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Mittwoch, 26. Oktober 2016

Normalstrumpfregeln.

Es gibt ja für alles Regeln. Wer sie kennt, braucht
a) keine komplizierten Anleitungen mehr
b) kann davon ungeniert abweichen.

Zum Strümpfestricken stolperte ich jüngst über dieses Kleinod.
Quelle: http://patternmakercharts.blogspot.de/2009/09/alphabete-und-muster-zum-waschezeichnen_17.html Bild 39
http://patternmakercharts.blogspot.de/2009/09/alphabete-und-muster-zum-waschezeichnen_17.html Bild 40
http://patternmakercharts.blogspot.de/2009/09/alphabete-und-muster-zum-waschezeichnen_17.html Bild 41
http://patternmakercharts.blogspot.de/2009/09/alphabete-und-muster-zum-waschezeichnen_17.html Bild 42

Bitte schön. Gern geschehen.

Samstag, 24. Januar 2015

WIP: Zugsocke

Wenn ich bis 7 zählen könnte, hätte ich schon die Ferse fertig.
Aber es hat ja Zeit...

Dienstag, 13. Mai 2014

FO und Fazit: Sherlock Socken.



Was lange währt, wird endlich gut. Und dieses Paar Socken hat sehr lange gewährt. Erstmalig geplant schon Anfang letzten Jahres habe ich sie in den Weihnachtsferien endlich angeschlagen. Bis ich die langersehnte Staffel 3 der großartigen BBC Serie "Sherlock"  via BBC Mediathek sehen konnte, hatte ich immerhin die erste Socke fertig. Aufgrund von grünen Pullovern und Leben allgemein hat die Fertigstellung der zweiten Socke dann noch einmal einige Monate gedauert. Aber jetzt ist es soweit. Ich habe zwei echte Fan-Socken, die jeder andere Sherlock-Fan dieser Welt sofort erkennen wird. Man versteht sich.

Allerdings weiß ich jetzt auch wieder, warum ich mir irgendwann mal angewöhnt hatte, möglichst immer 2 Socken  zugleich zu stricken: irgendwie ähneln sich die beiden nicht. Obwohl der Mustersatz es ja sehr einfach macht, genau die gleiche Rundenzahl zu stricken. Möglicherweise war eben vor der Reha meine Fadenspannung deutlich fester - egal, am Fuß passen beide, auch wenn eine Socke etwas enger sitzt. 
Der blöde Fleck stammt übrigens von den braunen Stiefelchen, in denen ich die Socken zu ihrem Jungfernmarsch durch den Frühjahrsregenguß getragen habe. Offenbar färben die Stiefelchen ab. Grmpf.

Wer sich über den aufgestickten Grinsekopf wundert: der gehört unbedingt zu Sherlocks Tapete dazu. Hier ist der Beweis:

 Die ebenfalls obligatorischen Einschußlöcher werden sich sicherlich von alleine bei Gebrauch einstellen... In Deutschland könnt Ihr die dritte Staffel übrigens voraussichtlich am 8. und 9 Juni um 21:45 in der ARD sehen. Weiß der Himmel, wann der dritte Teil kommt - wahrscheinlich direkt im Anschluß, damit es so spät wird, das niemand den NÄCHSTEN Cliffhanger erdulden muss. Denn das wäre grausam. Zum Glück soll Staffel 4 schon Weihnachten ins (englische) Fernsehen kommen. Nochmal 2 Jahre warten hätte die Fangemeinde wahrscheinlich nicht verziehen.
Aber hier interessiert sich keiner für  Qualitätsfernsehen. Hier interessiert man sich für Socken. Bitte sehr:
 Das Muster:
Ohne Anleitung, aber mit einem fertigen Tapetenchart als Vorlage für das Muster habe ich einfach von der Spitze aus angesechlagen, dann Muster, dann Bumerangferse, dann wieder Muster. Für meine kräftigen Waden habe ich gleichmäßig verteilt insgesamt drei Mustersätze à 12 Maschen in Streifen zugenommen und immer wenn die Maschenzahl ausreichte wieder einen Mustersatz mehr gestrickt. Das ist nicht besonders elegant oder schön, aber zu mehr hatte ich bei dem komplizierten Mustersatz und der ohnehin schon lang andauernden Strickzeit keine Lust. 
Spitzen, Ferse und Bündchen sind einfarbig in braun und selbstverständlich in doppeltem Faden gestrickt - irgendjemand meinte, mich schon deswegen ausschimpfen zu müssen. Aber da der Rest des Strumpfes ja auch doppelfädig ist, kommt es sonst zu merkwürdigen Unterschieden im gauge, die sich auf die Paßform auswirken könnten. Der Smiley ist mit einem Rest gelber Wolle im Kettenstich frei improvisiert aufgestickt.
Technik:
Wer normale Socken stricken kann, kann auch diese Socken stricken. Eigentlich alles kein Hexenwerk, wenn man - natürlich - weiß, wie es geht. Für mich war nur die Technik der Bumerangferse neu, bei der man mit doppelten Wraps arbeitet. So kann man die Ferse schön einpassen, ohne irgendwelche Streifen ins Muster einarbeiten zu müssen.
Die Wolle:
Die Socken sind aus etwas hochwertigerer Sockenwolle gestrickt, beide mit hohem Merinoanteil. Sitzt gut und ausgesprochen angenehm am Fuß! Aber sonst nichts exotisches...
Die harten Fakten:
Eigene Improvisation auf Basis des TapetenmustersThe Wallpaper Had It Coming by Morgen Dämmerung


