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Donnerstag, 26. Januar 2012

FO und Fazit: Firestarter Skistrümpfe

Der  Meinige fährt morgen in den Schwarzwald. Er will dort Skifahren. Warum er das will, kann ich mir nicht erklären, und er kann es mir auch nicht erklären. Aber bitte. Soll er doch. Immerhin kann ich dafür sorgen, dass er es warm hat: er wird Borowski mitnehmen, Tumnus, und funkelnagelneue, extralange, extradicke, feuerrote Skisocken.
hier: beim Spannen. Leicht deformiert durch zu kurze Sockenspanner
Mehr kann ich wirklich nicht tun.
Der Meinige hat nämlich beschlossen, dass Socken, die aus einer Wolle stammen, die von seinem letztjährigen Weihnachtsgeschenk übrig ist, eigentlich ihm gehören müssten. Bestätigt wurde er in dieser Annahme von der Tatsache, dass die Socken mustermäßig schön schlicht gehalten sind. Und außerdem haben wir beide fast die gleiche Schuhgröße. Tja. Mir fehlten Argumente. Das wars dann wohl mit meinen extrawarmen Wintersocken. Aber ich teile ja gerne...:-) Damit sie in die anvisierten Skistiefel passen, habe ich sie besonders lang gemacht

- das Beinmuster hat 10 Mustersätze (der Fuß nur 5 Mustersätze), und das Bündchen hat 25 Reihen.
Und da der Meinige zwar sehr schöne, muskulöse Waden besitzt, diese aber deutlich weniger Umfang haben als meine eigenen Sauerkrautstampferle, muss ich neidlos anerkennen - sie stehen ihm sehr gut!
stramme Waderln
Er hat sie sogar anstandslos für mich Euch gemodelt!

Das Muster:
Die Firestarter sind ein schon klassisches Toe-up-Sockenmuster mit zwei einfachen Zöpfen aus verzogenen verschränkten Maschen (travelling twist-stitch cables?) – heißt das so? Die Zöpfe wandern beidseitig den Fuß hoch, teilen sich um den links gestrickten Zwickel zu umfassen, kommen nach dem Zwickel wieder zusammen und wandern das Bein hoch bis zum Bündchen. Fersenwände und das ganze Bein sind zusätzlich in 2 links 1 rechts verschränkten Rippen gemustert. Die Ferse ist eine runde Käppchenferse (ich glaube, das ist identisch mit der „Herzchenferse“).
WIP: erste Ferse fertig
Die Technik:
Man beginnt mit einem beliebigen toe-up Sockenanschlag – ich habe wie immer meinen Lieblings-Achter-Anschlag gewählt. Für die Zöpfe braucht man verschränkte Maschen, die ohne Hilfsnadel nach rechts oder links gezopft werden. Die Anleitung fand ich gut erklärt - ist ja auch nicht schwer. Nach einer Weile ist es ganz logisch – wie Zöpfe auch. Man kann das Muster gut auf der Nadel erkennen. Die linken Spickelmaschen waren mir schon von den Darling-Socken bekannt, und wie man die Spickelzunahmen links lochfrei hinbekommt, hat Ingrid hier sehr schön erklärt. Löcher habe ich übrigens keine – aber ganz in Ordnung ist das so auch nicht – es gibt manchmal so merkwürdige Knötchen…
Seht ihr was da komisch ist?
Für die Herzchenferse sollte man verkürzte Reihen beherrschen, ich habe wieder die von Elizzza hier erklärte Technik mit dem nur-rechts-hin-und-herstricken benutzt (allerdings nicht als Bumerangferse!) Und für die Ferse muss man natürlich zwei Maschen rechts zusammenstricken können. Alles kein Hexenwerk – viel Effekt mit einfachen Mitteln! Achja, für die Fersenwand hätte man wohl noch Maschen abheben sollen, das habe ich aber vergessen mich dagegen entschieden… *hust*
Die Wolle:
Die Regia 6-fach ist eine klassische Strumpfwolle – reine Wolle mit 25% Polyesterbeimischung. Angeblich filzt sie nicht, aber wie immer bei Regia kann ich das nicht bestätigen – die ersten Pilling-Knötchen entstehen schon beim Stricken. Ich mag sie nicht, und werde sie nicht wieder kaufen.
Eigentlich ging es mir darum, meine Vorräte abzubauen (stashbusting! Yeah!), und es war eben noch ein Knäuel vom letztjährigen Schal „Tumnus“ übrig. Dass ich, weil 6fache Wolle nun mal dicker und schwerer ist, noch zwei Knäuel nachkaufen musste, um die Socken zu beenden, liegt wohl in der Natur der Sache… (stashbusting = use one, buy two!) Ich habe von den drei Knäuelen noch genau 6g übrig, das sollte reichen für das Stopfen eventueller Löcher...
Änderungen:
Es sollten richtige Skisocken bzw. Strümpfe werden, daher habe ich die dicke Wolle extra-fest mit 2,5 mm Nadeln verstrickt, und erst für die Waden für mehr Weite auf eine größere Nadelstärke gewechselt – nach dem 7. Mustersatz auf 2,75mm, nach dem 8. Mustersatz auf 3,0 mm.
Außerdem habe ich testweise in ein Bündchen – ebenfalls extralang: 25 Runden – einen dünnen Elasticfaden eingestrickt,

