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Mittwoch, 14. Juni 2017

Bloggen und Babies.

Ich verstehe es nicht.

Das Netz ist voller Mutti-Blogs, die nach der Geburt der Zwillinge mit dem Bloggen angefangen haben und lustig die ganze Kleinkindzeit hindurch täglich, oder zumindest mehrmals wöchentlich ordentlich bebilderten Content liefern.
Wie machen die das?

Nähere ich mich dem Rechner, um auch nur eine Online-Windelbestellung durchzuführen, erhebt Junior lautstarken Protest. Was die freibleibende Freizeit angeht, bin ich froh, dass ich allerlei Projekte (meist für ihn) erledigen kann, aber diese dekorativ abzufotografieren, zu bebloggen und einzustellen, dafür reicht es irgendwie nicht.
So habt Ihr nicht gesehen, wie ich Junior zu seinem Geburtstag eine schicke große "1" auf sein neues (gekauftes) Geburtstags-T-Shirt appliziert habe - aber dazu gibt es ja auch Tutorials zuhauf, ihr könnt es Euch denken.
Dito die Geburtstagskrone!
Oder die tolle Wimpelkette.
Zwei Wimpelketten!
Papierboot-Origami aus Stoff!
Eine Taufkerze!
Eine Schirmmütze für Junior, mit der er aussieht wie Michel. Oder ein Trotzkist. Die Meinungen gehen auseinander, aber niedlich! (Nach dem Schnitt "Henriette" von Millimugg.)(Die muss ich Euch noch zeigen. Ich finde sie sooo toll! Außerdem habe ich tausend Änderungen gemacht, die ich notieren muss, solange ich noch weiß, was zu beachten war und warum...)
Ein leichterer Sonnenhut/Südwester, ebenfalls für Junior, nach dem Sonnenschein-Schnitt von Schnabelina!
Zwei neue Hosen aus zwei alten Hosen von mir! (Mal wieder die Näähglück-Hose, inzwischen schon Größe 86...)
Meine neue Handtasche, die inzwischen allerdings die älteste Studienfreundin besitzt, weil sie ihr so gut gefiel und ich mir ja jederzeit *hust' eine neue nähen kann...

Ich komme einfach nicht hinterher.
Insofern verliert dieses Blog ein klein bisschen seine Berechtigung, denn schließlich soll es ja alle diese und weitere Projekte dokumentieren und vielleicht für andere den Prozess nachvollziehbar machen. Ein paar Links um die Ohren knallen und unbewiesene Behauptungen aufstellen, dass ich das irgendwie gemacht habe, das kann jeder. Und das machen auch genug Leute.
Aber deshalb gleich aufgeben?
Noch nicht.
Ein paar Sachen kann ich sicher bald noch nachliefern. Die interessanteren vielleicht, bei denen man im Vergleich zu den anderen Pinterest-Links noch etwas Neues erfährt.
Ich bleibe dran.
Nur eben unregelmäßig.
So. Junior klaut meine Webbänder.
In diesem Sinne, schönen Tach noch -
Eure Projektmanagerin.

Samstag, 18. Februar 2017

Bastelage. Eine Lampe als Ballon.

Da Junior zwischen den Jahren in sein eigenes Zimmer umgezogen ist (sie werden so schnell groß!) brauchte er ein bißchen Einrichtung.
Vorhänge hatten wir noch im gestreiften Stoff. Check!
Wickelkommode ins Kinderzimmer räumen. Check!
Heizstrahler ab- und wieder anmontieren. Check!
Ein großartiges Gitterbett haben wir bei Ebay ergattert und neu nur neu streichen (lassen). Die Matratze war ein Weihnachtsgeschenk aller Großeltern.

