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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Backen ist Liebe!

Ungefähr drei Tage vor dem ersten Advent senkte der Meinige die Zeitung, sah mich an und sprach also: "Wann fängst du eigentlich mit dem Plätzchenbacken an? Sonntag ist schon der erste Advent!"
Das hat mich in mehrfacher Hinsicht erstaunt. Zum einen war es draußen noch so warm, ich war noch gar nicht so weit. Zum anderen ist der Meinige eigentlich überhaupt nicht "süß".  Zum Dritten steckte ich bis zum Hals in Hasen (dazu mehr später) und war unwillig, das fürs Backen zu unterbrechen.  Und überhaupt hatte ich erstmalig gar keine Lust auf Plätzchen backen.
Aber der Appetit kommt ja bekanntlich beim Kochen.
Seither habe ich die üblichen Sachen fertiggestellt:
  • Mandelstollen
  • Lebkuchen
  • Schwarz-Weiß-Gebäck
  • Witwenküsse
  • Rahmkringel
  • Zitronentaler
  • Mandelmakronen
  • Weihnachtsnüsse
Mir reicht das eigentlich. Mal sehen, ob uns noch etwas fehlt.
Fotobeweise? *knurps* Es ist stockfinster und *kau* ich finde die Kamera *schluck* nicht. Außerdem ist hier alles voller Krümel...

Samstag, 29. November 2014

Wie Fimo, aber essbar.

Mal ehrlich: Schachbrettmuster machen doch alle...

Ich wünsche Euch allen einen schönen und gemächlichen Ersten Advent! /Sonntag!

Montag, 2. Dezember 2013

Adventszeit, Lebkuchenzeit!

Mann, Mann, Mann - es ist aber auch wieder so richtig viel los im Moment!
Man (ich) kommt ja gar nicht hinterher mit dem Bloggen!
Dabei soll der Advent doch besinnlich sein!
Immerhin habe ich schon zwei Drittel der diesjährigen Weihnachtsbäckerei hinter mir - ich backe nämlich nur drei Sachen. (So der Plan...)
1. Mandelstollen - statt 1 großem 4 kleine geformt. Marzipanfüllung diesmal auch nicht vergessen, dafür unerklärlicherweise nicht bepuderzuckert. Merkwürdig... aber erledigt.

2. Lebkuchen. Natürlich, denn das muss sein. Den Teig schon Freitag abend angesetzt, abgebacken dann gemütlich am 1. Advent. Dekor diesmal alle gleich - also so gleich wie das halt wird: Männer, Stiefel, Sterne, Herzen, und zwei lustige Windlichter, die jetzt mit echt-flackernden-LED-Teelichtern bestückt Gemütlichkeit verbreiten. Haha.

Der Rest folgt.
...aber da ich dieses Jahr im Dezember drei lange Wochen arbeiten muss (=null Homeoffice, drei Nächte außerhalb) muss man sich ja nicht unnötig anstrengen. 
Entspannung!
Entschleunigung!
Euch allen entspannte Adventswochen!

Sonntag, 9. Dezember 2012

Im Rennen um die Plätzchen...

...das Mrs. Flax gerade erst begonnen hat, habe ich mir durch einen Frühstart einen enormen Vorsprung erarbeitet.
Die große Kunst der Weihnachtsbäckerei liegt ja bekanntlich darin, eine Anzahl von Rezepten so auszutarieren, dass eigelblastige Teige (Rührteige, Nussteige) und eiweißlastige Teige (Makronen) sich ausbalancieren, dabei eiweißhaltige Glasuren (Zimtsterne, Icing) nicht zu vergessen, und die Kühl-und Ruhezeiten der meisten Teige (Lebkuchen, Kipferl, Schwarz-Weiß-Gebäck etc) in die Planung einzubeziehen.Im Idealfall hat man dabei nicht nur beliebte Klassiker im Portfolio, sondern gibt auch neuen Rezepten eine Chance, sodass am Ende eine große Bandbreite unterschiedlicher Geschmäcker, Gewürze, Farben, Formen und Texturen auf dem Weihnachtsteller liegt.*
Oder man backt einfach drauf los, kauft entsprechend mehr Eier und ernährt sich eine Weile von Rührei und Soufflé.