damit die Strümpfe nicht rutschen. Wenn sich das bewährt, mache ich das öfter…
Der Meinige wird berichten, ob und welcher Strumpf besser sitzt.
Links: mit Gummiband. Rechts: ohne Gummiband
Also: Dickere Wolle. Eingestrickter Elasticfaden. Keine gemusterte Fersenwand. Ist sicherlich auch bequemer – soll ja im Skistiefel nicht drücken oder scheuern…
(Beim nächsten Mal würde ich gerne die Ferse und die hintere Wade mustern, aber die Oberfußnadeln würde ich glatt rechts halten.) Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Muster - simpel, aber nicht langweilig, und ein guter Sitz.

Die harten Fakten:
Firestarter vonYarnissima
angefangen: 22. Dezember 2011
fertiggestellt: 24. Januar 2012
Wolle: Regia Sockenwolle 6-fädig in 02002 (rot)
verbraucht:: 3 Knäuel, 6 g Rest = 144 g.
Größe/Maße: Größe 40, extra langes Bein (25 cm)
Nadeln: 2,5 (2,75/ 3,0) Chiaogoo Rundstricknadel 80cm Seil
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: 12,- Euro

Und bei Ravelry.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Malicorne Nachtrag. Endlich zugeknöpft.

Die Fotos für die Abstimmung waren, zugegebenermaßen, alle drei schwer zu beurteilen. Das Licht ist einfach sehr schlecht, zur Zeit, und dass ich nicht fotografieren kann ist auch keine Hilfe. Dennoch danke ich Euch für Eure Ratschläge!
Sicherheitshalber habe ich Jacke und Knopfauswahl auch den Damen vom montäglichen Stricktreff vorgeführt, wo zwar auch Kunstlicht herrschte, die Meinung aber sofort einhellig war: die oberen beiden, apfelgrünen, Knöpfe sind eindeutig zu gelbstichig! Mist - denn das waren natürlich die nachbestellten Exemplare... Man fand hellgrün (Mitte) besser.
Auch die Abstimmung votierte mit einer Stimme Vorsprung für hellgrün.
Soll mir keiner nachsagen, ich kann mich einer demokratischen Meinungsbildung nicht unterordnen solange sie meine eigene Meinung widerspiegelt - daher: So sei es! Hellgrüne Knöpfe:
zufrieden.
Die Feiertage werden aus einer ganzen Reihe von unterschiedlich langen Zugfahrten bestehen. Das schreit nach einer neuen Socke - immerhin hatte ich das Jahr 2011 ja mal zum Sockenstricklernjahr ausgerufen.
Ein sehr langer, schwieriger Entscheidungsprozess (diesmal ganz diktatorisch von mir allein entschieden) ergab: die Firestarter von Yarnissima sollen es werden - extradick und leuchtendrot aus dem übrigen Knäuel vom Tumnus-Schal. So rundet sich das Jahr - ebegann mit roter Sockenwolle, und endet auch so. Schön symmetrisch. Und die Firestarter stehen sogar auf meiner ursprünglichen (sehr gewachsenen, geänderten) Liste!
Damit wünsche ich Euch allen symmetrische friedliche Feiertage und einen gesunden Start in ein erfolgreiches 2012 - wir lesen uns!