Jetzt fehlte noch eine Lampe.
Da die Schlafzimmer im Souterrain liegen, ist die Deckenhöhe bei etwa 2.10 m. Das macht eigentlich jede Form von Hängelampe schwierig. Und Strahler sind so ... nun ja. Erstmal war ich ein bißchen ratlos.
Wer sich aber mit ein bisschen Zeit im Bastelnetz oder bei Pinterest herumtreibt, kann die tollsten Inspirationen mitnehmen.Und so stieß ich auf diese wunderbare Idee, eine Reispapierlampe in einen Kuscheltier-Heißluftballon zu verwandeln.
Erstmal mussten wir zu Ikea, um den Lampenschirm zu kaufen.
Dort haben wir auch dicke rote Schnur gefunden und natürlich die Lampenfassung - mit langem rot ummanteltem Kabel.
Den "Ballonkorb" gab es im Baumarkt in weihnachtlichem Rot - flugs den Henkel abgemacht und (in Teilen) neu gestrichen.

Dann musste der eigentliche "Ballon" etwas Farbe bekommen - ich habe die 8 einzelnen Segmente mit Bleistift freihändig gedrittelt und dann mit preußischblauer Guache angemalt. Das fand ich ganz schön schwierig, aber es ist wider Erwarten einigermaßen regelmäßig geworden.
Die rote Schnur habe ich mit Pattex entlang der Segmentübergänge geklebt und dann unten den Korb angeknotet. Flugs ein paar Sandsäcke aus Stoffresten und eine Wimpelkette* improvisiert und voilà!
Fertig ist der Reiseballon!

Ehrlich gesagt hat dieses Projekt mich ganz schön lange beschäftigt - erstmal musste ich die richtige Streifenproportion herausfinden, und dann ganz schön lange Anlauf nehmen, bis ich mich ans Bemalen getraut habe. Wenn die Lampe leuchtet, sieht man auch den unregelmäßigen Farbauftrag. Tja. Die Wimpelkette (aus Textilklebeband) hat ewig gebraucht zu kleben und ist m.M.n. etwas zu klein in der Proportion - egal. Und Paddington ist eigentlich auch etwas zu groß als Ballonführer, aber das geplante gestrickte Kuscheltier ist eben (noch) nicht fertig. Oder angeschlagen. Oder ausgewählt. (Ich warte auf die Anleitung für den Dachs - der ist soooo toll!) Aber so geht es auch.
Und was die niedrige Decke angeht - da ist so ein Ballon natürlich genau richtig! (nicht..) Aber er hängt jetzt dank des langen roten Lampenkabels über dem Fußende des Bettes und fasziniert Junior ungemein.
Alles super!

Jetzt noch ein paar Regale und ein Lumpenteppich und vielleicht irgendwann später noch ein Quilt und das Zimmer ist fertig!

Sonntag, 29. November 2015

Adventszeit. Adventskranz.

Völlig überraschend -für mich- brach heute die Weihnachtszeit aus an. Obwohl wir letzte Woche schon einmal morgens drei Schneeflocken in einem Balkonkasten gesehen hatten, sind wir nämlich noch gar nicht in winterlich-weihnachtlicher Stimmung. Ich habe auch überhaupt keine Lust, Plätzchen zu backen!
Und der Adventskalender ist auch noch nicht fertig - aber das hat ja auch noch 2 Tage Zeit. Argh.
Immerhin haben wir den Adventskranz fertig - dieses Jahr haben wir den Versuch unternommen, ihn aufzuhängen, statt den Sofatisch damit vollzustellen.
Auf diese Weise bleibt mehr Platz für Teetassen und Plätzchen Stricksachen, Wolle und Wollreste.
Kleinteile produzieren viel mehr Abfälle...