(*Aber irgendwann mache ich mal eine richtig strategische Planung: vorher Rezepte festlegen, entsprechend einkaufen, alle Gewürze vorrätig haben und die Reihenfolge des Abbackens konsequent durchhalten.Mit System! Verschlankte Produktionsabläufe! Prozessoptimiert!**) 
(**Merkt man eigentlich, dass ich mit einem Ingenieur verheiratet bin? Sollte ich mich umbenennen in "Qualitätsmanagerin"?)

Wo war ich? Ach ja. Bereits letzten Montag erblickten zahlreiche Lebkuchenmänner das Licht der Küche Welt, nur um sofort im Dunkel einer gutschließenden Blechdose auf ihre Verzierung zu warten.
Ist der Schneemann nicht großartig? *selbstlob*

Diese erfolgte am Freitag mit Hilfe von Liebesperlen, "Royal Icing" und ordentlich Lebensmittelfarbe.
Seither ist mir endgültig klar, dass es unmöglich ist, die sorgfältig dekorierten Plätzchen der Foodstylisten in den diversen Backbüchern mit dem traditionellen Zuckergussrezept meiner Kindheit (und all der besagten Backbücher), bestehend aus Puderzucker und zu viel Zitronensaft, nachzuahmen. Die dünne Plörre klebt vielleicht an den Fingern, deckende Farbe und die typische feste Struktur getrockneter Zahnpaste erhält man aber nur durch Eiweiß und mehr Puderzucker, als man jemals für möglich gehalten hätte. Gesund soll es ja ohnehin nicht sein...
Vom Erfolg des "Icings" ermutigt habe, ich mich dieses Jahr auch noch an einem echten Lebkuchenhaus versucht. (So weit ist es schon gekommen, dass Amerikaner aus diesem Internet-Dings mir erklären müssen, wie man ein Lebkuchenhaus zusammenklebt. Seufz. Kulturtransfer.)
Leider bin ich keine Architektin und habe daher übersehen, dass man den spitzen Giebel aufsetzen muss und nicht einfach von der Wand abschneiden kann... Egal! Gibt es halt eine Marzipantreppe zur hochgelegenen Tür! Ein völlig übliches Baumerkmal in dieser Gegend, das weiß jedes Kind!
 Die unregelmäßigen Formen und die Vermeidung rechter oder auch nur regelmäßiger Winkel gehört bekanntlich zum Lebkuchenhausbautypus dazu und wird hiermit als gewollt verkauft.
 
Besonders stolz bin ich auf das Einfügen von bunten Butzenglasscheiben (mittels mitgebackener zerstoßener Fruchtbonbons) - aber leider konnte ich bis zum Richtfest kein LED-Teelicht auftreiben, sodass mein Kunstwerk jetzt leider nicht den vollen geplanten Effekt erzielt. Schade.
Die mit der gleichen Technologie "verglasten" Lebkuchenherzen hingegen hängen im Wohnzimmer effektvoll vor dem Fenster herum...

...und riechen gut.
Der restliche Teig wurde ordinäre runde Lebkuchen ohne jegliche Glasur.
Aber weil noch "Icing" übrig war, gibt es dieses Jahr ausnahmsweise einmal "normale" Butterausstecher, wenn auch mit extra Orangenaroma.

Gelbe Sterne, grüne Tannen, und noch einmal die gleiche Menge "nackter" Plätzchen, denn hier mag eigentlich niemand Zuckerguss. Die sind nur zum Verschenken.
Ein Gebäck, dass Weihnachten nicht fehlen darf, ist "Berliner Brot", ein dunkler, kakaohaltiger Rührteigblechkuchen mit Mandelsplittern und Rumglasur, der nach dem Auskühlen zum Servieren in kleine Stücke geschnitten wird.

