Sonntag, 28. Februar 2016

FO und Fazit: "Harvey" Jacke mit Schalkragen und Blockstreifen.

Wann ich mal wieder etwas stricke, wurde ich gefragt, dabei hatte ich gerade erst das (vorläufige) Scheitern einer kleinen Strickjacke verkündet. Aber so leicht gebe ich ja nicht auf. Kurz zuvor war ich auf eine E-Book-Sammlung von klassischen Jungs-Pullovern gestoßen, die ich nach kurzem Zögern dann auch gekauft habe. 
Jenny Wiebe's "Little Old Men" Collection halte ich zwar nicht für 5 verschiedene Modelle - handelt es sich doch um vier Strickjacken mit Schalkragen und einen Pullover mit - Achtung! - Schalkragen, alle als Raglan von oben gestrickt und in der gleichen Garnstärke (worsted), kurzum, es sind fünf Variationen von ein und demselben Modell... *holt Luft und überlegt, wie der Satz weitergehen muss* ... aber immerhin ist die Anleitung sorgfältig geschrieben und umfasst verschiedene Größen von 6 Monaten bis 10 Jahren mit sehr ausführlichen Maßangaben. Letztere weiß ich inzwischen sehr zu schätzen, da ich ja meist eine andere Wolle und somit auch eine andere Maschenprobe habe und auf diese Weise leichter nachvollziehen kann, ob ich mich dem geplanten Ziel nähere oder eine Jacke für ein ganz anderes, eher fiktives Kind stricke.
Ich habe also, trotz leichtem Verdacht, geneppt zu werden bzw. mit einer der fünf Anleitungen auszukommen und die anderen daraus ableiten zu können, das gesamte E-book gekauft, denn unabhängige Designer stecken sehr viel Arbeit in diese Anleitungen und müssen dafür auch entlohnt werden. Nötig wäre es aber wahrscheinlich nicht gewesen. Zumal die Baby Sophisticate Anleitung ja sehr ähnlich und noch dazu kostenlos ist. Egal. Es ist geschehen, und es war auch nicht falsch und verhungern werde ich deswegen auch nicht. Also. Kann man kaufen, muss man aber nicht.


Das Muster:
Angeschlagen habe ich "Harvey", der sich von den anderen Modellen der Sammlung durch Kragen-und Bündchenmuster in "garter rib" sowie ganz großartige aufgesetzte Taschen auszeichnet. Letztere habe ich allerdings (diesmal) weggelassen, aber egal.
Technik:
Wie gesagt - RVO, nahtlos, mit Schalkragen. Glatt rechts, bis auf die Blenden, die entweder kraus rechts (Knopfblende) oder im sogenannten "garter rib" (Bund, Armbund, Kragen) gearbeitet werden.  Der Schalkragen wird mit verkürzten Reihen geformt, außerdem muss man natürlich rechts-und links geneigte Zunahmen beherrschen. Alles in allem nicht schwierig, und trotzdem gibt es noch Hinweise, wie man das Muster vereinfachen kann, bspw. indem garter rib durch k2p2-Rippen verändert wird.
Allerdings fand ich die Anleitung für den Kragen etwas verwirrend. Es gab mir da zu viele Maschenmarkierer, die dann auch noch versetzt und ersetzt und entfernt oder nicht werden sollten, sodass ich beim ersten Anlauf mit einem schick-asymetrischen Kragen endete, dessen weiteste Stelle über der linken Schulter verlief. Kann man machen, sieht aber sch... aus, daher alles wieder aufgemacht und mit Hilfe des gesunden Menschenverstandes unter Ignorieren der Anleitung neu aufgesetzt, und dann ging es auch. Bin mir bis jetzt nicht klar, ob der Fehler in der Anleitung lag oder ob ich etwas überlesen habe, aber in jedem Fall ist es einfach, das falsch zu lesen.
Die Wolle:
Verstrickt habe ich die Reste vom "Geisterschiff"-Pullover, nämlich Rico Design Essentials Soft Merino Aran  in hellblau und dunkelblau. Ein weiches Merinogarn in Aranstärke schien mir für die geplante Winterjacke genau richtig zu sein, und den Stash aufzubrauchen ist immer eine gute Idee. Damit mir nicht wieder auf halber Strecke die Wolle ausgeht, habe ich mich für breite Blockstreifen entschieden, mit Bündchen im dunkleren Blau. Durch dicke Wolle und ebenso dicke Nadeln ging es erfreulich schnell voran, und die Wolle wird nach dem Waschen noch weicher.


