehin nicht mithalten... *winkewinke*)

Freitag, 11. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: das zehnte Türchen.

Heute mal in aller Kürze -
was war drin?
Ein Lebkuchenmann.
Ich fühle mich von meinem Adventskalender unter Druck gesetzt.
Immerhin habe ich gestern eine Fertigteigpackung (!!!) Vanillekipferl gebacken. pff.
Die kostenlose Anleitung stammt wieder von Frankie Browns Adventsgirlande, ist also Teil der Originalanleitung. Ich habe allerdings weniger Maschen angeschlagen, um das Männchen etwas kleiner hinzubekommen.
Wie immer zwei Versionen

Die erste Version ist dennoch deutlich größer als die zweite - ein Unterschied, der komplett auf die Nadelstärke zurückzuführen ist. Bei diesen flachen Figuren ist eine feste Strickweise mit eher kleinen Nadelstärken von Vorteil. Zusätzliche Stabilität kommt durch den "Zuckerguss", hier einmal aufgehäkelt (links) und einmal aufgestickt mit Knopflochstich (rechts) - letzteress passt etwas besser zu der zierlicheren Figur.
Aufgehängt habe ich die kleinere Figur mit dem angebissenen Bein. Lebkuchenmänner sind immer etwas unregelmäßig - das macht es leichter, hineinzubeißen - stimmts?

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: die neunte Tür.

Der Meinige sucht jeden Abend den richtigen Beutel heraus und reicht ihn mir, damit ich taste und fühle, was wohl drin sein wird. Da ich das natürlich schon lange nicht mehr weiß, muss ich genauso raten, wie er - aber natürlich weiß ich viel genauer, was ich ursprünglich mal angefertigt habe und tatsächlich auch, wie es sich anfühlt.
Was war also drin?

Ein Lebkuchenherz!
Normalerweise hätte ich meine eigene Lebkuchenproduktion längst gestartet, und in der Tat sähen meine Lebkuchenherzen ziemlich genau so aus.
wie immer zwei Versionen
Meine beiden gestrickten Lebkuchenherzen sind möglicherweise etwas dunkel geraten, aber ich behaupte, das ist der Überzug aus dunkler Schokolade, mit dem ich meine Lebkuchen gerne glasiere.
Version 1
Die kostenlose Anleitung für Lebkuchenherzen sieht eine Rahmenlinie aus weißem Zuckerguß vor, wie ich es in meiner ersten Version aufgehäkelt habe. 
Version 2
Mir persönlich gefällt die umhäkelte zweite Version besser - obwohl Zuckerguß und Schokolade in realiter vielleicht etwas viel wären - und der Rand stabilisiert die Form ein bißchen. Die dünnere rote Schleife finde ich auch hübscher.
Aber vor allen Dingen wollte ich meine Herzen mit Mandeln dekorieren, denn das tue ich immer, und so habe ich jeweils zwei Mandeln improvisiert.
Dazu muss man nur 4 Maschen anschlagen und dann zwei verkürzte Reihen stricke und über alle 4 Maschen abketten. Das ergibt, wenn man die Fäden richtig vernäht, sogar eine leicht gewölbte, dreidimensionale Mandel von natürlicher Unregelmäßigkeit.
Ich muss echt langsam anfangen zu backen. So ganz ohne Plätzchen geht es ja nun auch nicht.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Adventskalender. Nachtrag: die achte Tür.

Egal was draußen ist - im Adventskalender bleiben wir beim Thema "Winter".
Was heute drin war?
Ein Schneemann!
Wie immer gibt es zwei Versionen.
Version 1 - improvisiert

Die erste Version habe ich frei improvisiert, war aber nicht so richtig zufrieden. Deshalb habe ich mir sicherheitshalber doch noch eine Anleitung gesucht und bin - neben unfassbar niedlichen Kaufanleitungen (z. B. hier!!!) - auf diese kostenlose Version gestoßen. 
Version 2 - nach Anleitung
Und die habe ich dann auch als zweites umgesetzt. Die Stickerei auf dem Pullover ist zwar etwas missraten, aber die Arme verdecken das ganz gut. Allerdings ist dieser Bursche um einiges Größer als meine frei improvisierte Fassung, dies fällt vor allem im Direktvergleich auf.
kleiner Schneemann, großer Schneemann - "Kasimir"

Aber so ist das in der Natur ja auch.
Wir nennen ihn Kasimir, weil er so einen Eierkopf hat. Und wer das versteht, mag die gleichen Winter-Weihnachts-Filme wie wir. :-)