Der blau glasierte Teil rechts verbraucht nicht nur das letzte gefärbte "Icing" sondern markiert auch deutlich die kinderfähige alkoholfreie Variante des Gebäcks.
Für den Meinigen gibt es das Traditionsgebäck seines Elternhauses, Zitronenherzen -

 - hier in Form eines gotischen Dreipass.Herzen sind für Lebkuchen reserviert. Ich bin nicht ganz sicher, ob das Rezept stimmt, aber Name und Beschreibung ("viele Nüsse!") passen einigermaßen zusammen. Ein Klassiker aus dem guten alten geerbten Dr. Oetker-Kochbuch...
Außerdem gibt es Mandelmakronen und Walnussmakronen (ohne Abbildung),und wie in jedem Jahr Mandelstollen und Weihnachtsmandeln. Eigentlich reicht das auch.
Und jetzt wird's gemütlich!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Schöner Wohnen. FO: Pinnwand

Eine Pinnwand musste her. Und ein Schlüsselbrett.
Wie man ein Brett mit Wattevlies betackert und dann Stoff darüber spannt und dann mit Polsternägeln rautenförmig Webband oder Ripsband darüber nagelt ist wahrscheinlich bekannt und auf unzähligen Tutorials im Netz nachzulesen.
Das Festlegen der Abstände und gleichmäßige aufspannen der Bänder war am schwierigsten

Meist ist das sehr bunt. Wir haben uns für eine Version in fröhlichem Mausgrau entschieden, denn die Karten werden bunt genug.
uns gefällt das gut. Band: Farbenmix
 In die untere Kante haben wir einfache Messinghaken gedreht, dort hängen jetzt die Schlüssel.


Voilà!
(Aktuelle Strickprojekte stehen unter Weihnachtsverdacht und müssen noch etwas unter Verschluss gehalten werden.) Zum Glück habe ich auch so genug "vollbracht". Letzte Woche: Mandelstollen. Und Weihnachtsmandeln. Heute: Lebkuchen...

 Da ich seit letzter Woche wieder 50% arbeite, muss ich morgen wieder nach anderswo fahren. Freitag habe ich wieder Zeit zum Bloggen...

Donnerstag, 25. Oktober 2012

An apple a day... Teil 1: Apple Crumble

In den letzten Wochen habe ich unseren neuen Apfelbaum lieben gelernt.

Natürlich hatte ich mich schon beim Einzug auf die Apfelernte gefreut.
Und natürlich ist der Apfelbaum selbst keineswegs neu, vielmehr sind wir die Neuen hier. Der Apfelbaum hingegen ist alt, und groß und voller herrlicher Äpfel, die alle genau außerhalb unserer Reichweite hängen.

Macht nichts.
Sie fallen auch so herunter.

Wie die Sorte heißt haben wir noch nicht herausgefunden, aber die reifen Äpfel sind saftig und säuerlich, mit rotgelbstreifiger Schale und festem, weißen Fleisch, das sich manchmal am Blütenansatz rosa färbt. Sie schmecken hervorragend und eignen sich ausgezeichnet zum Einkochen.
Letzteres trifft sich gut, denn zum einen kommen wir ja nur an das Fallobst heran, und das muss zügig verarbeitet werden. Zum anderen ist das zügige Verarbeiten von Fallobst intellektuell wenig anspruchsvoll und somit prima geeignet, mir die plötzliche, ungeplante und unerwünschte Freizeit auszufüllen ohne mich mit Verantwortung zu überfordern...

Es folgt daher eine Reihe von Posts zum Thema "Äpfel - was tun mit Fallobst".

Heute: Apple Crumble
Apfelkuchen essen ich am allerliebsten. Egal ob gedeckt, versunken oder gestürzt als Tarte Tatin. (Die Apfelwut ist offenbar auch andernorts im Netz spürbar...) Mit Nüssen, Mandeln oder Rosinen. Auf Basis von Hefeteig, Rührteig, Mürbteig, Strudelteig. Apfelkuchenrezepte gibt es wie Sand am Meer, und ich bin sicher sie sind alle ausgezeichnet- vorausgesetzt man hat einen guten, säuerlich-festen Apfel.
Besonders schön, weil schnell und einfach ist aber dieser Kuchen, denn er braucht überhaupt keinen Teig, nur Streusel - Hurra! Dafür gibt's auch kein Rezept sondern nur eine vage Anleitung. Fotos gibt's leider keine - böse Bloggerin!