Änderungen:
Blockstreifen, dafür keine Taschen. Außerdem habe ich die Jacke länger gemacht, hauptsächlich, damit die dunklen Bündchen an einen hellen Streifen anschließen. Hätte ich mir das vorher überlegt, oder würde ich bei dieser Art Projekt eine Maschenprobe machen, hätte ich auch einfach mit einem hellblauen Streifen angefangen um eine anleitungsgemäße Größe "6 months" zu erzielen, aber Jacken rutschen ja auch gerne mal hoch und da schadet die extra Länge hoffentlich nicht. In der Brustweite kommt sie durch das dickere Garn (Aran statt worsted) wie geplant auf etwas zwischen 6 und 12 Monaten, die Ärmel hätten dadurch ruhig noch etwas länger werden dürfen. Sie entsprechen recht genau der 6-Monats-Länge. Nuja. Muß man vielleicht mal nicht krempeln. 
ein vierter Knopf wäre schön gewesen.
Leider hatte ich nur drei statt vier perfekten Knöpfen, sodass ich mit der Verschlussblende nicht so wahnsinnig zufrieden bin, aber das passt schon. Geändert: keine YO-Knopflöcher, sondern in der Hinreihe 2 M abgekettet und auf dem Rückweg zwei aufgestrickt. Außerdem Knopflöcher auf beiden Seiten gestrickt. Das habe ich, glaube ich, bei E. Zimmermann gelesen - die Knöpfe werden dann einfach über das dem entsprechenden Gender gemäße Knopfloch genäht, verdecken dieses, und machen die Jacke leicht "unisex". Wobei ich ja ehrlich zweifele, ob das heute noch irgendjemand beachtet, zumindest bei Babysachen. Achja, und falsche Nähte an den Seiten und Ärmeln mittels zusätzlicher linker Maschen- diese verschwinden vollständig im Gestrick, aber die Jacke lässt sich wirklich besser falten.
falsche Nähte von innen gut erkennbar
Also, ich finde "Harvey" sehr gelungen und niedlich. :-)
Die harten Fakten:
Harvey by Jenny Wiebe
angefangen: 22. Februar 2016
fertiggestellt: 26. Februar 2016
Garn: Rico Design Essentials Soft Merino Aran in blau (028) und hellblau (033)
verbraucht: 160 g, davon etwa 100g dunkelblau, 60 g hellblau. glaube ich.
Größe/Maße: mindestens 6 Monate mit zusätzlicher Länge bis ca.12 Monate laut Maßzeichnung in der Anleitung:
Unterbrustweite : 23 cm
Bund - Achsel: 20 cm
Bund - Schulter: 30 cm
Armbund- Achsel: 15 cm
Armbund- Schulter: 25 cm

Nadeln: Chiaogoo Lace mit Twist Seilen, 4,5 mm, 5mm für Ärmel und zum Abketten
Maschenprobe: 20M x 29R = 10 cm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, 3 (besser 4) Knöpfe aus der Kiste
Kosten: Da die Wolle damals heruntergesetzt war, etwa 10 Euro für etwas mehr als 3 Knäuel.

Donnerstag, 25. Februar 2016

FO: Streifen sind cool. Latzhosen auch.

Es gibt wenige Dinge, die ich beim Nähen so nervtötend finde, wie die Vorbereitungen.
Damit meine ich nicht das Schwelgen in Stoffen und Schnitten, sondern das Übertragen des Schnittes auf den Stoff und das Zuschneiden.
Ist das Zuschneiden bspw. karierter oder gestreifter oder anderweitig regelmäßig gemusterter Stoffe schon schwierig genug, so treibt mich das Abpausen von Schnitten aus Zeitschriften in den Wahnsinn.
In. den. Wahnsinn! Ständig ist das Pauspapier zu klein oder verrutscht oder man erkennt nicht mehr, welche Linie man eigentlich abpausen soll oder vergisst eine Markierung oder kopiert die falsche Markierung...
Besonders schlimm ist dabei die gute alte Patrones, denn ich kann ja gar kein Spanisch und muss mir daher alles mit meinem bisschen Nähverstand zusammenreimen.
ABER.
Wenn man das alles geschafft hat, werden die Patrones-Sachen auch ausgesprochen toll. Weil es sich in der Regel um die Schnitte von "echten", im Handel erhältlichen Kleidungsstücken bekannter Marken handelt, haben sie wunderbare kleine Details und oft auch einen "professionelleren" Look als viele andere Schnittmuster.
Und so ist eine hübsche, gestreifte Latzhose der Marke "Prenatal" entstanden.
Eigentlich sollte sie aus Cordstoff sein - ich habe mich für einen festen Baumwollköper mit breiten, marineblauen Streifen entschieden. 
Die Richtungswechsel sind in der Anleitung vorgesehen, die streifen-versetzt-aufgesetzten Taschen habe ich selbst eingefügt.
Verschlossen wird die Latzhose an den Trägern, an den Seiten und natürlich im Schritt. Die Sache mit dem Untertritt allerdings habe ich entweder nicht verstanden, oder falsch verstanden, oder aber es gab echt ein Problem mit dem Schnittmusterbogen. Aber irgendwie habe ich es hingepfuscht.
Und dann hatte ich noch richtig Ärger mit der Nähmaschine, die sich auf einmal geweigert hat, Knopflöcher zu nähen. Grr.
Immerhin haben endlich einmal die seit ca. 20 Jahren gehüteten Käptn-Blaubär-Knöpfe den perfekten Einsatzort gefunden. Ist ja oft so  - erst der Knopf, dann der Anzug. Hat hier jedenfalls wunderbar geklappt.
Der kleine rote Stern auf der Latztaschenlasche (sag das mal drei mal hintereinander!) ist jedenfalls von Kamsnaps.
Für die Verschlüsse im Schritt habe ich hingegen ein Experiment gewagt: Magnetverschlüsse.

