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Samstag, 11. Januar 2014

Nachtrag Weihnachtswolle. FO: Skisocken 2014.

Ich habe Euch noch ein fertiges Paar Socken vorenthalten, die pünkltich an Heiligabend fertig wurden.
Schließlich ist wieder Winter - wenn auch bisher ein erfreulich milder Winter - und der Meinige will wieder mit den Schulfreunden Skifahren gehen. Zeit also für die inzwischen traditionellen Skisocken. (Wir erinnern uns: 2012 und 2013).
Dieses Jahr gingen die Planungen sehr viel früher los, und so konnte auch ich früher mit den Socken anfangen. Da das Erfolgsgeheimnis beim Stricken für Andere bekanntlich darin besteht, möglichst genau die Wünsche und Bedarfe abzufragen, fragte ich also nach Bedarf (ja) und Farbwunsch (lila mit oranger Spitze und Ferse).
...
Lila?
-Ja.
Mit Spitze und Ferse in Orange?
-Ja. Und das Bündchen! Das Bündchen auch in Orange.
...
Bist du sicher? Lila? und Orange?
-Ja.

Okay.
Das war zwar etwas unerwartet und wäre auch nicht meine erste Wahl für eine Farbkombination gewesen, nach dem bißchen, was ich vom Farbkreis noch weiß, aber -hey! Es sind Socken, sie stecken in Stiefeln.
Und wenn Cezanne das kann...

oder Michelangelo...

Dann kann ich das auch.
Bitte sehr:

Stinknormale Socken, von der Spitze aus mit türkischem Anschlag. Da dieses die ersten Socken für den Meinigen mit "normalem" (vierfädigem) Sockengarn waren, und ich vergessen hatte, dass er deutlich schmalere Füße hat als ich, habe ich leider zu viele Maschen angeschlagen (64 - 60 hätten gereicht.) Die Strümpfe drohten, zu weit zu werden, also habe ich auf der Höhe des Spanns zum 2/2-Rippenmuster gewechselt - rund um, inklusive Sohle.
Lila. Ich kann die Farbe nicht fotografieren. Ist aber in diesem Fall vielleicht auch besser so...
 (Etwas faul, ich weiß, es sieht komisch aus, aber ich wollte  unbedingt bis Weihnachten fertig sein. Da wartet ein Pullover auf mich, und es gab ja noch mehr angefangene Strickprojekte. Von einem wißt Ihr noch gar nichts.)

Weil es komisch aussieht, wollte ich (in Absprache mit dem Meinigen) aus dem Fehler ein Designelement machen und habe vor der Bumerangferse gleichmäßig vier Maschen abgenommen und wieder auf glatt rechts gewechselt. Ein bißchen wie ein Mojo-Socken, nur ohne Links-Maschen-Wülste. Ich nenne sie nach Michelangelo's Libyscher Sybille.
Über den Erfolg lässt sich streiten.
Es ist auch deutlich schwieriger, eine Bumerang-Ferse zu stricken, wenn man mittendrin nicht zwei Runden über alle Maschen stricken darf, aber es geht.
Die Socken sind im Angesicht des Weihnachtsbaumes fertig geworden und wurden bereits mehrfach sehr zufrieden getragen. Ich bin nicht ganz so zufrieden, habe mir aber notiert:
60M in glatt rechts ist bei normaler Sockenwolle für den Meinigen richtig.



Die harten Fakten:
Abwandlung meines Rugby-Musters
angefangen: 10. Dezember 2013
fertiggestellt: 25. Dezember 2013
Wolle: Schachenmayr Regia Trendpoint in lila (6616) und orange (6619)


verbraucht:: 66 g lila, 25 g orange = 91g für das Paar. 
Größe/Maße: 41
Nadeln:Chiaogoo Red Lace, 2,75mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: pro 100g Knäuel 6 Euro; aber auch noch 100g übrig...



Mittwoch, 25. Dezember 2013

Weihnachtswolle. FO: Zapperlapp Mütze und Schal (Teil 2 von 2).