So geht's:
  • Äpfel waschen, schälen, vierteln, Kerngehäuse (sowie evtl. braune Stellen und Würmer) entfernen und in gleichmäßige gabelgerechte Stücke schneiden. (Die Menge ist abhängig von der Anzahl der Esser - ich rechne mindestens einen großen Apfel pro Person oder bis die Form fast voll ist. Wie groß die Stücke sind, ist recht egal - aber eine gleichmäßige Größe garantiert gleichmäßiges Durchgaren.)
  • Apfelstücke in gefettete Auflaufform geben, nach Geschmack gehackte Mandeln/Nüsse und/oder Rosinen untermischen, nach Geschmack mit Zimt würzen, nach Geschmack mit Zucker oder Honig süßen...(Wir mögen es auch ganz pur sehr gerne! Das ist dann auch faktisch nur Obst, also gesund, und total kalorienarm...*hust*)
  • Aus 2 Teilen Mehl, 1 Teil Butter und 1 Teil Zucker (sowie nach Geschmack gehackten Nüssen/Mandeln und etwas Zimt) Streusel kneten und über die Apfelstücke verteilen
  • Crumble bei 180°C backen bis es gut schmeckt (und riecht, also bis die Apfelstücke wie Kompott zerfallen und die Streusel goldbraun sind)
  • Am besten noch warm mit Saurer Sahne (oder Schlagsahne, Vanillesauce, pur...) servieren
  • Von vorne anfangen.

Sonntag, 8. April 2012

Frohe Ostern - mit Kuchen-Eiern!

Angespornt von diesem Hinweis (genauer gesagt: diesem Rezept) haben wir dieses Jahr ganz besondere Ostereier.
Sozusagen Überraschungseier.
Aus Kuchen!

Und das geht so:
1. Ausgeblasene Eier einfärben. Geht  deutlich einfacher, wenn man sie mit Wasser füllt. Dann sinken sie auch...
bunte Eier: optional, aber netter. ABER sehr viel Arbeit... vielleicht doch später verzieren? Anmalen? Aufkleber?
 2. Ausgeblasene, gefärbte Eier stabil aufstellen. Muffinformen eignen sich gut. Mini-Muffinformen sind perfekt.
9 Eier - das muss reichen. Eins ging beim Ausblasen kaputt.
 3. vorbereiteten Kuchenteig (Muffinteig, Rührkuchenteig nach Wahl) mittels Spritztülle in die Eier füllen
hier: Karottenkuchen (für den Osterhasen! hahaha)
 immer noch 3) die Ausblas-Löcher sollten so klein wie möglich aber so groß wie nötig sein...
 immer noch 3) das Problem ist nur: wann ist das Ei voll genug? zu 2/3 voll machen, hieß es...
man sieht ja nix!
 immer noch 3) und 'ne Riesen-Sauerei ist es auch... :-)
 4) Dieses Ei ist etwas zu voll. Wie man gleich sehen wird...
mehr als 3/4-volles Ei
 5) beim Backen - Mini-Muffins nebenan als Vergleichsprobe - die Eier laufen prompt alle über...
wie Lava aus einem Vulkan
 6) macht aber nix - der Überlauf bäckt ja auch fest
 7) und lässt sich daher leicht abknibbeln. Reste schmecken bekanntlich am besten!
 8) etwas aufpoliert sieht das doch ganz unauffällig aus?
 9) Eier wie gewohnt verstecken (optional), finden (wichtig!), pellen...
beim traditionellen "Ditschen" wird dieses Ei allerdings verlieren!)
 10) ... und dann ein Kuchen-Ei verspeisen! Schön saftig! Mmmmmjam!
Frohe Ostern!

PS: "Lohnt" sich der Aufwand? Nuja. Nö. Aber Spaß hat's schon gemacht! Wenn einem eine Schar Kinder an der Schürze klebt, bastelt man aber wohl besser was anderes...Als überraschende Überraschung sind die Eier aber der Renner!

