Dienstag, 1. November 2016
Überarbeitet.
Zum Beispiel der Norwegerrestepullover. So niedlich er geworden ist, es ließ sich nicht verleugnen - die Ärmel waren zu kurz, und in der Länge ging es gerade so.
Ich habe also nachgesehen, und noch 22g blaue Karisma-Wolle gefunden. Das sollte reichen, um die Ärmel zu verlängern - der große Vorteil eines RVO ist ja schließlich, dass man einfach ein paar Zentimeter anstricken kann.
Die Bündchen wieder aufzutrennen hat allerdings länger gedauert als der Rest der Prozedur, denn natürlich hatte ich die extra aufwendigen italienischen Rollsaumabschlüsse fabriziert. Soo schön! Aber immer, wirklich IMMER, wenn ich die mache, muss ich hinterher wieder auftrennen.
Jedenfalls: Die Ärmel sind jetzt einen Streifensatz gewachsen und das Bündchen ist doppelt so lang - 20 Runden, wobei R10 nur rechts (zum Krempeln) und R20 die Abkettrunde (JSSBO) war. Statt 11 haben wir jetzt 16 cm. Die restliche Wolle habe ich ins Saumbündchen investiert bis sie alle war, und auch hier noch einmal 2 cm gewonnen. Besser!
Außerdem hat sich gezeigt, dass Juniors Kopf doch zu dick ist für den V-Ausschnitt des schönen roten Winterpullunders. Während dieser in der Länge noch eine Weile mitwachsen kann, gibt es jedesmal Geschrei, wenn der Kopf durch die enge Öffnung sollte. Zum Glück habe ich ja eine Nähmaschine und keinerlei Angst vor Scheren, und auch hier war noch genug von der blauen Wolle übrig, um nachbessern zu können.
Als erstes wurde die linke Schulter mit einer Naht gesichert, dann aufgeschnitten.
Hinter der Nahtsicherung dann neue Maschen aufgenommen für einen Untertritt im Bündchenmuster. Auch an der Vorderseite einen Schulterabschluss im Bündchenmuster, versäubert mit einem I-Cord-Bind-off, der auch die Knopflöcher enthält. Sieht gut aus und leiert nicht.
Knöpfe dran - fertig. Warum nicht gleich so?
Und jetzt wieder neue Sachen...
Dienstag, 14. Juni 2016
Bewährungsprobe: Malandry und Malicorne.
Weil Junior anfangs ein schlechter Esser war und durch den Hunger wetterunabhängig ziemlich gefroren hat, war ich froh, genau ein rein-wollenes Outfit (wieder) im Hause zu haben: den Malandry Strampler und die passende Jacke Malicorne aus der Bouton d'Or.
(Nachdem seine im November 2011 Cousine herausgewachsen war, kam es zurück zu uns und wartete hier recht lange auf seinen Einsatz. Wer hätte gedacht, dass ein Sommerkind soviel Wolle braucht?)
Zur Größe: Die Anleitung behauptet, für Kinder im Alter von 6-9 Monaten zu sein. Nun handelt es sich hier um eine französische Anleitung, die fallen meiner Erfahrung nach immer etwas klein aus.
Unser zwei Wochen alter Sohn jedenfalls konnte Strampler und Jacke tragen - etwas zu groß, aber komplett ertrunken ist er darin auch nicht.
Beim Strampler dachte ich immer, der Halsausschnitt sei viel zu groß, aber abgesehen davon, dass er ja noch hineinwachsen sollte, konnte man das kind auf diese Weise von oben in den Strampler hineingleiten (wurschteln) lassen, ohne einen einzigen Knopf öffnen zu müssen. Praktisch!
Zumal die KamSnaps die Bewährung sowohl an Jacke als auch am Strampler nur bedingt bestanden haben...
So geht das nicht:
Die Druckknöpfe halten im Gestrick nicht sehr gut - da sie fest schließen, muss man einiges an Zug aufwenden, um sie zu öffnen, und dabei können sie durch die Maschen reißen und herausfallen.
So geht's:
Als wir aufgepäppelt und wieder warm die Wollsachen nicht mehr brauchten, habe ich daher alle KamSnaps entfernt. Das geht recht einfach mit einer normalen Kneifzange.
Achtung: Danach sind die Knöpfe kaputt - es sollten also genug Ersatzknöpfe im Hause sein! (oder nachbestellt werden - ich habe mich dabei allerdings gar nicht mal absichtlich für die glänzende Farbvariante entschieden...)
Dann habe ich die Knopfblenden auf der linken Seite mit einem hübschen Web-Band verstärkt - einfach in der passenden Länge abschneiden und mit der Maschine mit kleinem Zick-Zack-Stich (oder von Hand) aufnähen.
Glücklicherweise hatte ich dank einer kürzlichen Bestellung von Überraschungstüten bei Micha's Stoffecke genug Bänder im Haus - und zwei davon passten farblich perfekt! Hurra!