angefangen: 28. Dezember 2013
fertiggestellt: 02. Mai 2014
Wolle: Lana Grossa Meilenweit Merino in braun (59598) und  Regia Extra Twist Merino in weiß (09350) sowie irgendein Rest in gelb


verbraucht:: genau 100 g braun, 50 g weiß - wirklich, kein Fitzelchen Rest!
Größe/Maße: ca. 40
Nadeln: Chiaogoo Red Twist, 3,5 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen und aufsticken des Smileys
Kosten: was weiß ich - die braune Wolle war so 6,50 pro Knäuel, die Regia wahrscheinlich um die 5 Euro... also ungefähr 11-12 Euro für das Paar.

Sonntag, 12. Januar 2014

Das Fangirl in mir. Socken-WIP.

Normalerweise bin ich gar nicht so ein Fangirl.
Ich belästige keine "Stars" für Autogramme und fotografiere niemanden unaufgefordert auf der Straße.
Aber ab und zu kommt das Fangirl in mir raus und verlangt Futter.
Deshalb musste ich jetzt endlich endlich ein lange gehegtes Wunsch-Sockenprojekt anschlagen.
Hier, einen Fuß habe ich schon fertig:
Es macht manchmal Spaß, Teil eines internationalen (Internet-)Hypes zu sein, mit Millionen anderen Menschen (total irrelevante) Themen zu diskutieren und über den möglichen Ausgang eines fiktionalen Geschehens zu spekulieren. Das war bei Harry Potter so (jich gestehe, ich hatte den 21. Juli 2007 als "Harry Potter Tag" im Kalender stehen und außer "Buch kaufen" alle weiteren Termine für den Tag abgeblockt), und das hat Spaß gemacht.
Erkennt Ihr, was mich aktuell begeistert?
Hier ein Hinweis:
Ja, ich stricke eine Tapete.
Eine sehr teure Tapete, wie es aussieht, außerdem eine, die ich mir tatsächlich so nicht ins Wohnzimmer hängen würde, aber ich bin auch nicht so fan-verrückt wie bspw. die Macher dieser Seite hier... oder dieser.
Nein, das ist nicht aus Downton Abbey.
Noch ein Hinweis (die Serie ist mit jeweils drei Folgen sehr kurz und wird zu den in Deutschland üblichen absurden Terminen ausgestrahlt, die unsere Öffentlich-Rechtlichen für die besten zeitgenössischen TV-Formate reservieren.):
Das ist Benedict Cumberbatch als Sherlock in der BBC Miniserie von Mark Gatiss und Steven Moffat. Oben sitzt Martin Freeman als Watson.
Die bisher ausgestrahlten sechs Folgen der ersten beiden Staffeln sind so fantastisch, dass ich keine Worte dafür finde - wer die Serie noch nicht kennt, sollte es dringend nachholen. Auch und gerade, wer den Doyle'schen "Kanon" liebt, und Neuverfilmungen daher skeptisch gegenüber steht.
Und nun wird, nach einem der grausamsten Cliffhanger der TV-Geschichte, seit 1. Januar die dritte Staffel auf BBC ausgestrahlt. (Heute abend: Teil 3 von 3 der 3. Staffel, sichtbar ab morgen - der livestream bricht schnell zusammen). Und dank Internet und Mediatheken kann ich das ganz legal einen Tag später mitverfolgen, ohne auf eine schlechte deutsche Synchronisierung warten zu müssen und einen noch schlechteren deutschen Sendeplatz (Pfingstsonntag? abends um 22.00 Uhr?). Außerdem habe ich zur Zeit keinen Fernseher.
Lucky me!
Das einzige Problem ist, dass "Sherlock" mal sowas von überhaupt kein geeignetes Format ist um genüßlich nebenbei ein Paar Socken (oder überhapt etwas) zu stricken. Aber das soll keine Beschwerde sein.
Ich habe mir die Vorarbeit anderer Fangirls zunutze gemacht, die das Tapetenmuster bei Ravelry eingestellt haben, und weil zweifarbig-gestrickte Socken enger sitzen, nach mehreren zu engen Versuchen von der Spitze auf 73 Maschen zugenommen. Das sind 5 Mustersätze à 12 Maschen plus 1, in Nadelstärke 3,5mm.