Allerdings ist es gar nicht so einfach, einen Adventskranz aufzuhängen.
Immerhin: einen Haken in der Decke gibt es schon. Daran hängt der klassische Kerzenleuchter, mit dem wir mangels Deckenlampe unser Wohnzimmer beleuchten. Einen Kranz mit 60 cm Umfang bekommt man tatsächlich problemlos im Handel, auch Kerzen sind kein Problem. Irgendwann hatte ich auch diese komischen Kerzenspieße aufgetrieben, die man in den Kranz rammt - aus irgendeinem Grund fand ich zuerst nur eine Sorte, bei der die Kerzen nicht mit einem Dorn festgehalten werden, und das wäre mir zu gefährlich geworden. 
Der Kranz sitzt nur aus pragmatischen Gründen auf dem Kronleuchter - so ist es leichter, die Bänder zu knoten und ihre Länge zu bestimmen.
Aber lasst uns gar nicht erst über rotes Schleifenband sprechen - Schleifenband gibt es nur in häßlichem Technicolor-Lippenstift-grellrot. (Brrr.) Ein schönes dunkles Rot, das zu den Kerzen passt, war nur als Geschenkband aufzutreiben und ist etwas schmal, um als dekorative Schleife viel Eindruck zu machen. So ist der diesjährige Adventskranz von ...ähem...eleganter Schlichtheit...
Reduktio ad absurdum
Dennoch, auch ohne jeglichen Schmuck wiegt Monstrum fast 8 kg, und so waren wir etwas mißtrauisch, ob der Deckenhaken dem standhalten würde. Auch das gerade Austarieren des Kranzes war nicht so einfach. Hat aber alles funktioniert.
Der Kranz hängt. Immer noch. Sogar gerade. Halbwegs.
Die Kerze brennt.
Wir sagen Euch an den ersten Advent!
Genießt ihn eingekuschelt auf dem Sofa, denn draußen zieht ein Sturm auf - lasst Euch nicht wegwehen!

Montag, 22. Juni 2015

Den Garten aufräumen.

Ich rede ja gerne mit Nachbarn. Aber nicht über die Mülltonne.
Wenn die Nachbarn links ihren Müll wegbringen, können sie uns nämlich wunderbar auf den Kaffeetisch gucken.
Maschendrahtzaun. Typisch, aber als Sichtschutz nicht sooo dolle.
 Die Idee war daher schon im letzten Jahr, einen Sichtschutz anzubringen. Außerdem wollten wir die -für den deutlich größeren Garten der Vor-Wohnung angeschaften- Geräte und Gedöns etwas besser aufbewahren.
Gegenüber bildet wildes Gebüsch den einzigen Regenschutz für allerlei Gartengeräte.
Bisher standen Spaten, Forken, Grabegabeln im Regen, während ein alter Küchentisch mit Kleinkram vollgestellt war, die Massivholzarbeitsplatte ungeschützt der Witterung ausgesetzt.
sah alles schon mal besser aus
Da kam der Besuch am Wochenende gerade recht, ein Besuch, der womöglich mangels eigenem Garten gerne in unserem werkelt. Letztes Mal hatte er sich zum Einkochen angesagt, dieses Mal, fanden wir, würden wir das Projekt "Sichtschutz mit Stauraum" angehen.
(Etwas eingekocht haben wir aber doch: Tomatensugo. Das Chutney hatte ich schon vor zwei Wochen erledigt, unbebloggt. tststs).
Er war Feuer und Flamme. Der Meinige entschwand etwas mißtrauisch zur Arbeit, und wir machten uns frisch ans Werk.
Aus zwei gebrauchten Euro-Paletten müsste sich doch da etwas zimmern lassen? Ein Plan war schnell gemacht,
Der Holländische Hilfsarbeiter ist schließlich Architekt.
hier kann man vielleicht auch was erkennen.
Euro-Paletten bekamen wir gebraucht für kleines Geld. Für nochmal den doppelten Geld haben wir dann doch noch im Baumarkt 2,5 Liter Imprägnierlasur erstanden und drei Bretter zurechtsägen lassen. Schrauben sind im Haus.
links sollen Regalbretter auf die Klötze. Rechts soll man langstielige Geräte anlegen können.
 Während der Mann das Grobe erledigte, also die Paletten wie gewünscht zerlegte bzw. zurechtsägte, habe ich die gröbsten Splitter abgeschliffen.
Hier sieht man, wie der alte Tisch gelitten hat.
Zum Glück hat der Meinige die passende Maschine im Haus!
Eine Zwischenanprobe ergibt - dank flexiblem, wenn auch nicht sonderlich stabilem Fundament aus alten Mauersteinen - passt das in der Höhe.
Dann beginnen wir mal mit dem Streichen. 
Der Meinige hat inzwischen Feierabend und packt mit an, ist aber sehr mißtrauisch, was die stabile Befestigung angeht. Natürlich könnte man einfach überall Winkel anbringen und in die Wände bzw. Balkon-Decke bohren - aber wir sind Mieter, und angestrebt ist nur ein solides Provisorium.
der Rest wird gestrichen, wenn die Palette nicht mehr darauf steht.
Dafür findet er aber auch die Lösung: Keile!
Eine klassische Lösung, und hält ziemlich gut. Jetzt muss fertig gestrichen werden, und dann werden die Paletten über die Klötze miteinander verschraubt. Dafür haben wir die herausgesägten Bretter aufgehoben. Diese dienen auch als Stütze für die Regalbretter.
Mit der restlichen Farbe wird solange der alte Tisch behandelt, der muss ja nun nicht mehr verrotten als unbedingt nötig. Abschleifen, von unten streichen, von oben streichen...