Jetzt sind die Knopfleisten viel stabiler, leiern nicht und reißen hoffentlich auch nicht mehr aus. Und ein schickes "finishing detail" ist das Band allemal!
Voilà!
Alles wieder einsatzfähig für das nächste verfrorene Kind!
Mittwoch, 24. Februar 2016
WIP: Baby Sophisticate. So jedenfalls nicht.
Außerdem wollte ich eine Baby Sophisticate Jacke - eine RVO-Jacke mit Schalkragen im "Opa"-Stil, und das schien mir genau das richtige zu sein für eine Ergänzung des "Brit-Chic"-Outfits.
Die Anleitung in den beiden kleinsten Größen ist kostenlos, und auch nicht besonders schwierig. Allerdings wollte ich ein dünneres Garn nehmen, als in der Anleitung angegeben ist, nämlich die geliebte Cool Wool.
Machen wir die Rede kürzer als die Mängelliste:
1) Mit Nadelstärke 3 wird mir das viel zu fest. So oft, wie ich das Garn schon verstrickt habe, sollte ich langsam mal wissen, mit welcher Nadelstärke ich es verstricken muss, oder? Offenbar ist meine Fadenspannung sehr unterschiedlich...
2) Die Zunahme auf 50 Rückenmaschen reicht bei dieser festen Fadenspannung nicht für die angepeilte Größe 6-9 Monate (25 cm), sondern kommt nur auf knapp 19-20 cm Brustweite.
3) Ich habe überhaupt nur 2 Knäuele Wolle in dunkelbraun. Der Rest wird nicht für zwei Ärmel, Blende und Schalkragen reichen.
Die Jacke wird geribbelt und nach einer angemessenen Zeit Stubenarrest möglicherweise gestreift wieder auferstehen. Vielleicht auch mit andersfarbigen Ärmeln (sozusagen als Intarsien gearbeitet).
Mittwoch, 15. Juli 2015
Knopfdilemma. WIP: Lila Bird.
Montag, 1. Juni 2015
Nachtrag Hahnentritt.
Er war wirklich viel viel zu lang.
Ich habe dann "einfach" je eine blaue und graue Masche durchgeschnitten, den Faden herausgezogen und die freiwerdenden Maschen mit einer Rundstricknadel aufgefangen.
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| Sieht komplizierter aus als es ist, braucht aber auch länger als man denkt |
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| Das ist ein ganz schön langes Stück Überlänge |
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| Der Meinige ist ein guter Wollwickler |
Jetzt sind nochmal 30g blaue und 37g graue Wolle übrig - wow. Gleich mal im FO-Beitrag ändern...
Mein Bruder, der fantastische Fotos macht, hat mir noch 1a-Tragefotos versprochen. Da aber am Tag nach unserer Abfahrt der Sommer in Spanien ausgebrochen ist, kann ich nicht sagen, ob diese Bilder erst im Herbst entstehen. Egal. Bleiben Sie dran, demnächst in diesem Theater.
Dienstag, 26. Mai 2015
Sie wachsen so schnell...
...aber offenbar doch nicht ganz so schnell wie gedacht. Der Neffenpullover wird dramatisch gekürzt, damit er nicht bis zu den Knien hängt. Auch der Halsausschnitt darf deutlich weiter sein.
Dagegen passt der Shellseeker der Nichte wie angegossen, und sie erfreut das Tantenherz , indem sie ihn quasi ununterbrochen trägt.
😊
Samstag, 4. April 2015
Frohe Ostern!
Der sollte doch erst am Osterfeuer ausgebrütet werden!
Genießt die freien Tage!
Donnerstag, 12. März 2015
Doof.
Merke:
Ärmel zentriert über der imaginären Seitennaht anbringen. Vorder- und Rückenteil sollten die gleiche Maschenzahl aufweisen.
#ribbel
#Rettungsleinensindsuper
Mittwoch, 25. Februar 2015
Mittwoch, 29. Januar 2014
WIP: Stoker Zwischenstand.
Es ist amtlich: Der Pullover ist ein Kleid. Die Armausschnitte sind zu gross. Das wird so nichts.
Offensichtlich hat die Maschenprobe, die doofe Kuh, mich belogen.
Wieder einmal.
Die CustomFit-"Elfen" sind freundlich und hilfsbereit und verlangen neue Zahlen. Mit 12 Knäulen dürfte die Maschenprobe diesmal aussagekräftiger sein.
Wir nerken uns: 1 Knäuel sollte man schon investieren...
Ich rechne damit, das ich von CF auf Basis der neuen Zahlen eine neu berechnete Anleitung erhalte. Wir werden sehen. Voraussichtlich muss ich dann trennen, ribbeln, neu anfangen. Dem kann ich grad noch nicht ins Auge sehen und daher ein tröstliches one-size-fits-nobody Zwischenprojekt angefangen.
Stoker hat solange Hausarrest.
Montag, 9. Dezember 2013
CustomFit Dilemma. Still swatching...
Das Problem dabei ist natürlich, dass man
1. sehr genau wissen muss, was man sich wünscht
und
2. das technische Wissen haben muss, die Vorstellung umzusetzen.