Wie ihr seht, habe ich über 25 Sohlenmaschen Streifen gearbeitet - das geht schneller, und nach dem vielen Ribbeln um die passende Maschenzahl zu ermitteln war "schneller" ein Kriterium - und die ungerade Maschenzahl sorgt dafür, dass ein brauner Streifen an beiden Rändern ist...


...und auch in der Mitte der Wade, wo ich für meine dicken Beine ja gleich nach der Bumerangferse mit Zwickelzunahmen anfangen muss.
Die Bumerangferse (in Nadelstärke 3mm) sitzt perfekt nach genau 60 Runden im Muster (ein Mustersatz geht über 12 M und 36 Runden) und ist mir noch nie so gut gelungen. Keinerlei Löcher, nirgends! Ich habe sie über 10/11/10 Maschen gearbeitet und die verkürzten Reihen mit wrap&turns gearbeitet. Nach der ersten Hälfte, wo man für die "deutsche" Bumerangferse eigentlich ein oder zwei Runden über alle Maschen stricken soll (wegen des Musters unmöglich), habe ich sofort mit dem Stricken der länger-werdenden verkürzten Reihen begonnen, sodass die Maschen jeweils zwei "Wraps" hatten - die ich beide aufgenommen und mit der jeweils an der Reihe seienden Masche zusammengestrickt habe. Ergebnis:
Super Ferse!
Mache ich jetzt immer so.
Und die Socken sind was für den "Kopf", wenn mir der grüne "Stoker" nach Custom Fit zu langweilig werden sollte. Ich rechne damit, letzteren am kommenden Dienstag anzufangen. Wir werden sehen was geht.

Samstag, 11. Januar 2014

Nachtrag Weihnachtswolle. FO: Skisocken 2014.

Ich habe Euch noch ein fertiges Paar Socken vorenthalten, die pünkltich an Heiligabend fertig wurden.
Schließlich ist wieder Winter - wenn auch bisher ein erfreulich milder Winter - und der Meinige will wieder mit den Schulfreunden Skifahren gehen. Zeit also für die inzwischen traditionellen Skisocken. (Wir erinnern uns: 2012 und 2013).
Dieses Jahr gingen die Planungen sehr viel früher los, und so konnte auch ich früher mit den Socken anfangen. Da das Erfolgsgeheimnis beim Stricken für Andere bekanntlich darin besteht, möglichst genau die Wünsche und Bedarfe abzufragen, fragte ich also nach Bedarf (ja) und Farbwunsch (lila mit oranger Spitze und Ferse).
...
Lila?
-Ja.
Mit Spitze und Ferse in Orange?
-Ja. Und das Bündchen! Das Bündchen auch in Orange.
...
Bist du sicher? Lila? und Orange?
-Ja.

Okay.
Das war zwar etwas unerwartet und wäre auch nicht meine erste Wahl für eine Farbkombination gewesen, nach dem bißchen, was ich vom Farbkreis noch weiß, aber -hey! Es sind Socken, sie stecken in Stiefeln.
Und wenn Cezanne das kann...

oder Michelangelo...

Dann kann ich das auch.
Bitte sehr:

Stinknormale Socken, von der Spitze aus mit türkischem Anschlag. Da dieses die ersten Socken für den Meinigen mit "normalem" (vierfädigem) Sockengarn waren, und ich vergessen hatte, dass er deutlich schmalere Füße hat als ich, habe ich leider zu viele Maschen angeschlagen (64 - 60 hätten gereicht.) Die Strümpfe drohten, zu weit zu werden, also habe ich auf der Höhe des Spanns zum 2/2-Rippenmuster gewechselt - rund um, inklusive Sohle.
Lila. Ich kann die Farbe nicht fotografieren. Ist aber in diesem Fall vielleicht auch besser so...
 (Etwas faul, ich weiß, es sieht komisch aus, aber ich wollte  unbedingt bis Weihnachten fertig sein. Da wartet ein Pullover auf mich, und es gab ja noch mehr angefangene Strickprojekte. Von einem wißt Ihr noch gar nichts.)