Inzwischen ist ja alles ausgepackt, möglicherweise sind die ersten postprandialen (Schnee-)Spaziergänge schon erledigt, vielleicht hat das Patenkind mit seiner neuen Puppe Mütze und Schal schon Probegetragen - jedenfalls kann man spätestens jetzt völlig gefahrlos mit seinen Machwerken im Internet protzen.
Ich finde den Schal nämlich super-niedlich! Wenn ich den im Vorfeld der einen oder anderen Schwägerin gezeigt hätte, wer weiß - möglicherweise hätte die eine oder andere auch einen Fuchs-Stola-Schal haben wollen. Man kann das nicht ausschließen, weil der Schal ja mega-niedlich ist, aber ausschließen konnte ich, dass ich vor Weihnachten mehr als ein Kind samt Puppe mit Fuchschalen (?) versorgen könnte. Jetzt sind wir auf der sicheren Seite.
Guckt mal - wie süß ist das denn bitte, auf einer Skala von 1 (sehr süß) bis 10 (Sahnekaramell in Hagelzucker gewälzt)?

Eben. Sag ich doch.
Und das kam alles so: Kinderschals bestehen fast überall aus 8-10cm breit, 80-100 cm lang, kraus-rechts. Kann man natürlich machen. Klang aber wenig aufregend, und die Mützen waren ja nach anfänglichen Hilfe-das-wird-nie-rechtzeitig-fertig überraschend schnell abgekettet gewesen. Ich wurde also mal wieder übermütig, Esel und Eis und so. (Hat aber alles geklappt!)
Außerdem soll so ein Kind sich ja nicht im Schal verknoten, aber Schlaufenschals sind angeblich für Kinder (und Mütter und hoffentlich auch Puppenmütter) ungefährlich und leicht anzuziehen (keine Knoten). Und rot und weiß bringt einen natürlich sofort auf die Idee, nach Füchsen zu suchen, und Ravelry hat ja bekanntlich alles, also auch Kinderschlaufenschals im Fuchs-Design - und bietet zugleich die verbesserte, geht-auch-in-hübsch Version.
So geht's:
1. Fuchsschwanz nach Anleitung stricken (im Zweifel Maschenzahl umrechnen, siehe Ravelry-Projekt-Notizen)
 2. Für den Kopf Farbe wechseln, rot nicht abschneiden!, an beiden Seiten je 3 Maschen in weiß zunehmen (optional), für Kopf-Schlaufe abnehmen und wieder zunehmen.
 3. Auf der Rückseite die weißen Linksmaschenschlaufen auf eine Stricknadel auffädeln und Kopfschlaufe mit  3-Needle-Bind-off in der "Kehle" zusammenstricken
 4. Auf der "Stirn" die roten Maschen wieder auf eine Nadel fädeln und in doppelter Geschwindigkeit wie für weiß beidseitig abnehmen, bis ein passender Nasenstreifen fertiggestrickt werden kann.
 5. Nasenstreifen am "Hals" festnähen. Rotes Gesicht auf weißem Gesicht festnähen. Ohren stricken und festnähen.
 6. Augen und Nase aufsticken oder, wie hier mit Kam-Snaps kindersicher befestigen.Barthaare nicht vergessen!
7. Entzückt quietschen und das gleiche etwas kleiner für die Puppe wiederholen.
8. In Windeseile alles ungewaschen-ungeblockt weihnachtlich verpacken, Päckchen zur Post bringen und hoffen, dass alles rechtzeitig ankommt und gefällt...
Der Name "Zapperlapp" kommt übrigens von einem Kinderbuch, mit dem der Meinige aufgewachsen ist: Keiner ist wie Zapperlapp erzählt die Geschichte vom Fuchs Zapperlapp, der sich vom Baltikum aufmacht über den Ural nach Sibirien, um eine Frau zu finden. Das Buch wird in seiner Familie heiß geliebt und ist wirklich sehr süß, auf eine altmodische Art und Weise.


Die harten Fakten:
Fox Scarf by Satu Dolk and Ossi Laine
mit der Adaption von araebailey
angefangen: 14.12.2013
fertiggestellt: 16.12.2013
verbraucht:: keine Ahnung - ungewogen in die Post
Größe/Maße: Puppe: 8 cm breit, Kind: 10 cm breit
Nadeln: 4 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, evtl Knöpfe oder Kam-Snaps oder Stickgarn für Augen und Nase
Kosten: weiß nicht
Und der Ravelry-Projekt-Link.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachtswolle. FO: Zapperlapp Mütze und Schal (Teil 1 von 2)