Mittwoch, 9. Februar 2011

FO: Wyvvern. Ein Fazit.

Wyvern sind fertig, inklusive eines wunderbar elastischen Bind-offs am Bein. Weniger als drei Wochen finde ich für ein paar Socken in Ordnung, denn immerihn habe ich wenig glattrechte Rennstrecke gehabt, und auch vergleichsweise wenig Zeit zum Stricken...

Zwei Fehler sind mir aufgefallen, die ich beim Stricken gemacht habe: zum einen habe ich aus unerfindlichen Gründen alle "M1"-Löcher anders behandelt, als das wohl gedacht war. Eigentlich soll man ja nur den Faden um die Nadel schlingen. Ich habe aber immer aus dem Zwischenfaden aufgenommen, und auch das offenbar ganz falsch....
Da der Fehler aber konsistent ist, nenne ich es "Designelement" und "Variation des Musters", und merke mir, beim nächsten Mal genauer hinzuschauen, bevor ich zu wissen glaube...

Zum anderen habe ich einmal ein M1 vergessen und prompt fehlte mir zwei Reihen später 1-2 Maschen... Man sieht das hier. Ich habe die zwei Maschen einfach wieder zugenommen und mir das Ribbeln gespart, denn diese Art Fehler ist charmant, handgestrickt und nur der liebe Gott ist perfekt.

Von der Passform sind die Socken okay - sie passen. Aber etwas weit sind sie auch. Mal sehen was sich nach dem Waschen und im Alltagsgebrauch ergibt.

Das Fazit:
Muster:
Die Wyvern Socks sind  rundum gemusterte toe-up Socken, wobei Fußsohle und Wadenrückseite, sowie die komplette Ferse in elastischen 2r2l-Rippen gehalten sind. Fußrücken und Schienbeinvorderseite bestehen aus einem hübschen Schuppenmuster über jeweils 12 Reihen, für das man "M1", "SSK" und "K2tog" beherrschen muss...also nicht sehr kompliziert, sollte man meinen. Dennoch habe ich das Muster bis zum Schluss nicht auswendig gekonnt und hatte lange Probleme, es auf den Nadeln zu erkennen. Alles in allem fand ich es langwierig, vor allem der gerippte Fuß. Für einen besseren Sitz hätte es sich gelohnt, doch den kann ich noch nicht erkennen... Hübsch sind die Socken allemal.
Technik:
Anschlag: Figure-8-Anschlag aus Silver's Sock Class, da ich dann sofort auf der Zauberschlinge weiterarbeiten kann, und nicht mit provisorischen Anschlägen hantieren muss. Gefällt mir sehr gut.
Ferse:  short-row-Ferse, 2r-2l-gerippt. Riesige Löcher. Hier muss ich noch üben...
Abketteln: Ging wunderbar mit dem "miraculous elastic bind off" von slipslipknit. Der eignet sich prima für Rippen, denn man strickt die Maschen wie sie kommen. Wenn man zwei Maschen abgestrickt hat, tut man sie zurück auf die linke Nadel und strickt sie zusammen - war die letzte Masche eine Linksmasche, zwei links zusammenstricken. War es eine Rechtsmasche, zwei rechts verschränkt zusammenstricken. Nächste Masche stricken wie sie erscheint, beide zurück auf die linke Nadel, etc. Gerade links anfangs frickelig, aber schön im Ergebnis.

Die harten Fakten:

Wyvern Socks by Marnie MacLean
angefangen: 20. Januar  2010

fertiggestellt:  7. Februar 2011
Wolle: Regia 4fädig in dunkelgrün (01994)
Maße: M/39
verbraucht:: 70g
Nadeln:  Prym Alu Rundstricknadel 80 cm, ebenfalls in der Stärke 2,5 und  3,5; jeweils Magic Loop/Zwei zugleich
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: 7 Euro und ich habe noch genug Rest für Ferse, Spitze oder Streifen einer Restesocke

Donnerstag, 13. Januar 2011

WIP: Tumnus. Im vierten Knäuel.

"Tumnus" geht voran.

Langsam, aber sicher bin ich jetzt beim vierten von 6 Knäueln angekommen. Man kann den Schal bereits um den Hals legen, und er ist wirklich schön warm.