Weil es komisch aussieht, wollte ich (in Absprache mit dem Meinigen) aus dem Fehler ein Designelement machen und habe vor der Bumerangferse gleichmäßig vier Maschen abgenommen und wieder auf glatt rechts gewechselt. Ein bißchen wie ein Mojo-Socken, nur ohne Links-Maschen-Wülste. Ich nenne sie nach Michelangelo's Libyscher Sybille.
Über den Erfolg lässt sich streiten.
Es ist auch deutlich schwieriger, eine Bumerang-Ferse zu stricken, wenn man mittendrin nicht zwei Runden über alle Maschen stricken darf, aber es geht.
Die Socken sind im Angesicht des Weihnachtsbaumes fertig geworden und wurden bereits mehrfach sehr zufrieden getragen. Ich bin nicht ganz so zufrieden, habe mir aber notiert:
60M in glatt rechts ist bei normaler Sockenwolle für den Meinigen richtig.



Die harten Fakten:
Abwandlung meines Rugby-Musters
angefangen: 10. Dezember 2013
fertiggestellt: 25. Dezember 2013
Wolle: Schachenmayr Regia Trendpoint in lila (6616) und orange (6619)


verbraucht:: 66 g lila, 25 g orange = 91g für das Paar. 
Größe/Maße: 41
Nadeln:Chiaogoo Red Lace, 2,75mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: pro 100g Knäuel 6 Euro; aber auch noch 100g übrig...



Sonntag, 22. Dezember 2013

FO, diverse. Weihnachtswolle.

So viel Heimlichkeit,
in der Weihnachtszeit...

...man traut sich ja gar nicht mehr ins Internet! Zum einen, weil Weihnachtsgeschenke ja häufig überraschend kommen sollen. Zum anderen, weil -ich schrieb es schon öfter: wer bloggt, strickt nicht. Und wer nicht strickt, bekommt die ganzen Weihnachtsgeschenke nicht fertig, die man blöderweise dann doch in verschiedene Richtungen hin versprochen hat.
Zum Beispiel die jüngste Nichte, die von meiner Schwägerin in Beerentöne, hier hauptsächlich Blaubeertöne gehüllt wird. Zum Glück kann das Kind noch nicht lesen, geschweige denn im Internet surfen. Daher kann ich heute stolz verkünden: Ein warmes Jäckchen zum Besabbern ist schon länger fertig, die passende Mütze hat sie schon (und mir fehlt noch immer das Foto)-
Und dann erwähnte die Schwägerin, dass man ja keine Wollsocken für Babies kaufen könne. Und kaufte auf einem Weihnachtsmarkt von einer wildfremden (!) Großmutter herzige kleine wollene Booties. Natürlich hat mich das bei der Strick-Ehre gepackt, und ein Knäuel Regia-mit-Angora später hatte ich das erste Paar Wollstrümpfe zum Reinwachsen angeschlagen. (Standard-Schuhe hat das Kind ja schon in drei Größen - wenn auch nicht in beerig.) Die Fußlänge wurde mit ungefähr 9cm angegeben, obwohl sich das wahrscheinlich schon längst wieder geändert hat. Insgesamt reichte das Knäuel für drei Paar Socken/Schuhe, alle gestrickt mit 2,75mm Nadeln.

Als erstes gab es ein Paar Spiralsocken.
Spiralsocken kennt man ja, ganz einfach, keine Ferse dank lustig-versetztem Rippenmuster, wachsen also unendlich lange mit und ersetzen auch schon mal ein Paar Handschuhe.
Ich habe zwei zugleich auf der Rundstricknadel gemacht und daher bei beiden den gleichen Fehler gemacht  das gleiche Designelement untergebracht. Nach einem Türkischen Anschlag habe ich auf 2x16=32M erweitert, das soll angeblich für einen speckigen Babyfuß passen. Dann beginnt das Spiralmuster mit *4r4l* bis zum Ende der Runde. Alle 4 Runden wird das Muster um 1M nach links (oder rechts, Hauptsache immer gleich) versetzt, dadurch entsteht die Spirale. Ich habe für etwas Abwechslung gesorgt und die ersten 20 Runden das Muster in jeder Reihe versetzt - aber vor der vermuteten Ferse sollte man dann doch tunlichst zu "echten" Spiralen wechseln.

Die Strümpfe sind möglicherweise etwas eng, man kann das schwer beurteilen, aber als Handschuhe werden sie sicherlich in jedem Fall dienlich sein können.

Als nächstes kam ein paar klassische, "richtige" Socken, mit Ferse und allem Pi-Pa-Po. Damit die Socken mitwachsen können, habe ich mich für das lustige Mojo-Muster entschieden, das sieht niedlich aus, birgt etwas Längenpotential und auswendig kann ich es auch. Auch hier habe ich das Muster von der Spitze aus auf 32 Maschen gebracht, die Bumerangferse hat 5-7-5 Maschen. Weitere Details stehen bei Ravelry.