Auch das Patenkind kann mit seinen knapp 2 Jahren noch nicht Lesen oder Internetten. Und wer hat schon an Heiligabend Zeit, sich im Internet herumzutreiben? In zwei Stunden spätestens hat es sich mit der Geheimhaltung ohnehin erledigt. Zeige ich Euch also, was das Patenkind bekommt.
Das Patenkind bekommt, so erfuhr ich rechtzeitig irgendwann Anfang November, eine Puppe. Und es wäre schön, wenn Patenkind und Puppe jeweils einen Mütze und einen Schal bekommen könnten. Natürlich aufeinander abgestimmt und zueinander passend, das versteht sich von selbst. Farben seien egal, rot aber in Ordnung (kein Rosa-Zwang hier), und da ich noch mehrere Kilometer feiner roter Wolle im Regal stehen hatte, fiel die Entscheidung nicht schwer: Doppelfädig sollte das warm genug sein und schnell genug gehen.

Schwer fiel mir allerdings das Anschlagen, nicht so sehr, weil ich diese Fähigkeit so plötzlich verlernt hatte, sondern weil mir die erforderlichen Maße fehlten - diese wurden erst Anfang Dezember nachgereicht, als der Vor-Weihnachten-muss-alles(TM)-fertig-sein-Bürostress auf einmal gewaltige Formen annahm, mir auffiel, dass ich mit den Konen nicht würde reisen können und nur noch zwei Wochenenden zur Verfügung standen und außerdem die benötigten 3,75mm Nadeln sich schier unauffindbar im 4mm-Fach des total tollen, übersichtlichen Etuis versteckt hatten. AAAAAAAAARGH.
Zum Glück setzte irgendwann der logische Verstand wieder ein, die Nadelspitzen fanden sich (fast) da, wo sie hingehörten, und die Mütze für die Puppe (Kopfumfang 36cm) nahm schnell Form an. In diesem Fall eine einfache, fast quadratische Kastenform.
Obwohl eine fertige Mütze von Elizabeth Zimmermann als "Swatch", also Maschenprobe gilt, gelang es mir mal wieder nicht, die korrekte Maschenanzahl für die ebenfalls benötigte Kindermütze hochzurechnen. *Sigh*. Zum Glück hatte ich das Muster "Ninja Cat Hat" nur als lose Orientierungshilfe angenommen, und die Maschen in bewährter Manier mit 3,75mm Rundstricknadeln und Türkischem Anschlag zum Stricken von oben nach unten angeschlagen.So konnte ich einfach mitten in der Mütze so viele Maschen abnehmen, bis der gewünschte Kinderkopfumfang (49 cm) erreicht war. Fürs Kind habe ich das rechts-links Bündchen allerdings doppelt dick und warm gemacht, das heißt, nach 10 Runden eine Runde links für den Knick, weitere 10 Runden in Rippen und dann festnähen (sewn-bind-off).

Die eher schlichte Mütze gewinnt enorm durch weiße Troddeln an den Kanten! Man kann aber natürlich auch die Ecken -wie in der Anleitung vorgeschlagen- Katzenohrenförmig dreieckig abnähen... war mir aber ein bisschen zu gewollt.
Aber so? Gefällt mir das sehr gut!
Hoffentlich passen die Mützen auch...
Die harten Fakten:
lose basierend auf Ninja Cat Hat von Cheryl Fisher
Puppe: 36cm Kopfumfang - 2x38=76M
Kind:49 cm Kopfumfang - 2x54-16=92M
von oben nach unten, extra Troddeln in Kontrastfarbe
angefangen: 07.12.2013
fertiggestellt: 13.12.2013
Rest Garnstudio DROPS Karisma Superwash in weiß für Troddeln 
verbraucht:: keine Ahnung -  ohne Wiegen gleich ins Päckchen...
Größe/Maße: s.o.
Nadeln: 3,75 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: keine Ahnung. Stashmaterial
Und der Ravelry-Projekt-Link.

Sonntag, 22. Dezember 2013

FO, diverse. Weihnachtswolle.

So viel Heimlichkeit,
in der Weihnachtszeit...