Samstag, 10. Dezember 2011

Die Sache mit der selbstgemachten Fertigbrühe...

 Ich hatte es ja schon angedeutet:
Manchmal stehen ja Sachen im Internet, da bekomme ich große Lust mal etwas auszuprobieren. Zum Beispiel dieser Post von Frau Liebe über die selbstgemachte gekörnte Brühe.
Es handelt sich natürlich um Gemüsebrühe. Gemüsebrühe aus dem Glas gehört zu meinen wichtigsten Allround-Gewürzen, ich schmeiße es an alles: Suppen und Saucen, Bratkartoffeln, Rührei und Kartoffelpüree – überall! Und weil ich kein Glutamat-Fan bin, war gekörnte Gemüsebrühe mein erstes Immer-Bio-Produkt, noch vor Eiern und Milch. (Letztere sind meiner Erfahrung nach die häufigsten Einsteigerprodukte in den Biomarkt. Alles andere, und vor allem Bio-Fleisch, kommt erst mit mehr Gehalt und/oder kleinen Kindern…)
Wenn man allerdings – wie ich – aufmerksam die Inhaltsstoffe studiert, dann merkt man schnell, wie wenig Gemüse in der angeblichen Gemüsebrühe steckt. Selbst meine derzeitige Lieblings-Bio-Brühen-Großpackung enthält nur 10% Gemüse – der Rest ist Salz, Hefe, wasweißichnochalles. Und dann kommt Frau Liebe und suggeriert mir, dass man auch gekörnte Brühe mit über 90% Gemüse haben kann. Hmm, denke ich also, probiere ich das doch mal aus.
Zum Nachkochen ihres Rezeptes habe ich also mein Gemüsefach geplündert und aus der Abteilung Suppengemüse dieses gefunden:
·        1 Pastinake
·        3 Möhren
·        2 Stangen Lauch
·        1 Bund Staudensellerie
Das habe ich alles in der Moulinette kleingehackt, und im Backofen auf zwei mit Pergamentpapier ausgelegten Blechen bei 80°C (später: bei 100°C) getrocknet. Es empfiehlt sich dabei, die Tür offen zu lassen, damit der Dampf entweichen kann! Und ja, das hat echt sehr lange gedauert – ein ganzer Abend, über Nacht im (ausgeschalteten) Ofen, dann morgens noch mal –entnervt und ungeduldig - die Temperatur etwas höher gedreht… Die Energiebilanz jedenfalls ist keineswegs ökologisch, aber mir geht’s ja auch grad nicht um ein Bio-Siegel, sondern um die Inhaltsstoffe…
Als endlich alles getrocknet war, habe ich alles in einer großen Schüssel noch einmal gut durchmischt und gewogen: genau 130 g – klingt jetzt ziemlich wenig, aber Gemüse besteht eben hauptsächlich aus Wasser. Dann habe ich zusätzliche Gewürze hinzugefügt: im Mörser habe ich eine kleine Chilischote, 10 Körner bunten Pfeffer, und drei Wacholderbeeren zerrieben – meine Mengenwahl war allerdings völlig willkürlich und wahrscheinlich auch zu wenig auf die Menge. Außerdem hatte ich noch ein Glas mit gefriergetrockneten Salatkräutern, ein gutes Viertel habe ich untergemischt. Und natürlich Salz – bei mir etwa 20 Teelöffel. Alles gut durchgemischt und in 3 alte Marmeladengläser gefüllt.
Und hier der Grund für den bilderlosen Artikel.
In dieser andauernden Finsternis zur Zeit kann man ja keine anständigen Bilder machen... schmoll.

Tja, und wie schmeckt das jetzt? Der erste Becher Suppe – ein Löffel auf einen Kaffeebecher, mit kochendheißem Wasser übergossen und stehen lassen, bis man es trinken kann – war , nunja, wie soll ich sagen? Gemüsig, aber auch etwas fad. Das Verhältnis Gewürze-Salz-Gemüseschnippsel scheint mir noch nicht zu stimmen. Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch könnten auch noch dazu – erstere vielleicht in Form von Tomatenmark beim Aufbrühen? Und vielleicht hat die Hefe ja doch einen Zweck? In Frau Liebes Kommentaren empfiehlt man auch den Zusatz von Parmesankäse beim Überbrühen. Was meint ihr? Welche Kräuter soll ich noch untermischen?