Ich finde die Mini-Mojos sehr knuffig.

Und als letztes habe ich endlich einmal die "Blue Steps" aus der Ravelry-Queue geholt, sehr niedliche Schühchen, ganz ähnlich wie die "Rosa Treter", die bei den Eltern der Nichte damals besonders gut angekommen waren. Nur eben ohne Blume, dafür etwas größer und mit Patent, das gibt ja im Zweifel auch noch einmal nach. Bis dato war mein einziger Versuch mit Patent völlig daneben gegangen - beim Tieferstechen habe ich mir beinahe die Nadel abgebrochen und tat mich wahnsinnig schwer. Im Büro aber strickte die Kollegin einen traumhaften Schal in einfachem Patent, diesmal in der Variante mit Umschlag - und siehe da, alle Knoten geplatzt, Prinzip kapiert, sehr süße Schuhe fertiggestellt, und das Wollknäuel bis zum letzten Fussel aufgebraucht.
Der Angora-Anteil ist übrigens herrlich weich und gerade so flauschig, das man das Gestrick die ganze Zeit streicheln möchte, aber noch nicht so haarig, das man meint, ein Haustier in der Mauser in der Hand zu halten. Der Preis liegt mit 6,75 Euro über dem, was ich normalerweise und für mich selbst ausgeben würde - aber das Baby steigt mit den Socken ja auch nicht in Schuhe, und drei Paar Socken auf ein Knäuel ist ergiebig genug, um die Mehrausgabe ausnahmsweise mal zu rechtfertigen. Finde ich. Schließlich braucht das Kind warme Füße!



Die harten Fakten:


Mojo von Donyale Grant 
jeweils über eine Maschenzahl von 32 Maschen
Blue Steps - Baby Booties von Regina Willer
um vier Maschen/Schuh verlängert
angefangen: 04.11.2013
fertiggestellt: 04.12.2013
Wolle: Regia Angora Merino in 07089 Pflaume
verbraucht:: 50 g für alle drei. 
Größe/Maße: Fußlänge ca. 9cm
Nadeln: 2,75 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: 6,75 Euro

Und der Ravelry-Projekt-Link.

Dienstag, 15. Oktober 2013

FO, Fazit und neue Anleitung: Eisblumen Kniestrümpfe.

Seit Monaten liegen hier meine Eisblumen fertig herum, aber wen interessiert das schon mitten im Sommer? Jetzt, wo der Frost sich wieder auf die Socken macht (hahaha) wird es allerdings höchste Zeit, endlich ein Fazit zu ziehen. Und auch gleich die Anleitung zu veröffentlichen.
Die Eisblumen Kniestrümpfe hatte ich Anfang April begonnen mit der expliziten Absicht, den Frühling herbeizustricken. Dies ist, ihr habt es gesehen, gelungen, den Erfolg nehme ich ganz unbescheiden auf meine Kappe, in etwa so wie der Hahn, der mit seinem Krähen den Sonnenaufgang herbeiführt.
Das Zwischenfazit hatte bereits gezeigt, dass die Strümpfe passen, und das ist auch gut so, denn inzwischen habe ich alle meine alten Wollsocken an eine Freundin verschenken müssen, die nicht nur oft kalte Füße, sondern auch meine alte Schuhgröße hat. Ich kann ja neue machen. (Mache ich nur irgendwie nicht, aber das ist ein anderes Problem, und nicht das meiner Freundin.)

Sie sind schön warm aus mindestens 6fädigem Garn in vier verschiedenen Farben, sie fangen an der Spitze an, um das meiste aus der Wolle herauszuholen, die Nachtragsferse erlaubt fröhliches durchstricken des Blümchenmusters, ohne sich um Spickel oder Verkürzte Reihen kümmern zu müssen, und der Picot-Abschluss verbirgt bei Bedarf ein Gummiband. Denn was ist schlimmer als rutschende Kniestrümpfe? (Eben. Hunger und Kälte und Schmerz und viele andere Dinge, zu denen wir nicht auch noch rutschende Strümpfe packen müssen...)

Der zweite Strumpf ist dann mit etwas mehr Sorgfalt beim Stricken dokumentiert worden, Tutorials für Türkischen Anschlag, Nachtragsferse und Bündchen sind entstanden - und seit gestern gibt es die Anleitung - auf Englisch - bei Ravelry. Hurra! Nun geht alle hin und strickt Euch sehr warme Stiefelstrümpfe! Viel Spaß!