Ich habe mir 10 Paar möglichst flache Scheibenmagneten besorgt und in den Schritt genäht. Das geht gar nicht so schwer, zumal man sie erstmal festkleben kann - sie sind mit einer Selbstklebevorrichtung ausgestattet. 
Die Schrittblende, die in der Anleitung nicht weiter definiert wird, habe ich mit einem selbstgemachten Schrägband gearbeitet, in das ich die Magnete erst aufgeklebt, dann festgenäht habe. Zuguterletzt habe ich die Magneten mit knappkantingen Nähten vor dem Verrutschen gesichert.
Man muss nur aufpassen, dass die Pole im Schritt richtig aufeinandertreffen.
Bis hierher hat das gut funktioniert. Die Anziehungskraft der Magneten wird durch die dazwischenliegenden Stofflagen allerdings abgemindert, ob diese Art Verschluss also auch alltagstauglich ist, wird sich zeigen. Auch, ob die Magneten in der Waschmaschine rosten, ist mir noch nicht klar.
Aber notfalls kann ich ja immer noch Kamsnaps anbringen.



Mittwoch, 24. Februar 2016

WIP: Baby Sophisticate. So jedenfalls nicht.

Auf der Strickliste stehen auch mehrere Kinderstrickjacken. Ich würde zum Beispiel gerne eine Jasper-Jacke stricken - die Anleitung liegt hier schon ausgedruckt. Allerdings hat man mir gesagt, dass Kapuzen erst bei Kindern interessant sind, die nicht ständig auf dem Rücken liegen, sonst haben sie entweder ständig Kapuzen auf oder einen Knubbel im Rücken. Das hat also noch Zeit.
Außerdem wollte ich eine Baby Sophisticate Jacke -  eine RVO-Jacke mit Schalkragen im "Opa"-Stil, und das schien mir genau das richtige zu sein für eine Ergänzung des "Brit-Chic"-Outfits.
Die Anleitung in den beiden kleinsten Größen ist kostenlos, und auch nicht besonders schwierig. Allerdings wollte ich ein dünneres Garn nehmen, als in der Anleitung angegeben ist, nämlich die geliebte Cool Wool.

Machen wir die Rede kürzer als die Mängelliste:
1) Mit Nadelstärke 3 wird mir das viel zu fest. So oft, wie ich das Garn schon verstrickt habe, sollte ich langsam mal wissen, mit welcher Nadelstärke ich es verstricken muss, oder? Offenbar ist meine Fadenspannung sehr unterschiedlich...
2) Die Zunahme auf 50 Rückenmaschen reicht bei dieser festen Fadenspannung nicht für die angepeilte Größe 6-9 Monate (25 cm), sondern kommt nur auf knapp 19-20 cm Brustweite.
3) Ich habe überhaupt nur 2 Knäuele Wolle in dunkelbraun. Der Rest wird nicht für zwei Ärmel, Blende und Schalkragen reichen.

Die Jacke wird geribbelt und nach einer angemessenen Zeit Stubenarrest möglicherweise gestreift wieder auferstehen. Vielleicht auch mit andersfarbigen Ärmeln (sozusagen als Intarsien gearbeitet). 

Dienstag, 23. Februar 2016

FO: Sherlock Mütze.

Natürlich ist die versprochene karierte Mütze längst fertig. Ich kam nur nicht zum Bloggen...
Hier ist sie: 
Diesmal hat sie oben einen Knopf. Der Vollständigkeit halber, und weil das passgenaue Zuschneiden von karierten Stoffen extrem aufwendig ist... (wer findet den Fehler?)
 Diesmal habe ich hinten im Nacken keinen Bündchenstoff, sondern stattdessen die Kugelsegmente verlängert...
 ...und sowohl beim Außenstoff als auch beim Futterstoff - ein weicher Jersey - ein Gummiband eingenäht. Keine Ahnung, ob das gut sitzen wird.
Wenn man die Mütze hinlegt sieht sie eher aus wie Sherlock's berühmter "Deerstalker".  Eine Vorführung am Modell ist leider zur Zeit nicht möglich.

Und nein, da ist nichts "im Busch". Babies kommen nicht aus Büschen. Auch nicht aus Kohlköpfen, oder vom Storch... die muss man ganz alleine zusammenbauen. Das ist ganz schön mühsam. Und klappt leider nicht immer. Deshalb betrachten wir diese Aktivitäten einfach als eine Art magisches Handeln, oder Beschwörung, aber wir reden nicht darüber. Deal?
:-)

Mittwoch, 17. Februar 2016

FO: Brit-Chic Größe 80.