Mittwoch, 7. Dezember 2011

*winkewinke*

Ich bin noch da.
Ich habe nur keine Zeit zum Bloggen.
Eine Woche ging für die - wirklich sehr erfolgreiche - Konferenz drauf. Immerhin konnte ich auf der Zugfahrt stricken. Die passende Jacke zum Strampler. Genaueres erzähle ich Euch später. Wenn ich mal wieder Zeit habe.
Ich habe zwei Sorten Eintöpfe gekocht und eingefroren - Winter-Fast-Food!
Ich habe Gemüsebrühe getrocknet - nach diesem Rezept aber mit anderem Gemüse.
und Schuhcreme fabriziert - nach diesem Rezept.
Der Adventskalender hängt, hing rechtzeitig,
und im Nikolausstiefel waren neben Lebkuchen auch Weihnachtsmandeln - eine Variation nach diesem Rezept.
Ich habe nur keine Zeit das alles zu bloggen, und draußen wirds den ganzen Tag nicht hell. Wenn man wenigstens vernünftige Fotos machen könnte!
Mehr Licht! waren auch Goethe's letzte Worte.
Ich melde mich wieder, dann ausführlicher. Sorry.

Mittwoch, 30. November 2011

Warme Finger. Kalte Finger. Heißes Herz.

Beim Plätzchenbacken, das ist bekannt, wird vorbereiteter Teig in einen auf viele viele Grad sehr heiß gemachten Ofen geschoben. Später holt man ihn wieder heraus. Dann sind nicht nur die Plätzchen sehr heiß - zu heiß, als dass man sie sofort probieren könnte bzw. sollte - sondern auch das Backblech, auf dem sie liegen.
Hier hilft es, wenn man gut vorbereitet ist. Man könnte sich jetzt zum Beispiel extra-große Fäustlinge, am besten aus doppelt gehaltener Baumwolle, stricken oder häkeln - im Prinzip ganz ähnlich diesen hier.
Oder, man nutzt die Gunst der Stunde und die Tatsache, dass etwas Stoff übrig ist und die Nähmaschine ohnehin aufgebaut ist, und steppt sich schnell ein paar klassische Topflappen zusammen.
Ungefähr so:
Zwei Lagen Stoff, eine lage dicker Vlies, ein paar Nähte - fertig ist... ach ne. Schrägband zur Einfassung fehlt noch.
Aus übriggebliebenen Stofftstreifen selbst gefertigtes Schrägband! Es ist zwar streng genommen nicht schräg zum Fadenlauf zugenschnitten, aber es erfüllt seinen Zweck.
Der Meinige hat sie pflichtschuldig bewundert und gelobt. Wahrscheinlich hat er sich auch gewundert, warum ich die Dinger nicht einfach im Küchenausstatter nebenan rasch gekauft habe. Und wahrscheinlich hofft er auch, dass ich nicht noch mehr mache, um die weibliche Verwandtschaft damit zu "beglücken". Vor allem aber bewundere ich ihn, weil sein Ingenieursauge sehr großzügig die keineswegs parallelen Nähte übersieht - ein Mann, den Ihr Euch als jüngere Ausgabe von diesem Herrn hier vorstellen müsst! Das ist sicher Liebe! <3
Und die Topflappen haben sich bereits bewährt.