Donnerstag, 1. August 2013

Eisblumen: Afterthought heel - Nachtragsferse. Tutorial für Kniestrümpfe (Teil III)

Hacke, Spitze, Hacke, Spitze - die Spitze hatte ich Euch ja schon gezeigt, ebenso wie das Bündchen. Aber was nützt das alles, wenn der Strumpf keine Hacke = Ferse hat? Schließlich haben die meisten Menschen einen Knick unten am Bein...
Kein Problem, ich hab's nicht vergessen!
Ich habe mir einfach nur die Ferse bis zum Schluss aufgehoben!

Viele Strickerinnen fürchten sich ja ein bisschen vor der Ferse - warum ist mir zwar nicht klar, sie ist in der Regel sehr einfach zu stricken - ein paar verkürzte Reihen, oder einfach ein paar Maschen zusammenstricken... der Knick kommt ganz von allein! Da mir nie jemand gesagt hat, dass Fersenstricken kompliziert sein könnte, habe ich immer einfach drauflos gestrickt, bin der Anleitung blind gefolgt, und es hat immer geklappt! 

Diese -nachträgliche - Ferse hier ist jedenfalls nicht nur praktisch, weil man sein Muster einfach immer schön stupide durchstricken kann, ohne sich mit lästigen Spickelzunahmen (oder Spickelabnahmen, sie funktioniert in beide Richtungen, von der Spitze oder vom Bündchen ausgehend) herumzuschlagen. Sie ist auch absolut anfängertauglich, denn sie wird im Endeffekt ganz genauso gestrickt wie eine Spitze. Und das können wir ja schon!

Und so geht's:
Wenn man beim Stricken an der Stelle angekommen ist, wo wir normalerweise eine Ferse beginnen würden (also inklusive Fersenkappe oder Spickel), stricken wir ein oder zwei Reihen (hin und zurück - keine Runde!) in einer Kontrastfarbe ein.
In diesem Fall: hellblau.
So sieht das dann aus:
Ich habe zwei Reihen gestrickt, weil ich die Stelle dann einfacher wiederfinde. Eine Reihe reicht aber völlig aus. Unten ist das Sohlenmuster des Fußes zu erkennen, oben wachsen schon die ersten Blumen auf die Wade und man erkennt die ersten Wadenzunahmen.
Nun wendet man den Strumpf nach innen
erkennt die gleiche Stelle sofort wieder, freut sich an der gleichmäßig eingewebten Fadenvielfalt, und beginnt damit, Maschen aufzunehmen.
Hier kann man es gut sehen: die neue Farbe (hellblau) verschränkt sich mit der alten Farbe (hellgrau) - und zwischen den beiden blauen Streifen kann ich ganz einfach die grauen Schlingen (=die letzte Sohlenreihe) aufnehmen. Am einfachsten geht das mit einer deutlich kleineren Nadel - ich habe hier 2,5er Nadeln genommen, während der Strumpf eigentlich mit 4er Nadeln gestrickt ist. Die dünnen Nadeln kommen einfacher und ohne großes Gezerre in die Maschen, und später stricke ich sie mit einer "normal-großen" Nadel wieder ab. (Für das Maschenbild zählt immer nur die Nadel, mit der man abstrickt, also in der Regel die rechte Nadel!)
So, fertig - also fast! Ich muss noch mit der gleichen Methode die obere Reihe aufgreifen - also die dunkelgraue erste Reihe vom Bein zwischen den hellblauen Buckeln...und das geht leichter, wenn ich den Kontrastfaden jetzt schon entferne , denn dann habe ich mehr Elastizität. Also vorsichtig die erste (und bereits gesicherte) blaue Reihe auffädeln...
...und dann die nächste Reihe aufnehmen.
Dies ist deutlich einfacher, wenn die blauen Schlaufen den grauen Faden noch "sichern" - deshalb stricke ich immer einmal hin und wieder zurück mit dem Kontrastfaden. Außerdem sollte die erste Runde vom Bein nicht direkt im mehrfarbigen Muster gestrickt werden, sondern in der zukünftigen Fersenfarbe, damit man nicht mit lauter eingewebten Fäden kämpfen muss. Das könnte nämlich dann doch noch kompliziert werden.
Insgesamt solltet Ihr nun die Hälfte der Gesamtmaschenzahl auf zwei Nadeln haben, hier also 32.
Ihr könnt die Maschen auf ein Nadelspiel verteilen oder auf eine Rundstricknadel nehmen, wie es Euch am liebsten ist - Hauptsache, wieder in der "richtigen" Nadelstärke!
Um ganz sicher zu gehen, dass an den Ecken keine Löcher entstehen (obwohl man die beim Fadenvernähen ja auch immer noch zunähen kann), nehmt Ihr an den Seiten noch 1-2 Maschen zusätzlich auf - keine Angst, Ihr nehmt sie auch gleich wieder ab, und wer einen hohen Spann hat, wird noch dankbar dafür sein!
Und jetzt? Jetzt strickt Ihr eine ganz normale Spitze - z. B. eine Bändchenspitze, oder eine gerundete Bändchenspitze, oder sogar eine Sternspitze (wie hier vorgemacht).
Und wenn Ihr nur noch die Maschenzahl, die Eurer Fersenbreite entspricht, auf den Nadeln habt - zusammennähen im Maschenstich (graften).
Dafür gibt es unzählige Online-Tutorials, guckt mal selbst.