Meine momentanen Nähprojekte profitieren natürlich sehr davon, dass zur Zeit kein tatsächliches reales Baby mich davon abhält, mich stundenlang mit Stoff aussuchen, zuschneiden, bügeln und nähen zu beschäftigen. Zugleich ist es ohne ein echtes Modell gar nicht so einfach zu erraten, wie groß das zu benähende Kind zu welchem Zeitpunkt denn wohl sein wird. Ich verlasse mich daher auf die standardisierten Durchschnittsgrößen in dieser Tabelle, und hoffe, dass das ungefähr hinhaut. Zumindest, wenn das vernähte Schnittmuster eine "offizielle" Größenangabe hat, und nicht nur, wie bei den zuletzt vernähten Mustern von ShwinandShwin, ein "meinem Kind hat das mit 3 Monaten gepasst"...
Laut meiner Schwägerin beinhalten die drei bereits vorsortierten Kisten mit ererbter jungstauglicher Babykleidung alles, was das Herz begehrt bis etwa Größe 80. Größe 80 entspricht laut Tabelle 10-12 Monaten, oder aber, wenn die Kinder kräftig ausfallen, was in meiner Familie gar nicht ungewöhnlich wäre, 7-12 Monate... vorausgesetzt, es handelt sich um ein mitwachsendes Kleidungstück. Also Wintersachen. Wintersachen kann ich.
Und der Vorsatz war, eine Hose passend zu diesem grünen Eulen-Pullunder zu fertigen, der ja von 9-12 Monaten passen soll.
Glücklicherweise habe ich in der Upcycling Kiste noch einen alten Rock gefunden, den ich immer mochte, aber nie getragen habe - er saß einfach nie gut, rutschte hoch, sodass das Futter blitzte, und war mir auch eine Handbreit zu kurz. Inzwischen ist er zudem etwa 10 Größen zu klein...
Ein bißchen schneiden, ein bißchen bügeln, und die hervorragende Anleitung "Pumphose Frida2.0" vom Milchmonster, die ich in der kleinsten, kostenlosen Version ja schon probegenäht und für tauglich befunden hatte - et voilà!

Eine sehr britische Knickerbockerhose!
Die extra-langen Bündchen wachsen mit, lassen sich aber mittels Umkrempeln auch kürzen, und erinnern an Kniestrümpfe. Dabei fiel mir die Auswahl der richtigen Bündchenfarbe am schwersten. Denn laut "Gentleman-Blog" soll man die Farbe der Strümpfe mit dem gesamten Outfit abstimmen... Genau genommen heißt es dort:
"Braune Strümpfe (wenn auch oftmals verschmäht) schmeicheln indes braunen Cord- und Tweedanzügen, zu denen auch weinrote und flaschengrüne Strümpfe denkbar sind." (http://www.gentleman-blog.de/2013/04/26/struempfe-socken-schuhe-hose/), Hervorhebung von mir, Link im Original
Braun war mir dann doch zu langweilig für eine Kinderhose...

...die langen Bündchen simulieren ja irgendwie doch die Strümpfe. 
Weiß wäre zu hart. Dunkelblau hat mich nicht überzeugt. Weinrot wäre eine echte Option...
Aber der Meinige war für flaschengrün. Und der Eulenpullunder ist ja auch grün. Voilà!
So sieht das aus.
Die Hose folgt genau der Anleitung für eine "Frida 2.0" mit innenliegenden Taschen. Allerdings habe ich den möglicherweise kratzigen Wollstoff mit einem weichen Jersey gefüttert. So wird die Hose zwar noch etwas wärmer, aber das schadet ja nicht unbedingt. Dafür kann man evtl. auf eine Strumpfhose verzichten. 
Nur auf der Rückseite habe ich etwas improvisiert - runde Taschen schienen mir unpassend, keine Taschen fand ich auch doof. Also habe ich Taschenklappen in der Breite des Taschenmusters improvisiert und angenäht - sie ohne jede Funktion. Man könnte noch Knöpfe aufnähen, aber das scheint mir nicht nötig. Außerdem würde das Kind wahrscheinlich genau darauf liegen oder sitzen, was möglicherweise trotz Windelpolster unbequem wäre. Nein, nein, wir lassen das so.
Außer natürlich, dass wir jetzt noch passende Schuhe und eine karierte Schirmmütze brauchen. Is' klar, oder?
Und mit einer passenden Strickjacke, zum Beispiel der Baby Sophisticate, würde das hier auch mal wieder zum Strickblog werden...

Montag, 15. Februar 2016

Das Tüpfelchen auf dem "i"...