... das neue Sichtschutzregal bestücken.
hurra!

Fertig ist das Projekt! In England nennt man das wohl "potting shed" - endlich Platz, die Balkonkästen neu einzutopfen (oder den Grill zu bedienen).
Zumindest in der Theorie, denn dieser Tisch muss noch etwas trocknen. Das Eintopfen erfolgt daher (letztmalig?) auf dem Terrassentisch...
Timing ist alles!

Und ab damit zum Upcycling Tuesday Juni 2015http://zepideh.blogspot.de/2015/06/upcycling-dienstag-juni-2015.html!

Samstag, 4. April 2015

Frohe Ostern!

Oha... es geht schon los....?
Der sollte doch erst am Osterfeuer ausgebrütet werden!
Genießt die freien Tage!

Freitag, 19. Dezember 2014

Weihnachtskarten.

Früher (TM) habe ich nie Weihnachtskarten geschrieben. Wirklich nie. Ein paar Leute haben einen Gruß ins Päckchen bekommen, und das wars. Alle "wichtigen" Menschen habe ich entweder an den Feiertagen persönlich getroffen, oder vor den Weihnachtsferien auf irgendeinem Glühweinumtrunk frohe Festtage gewünscht.
Seit einigen Jahren ist das anders. Die Liste von Menschen, die unbedingt eine Karte bekommen müssen, ergänzt um die Menschen, denen man gerne mal wieder schreiben möchte, bei denen mal wohl nicht drumherum kommt zu schreiben, und denen man auf ihre Karte antworten muss wird jedes Jahr länger.
Das, wohlgemerkt, ist keine Beschwerde.
Wir sind angemessen dankbar für unser dicht geknüpftes soziales Netz, den es stützt und trägt uns, und wir pflegen es sehr gerne.
Aber bei plusminus 50 Namen auf der Liste gibt man halt nicht mal mehr so eben 2-3 Euro plus Porto für eine hübsche Karte aus. Zumal man diese (also die hübsche Karte) ja auch erst einmal finden müßte.
Zum Glück habe ich in der Schule mal Linolschnitt gemacht.
Das war doch gar nicht so schwer?
Linol, Farbe, Farbroller, Schneideset ist im Bastelladen schnell aufgetrieben (und amortisiert sich spätestens im zweiten Jahr). Weiße Briefkarten gibts vergleichsweise preiswert im Schreibwarenhandel.
Das Motiv kann man mit weichem Bleistift direkt aufzeichnen. Wer -wie ich- nicht zeichnen kann, wird erfreut feststellen, dass das Internet voller Motive ist, die man mittels Durchschlagpapiers übertragen kann. Wer kein Durchschlagpapier hat: Motiv ausdrucken, mit weichem Bleistift feste ausmalen, auf Linol legen und überschüssiges Grafit durchreiben, ggf. nachzeichnen. Nicht perfekt, aber es reicht, und hat den Vorteil, beim Drucken wieder "richtig herum" zu erscheinen (sollte bei Schrift bedacht werden). Motive mit dem Stichwort "Silhoutte" oder "Scherenschnitt" eignen sich gut, sie sollten auch nicht zu feinteilig sein (ich jedenfalls bin eher stümperhaft und grobmotorisch unterwegs.)