Es sieht aber so aus, als würde ich alle 6 veranschlagten Knäuele benötigen, zumal der Meinige auf der abschließenden Anbringung von Fransen besteht.
Leider ist trotz der hübschen plastischen Zwei-Seiten-Zöpfe das Stricken eines überwiegend gerippten Schals eine enorm dröge und langweilige Angelegenheit.
Ich muss mir  wohl ein interessanteres Nebenprojekt suchen...

Sonntag, 19. Dezember 2010

Neues Projekt: Tumnus. Rot hält warm.

Während ich verzweifelt auf die Ärmelwolle gewartet habe, musste ich natürlich ein neues Projekt anfangen. Es kann ja nicht angehen, dass man mit untätigen Händen da sitzt, nicht wahr?
Der Meinige hat vor drei Jahren zu  Weihnachten einen Schal aus blauer Sockenwolle (Regia vierfädig) im einfachen 2r2l Muster bekommen. Obwohl er viel zu lang ist (also der Schal) und außerdem zu schmal, trägt er (also der Meinige) diesen Schal immer und ständig. (Daher ist auch grad kein Bild möglich...)
Edit: nachgereicht
der Blaue Schal in Aktion

Ich hingegen finde ihn zwar immer noch schön (sowohl den Schal als auch den Meinigen), aber ein bißchen Farbe, dachte ich, kann ja nicht schaden.

Rot, dachte ich.
Der Meinige, als Mann, ist nicht so für Farben.
Ein fesches Grau oder ein fetziges Schwarz, gerne auch schicke Schlammtöne kann man ihm schmackhaft machen.
"Rot", zweifelte er, darauf angesprochen, "rot... hmm. Müßte schon ein dunkles Rot sein. Kirchentauglich eben."

Oha. Kirchentauglich? Geht ja nichts über klare Anweisungen.
Ich hoffe, ich habe die richtige Farbe gefunden. Es handelt sich wieder um Regia Sockenwolle, diesmal in 6fädig. Das Muster heißt "Tumnus" und ist eigentlich wieder 2r2l, mit der Ausnahme, dass die Designerin Lizzie in jeder 9. (von 10) Reihen einen zweiseitigen Zopf (reversible cable) eingefügt hat. So einfach, so brilliant! (Kostenloses Muster auf Ravelry)

Irgendwann lerne ich fotografieren. Das Rot ist dunkler als der Blitz es wirken lässt.

Ein Knäuel ist schon verstrickt, und noch ist er geheim.
variable Länge
 Ich habe 6 Knäuel, mal sehen wie lang er wird - das kann der Meinige mitentscheiden, denn da die Norwegerärmel ab jetzt wieder Priorität haben, bekommt der Meinige zu Weihnachten eben ein WIP... er hat ja auch schon einen Schal...

Montag, 28. Juni 2010

Wellness für die Socken. Tutorial für selbstgemachte Sockenbretter.

Da ich die fertigen Shur'tugal-Socken verschenke, und ja so langsam meinen Professionalitätsgrad erhöhen möchte, habe ich ihnen entgegen meiner bisherigen Gewohnheit gleich ein warmes Bad im Handwaschbecken gegönnt - einen Spritzer Wollwaschmittel (meistens nehme ich ein mildes Haarshampoo) dazu, und fertig ist das Faser-Entspannungsbad...
(aus Gründen der Privatsphäre gibt es keine Bilder aus der Wanne...)
Im Endeffekt geht es um Wellness für die Wolle, wie für meine Mähne beim Friseur: Ausspülen, in trockenem Frotteetuch vorsichtig auswringen, und dann in Form bringen. Statt Lockenwicklern musste allerdings ein Sockenbrett her.Sockenbretter habe ich schon vielfach in Blogland gesehen, anfangs durchaus verwundert - wattsollndatt? Muss das wirklich sein? Und warum kosten die so ein Schweinegeld -das muss doch einfacher gehen?

Stellt man diese Fragen Herrn Gugel, schlägt er meist vor, einen Draht-Kleiderbügel in Form zu biegen und den Socken darüber zu spannen. (Zum Beispiel so wie Wollschäfchen, hier) Leider besitze ich keine Draht-Kleiderbügel. Vielleicht sollte ich doch mal ein paar Kleidungsstücke in die Reinigung tragen, aber bis es dazu kommt, muss eine andere Lösung her. Außerdem möchte ich ja die Schuhgröße (Shur'tugal: 36) genau "einstellen" können, und das traue ich mir mit Draht ehrlich gesagt nicht so richtig zu. (Falls ich es mal probieren sollte, werde ich aber berichten.)