Das Tüpfelchen auf dem "i" sitzt bekanntlich ganz oben. Bei einem Baby-Outfit wie bspw. diesem hier wäre das daher die Mütze. Normalerweise würde ich Mützen stricken, aber im Sommer ist die Wolle auf dem Kopf vielleicht etwas zu viel des guten - wenn man nicht direkt an der windigen Nordseeküste wohnt, geht es ja eher um  Sonnenschutz als Wärmeverlust.
Dieses Werk ist zwar schon ganz niedlich, aber eben doch eher Haube als Mütze. In meinem Kopf spukte vielmehr die Vorstellung einer altmodischen englischen "school cap" oder auch Cricketmütze herum.
Ich habe hier mal Bilder aus dem Internet zusammengesucht, da Cricket hierzulande ja nicht gerade zum Breitensport zählt.
http://www.smartturnout.com/media/catalog/category/bags_header.jpg
http://www.smartturnout.com/media/catalog/product/cache/2/small_image/242x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/y/a/yale_5.jpg
Wenn man diese Mützen genauer betrachtet, stellt man folgendes fest:
a) es sind Schirmmützen, in der Regel in den Schul-oder Teamfarben. Blau-weiß ist offenbar Yale. Wer hätte gedacht, dass in Yale Cricket gespielt wird -ist das nicht in den USA?
b) anders als Baseball-Mützen bestehen sie aus 6 oder 8 -äh- Kugelteilsegmenten. Oben haben sie einen Knopf. Der Schirm ist offenbar etwas kürzer als bei Baseballmützen.
c) die Querstreifen sind besonders cool, aber es gibt auch Versionen mit unterschiedlich gefärbten Segmenten, oder einfarbige Mützen mit Paspelstreifen entlang der Teilungsnähte.
http://g02.s.alicdn.com/kf/HTB1E3t4IFXXXXa5XVXXq6xXFXXX8/201383604/HTB1E3t4IFXXXXa5XVXXq6xXFXXX8.jpg

https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQXJPaG9vQs31O9AeqfT2csaRwlGQd8phRAwVKwCtjV9IiJUa-Vug

d) hinten sind die Segmente offenbar etwas länger und die Mütze sitzt daher tiefer als vorne. Oft werden sie durch ein Gummiband im hinteren Bereich an verschieden Kopfweiten angepasst.
e) die klassische Cricketmütze liegt eng am Kopf an, anders als die australischen Ableger - diese sind bauschiger, und sind in anderen Farben und Materialien auch bekannt als Ballonmützen, bzw. "Gatsby"-bzw. "Newsboy"-Mützen.
f) traditionell bestehen sie aus Wollfilz. England ist halt kein sehr warmes Land.

Für Ballonmützen gibt es Anleitungen. Zu Schiebermützen, und Michelmützen gibt es Anleitungen. Für traditionelle Cricketmützen hingegen habe ich nichts gefunden. Tja, muss ich halt selber ran.
Das ist bei meinem ersten Versuch herausgekommen. 
Geplant war ein Kopfumfang von ca. 40 cm, tatsächlich sind es etwa 44 cm, laut Tabelle würde das zwischen 3 und 6 Monaten passen - zumal das Bündchenjersey am Hinterkopf ja einen festen Sitz garantieren soll und daher auch kleineren Köpfchen passen könnte.
Das Material ist wieder einmal ein altes Hemd des Meinigen. Der Schirm ist mit Schabrackeneinlage verstärkt. Und sie ist komplett gefüttert und kann auch als echte Wendemütze auf links getragen werden!
Aus diesem Grund habe ich auch auf den Knopf verzichtet - den könnte man leicht mittels bezogener KamSnaps herstellen, allerdings würde dann womöglich immer einer der beiden Knöpfe auf Baby's Kopf drücken. Das muss ja nicht sein.
Weitere Versionen werden folgen. Da ist noch einiges zu tüfteln.
Ich freue mich schon richtig darauf!

Sonntag, 14. Februar 2016

FO: Das elegante Baby.

Irgendwann habe ich im letzten Jahr einen zweifarbigen Seersucker-Stoffrest gekauft. Reine Baumwolle, weiß und auf der einen Seite blau gestreift, auf der anderen Seite rot.
Ich hatte keine Ahnung, was das werden sollte, und es war auch nur ein Rest von knapp 80cm - also bei weitem nicht genug für mich - aber ich habe ihn mitgenommen, obwohl er mit etwa 12 Euro nicht wirklich "billig" war.
Aber es war richtig, denn als ich beim Stöbern auf der bereits erwähnten Website von Shwinandshwin den "Baby Blazer" entdeckt habe, war auf einmal klar, was dieser Stoff werden wollte.
Klar, ich habe auch gedacht - welches 3 Monate alte Baby braucht einen Blazer? Aber dann habe ich an all die Feste und Taufen und Hochzeiten gedacht, zu denen Babies mitgeschleift werden, und himmelherrje - ob sie nun eine wollene Strickjacke tragen oder eine (bequem-weite) genähte Jacke ist ja nun auch egal, wenn es einmal kühl werden sollte. Und weil es so absurd und so niedlich ist, und weil ein 3 Monate altes Baby sich noch nicht richtig wehren kann, und weil der Stoff so perfekt war - nun ja. Ihr seht ja selbst.
Die Jacke kann man übrigens komplett wenden und auf links tragen.
Falls Baby mal spuckt und alles vollsabbert. Und bei mindestens 40°C waschbar ist sie auch. Von wegen: unpraktisch!
Allerdings hadere ich zum Zeitpunkt dieses Blogeintrags noch mit einem Verschluss, der von beiden Seiten funktioniert. Eine Möglichkeit sind diese Ankerknöpfe.
Ich hadere mit diesen Optionen: 
a) je 1 großer Knopf als "Manschettenknopf"
Wenn man sowohl links als auch rechts ein Knopfloch näht, und dann den roten und den blauen großen Ankerknopf Rücken an Rücken aneinandernäht, könnte man die Jacke von beiden Seiten verschließen wie mit einem Manschettenknopf.
Vorteil: die "richtige" Seite liegt immer oben. (Einwand: wer weiß schon, welche Seite "richtig" ist - ich muss jedenfalls jedes Mal nachgucken...)
Nachteil: Die Knöpfe sind lose, können verloren gehen und schlimmstenfalls verschluckt werden.
b) je 2 kleine Knöpfe (oder 1 großer) festgenäht
wenn man die Wende-Option ignoriert, kann man auch die etwas klassischere Zwei-Knopf-Option anbringen. Leider habe ich von den Ankern in dieser Größe nur zwei Stück.
Vorteil: klassischer Look.
Nachteil: auf rot gewendet hat die Jacke entweder keine Knöpfe oder andere Knöpfe, die ich noch besorgen muss - und wird auf jeden Fall "falsch herum" geknöpft. (Einwand: s.o.) Diese Option ließe sich im übrigen natürlich auch mit dem einen großen Knopf durchführen, dieser wäre dann angenäht und kann (hoffentlich) nicht abgenagt werden.
c) Kam-Snaps
Vorteil: Kam Snaps sind ohnehin immer von beiden Seiten sichtbar, und wenn man die passende Farbe nicht hat, kann man sie sogar mit Stoff beziehen.
Nachteil: rechts über links, links über rechts - siehe oben.