Und weil ja der Advent vor der Tür stand, und die Ausstecher schon ausgepackt waren, habe ich rasch ein paar einfache Formen auf karierten Stoff gezeichnet, doppelt abgesteppt, ausgestopft und Voilà!
selbstgemacht
Baumschmuck, Geschenkanhänger, oder in unserem Falle: die Zierde des Adventskranzes! Wobei "schnell mal eben" eine "§$%&!! - Fisselsarbeit war, die mich mehrere Stunden Zeit und Nerven gekostet hat, und -wie sich gleich am nächsten Tag herausstellte- offenbar von kleinen Kindern mit dünnen Fingerchen in Taiwan besser und günstiger erledigt wird:
gekauft
Sechs Stück für unter drei Euro - da macht doch das Selberwerkeln bald gar keinen Spaß mehr!
Auch hier war der Meinige aber sehr loyal und behauptete, meine selbstgenähten Krüppelsterne mit den aufplatzenden Nähten seien viel hübscher, individueller, charmanter und - was hat er noch gesagt? - persönlicher! Und bestückte damit demonstrativ den Kranz, den er gerade - Männerjob - aus dem Wald geholt und gewunden   vom Adventskranzbaum gepflückt   irgendwo gekauft hatte.
Wenn er das mal nicht bald bereut... Sein Weib ist imstande und bastelt ihm 'nen neuen Schlüsselanhänger. Den sehen dann alle seine Kollegen. Öffentlich!
Ach, herrliche Weihnachtszeit. So viele Geheimnisse! So viele Geschenk-Androhungen! So friedlich hier. :-)

Montag, 28. November 2011

Lebkuchen. Ein bewährtes Rezept.

Ausstecher in der Weihnachtszeit sind Pflicht. Leider schmeckt "normaler" Ausstecherteig langweilig - finde ich. Also backe ich seit vielen Jahren Lebkuchen - da kann man die Förmchen nutzen, und schmecken tun sie auch. Und von einfacher bis aufwendiger Verzierung ist für alle Altersstufen und Professionalitätsgrade etwas dabei.

Wer sich auch an leckeren Lebkuchen laben will - so geht's/so mache ich's:
Man nehme
  • 1 Glas (250g) kräftigen Honig
  • 250 g braunen Zucker
  • 150 g Butter (oder Margarine)
und schmelze alles in einem Topf. Gut rühren, bis der Zucker gelöst ist, dann abkühlen lassen.
In einer Schüssel
  • 400-450 g feines Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g gehackte Mandeln
  • 1 EL Kakao
miteinander vermengen. Dann die Gewürze fein mörsern (oder aus Tütchen schütten):
Wir brauchen je eine Prise
  • Kardamom
  • Muskatblüte
  • Nelken
  • Piment
  • und die abgeriebene Schale einer Zitrone
Ebenfalls zur Trockenmischung geben. Jetzt
  • ein großes Ei und 
  • die abgekühlte Honigmasse
mit dem Knethaken gut unterrühren. Jetzt kommt das Beste:
  • 1 Tl Pottasche mit
  • 2 EL Wasser (oder Rum) anrühren
Das brodelt und zischt manchmal etwas, und riecht nach Chemie: Lebkuchenbacken hat etwas herrlich alchimistisches! Wenn die Pottasche aufgelöst ist, zum Teig geben und weiterkneten bis er glänzt und fest und formbar ist. Im Zweifel noch Mehl dazu geben.
Jetzt kann der Teig über Nacht - mindestens 4 Stunden, gerne auch mehrere Tage - im Kühlschrank warten, bis Ihr Zeit zum Backen habt.
Wenn es so weit ist: auf bemehlter Arbeitsfläche und mit bemehltem Nudelholz den Teig ausrollen - nicht  zu dünn!
  • 5-6 mm dürfen es gerne sein! 
und Formen Eurer Wahl ausstechen. Ich nehme immer Herzen, Kreise, und Lebkuchenmännchen, manchmal auch Sterne.
Je nach Größe backe ich die Plätzchen bei
  • 180°C ca. 10-12 Minuten -
tatsächlich finde ich, kann man riechen, wenn die Kuchen fertig sind. Sie sollten noch etwas weich sein, wenn sie aus dem Ofen kommen.Gut auskühlen lassen, und dann: hübsch machen!
Zur Dekoration verwende ich
  • geschälte, halbierte Mandeln - gleich mitbacken, oder später auf die Schokolade kleben
  • Schokolade - dunkel, hell, weiß - egal, Hauptsache richtige Schoki, keine Kouvertüre. Es soll ja schmecken!
  • dünnen Zuckerguss aus Puderzucker und Wasser
  • und/oder Liebesperlen, Gummibärchen
und alles was Euch Spaß macht und schmeckt.
So, dann macht mal - aber esst nicht alles auf einmal auf! :-D
Aufbewahren kann man sie gut in klassischen Blechdosen, gerne mit Apfelschnitz, die Lebkuchen dürfen weich sein.