Irgendwann las ich mal ein Tutorial, das ich gerade nicht wiederfinde,
(edit: vielleicht bei Strumpfbina? http://strumpfbina.wordpress.com/2007/10/01/sockenbretter-oder-pappen-selber-anfertigen/)
bei dem billige Plastik-Tischsets aus dem (Äquivalent des) Ein-Euro-Laden(s) in Sockenform geschnitten wurden. Günstig, leicht, einfach zu reproduzieren. Ich habe mich an die Nachahmung aus dem Gedächtnis gemacht, und für den Fall, dass das ursprüngliche Tutorial nie wieder auffindbar sein sollte, ein eigenens Tutorial gemacht. Vielleicht wollt Ihr ja auch mal...?

So geht's:
1. Schablone erstellen: die Breite an den Zehen habe ich um meine Zehen herum gemalt - das sind ca. 8 cm, bei schmaleren Füßen natürlich weniger, bei breiteren mehr... Laut Regia-Statistik entpricht Größe 36 einer Gesamtfußlänge (Spitze bis Ferse) von 23,5 cm. Dann habe ich eine "normale" Socke aufgelegt, um den Neigungswinkel zum Bein abzuzeichnen.
2. Schablone abmalen: Ich habe einfachen Zugriff auf Klemmordner, Plastikmappen und ähnliche Büroware, insofern habe ich einen alten halbtransparenten Plastikordner mit völlig nutzloser Klemmbindung zerschnitten. Die erwähnten Plastiksets würden allerdings erlauben, längere Beine anzuzeichnen. Für meine kurzbeinigen Shur'tugal war das aber egal, und Sonntags muss man nehmen, was man da hat...
3. Ausschneiden: und schön aufpassen, dass alle Kanten abgerundet sind und sich nichts irgendwo verhaken kann.
5. Kopieren: für einen zweiten Socken. Natürlich kann man Socken auch hintereinanderweg spannen, aber erst zwei sind ein Paar - es geht sich hier auch genau aus.
Zwei fast fertige Sockenbretter. Im Vergleich mit der als Schablone dienenden industriellen Mustersocke scheint die Form zu stimmen. Das Bein könnte wohl etwas breiter sein, vor allem wenn ich mal Bretter für meine Sauerkrautstampfer fertigen sollte.
(Dann kann man natürlich eine Maßanfertigung machen: Umfang messen und durch zwei teilen, an mehreren Stellen in der Höhe, um Fesseln, Waden, Spann etc zu berücksichtigen. Aber im Endeffekt richtet sich das meines Erachtens sehr schnell beim Tragen - bisher ging es ja auch ohne... könnte aber für Kniestrümpfe interessant werden.)
6. Luftlöcher: Die feuchten Socken werden eine Weile auf dem Plastik zubringen, insofern sind wohl Luftlöcher angebracht, damit das Gestrick ordentlich trocknen kann. Ich habe einfach einen Locher genommen, aber man kann natürlich auch kleine Streifen ausschneiden. Ich wollte nicht, dass sich irgendetwas verhaken kann, und dies schien die einfachste Methode. Später werde ich noch mit wasserfestem Stift die Größe auf die "Sockenbretter" schreiben.
7. Socken aufspannen: Die feuchten Socken passen genau auf meine improvierten Bretter und können so in Form gebracht werden. Fotografieren wird auch einfacher. Fertig!

Sonntag, 27. Juni 2010

FO: Shur'tugal fertig!

Und während draußen die Autokorsos das 4:1 gegen England feiern - was für ein spannendes Spiel! - feiere ich meine eigenen kleinen privaten Triumphe.
Sehr klein, denn die Woche war höllisch anstrengend, ich hatte mehrere 10-11 Stunden-Tage im Büro plus "Sozialstress" am Abend (Mittwoch  natürlich D-Ghana; Donnerstag eine sehr nette Einladung) -- und so abgebrüht, dass ich beim Public Viewing das Strickzeug auspacke, bin ich tatsächlich noch nicht... Aber ich habe Shur'tugal fertig, und somit ist das Paar eine volle Woche vor dem Stichtag/Geburtstag im wahrsten Sinne in trockenen Tüchern...