...man traut sich ja gar nicht mehr ins Internet! Zum einen, weil Weihnachtsgeschenke ja häufig überraschend kommen sollen. Zum anderen, weil -ich schrieb es schon öfter: wer bloggt, strickt nicht. Und wer nicht strickt, bekommt die ganzen Weihnachtsgeschenke nicht fertig, die man blöderweise dann doch in verschiedene Richtungen hin versprochen hat.
Zum Beispiel die jüngste Nichte, die von meiner Schwägerin in Beerentöne, hier hauptsächlich Blaubeertöne gehüllt wird. Zum Glück kann das Kind noch nicht lesen, geschweige denn im Internet surfen. Daher kann ich heute stolz verkünden: Ein warmes Jäckchen zum Besabbern ist schon länger fertig, die passende Mütze hat sie schon (und mir fehlt noch immer das Foto)-
Und dann erwähnte die Schwägerin, dass man ja keine Wollsocken für Babies kaufen könne. Und kaufte auf einem Weihnachtsmarkt von einer wildfremden (!) Großmutter herzige kleine wollene Booties. Natürlich hat mich das bei der Strick-Ehre gepackt, und ein Knäuel Regia-mit-Angora später hatte ich das erste Paar Wollstrümpfe zum Reinwachsen angeschlagen. (Standard-Schuhe hat das Kind ja schon in drei Größen - wenn auch nicht in beerig.) Die Fußlänge wurde mit ungefähr 9cm angegeben, obwohl sich das wahrscheinlich schon längst wieder geändert hat. Insgesamt reichte das Knäuel für drei Paar Socken/Schuhe, alle gestrickt mit 2,75mm Nadeln.

Als erstes gab es ein Paar Spiralsocken.
Spiralsocken kennt man ja, ganz einfach, keine Ferse dank lustig-versetztem Rippenmuster, wachsen also unendlich lange mit und ersetzen auch schon mal ein Paar Handschuhe.
Ich habe zwei zugleich auf der Rundstricknadel gemacht und daher bei beiden den gleichen Fehler gemacht  das gleiche Designelement untergebracht. Nach einem Türkischen Anschlag habe ich auf 2x16=32M erweitert, das soll angeblich für einen speckigen Babyfuß passen. Dann beginnt das Spiralmuster mit *4r4l* bis zum Ende der Runde. Alle 4 Runden wird das Muster um 1M nach links (oder rechts, Hauptsache immer gleich) versetzt, dadurch entsteht die Spirale. Ich habe für etwas Abwechslung gesorgt und die ersten 20 Runden das Muster in jeder Reihe versetzt - aber vor der vermuteten Ferse sollte man dann doch tunlichst zu "echten" Spiralen wechseln.

Die Strümpfe sind möglicherweise etwas eng, man kann das schwer beurteilen, aber als Handschuhe werden sie sicherlich in jedem Fall dienlich sein können.

Als nächstes kam ein paar klassische, "richtige" Socken, mit Ferse und allem Pi-Pa-Po. Damit die Socken mitwachsen können, habe ich mich für das lustige Mojo-Muster entschieden, das sieht niedlich aus, birgt etwas Längenpotential und auswendig kann ich es auch. Auch hier habe ich das Muster von der Spitze aus auf 32 Maschen gebracht, die Bumerangferse hat 5-7-5 Maschen. Weitere Details stehen bei Ravelry.

Ich finde die Mini-Mojos sehr knuffig.

Und als letztes habe ich endlich einmal die "Blue Steps" aus der Ravelry-Queue geholt, sehr niedliche Schühchen, ganz ähnlich wie die "Rosa Treter", die bei den Eltern der Nichte damals besonders gut angekommen waren. Nur eben ohne Blume, dafür etwas größer und mit Patent, das gibt ja im Zweifel auch noch einmal nach. Bis dato war mein einziger Versuch mit Patent völlig daneben gegangen - beim Tieferstechen habe ich mir beinahe die Nadel abgebrochen und tat mich wahnsinnig schwer. Im Büro aber strickte die Kollegin einen traumhaften Schal in einfachem Patent, diesmal in der Variante mit Umschlag - und siehe da, alle Knoten geplatzt, Prinzip kapiert, sehr süße Schuhe fertiggestellt, und das Wollknäuel bis zum letzten Fussel aufgebraucht.
Der Angora-Anteil ist übrigens herrlich weich und gerade so flauschig, das man das Gestrick die ganze Zeit streicheln möchte, aber noch nicht so haarig, das man meint, ein Haustier in der Mauser in der Hand zu halten. Der Preis liegt mit 6,75 Euro über dem, was ich normalerweise und für mich selbst ausgeben würde - aber das Baby steigt mit den Socken ja auch nicht in Schuhe, und drei Paar Socken auf ein Knäuel ist ergiebig genug, um die Mehrausgabe ausnahmsweise mal zu rechtfertigen. Finde ich. Schließlich braucht das Kind warme Füße!



