Montag, 24. April 2017

Spielhose.

Bisher war ja Winter.
Bisher konnte das Kind auch nicht krabbeln.
Seit Junior aber krabbelt, und seit das Wetter besser ist, möchte man ihm ja auch mal etwas Spaß in der freien Natur gönnen.
Eine Matschhose haben wir aber noch nicht im Haus - war einfach bisher nicht nötig.
Für den Übergang - oder besser, zum Spielen im Dreck/Sand, aber wenn es trocken ist - habe ich daher einfach eine Spielhose gebastelt.
Im Internet fand ich eine kostenlose Anleitung für eine Latzhose - hier, es ist die Latzhose "Florian" von "Schnittchen".Der Schnitt besticht durch die wenigen Nähte. Ich habe ihn zwei Nummern größer zugeschnitten und die Beine nochmal um 3 cm verlängert. So kann ich die Hosenbeine einfach unten zunähen und muss dem Noch-Nicht-Läufer keine Krabbelüberschuhe anziehen.
Wenn es zu kurz wird, kann ich wieder auftrennen und umkrempeln oder säumen. Das bewährt sich noch ganz gut.
Der Stoff ist ein Rest teflonbeschichteter Markisenstoff, den ich für die neubezogenen Gartenmöbelkissen vor zwei Jahren benutzt habe. Hatte ich offenbar gar nicht gebloggt. Ups.
Jedenfalls kann der Stoff Dreck ab, sogar etwas Feuchtigkeit - Wasser perlt erstmal ab, aber wenn Junior damit länger durchs nasse Gras robben würde, wäre es natürlich nicht dicht.
Zufälligerweise passte das blaue Vögelchen des lange gehüteten Restes eines Lieblingsstoffes genau zur Hose. Daraus habe ich Junior ein paar Taschen spendiert. Falls er etwas Wichtiges findet - Steine oder Stöckchen oder so. Eine Seitennaht gibt es zwar nicht, aber eine Bügelfalte hilft beim Platzieren.
Erst wollte ich die Hose komplett mit Jersey füttern, habe mich dann aber dagegen entschieden. Auch den Beleg am Latz habe ich weggelassen, stattdessen alle Kanten mit ebenfalls zum Lieblingsstoffrest passenden Schrägband versäubert. Die Träger sind aus breitem Miedergummi, dann braucht es auch keine Verschlüsse. Die stören nur.
Der Gummizug im Rücken wäre wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen - wenn er seine normale Kleidung (Strumpfhose, Hose) darunter trägt, rutscht die Hose nicht. 
Als Sandkastenhose bewährt sich das System, vielleicht folgt noch ein zweites Modell.
Eine wasserfeste Matschhose brauchen wir aber trotzdem noch.
Für Regenwetter, Pfützen und nassen Rasen.

Kommentare:

  1. Die Idee, die Hosebeine zusammenzunähen, und sich so die Krabbelschuhe zu sparen, ist einfach genial! Und die Hose selbst einfach super, die Taschen sehen pfiffig aus.

    Um Matschhosen wirst du nicht herumkommen - Matsch und Pfützen und Wasser aller Art haben eine unglaubliche Anziehungskraft. Meine ist derletzt in einen Weiher gepurzelt....

    LG
    Connie

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    1. Danje!
      Eine Matschhose haben wir jetzt tarsächlich auch. Hilft ja nüscht...

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  2. Liebe Frau P.
    Apropos Matsch :-)
    Macht es wohl einen großen Unterschied/Schwierigkeit noch 2 extra Beine anzunähen?? Teflon hilft doch auch gegen Hundematsch, oder? :-D
    Liebe Grüße
    Tine

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