Ich finde meinen Weihnachtsmann auch eher krüppelig, aber dafür ist jede Karte eindeutig ein Original, man kann beliebig viele Nachdrucke herstellen, und Spaß macht es irgendwie auch.
Jetzt müssen sie nur noch geschrieben werden...

Dienstag, 9. Dezember 2014

Es weihnachtet und weihnachtet...

... und so langsam komme ich auch in die Weihnachtsstimmung.
Die Kugeln hängen am Kronleuchter, die Plätzchen sind (fast) alle gebacken), die erste Kerze am Adventskranz ist schon heruntergebrannt (und Nachschub besorgt). Leider ist es stets so grau und usselig, dass ich keine vernünftigen Bilder machen kann. Ich kann ja kaum mein Strickzeug erkennen!
Immerhin habe ich mir für den diesjährigen Adventskalender etwas Neues ausgedacht, bzw. ausprobiert.
Nach dem Motto "machmahellhier!" versuchen wir, gemeinsam etwas Licht und vor allem etwas Ruhe in die Vorweihnachtszeit zu bringen, die ja häufig vor allem von Stress geprägt ist.
Dabei  hilft
dieser Teelicht-Adventskalender. (Anleitung gibt es hier. Danke, Edeltraud-mit-Punkten!)
Man braucht 24 Teelichte von der Sorte, bei der der Docht aus der Kerze rutschen kann - Wichtig! sonst funktioniert es nicht! Häufig sind das die günstigeren Sorten, das macht es netter.

Dann druckt man sich entweder die Vordrucke aus (oben hinter dem  Link), oder denkt sich eigene Sachen aus. Am besten erstmal alle auf eine Liste schreiben, damit man nichts vergisst oder doppelt hat... Ich habe mir buntes Papier und einen 4cm-Durchmesser Stanzer gekauft und Kreise ausgestanzt. In die Mitte kommt ein Loch und auf den Kreis schreibt man den Satz, Spruch, die Aufgabe, das zu singendes Lied oder die zu lesende Geschichte...
Ich habe mich für eine Art Advents-To-Do-Liste entschieden: Dinge, die wir sowieso noch erledigen wollen oder müssen, damit die Adventszeit sich richtig anfühlt. Von Stollen essen, oder Kerzen kaufen - alles sind Vorschläge, was man in jetzt so zu bedenken hat.
Die gelochten Papiere werden dann unter das Teelicht gesteckt, und zwar so:
  1. Wachs und Docht aus Aluschale nehmen
  2. Docht lösen
  3. Papier auf Docht auffädeln
  4. Wachs auf Docht auffädeln
  5. alles wieder in die Aluschale zurück.
Dann habe ich die Aluschale noch mit weihnachtlichem Washi-Tape beklebt. Etwas netter.
Der Meinige zieht nun jeden Tag eine Kerze aus einem Sack, zündet sie an und wir sitzen in Ruhe beeinander, bis das Wachs geschmolzen ist und klar wird. Dann kann man die "geheime" Botschaft lesen. Allerdings dauert das gut eine Stunde.
Eine kleine Insel der Ruhe - bisher funktioniert es ganz gut.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

FO: Diverser Kleinkram.