Die harten Fakten:


Mojo von Donyale Grant 
jeweils über eine Maschenzahl von 32 Maschen
Blue Steps - Baby Booties von Regina Willer
um vier Maschen/Schuh verlängert
angefangen: 04.11.2013
fertiggestellt: 04.12.2013
Wolle: Regia Angora Merino in 07089 Pflaume
verbraucht:: 50 g für alle drei. 
Größe/Maße: Fußlänge ca. 9cm
Nadeln: 2,75 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: 6,75 Euro

Und der Ravelry-Projekt-Link.

Montag, 2. Dezember 2013

Adventszeit, Lebkuchenzeit!

Mann, Mann, Mann - es ist aber auch wieder so richtig viel los im Moment!
Man (ich) kommt ja gar nicht hinterher mit dem Bloggen!
Dabei soll der Advent doch besinnlich sein!
Immerhin habe ich schon zwei Drittel der diesjährigen Weihnachtsbäckerei hinter mir - ich backe nämlich nur drei Sachen. (So der Plan...)
1. Mandelstollen - statt 1 großem 4 kleine geformt. Marzipanfüllung diesmal auch nicht vergessen, dafür unerklärlicherweise nicht bepuderzuckert. Merkwürdig... aber erledigt.

2. Lebkuchen. Natürlich, denn das muss sein. Den Teig schon Freitag abend angesetzt, abgebacken dann gemütlich am 1. Advent. Dekor diesmal alle gleich - also so gleich wie das halt wird: Männer, Stiefel, Sterne, Herzen, und zwei lustige Windlichter, die jetzt mit echt-flackernden-LED-Teelichtern bestückt Gemütlichkeit verbreiten. Haha.

Der Rest folgt.
...aber da ich dieses Jahr im Dezember drei lange Wochen arbeiten muss (=null Homeoffice, drei Nächte außerhalb) muss man sich ja nicht unnötig anstrengen. 
Entspannung!
Entschleunigung!
Euch allen entspannte Adventswochen!

Dienstag, 19. November 2013

FO und Fazit: Redingote.

Die kleine Nichte wird bald schon 2. Kleine Kinder zu bestricken macht Spaß.
Vor allem, wenn der absolut niedlichste Kinder-Strick-Mantel bei ravelry zu kaufen ist, den ich je gesehen habe. Das Muster der Mutter zeigen und "Strickerlaubnis" zu bekommen ging schnell. Wolle zu kaufen dauerte schon deutlich länger. Die Nichte ist nämlich eine Tochter ihres Vaters und schwitzt sehr schnell. Dauernd ist ihr zu heiß - wird mir berichtet - und dann wird sie unleidlich.
Die Lösung: eine Merino-Baumwoll-Mischung. Das sollte gehen. Wobei ich ja immer noch denke: es soll ein Mantel sein. Mäntel sollen warm sein. Zieht dem armen Kind halt nicht immer noch eine Daunenjacke über die Strickjacke, dann geht das auch mit der Temperatur... aber nunja. Ich ziehe das Kind ja nicht an. Ich stricke nur.
Der Mantel also, voll süß!


Das Muster:
Ein ganz schlichter, leicht retro angehauchter Mantel mit kurzem, zweireihig geknöpftem Brustteil, das mit I-Cord eingefasst ist, und einem weiten ausgestellten Mantelrock, ebenfalls mit I-Cord eingefasst, und natürlich langen Ärmeln. Und zuckersüßem Bubi-Kragen. Und verdeckter Knopfleiste. Nichts kompliziertes dran, ehrlich! Eine Maschenprobe allerdings ist unerlässlich, vor allem, wenn man wie ich die Wolle ändern will. (Ihr ahnt es... drei der vier Neustarts hätte ich mir sparen können, wenn ich die Maschenprobe umgerechnet hätte. *sigh* ich lerne es nie...) Immerhin ist die Kaufanleitung ihr Geld wert, hat Größen von 6 Monaten bis 8 Jahren (obwohl, diese französischen Kinder sind wohl eher fragil) und eine gute bemaßte Schnittzeichnung.
Technik:
Rechte Maschen. I-Cord. Zunahmen, Abnahmen. Alles ganz einfach und Standard, aber eben zuckersüß im Ergebnis. Merke: die einfachen Techniken sind die effektivsten.
Die Wolle:
Die Sandnes Garn Duo in grau ist eine hübsche Merino-Baumwoll-Mischung mit ganz leichtem Glanz und schön weich. Ich glaube, die trägt sich ganz toll - ist aber für meine Verhältnisse vergleichsweise hochpreisig. Ich beneide das Kind, so teure Wolle kaufe ich für mich nicht. Dafür wird das nun auch gleich ein Weihnachtsgeschenk. Die I-Cords mache ich dafür in reinem Merino: die Lang Yarns Merino 120 Superwash in rosa ist etwas dünner als mein Standardgarn und passte daher besser von der Lauflänge.