Und während ich darüber noch eine Weile nachdenke, denn es hat ja alles keine Eile, habe ich schnell noch eine passende Hose genäht. Mit 3 Monaten (angebliche Jackengröße) trägt ein Kind angeblich Größe 62, also habe ich die hier erwähnte Näähglück-Hose in 62/68 zugeschnitten und damit dem Stückchen Stoff das letzte entlockt. (Naja. Für "Füße" könnte es noch reichen...) 
Verschlüsse hat diese Hose nicht, aber da sie einfach an-und-auszuziehen ist, wird das beim Wickeln hoffentlich nicht stören. Als "Anzughose" habe ich den Beinsaum übrigens versteckt nach innen gelegt...
...das hat den Vorteil, dass man ggf. noch ein paar Zentimeter Länge auslassen kann. Auch praktisch. Und natürlich ist die Hose auch einzeln tragbar. Oder eben als Anzug ...

...vorausgesetzt, man trägt gerne einen 3 Monate alten Dandy durch die Gegend.
Wobei die Jacke natürlich auch zur sportlichen Latzhose passt - also vom Stoff her.

Bei der Größe bin ich nicht sicher, die sind ja alle eher so vage angegeben. Das wird man dann sehen.
Und jetzt könnt ihr mich alle auslachen - aber mir macht das gerade so viel Freude, da ist mir alles egal.
Links:
http://shwinandshwin.com/2015/03/baby-blazer-pattern-free.html
http://kaariainen.blogspot.de/p/kinderhose.html

Samstag, 13. Februar 2016

FO. Maritimer Strampelanzug - und die passenden Schuhe.

Da die Nähmaschine nun schon einmal aufgebaut war, habe ich gleich weitergenäht. In diesem Fall sogar mit einem funkelnagelneuen Stoff, von dem ich letzten Sommer aus Gründen, die mir gerade nicht mehr einfallen, etwa einen halben Meter gekauft habe. Das muss gewesen sein, als ich das "Norderney-Kleid" genäht habe...
Allerdings besteht das Kleid aus Jersey mit Papierschiffchen, doch dieser halbe Meter Ankerstoff ist Webware. Gerade genug, um einen kleinen Babystrampler zu nähen.

Und jetzt alle, die noch hier sind (sorry, aber ich fürchte, das wird noch eine Weile weitergehen mit Babysachen): Awwwwwwwww!
Das kostenlose Schnittmuster stammt von ShwinandShwin - die noch viele andere tolle Schnittmuster zur Verfügung stellt - und nennt sich "Pleated Baby Romper". Die Größe ist angeblich 0-3 Monate - was immer das heißt - allerdings gibt es im genannten Blog eine Anleitung, wie das Muster vergrößert werden kann. Der "Romper" ist weniger ein Strampler als eine Latzhose, hat zwei kleine Trägerlein und wird im Schritt geöffnet - in diesem Fall mittels KamSnaps. Für die Trägerknöpfe habe ich "richtige" Knöpfe genommen, weil es dann leichter wird, diese ggf. zu versetzen um die Länge anzupassen.
Die Anleitung ist nichts für Anfänger, da sie voraussetzt, dass man versteht, was man tun soll. Beispielsweise gibt es keine Hinweise, wie tief die Falten im Vorderteil sein sollen oder wie sie gelegt werden, und für das -hier rot-weiße- Band, mit dem die Falten fixiert werden, gibt es kein Schnittmusterteil. Von der Einlage, die auf Träger, Rückenpasse und Schrittblende aufgebügelt werden soll, erfährt man auch erst im Text der Anleitung.
Aber wer schon einmal ein bißchen genäht hat, wird in jedem Fall klar kommen und dem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul. Mit etwas Improvisation bekommt man jedenfalls, wie Ihr seht, eine sehr niedliche, klassische kleine Latzhose, die dank der Kellerfältelung auch ohne Jersey genug Bewegungsfreiheit verspricht.
Und weil ich gerade dabei war, die Website von ShwinandShwin zu durchstöbern, habe ich gleich noch passende Schuhe zum Anzug genäht:
Dies sind die "Little Man Shoes" gedacht für die Größen "0-3 Monate", aber mit einem Hinweis, die Fußlänge anzupassen. Das Innenfutter habe ich aus dem Resten der gefilzten Pullover geschnitten - so sind sie innen warm und weich.
Auch diese Anleitung ist nichts für Anfänger - ich habe bei der Umsetzung jedenfalls mehr Probleme gehabt, als nötig gewesen wäre. Zwar sind sie wirklich babyeinfach zu nähen, aber die Beschreibung im o.g. Blog ist etwas kryptisch. Einfach geht's, wenn man beim Zusammenähen von Sohle und Oberfuß am markierten Zehenpunkt anfängt und wenn man die "Schnalle" erreicht diese nach innen klappt. Verschließen kann man die Schuhe mit Knöpfen, Klett, oder wie ich, mit KamSnaps.
Zusammen ein supersüßes Outfit!