Fertig!
Innenansichten eines Strumpfes
 Eins A Kniestrümpfe!
UND HOCHSOMMERLICHE TEMPERATUREN VON UM DIE 30°Celsius...
ich sach's ja...





Montag, 8. Juli 2013

WIP Eisblumen. Und ein Tutorial für Kniestrümpfe: Abkettnaht für Picot-Abschluss mit Gummizug.

Wie mein komplizierter Titel vermuten lässt, zeige ich Euch heute, wie ich bei meinen Kniestrümpfen - die ich hier mit einer Spitze im Türkischen Anschlag begonnen habe - nicht nur einen hübschen, leicht mädchenhaften Picot-Abschluss mache, sondern diesen zugleich als Gummizugtunnel nutzen kann, damit die Strümpfe nicht rutschen können.
Hier erst einmal der Strumpf in seiner vollen, fast fertigen Pracht.
Und ja, da fehlt noch die Ferse. Sie wird dort eingestrickt, wo momentan der dicke blaue Streifen erkennbar ist. Heute zeige ich Euch erst einmal das Bündchen.
Nach Abschluss des letzten Musterstreifens habe ich eine Streifenbreite (12 Runden) ein einfaches rechts-links-Bündchen gestrickt und dann eine Picot-Kante hinzugefügt. Dazu habe ich weitere 5 Runden glatt rechts weitergestrickt, dann die Picot-Wendekante (*k2tog, yo*), und dann noch einmal fünf Runden glatt rechts. Hier sehen wir wie die Umschläge in der Wendekante hübsche Löchlein bilden. Die Kante wird nun nach innen umgesäumt und zugleich abgekettelt und innen festgenäht.
Und so geht's:
Wolle mit einer Fadenlänge von mindestens anderthalbfachem Umfang in ein Nadelöhr einfädeln.
Strumpf auf links drehen.
Faden von rechts kommend durch die ersten beiden Maschen zugleich ziehen.

Dann wie beim links stricken nur durch die erste Masche

und diese von der Nadel gleiten lassen.

Jetzt wird festgenäht, und zwar an den Linksmaschen der ersten Runde nach dem Rippenbündchen. Achtet darauf, immer den richtigen "purl bump" zu erwischen - es sollte immer erst rechts und dann links einer Säule aus rechten Maschen sein.

Faden festziehen - aber nicht zu fest - und von vorne beginnen.
Nach einer Weile sieht das so aus:
Wo vorher die Löcher waren, bildet sich jetzt die Picot-Kante. Immer so weiter bis nur noch zwei Maschen abzunähen sind. Jetzt wird es Zeit für das Gummiband:
Ich habe ein dunkles Elastikband von 3mm gewählt, das passt genau durch den Saumtunnel. Die Länge ergibt sich aus der benötigten Breite - bei mir soll das Strumpfbündchen genau unterhalb des Knies sitzen, also habe ich mir das Gummi an dieser Stelle ums Bein gebunden und die entsprechende Länge plus ca. 3cm für einen Knoten abgeschnitten.
Jetzt kommt an jedes Ende des Gummibands eine Sicherheitsnadel. Mit der einen befestige ich das Gummi außen am Saum, damit es nicht aus Versehen ganz hineinrutscht. Die andere hilft mir, das Gummi durch den Saumtunnel zu fädeln. Dabei kann man zum "Luftschnappen" ab und zu durch die Picot-Löcher nach außen stechen, solange man an der gleichen Stelle wieder eintaucht. Die letzten beiden noch zu vernähenden Maschen liegen immer noch auf der Stricknadel und halten den Tunnel offen.
Hier bin ich durch. Achtet unbedingt darauf, dass das Gummi sich nicht beim Einfädeln verdreht, das könnte sonst unbequem werden!

Zum Abschluss Sicherheitsnadeln entfernen, einen flachen Doppelknoten machen und das Gummi komplett im den Saumtunnel verschwinden lassen. Nun können die letzten beiden Maschen abgenäht werden und voilà - ein hübsches, rutschfestes Bündchen!
Und beim nächsten Mal gibt es dann wirklich (wirklich!) noch eine Ferse.
Und Tragefotos.
Und vielleicht sogar eine Anleitung.
Mal sehen.