Fazit:
Muster: Das Muster hat Spaß gemacht - ich würde die Socken sofort wieder stricken... nicht zuletzt, weil ich jetzt das Muster kapiert habe... Anfangs hatte ich nämlich meine Probleme, musste mehrfach ribbeln und war frustriert. Daher ist auch das erste Bein so kurz geworden (knapp 3 Mustersätze) - ich wollte nämlich endlich zu Potte kommen! Aber es ist herrlich elastisch und verspricht einen guten Sitz ohne zu rutschen. Auch die Details (heelchart, die ich auch für die Spitze verwendet habe) sind super. Ich bin gespannt auf das Urteil der Trägerin.
Änderungen: Mit der Boomerang-Ferse habe ich aber bessere Erfahrungen gemacht und mich daher an Bewährtes gehalten. Weil die Trägerin schmale kleine Füße hat, habe ich nur 56 Maschen angeschlagen, ich hoffe, das passt ihr. Mir passt es nicht... :-)
Technik: Magic Loop - hat mir hier erstmals Probleme gemacht, weil 100 cm fast zu lang waren. Dadurch haben sich manchmal die Maschen verschoben, und dann eben auch das Muster... lässt sich aber mit erhöhter Aufmerksamkeit und Konzentration eigentlich leicht verhindern. (Bei mir ist zur Zeit beides nach Büroschluss selten...)
Wolle: Regia Classic würde ich für diese Socken nicht nochmal nehmen - sie verunklärt mir das Maschenbild zu sehr, und das filigrane Muster kommt nicht so richtig heraus...
Alles in allem aber: empfehlenswert!

Auf einen Blick:
angefangen: 28. Mai 2010
fertiggestellt: 27. Juni 2010
verbraucht:: 1 Knäuel und ein bisschen vom zweiten in Regia Classic grau à 3,50 Euro
Nadeln: Inox Rundstricknadeln Nr. 2; Kabellänge 100 cm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: ca. 4 Euro 

Mehr bei Ravelry.

Sonntag, 17. Januar 2010

Auf der Nadel: Spiralsocken.



Mit einem von einem sehr alten Projekt übriggebliebenen, fast vollen Knäuel Regia Sockenwolle in Jeansblau (Banderole ist leider schon lange verloren gegangen) habe ich mal probehalber an ein Paar Spiralsocken gemacht, wie sie in mehren Anleitungen durch Blogland geistern.
Ich habe mich für diese Version entschieden:

Muster/Anleitung:
  • Nadelspiel Nr. 2,5
  • Anschlag: 60 M/ 15 M pro Nadel
  • 3 Reihen 1/1 Bündchen
  • 5 M rechts/ 5 M links, alle 5 R um eine M nach links versetzt, sodass eine Spiralform entsteht

Alternativen: 
3er oder 4er Rhythmus, das hängt natürlich auch von Wolle und geplanter Größe ab. Meine sollen mal einer Größe 36 passen.
Tipp: 
Mein Nadelspiel ist unregelmäßig belegt: 20/10/20/10. Dadurch fange ich jede Nadel mit rechten Maschen an.


Beschriebene Vorteile angeblich: 
  • one size fits all
  • keine aufwendige Ferse
  • vergleichsweise schnell und unkompliziert zu stricken
  • durch Spiralstrick gute Paßform

bisherige Einschätzung/Erfahrungen:
  • einfach zu stricken heißt auch: etwas langweilig...
  • fertige Socke passt jetzt nicht sooo toll: scheint am Spann zu weit zu sein. (muss ich aber nochmal mit Schuh probieren)


momentanes Problem:
wie es aussieht, reicht mein Rest wohl kaum für eine zweite Socke gleicher Länge... mal sehen, wie weit ich komme!

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Nachtrag:
Da die Wolle tatsächlich nicht gereicht hat, habe ich alles wieder aufgeribbelt. Nächstes Mal versuche ich es mit 4/4 oder gar 3/3, vielleicht sitzt das besser. Und natürlich mit einem anderen, volleren Knäuel. Dieses hier muss seine Bestimmung noch finden.