Hier nochmal die Links:
http://shwinandshwin.com/2012/09/baby-romper-free-pattern-babybelly.html
http://shwinandshwin.com/2011/05/little-man-shoes.html

Freitag, 12. Februar 2016

FO nachgereicht. Kindermütze mit Sonnenschirm.

Beim Schreiben des letzten Eintrags fiel mir auf, dass ich Euch ein FO vom letzten Mai (?) vorenthalten habe. Ebenfalls aus allerlei alten Hemden (und einem alten T-Shirt als Futter) entstand damals nämlich diese kleine Schirmmütze.
Niedlich, nicht?
Das kostenlose Schnittmuster des Originals sah vor, dass man ein altes Flanellhemd benutzt, aber mit Baumwollhemden geht es genauso gut. Ist halt etwas sommerlicher. Aber das schadet ja nichts.
Den Schirm habe ich mit der stärktsten Vlieseline verstärkt, die ich finden konnte (Schabrackeneinlage).
Die Größe soll 0-3 Monate alten Kindern passen.
Ursprünglich gab es die Anleitung mal hier, aber leider ist die Seite zur Zeit nicht erreichbar.
http://thismamamakesstuff.com/hes-all-boy-baby-cap-tutorial/
Merke: Alle online gefundenen Anleitungen sofort als PDF speichern.

Donnerstag, 11. Februar 2016

FO: Ein Hemd zum Pullunder.

Wer einen stylischen Pullunder à l'anglaise tragen will/soll, braucht dazu natürlich auch ein Oxford-Hemd. Ohne Kragen wird das nämlich nichts, das weiß heute jeder Hipster.
Nun hatte ich ja erwähnt, dass ich die alten Hemden des Meinigen sammle, um daraus verschiedene Kleinteile zu fertigen. Es geht inzwischen so weit, dass einige meiner Freundinnen (na gut, eine meiner Freundinnen) mir die in ihrem Haushalt aussortierten alten Hemden zuschickt, weil sie es ebenfalls nicht übers Herz bringt, diese wegzuwerfen. Im Gegenzug hat ihr bald zweijähriger Sohn zu Weihnachten eine neue Schlafanzughose erhalten, die ich Euch offenbar noch gar nicht gezeigt hatte... ts.
neue Schlafanzughose für A. aus Papas alten Hemdsärmeln - hier in Größe 98/104
Hier ist sie - ich habe einfach die Ärmel abgeschnitten und mich für den Schritt im weitesten Sinne an der Kinderhose von näähglück orientiert - ein prima (und kostenloser) Hosenschnitt mit Bündchen oben und unten, professionell gradiert in den Größen 62/68 bis 122/128. Der junge Mann trägt sie offenbar gerne und laut Eltern bewährt sie sich gerade bei Krankheit (armer Wurm) gut, weil sie bei Fieber angenehm zu tragen sei...

Den Rest dieses sehr abgeliebten, vielfach geflickten und tatsächlich schon etwas dünngewaschenen  Hemdes habe ich hingegen zu einem pullundertauglichen Hemdenbody verarbeitet.
Ungefähr so. Die Anleitung ist ebenfalls kostenlos im Netz erhältlich und stammt von "Roubidou", erhältlich unter diesem Link. Man kann natürlich nach dem dort beschriebenen Prinzip jedes andere Body-Muster adaptieren, wenn man die Größe ändern oder genauer wissen will - diese Anleitung ist angeblich für 3-6 Monate, aber hier heißt es, es sei wohl eher 0-3 Monate. Man (ich) weiß es (noch) nicht, werde es aber sicher erfahren.
In jedem Fall passt es zum Pullunder...
...und der ist ja eine klein-ausfallende 6 Monatsgröße. Oder so. Egal. Wird schon irgendwann passen.
Für den Body habe ich das Vorderteil-Schnittmuster genau entlang der vorhandenen Knopfleiste angelegt, aber zwei zusätzliche Knopflöcher eingefügt, damit die Proportionen stimmen.
das mittlere Knopfloch ist von mir

Sieht man, wenn man es weiß (und kein Pullunder darüber ist).