Montag, 24. Juni 2013

WIP: Eisblumen. Der zweite Fuß.

Mit meinem Sommer-Herbei-Strick-Projekt (der zweite Eisblumen-Kniestrumpf) habe ich großen Erfolg.
Nicht nur hatten wir in der vergangenen Woche eine kleine Hitzewelle - nein, ich bin auch mit dem Fuß schon bis zur Ferse vorgestoßen. Obwohl ich nun auch schon wieder länger nicht den Drang hatte, vierfädig Merinowolle in der Hand zu halten...
Mein Muster enthält bekanntlich vier verschiedene Farben - Dunkelgrau als erste Hauptfarbe (Spitze, Ferse, Bündchen und Hälfte der Streifen) und Hellgrau als zweite Hauptfarbe (Hintergrund der restlichen Streifen) sowie zwei Akzentfarben (weiß und eisblau) für die Blüten. Zwar muss man in jeder Runde mit maximal zwei Farben hantieren, aber die Fadenspannung muss sorgfältig austariert werden. Ist sie zu locker, bilden sich nicht nur Schlingen, in denen Zehen hängenbleiben können, die hinten mitgeführten Fäden wären auch von der richtigen Seite aus sichtbar.Ist sie zu fest, bilden sich unschöne Taschen und vor allen Dingen unelastische Partien, die das bequeme An-und Ausziehen der (ziemlich dicken) Wollstrümpfe gefährden.
Ich habe deshalb direkt nach der Spitze den Strumpf gewendet und auf links gedreht und stricke jetzt immer die hintere Nadel ab.

Die Außenseite mit dem Muster liegt innen und bleibt sichtbar, und der Spannfaden wird so außen mitgeführt, dass er genug aber nicht zu viel Weite hat. Außerdem webe ich den Spannfaden so oft wie möglich ein, dadurch bleibt das Gestrick elastisch.
Bei der Sohle ist das besonders einfach, da ich hier die Farben ohnehin immer abwechselnd stricke.
Noch einen Streifen, dann zeige ich Euch, wie ich die Ferse mache.

Freitag, 3. Mai 2013

WIP und Zwischenfazit: Eisblumen.

Der erste Kniestrumpf ist fertig. Und passt. Draußen wird es Frühling.
Wann ich einen zweiten Kniestrumpf stricke, ist daher nicht ganz absehbar. Momentan hege ich den Plan, die Anleitung niederzuschreiben, dann die Lopi-Jacke zu stricken, und dann den zweiten Strumpf zu stricken, sodass ich zugleich meine eigenen Teststrickerin wäre. Soll mir recht sein.
Ja. Ich brauche doppelt soviele Maschen um die Waden als um den Fuss.
Das gibt mir auch Zeit, ein neues Knäuel von der schneeweißen Wolle aufzutreiben - bei meinem letzten Besuch im örtlichen Wollgeschäft gab es nur ein weicheres weiß. Mitte Mai, haben sie mir versprochen, soll der gesamte Ladenvorrat wieder frisch aufgefüllt sein. Und wenn der zweite Strumpf schon die Verbesserungen und Lerneffekte aus dem ersten Exemplar inkorporiert, und so schön das wäre daher evtl. leicht anders wird, so sollen zumindest die Farben die gleichen sein.
Das Bein hat, wie errechnet, 10 Streifen erhalten, in denen ich ab dem 2. Streifen kontinuierlich pro 3cm breitem Streifen eine 3 cm breite Blume zugenommen habe. Eigentlich sind die Blumen ja pro Streifen versetzt angeordnet, und wenn man die Zunahmen beidseitig einer imaginären Mittelnaht, symbolisiert durch den Blumenstiel, ausführt, kann man das Muster genauso erhalten. Aber das hatte ich ja auch schon gezeigt.Menschen mit weniger Wade können das natürlich variieren...
Der zehnte Streifen besteht aus 1x1 Rippen - für einen etwas besseren Sitz - die mit einem 6reihigen Picot-Abschluss enden.
Hier gibt es einen schönen Vergleich verschieden ausgearbeiteter Picot-Kanten für toe-up socks, und daher habe auch ich die Abschlusskante habe ich nicht abgekettet, sondern innen direkt von der Nadel festgenäht - vielleicht bastele ich dazu noch ein Tutorial.

Dadurch wird die Kante schön elastisch und es entsteht zudem ein Tunnel, breit genug für das Wäschegummi, das ich für besseren Halt noch hindurchgefädelt habe.

Ich finds hübsch, wie die zwei Hauptfarben auseinander herauswachsen, und warm ist der Strumpf und vor allen Dingen passt er.
Mal sehen, wie lange ich für den  zweiten Strumpf brauche...Im Sommer brauche ich ihn ja nicht...