Änderungen:
Ich musste alles umrechnen und habe zwei unterschiedliche Garnsorten genommen - möglicherweise ist das der Grund, warum die gleichzeitig angestrickte I-Cord-Kante bei mir total verzogen war. Nach mehreren Fehlstarts - jaja, Maschenprobe - habe ich also erst die grauen Teile gestrickt und erst ganz am Schluß die rosa Borten angestrickt. Das sah gleichmäßiger und hübscher aus, und man kommt auch besser um die Kanten. Sonst: alles nach Plan.
Das Schwierigste war es eigentlich, hübsche Knöpfe zu finden. Für den ganz klassischen Look habe ich die rosa Perlmuttknöpfe über Kreuz angenäht, mit zwei Fäden der aufgezwirbelten Wolle. Die Druckknöpfe wird die Schwägerin annähen, dann kann sie sehen, wie weit sie damit die Paßform noch beeinflussen kann. Obwohl ich für die Zweijährige nämlich die Größe "4 Jahre" angeschlagen hatte, hat (zu spätes) Ausmessen ergeben, dass die Nichte jetzt schon die Brustweite der im Muster vorgesehenen Sechsjährigen hat. Merkwürdig. Immerhin hoffe ich, dass man durch den Untertritt noch ein bisschen Weite schinden kann. Wir werden sehen.
Die harten Fakten:
Redingote by Nadia Crétin-Léchenne
angefangen: 05. August 2013
fertiggestellt: 26.Oktober 2013


verbraucht: 5 Knäuel grau, 1 halbes Knäuel rosa.
Größe/Maße: 4 Jahre. Wobei unserer teutonischen Zweijährigen das wahrscheinlich schon zu klein ist. Tipp (haha!): das Kind ausmessen. Französische Kinder sind offenbar zierlicher als deutsche. 
Nadeln: Chiaogoo Red Lace, 3mm bzw 3,5 mm für die rundgestrickten Ärmel.
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, 4 Knöpfe, Druckknöpfe.
Kosten:ca. 40 Euro.

Donnerstag, 14. November 2013

Weihnachtswolle. FO und Fazit: Entrechat.

Ich habe so viel Kleinkram in der letzten Zeit gestrickt (und noch einiges vor mir), dass ich gar nicht mit dem Bloggen hinterherkomme.
Jedenfalls: neulich war die jüngste Nichte "zu Besuch", und ist mit ihren knapp drei Monaten schon so charmant, dass ich dachte: das arme Ding soll nicht frieren müssen. Die Schwägerin behauptet, es gebe überhaupt nirgendwo warme Wollsocken zu kaufen, und diesem Mangel kann natürlich abgeholfen werden. Zumal wenn die Füße erst 9 cm lang sind.
Vor warmen Füßen kommen aber warme Herzen, und so ist an einem einzigen Abend dieser süße Bolero fertig geworden.

Die Theorie ist, dass man ihn vorne nicht so schnell vollsabbern kann, langärmlige Bodies drunter passen und er am Rücken warm aber nicht zu warm wird - schließlich wird das junge Ding ja auch noch in allerlei andere Decken, Hosen und Jacken gehüllt.

Die Schwägerin hat auch beschlossen, dass die kleine M. in Blaubeertönen durchs Leben geht. Ich hoffe, der noch im Stash befindliche Rest von "Bingo" in pflaume mit einem Akzent in irgendwie beerig wird aber auch akzeptiert.
Geplant sind außerdem -neben den Socken- noch eine Mütze, und Beinstulpen. Mal sehen was wird. Immerhin wird dieser Kleinkram schnell fertig. Allerdings ist das halbe Büro* und die BFF zur Zeit schwanger... Und das Patenkind bekommt eine neue Puppe...langsam aber sicher muss eine Prioritätenliste her.
(*Bürokolleginnen, soweit sie nett sind, kriegen maximal ein Paar Babyschuhe. Die BFF soll aber eine Decke kriegen.Aber das hat hoffentlich noch ein paar Monate Zeit.)