Weil meine halbe Umgebung zur Zeit Nachwuchs plant und ich im Vorfeld des nächsten Großprojektes (Custom Fit - aber die Musterprobe wehrt sich noch) schnelle Erfolgserlebnisse brauche, habe ich die letzten Zugfahrten dazu genutzt, Babykleinkram zu stricken.
Eine Mütze ist leider schon unbebloggt verschwunden, besonders schade, weil ich endlich einmal eines der hübschen Muster aus Martines's Mustersammlung benutzt habe ("Eglantier" von Eléonore Riego de la Branchardière) - aber das Baby war gerade anwesend, und ich hoffe, ich bekomme noch ein Bild nachgereicht.
Ansonsten, allerlei Standard-Babyschuhe. Für mich heißt "Standard" fast immer die nahtlosen Saartje-Booties in der Version von Fleegle.
1x weiß mit grau und Knöpfen aus dem Vorrat
1x grau mit hellblau und Knöpfen aus dem Vorrat
1x grau mit rosa und extra-gekauften Knöpfen, kariert! bin begeistert, auch wenn durchs Knopfkaufen der Warenwert in die Höhe schießt - zwischen 60 und 90 Cent zahlt man pro Knopf, und immerhin müssen an jedes Paar vier Stück!
Wer die bekommt, ist noch nicht klar. Es scheint mir aber gut, gerüstet zu sein.
 Außerdem 1x auf Sonderwunsch rot-weiß gestreift.
Hier zeigt sich, ob man das Muster verstanden hat und fehlerfrei kraus-rechts stricken kann. Das ist schwieriger als es aussieht, aber fällt dafür sofort ins Auge und kann korrigiert werden.
Die klitzekleinen Teddy-Knöpfe mussten ebenfalls angeschafft werden, von denen sollte ich mir eigentlich einen Vorrat anlegen - sie sind wie bestellt für diese Schuhe, meganiedlich, und es gibt sie (theoretisch) in allen (Grund-)Farben.
 Diese wurden bereits feierlich überreicht und passen bereits/noch sehr gut.
Als Verpackung habe ich eine alte Marzipandose mit Serviettentechnik beklebt - diese Dosen sammeln sich hier im Hause an, und was soll man auch sonst damit tun? Man muss halt nur darauf achten, am Rand der unteren Dose die Region für den Deckel frei zu lassen. Ungefähr so:

Weil diese Art Dosen häufig eingeprägte Schriftzüge hat, empfiehlt sich tatsächlich ein unruhiges, kleinteiliges Muster. Ich grundiere sie zudem vorher mit weißer Acrylfarbe und lackiere sie nach dem Trocknen noch einmal mit Klarlack. Sicher ist sicher. Spülmaschinenfest ist es wohl nicht, aber es soll ja nur einen nette Verpackung sein.
Mir gefällt das so ganz gut. Auch eine Bastelei, die man fortlaufend und auf Vorrat machen kann.
Die größeren Dosen reichen genau für ein paar Socken - oder allerlei Kleinkram im Haus, Bad, Flur...
...hübsche Dosen kann man ja immer gebrauchen!
und jetzt: Stiefel raus und Zuckerli für den Esel nicht vergessen! Morgen zeigt sich, wer ein/e brave/r Blogger/in war!
Frohen Nikolaus!

Donnerstag, 28. März 2013

Schöner Wohnen. Magnetpinnwand.

Im Zuge der fortschreitenden Aufhübschung unseres Zuhauses wünschten wir uns eine Tafel für die Küche. Darauf kann man Botschaften, Einkaufszettel oder weitere Projekte notieren. Oder eine Pinnwand, zum gleichen Zwecke. Oder eine Tafel...

Zum Glück gibt es ja die guten alten Ribba-Rahmen vom liebsten skandinavischen Möbelhaus.
Und wenn man einfach kein Bild einrahmt, sondern stattdessen die Rückwand erst (mehrfach, hier: fünfmal) mit Magnetfarbe streicht, und dann -ebenfalls mehrfach- mit Tafelfarbe, und dann die Rückwand vor die Glasscheibe packt und das ganze an die Wand hängt - dann hat man eine Magnettafel.
Und auf dem Rand kann man sogar die Kreide ablegen.

Hurra! Genau so hatten wir uns das vorgestellt!
Und dass der Schnee bis Sonntag anhalten soll, das versuchen wir jetzt mal positiv zu sehen. Auf diese Weise kann man ja die bunten Eier viel besser finden. Und die Schokolade schmilzt nicht so schnell...
Seufz.
Frohe Ostern Euch allen!