Statt die Schrittöffnung mit Schrägband zu versäubern, in das dann ein Gummizug eingezogen wird, habe ich gleich ein 1cm breites weiches Unterhosengummi angenäht. Das Ratespiel war, wie lang das Gummi sein muss - ich habe die Saumkante abgemessen und 20% abgezogen. Das sieht jetzt erstmal ordentlich aus, ob es sich bewährt wird allerdings erst die Praxis zeigen. Aus irgendeinem Grund habe ich alles unterhalb des letzten Knopfes zugenäht - nächstes Mal würde ich das nicht mehr tun und stattdessen den letzten Knopf als Schrittverschluss nutzen. Dann könnte man das Kind regelrecht einwickeln und muss nichts über den Kopf ziehen. So habe ich halt erstmal Kam-Snaps angebracht.

Hätte ich noch Hemdsärmel gehabt, hätte ich auch die Ärmelknopfleiste mitverwurstet, um sie etwas öffnen zu können - das würde beim Anziehen sicher eher helfen als die jetzige Version ohne Verschluss. Die Originalmanschetten hingegen wären mir proportional zu groß und sind in der Regel bei den ausgemisteten Hemden ohnehin sehr abgenutzt.
Das Rückenteil besteht aus zwei Teilen, einer Schulterpasse und einem unteren Teil mit Falte. Auch das kennt man von Herrenhemden und da dieser Body nicht aus dehnbarer Maschenware besteht sondern aus Webware ist der resultierende Extra-Platz sicherlich sinnvoll. Soll ja auch bequem sein.
Allerdings ist mein Versuch, die französische Naht hübsch abzusteppen leider kläglich gescheitert. Dazu muss ich mir wohl doch noch einmal ein Youtube-Tutorial ansehen.
Insgesamt erkläre ich aber dieses Projekt für geglückt und nachahmenswert.
Ich habe hier jedenfalls noch einige alte Hemden liegen. Und mithilfe von Schnabelinas berühmt-bewährtem Regenbogenbody-Musters lässt sich sicherlich auch die Größe noch anpassen.

Hier nochmal die erwähnten Anleitungen/Links:
http://kaariainen.blogspot.de/p/kinderhose.html
http://www.sewmamasew.com/2011/06/summer-sewing-the-shirt-onesie/
http://schnabelina.blogspot.de/p/regenbogenbody-365.html

Montag, 8. Februar 2016

FO und Fazit: I-Cord Bonnet.

Das erste Baby des Jahres ist im Freundeskreis geschlüpft. Ein kleines Mädchen. Draußen ist es kalt, warme Füße hat ihr kleiner Bruder schon vor 2 Jahren bekommen...
... also gibt es diesmal warme Ohren.
Das Muster:
Die kostenlose Anleitung beschreibt ein sehr klassisches, niedliches Babyhäubchen mit Bindebändern aus I-Cord und einer leicht gerüschten Partie an der Stirnseite. Die Anleitung ist auf englisch, aber eindeutig nicht von einer Muttersprachlerin verfasst und daher manchmal etwas  umständlich bzw. schwer verständlich. Wer mit den Techniken vertraut ist oder genug Strickerfahrung hat, kommt dennoch klar, aber Anfänger könnten möglicherweise gelegentlich irritiert gucken.
Technik:
Das Häubchen ist zwar nicht schwierig zu stricken, aber für ganz blutige Anfänger ist es auch nichts - es beginnt mit einer I-Cord und einem I-Cord-Anschlag. Kraus rechts, Zunahmen und Abnahmen für die Rüsche, gerichtete Zu-und Abnahmen für die Hinterkopfrundung, außerdem verkürzte Reihen. Und die letzten Maschen werden im Maschenstich zusammengenäht.
Die Wolle:
Die traumhafte Fairalpaka DK - wunderbar weich, herrlich - und sicherlich auch eine eher warme Mütze. Hoffentlich passt sie nicht erst im Sommer...
Änderungen:
Ich habe alle 20 Reihen - unabhängig von der Anleitung - verkürzte Reihen gearbeitet, um die untere Abschlusskante nicht zu weit zu machen. Ich denke, beim nächsten Mal würde ich zudem die 2x5 Maschen der Abschlusskante aus der Gesamtmaschenanzahl herausrechnen, wenn es darum geht, die Abnahmelinien nach jeweils einem Drittel der Maschen zu machen - ich glaube, dann würde das Häubchen besser sitzen. 
Die harten Fakten:
I-Cord Bonnet by Lotta Arnlund
angefangen: 03. Februar 2016
fertiggestellt: 04. Februar 2016
Garn:  fairAlpaka Baby Alpaka DK in natur (NFA01)  
verbraucht: etwa 40 g
Größe/Maße: Ohr zu Ohr: 30 cm. Sieht etwas groß aus - keine Ahnung wann das passt.
Nadeln: 3mm
Maschenprobe: 23Mx36R
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: ein Knäuel kostet 2,70 Euro...