Das Muster:
Ein niedliches kleines Bolero-Jäckchen mit Hebemaschenmuster. Dank dicker Wolle ein sehr schnelles Projekt.Auch diese Kaufanleitung war ihr Geld wert.
Technik:
Faktisch eine Art Raglan von oben. Keine besonderen Fähigkeiten erforderlich, wie immer hilft eine Maschenproben und die Fähigkeit zu zählen...
Die Wolle: 
Änderungen:
Die harten Fakten:
Entrechat by Lisa Chemery
angefangen: 27.10.2013
fertiggestellt: 28.10.2013
Wolle: Lana Grossa Bingo in 149 und 210


verbraucht:: ca. 80g
Größe/Maße: 6-12 Monate
Nadeln: Chiaogoo Red Lace 5mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten:für den Knopf, die Wolle war schon da und geschenkt: ca. 1,50 Euro

Montag, 11. November 2013

Weihnachtswolle. FO: Ritterhelm.

Der jüngere Neffe liebt Ritter. Nein, er ist ein Ritter! Damit das jeder sehen kann, hat ihm sein Vaterin der letzten Karnevalszeit ein ausgezeichnetes Ritterkostüm aus alten Fußmatten gebastelt, mit "goldenen" Schrauben und Scharnieren und einem echten Schild und ein Schwert aus Schaumgummi.
Damit er auch im Winter erfolgreich rittern kann, bekommt er jetzt eine Ritterhelmmütze zu Weihnachten -die ist schon fertig, eingepackt und übergeben (also an die Eltern), jetzt hoffe ich nur noch, dass sie einigermaßen passt (Verdacht: sie ist zu groß) und nicht allzusehr kratzt. Wollmützen kratzen ja bekanntlich immer. Seufz.
Das Visier kann man sogar herunterklappen!
Die große Schwester kann sich schon selber Mützen häkeln und bekommt daher drei Knäuel Original-Boshi-Wolle und eine Häkelnadel, sowie von der anderen Tante -das ist so abgesprochen- das Boshi-Buch mit Mützen und Accessoires.
Man kann das alles hier schon erzählen, weil beide Kinder noch nicht Blogs lesen und alle Eltern informiert sind. Und weil ich damit angeben möchte, wie voll vorbereitet ich schon bin auf Weihnachten, ha!
:-)



Das Muster:
ist eine Häkelanleitung auf englisch - ich musste also erst einmal herausfinden, was die Häkelabkürzungen bedeuten, aber da ich das auf deutsch auch nicht so drauf habe, hätte ich das ohnehin machen müssen. Youtube und Intenet sind hier sehr nützlich, die Anleitung deckt die Größen Baby bis Erwachsener ab und ist leicht verständlich und nachvollziehbar. Es handelt sich um eine Kaufanleitung. Wer besser häkeln kann als ich, kann das Muster wahrscheinllich allameng nach den Fotos kopieren, aber wer sich die Mühe macht... ist schon ok.
Technik:
Krebsmaschen, feste Maschen, halbe Stäbchen. Ich habe Häkeln in der Grundschule gelernt und obwohl ich mir seither ein-zwei Mützen gehäkelt habe, war das immer recht undifferenziert und ohne Rücksicht auf "richtige" Muster. Jetzt habe ich mal genau nachgesehen, was ich tun soll, und das ging alles ganz gut.
Die Wolle:
Drops Karisma in grau, ein Rest aus diesem Projekt für den anderen Neffen. Angemessen eisengrau aber deutlich dünner als in der Anleitung vorgesehen. Daher haute die Maschenprobe auch nicht so hin. Der Helm ist wahrscheinlich viel zu groß, aber vielleicht trägt er ja noch eine Mütze drunter?
Änderungen:
Die Größe, wobei das gar nicht beabsichtigt war. Am Visier habe ich die schwarzen "Löcher" weggelassen und dafür erhabene Rippen aufgehäkelt, damit etwas mehr Struktur hineinkommt.
Die harten Fakten:
Sir Knight Helmet - CROCHET by Martina Gardner
angefangen: 22.10.2013
fertiggestellt: 29.10.2013


verbraucht:: ca. 100g
Größe/Maße: Umfang 55 cm?
Nadeln: Häkelnadel 4mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: Wolle war noch da, vielleicht 6 Euro?