Freitag, 28. Dezember 2012

Alles neu! Achtung: Serviettentechnik...

Heimlich - im Sinne von: unbebloggt -  rechne ich und fertige Maschenproben an (als ob sie was nützen würden), um endlich ein neues großes Strickprojekt zu starten. Bis es aber losgehen kann, habe ich mich an einigen klassischen Bastelarbeiten versucht.
Beispielsweise wird im Hause Projektmanagerin immer mal wieder getrunken. Zugleich gibt es hier einige Möbel, denen Hitze und/oder Feuchtigkeit nicht besonders gut tun. Der Meinige hat zu diesem Behufe (also dem Möbelschutz) allerlei Bierdeckel Untersetzer mit in die Ehe gebracht. Doch einige von denen haben auch schon bessere Tage gesehen (und die meisten sind ein bisschen sehr, wie soll ich sagen - klassisch?)
ich meine: Fuchsjagd!? Muss das denn sein?
Also habe ich mir ein solches Exemplar erbettelt und versucht, es etwas zu modernisieren. Für irgendetwas Vernünftiges muss doch diese alberne Serviettentechnik auch gut sein, oder nicht?
Also: 
Untersetzer mit weißer Acrylfarbe grundieren, trocknen lassen.
Zwei Anstriche, bis das darunterliegende Motiv gut abgedeckt ist
Inzwischen hübsche Serviette suchen, die nicht kitschig ist.
Im Internet coolere Motive finden und selbst auf eine Serviette (bzw. in diesem Fall: ein Taschentuch) drucken: einfach Taschentuch (oder weiße Serviette, oder Butterbrotpapier) mit einem Streifen Tesa bündig auf normales Druckerpapier kleben, hoffen dass der Drucker mitspielt, und Ausdruck mit Haarspray fixieren.
Banksy rules!*
Und weil ein Untersetzer Feuchtigkeit abkönnen muss, verzichten wir auf den Original-Kleber und nehmen gleich Parkettlack:
bedruckte Schicht vom Taschentuch abheben, zurechtschneiden
 Untersetzer dünn lackieren, Motiv vorsichtig auflegen, mehr Lack von oben drüber streichen.
 Trocknen lassen, noch zweimal nachlackieren.
Yeah! Oder ist das ein Paradox - StreetArt auf Untersetzer? cool goes spießig?
 Für einen ersten Versuch finde ich es gar nicht schlecht. Natürlich hat doch alles Falten geschlagen, aber das ist bestimmt Übung. Butterbrotpapier wäre da wahrscheinlich noch besser gewesen.

Immerhin hat es mich so übermütig gemacht, dass ich gleich noch eine Taschentücherbox aufhübschen wollte. (Im Hause Projektmanagerin wird nämlich auch viel genossen geniest.)
Schachtel als Schablone nutzen, Format aus Papier ausschneiden, vorfalzen, ggf. Rundungskanten einschneiden
Zu irgendwas muss ja diese William-Morris-Geschenkpapierbogenauswahl auch mal gut sein, die seit Jahren in der Kiste liegt und zu schön zum Geschenke einwickeln ist.
Die Holzdose gibts für ca. 5 Euro im Bastelbedarf
Naja. Das Foto ist besser als das Original.
Es wird seinen Zweck schon tun, doch hatte ich nicht bedacht, dass dieses Papier zwar dünn, aber doch deutlich dicker als Serviettenpapier ist. Es wäre wohl besser gewesen, die Dose "normal" zu bekleben, und erst dann mit Parkettlack zu versiegeln, um sie abriebfest/abwaschbar zu machen. Nuja. Man lernt nicht aus.
Demnächst stricke ich eben wieder. Das kann ich schon ganz gut, inzwischen.
Nächstes Jahr also.
Wir sehen uns nächstes Jahr - es kann nur besser werden als das letzte!

*Das Jahr begann ja schon mit Banksy-Ratten. We've come full circle!