Sonntag, 27. November 2011

Geschlüpft...

sind heute außer einer gesunden und ziemlich großen, kräftigen Nichte
(hurra! aber 54cm/3900g - das ist schon viel, oder?)
ungefähr 25 Lebkuchenmänner...
jeder eine kleine Persönlichkeit
...Mandellebkuchen mit Schokolade...
am besten ganz  klassisch






( ...zartbitter und weiße Schokolade...)
 ... sowie mit Mandeln und Zuckerguss...
mmmmmmmmmmmmmmmjam.

Einige Exemplare sind bereits fortlaufenden Qualitätskontrollen zum Opfer gefallen. 
Ja,
*knabber*
schon sehr gut.
*knurps*
Das Rezept, über Jahre erprobt und verfeinert, ist fast perfekt. So langsam kriege ich auch das dicke Ausrollen hin - sind die Lebkuchen nämlich zu dünn, werden sie hart und ziemlich - öm - knusprig. Auch lecker, aber eben nicht so wie sie sein sollen. Wobei der Meinige ja seine Lebkuchen lieber klein mag. Er beißt wohl nicht gerne ab. Will naschen, keine Hauptmahlzeit, sagt er. 
Der Mandelstollen ist gut eingepackt und weggeräumt. Er muss noch durchziehen und wird erst am 3. Advent angeschnitten werden.
Der Strampler ist übrigens fertig, Fazit folgt noch, sobald ich es schaffe. Diese Woche sieht es allerdings eng aus. Die passende grüne Jacke ist jedoch schon angeschlagen.
Jetzt muss ich mich nur noch um den Adventskalender kümmern. (Einer ist schon verschickt.)
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen ersten Advent!

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Der Duft von frischem Brot...

... ist wunderbar!
Es riecht heimelig und gut und man fühlt sich sofort wohl...
Deshalb backe ich zur Zeit fast jeden zweiten Tag ein Topfbrot.
Hmmmyummie!

Das geht ganz einfach, und man muss tatsächlich gar nicht viel tun.
Glaubt Ihr nicht? Probiert es aus!

 Topfbrot
in einer Plastikschüssel (vorzugsweise mit Deckel, ein Teller tuts aber auch)
  • 400 g Mehl (550 oder 1050; Weizen oder Dinkel...)
  • 1 gehäufter Teelöffel Salz
  • 1 halber Würfel Hefe
  • 1 Teelöffel Zucker oder Honig (als Hefefutter)
gut miteinander vermischen
und mit
  • 320 ml warmem Wasser verrühren.

Optional:
  • 40 g geschrotete Leinsamen oder
  • 50 g Sesam/Sonneblumenkerne/Kürbiskerne/Nüsse...
  • getrocknete Kräuter nach Belieben
unter das Mehl mischen, bevor man das Wasser zugibt. Deckel drauf und 24 Stunden stehen lassen.
Am nächsten Tag eine Backform (ich nehme eine gläserne Auflaufform mit Deckel) gut einfetten, den Teig hineinschaben, und bei 230° Celsius backen: erst 30 Minuten mit Deckel (oder Alufolie), dann weitere 20 Minuten ohne Deckel.
Das beste: das Brot löst sich ohne Widerstand aus der Schüssel!

Gut auskühlen lassen (wenn Ihr es aushaltet zu warten) und dann: dick mit Butter bestreichen, und mit Honig, oder Käse, oder Wurst, oder pur genießen...
Den Anschnitt immer noch warm mit Butter. Entschuldigt mich.

Ich habe die Inspiration von hier: http://www.ankegroener.de/?p=12315