Problem 1 ist schwierig genug, aber ich habe meine Vorstellung ja schon ziemlich eingegrenzt.
a) grün
b) lange Ärmel, lockerer aber körperbetonter Sitz (also nicht kastig sondern mit leichter Taillierung und eingesetzten Ärmeln. Das sind hier nicht die 1980ger)
c) weiter, halsferner Cowl-Rollkragen
d) tiefes Rippenbündchen an den Ärmeln. Also bis zum Ellbogen ungefähr.
Mustertechnisch soll es eigentlich relativ schlicht bleiben.
Nur an der Vorderseite in der Mitte möchte ich einen einzelnen, ganz dicken, weichen Zopf. Mindestens 10 über 10 Maschen breit, und auch nicht irgendein Zopfmuster, sondern ein sogenanntes oxo-Muster - auch "hugs and kisses" genannt, weil die "o" im angloamerikanischen Kürzelsystem für Umarmungen, die "x" für Küsse stehen. Das kommt sogar noch aus der Zeit, als man noch echte Briefe schrieb, und ich hätte gerne -nein: ich brauche- einen Kuschelpullover ganz im Zeichen von "portable love". In Grün. Ich erwähnte das Grün schon.
So weit so gut.
Leider habe ich keine Ahnung, wie ich diesen dicken Zopf hinbekommen soll (außer mit sehr viel dickerer Wolle.): Klassisches Verzopfen bei dieser Maschenzahl ist zwar möglich, verzieht den Pullover aber so stark, dass man das Muster gar nicht erkennen könnte. Mogeln, und die zu verzopfenden Maschen heimlich auf der falschen Seite nacheinander länger stricken führt zu enormen Löchern im Pullover. Der Vorschlag einer Kollegin, statt Zöpfen Ixe und Uus aus linken und rechten Ab-bzw. Zunahmen zu basteln funktioniert auch nicht - das Gestrick beult durch die Richtungswechsel aus.
Mein Problem liegt also im Bereich 2: technisches Wissen.
Und jetzt?
So weit kann ich nur sagen, dass ich gefühlte 15 Musterswatche gemacht und (unfotografiert) wieder aufgeribbelt habe. Die Wolle verträgt das Ribbeln und Neustricken erfreulich gut.
Hat noch jemand einen Vorschlag?
Oder muss ich mir etwas anderes überlegen?
Samstag, 28. September 2013
FO und Fazit. Lopi-Jacke. Meckern geht immer.
Geplant war eine lange Jacke in kraus-rechts, ein bisschen wie ein Janker, aber durch andere Farben und Wolle nicht ganz so trachtig. Ihr Zweck: an kühlen Abenden auf der Terrasse oder Herbsttagen im Garten oder am winterlich-unheizbaren Büroarbeitsplatz schnell übergeworfen die ganze, stets frierende Projektmanagerin warmzuhalten.
All dies ist gelungen: Die Jacke ist weit genug um auch über einem Pullover getragen zu werden, sie ist lang genug um auch Nieren und Hüften zu wärmen, und die Farbe ist auch super. Ganz besonders freut mich aber, dass die geplanten kontrastfarbenen Details im Großen und Ganzen genauso geworden sind, wie in meinem Kopf - und ich finde sie fantastisch!
Die Kordeln entlang der falschen Prinzessnähte hatte ich ja schon mehrfach erwähnt.
Dazu kommen die geschlitzten Manschetten mit stilisierter Rankenintarsie (nach einem kostenlosen Ravelry-Muster)
und der hohe Stehkragen mit einer Abwandlung der Ranke über weniger Reihen.
Kragen und Manschetten sind vom "Körpergestrick" mit einer Biese über 4 Reihen in Kontrastfarbe getrennt und dann mit kraus-rechten Intarsien hochgestrickt. Zum Schluss wurde alles mit einer I-Cord-Einfassung im gleichen dunkleren Petrol-Ton eingefasst. Das ist super geworden, gefällt mir prima, und ich bin ein bisschen stolz darauf.
ABER.
(Ab jetzt kommt das Gemecker.)
Trotz Maschenprobe, Rechnerei, Trennerei und diversen Neustarts sitzt die Jacke nicht so gut, wie sie könnte. Okay, aber nicht perfekt. (Und den Anspruch auf "perfekten" Sitz habe ich bei Selbstgestricktem oder -genähtem eigentlich immer, auch wenn ich ihn so gut wie nie erfülle...)
Man sieht das besonders gut in der Rücken- und Seitenansicht, zwei Blickwinkel, die mein Spiegel mir bei den diversen Zwischenanproben nur bedingt eingeräumt hat.
Vielleicht liegt es aber auch nicht an der Jacke, sondern an dem Körper in der Jacke, mit dem ich ja nun schon länger hadere.
Unabhängig davon sieht man aber, dass die hintere Prinzesskordelnaht nicht ganz an der richtigen Stelle verläuft. Zwei Dinge sind dabei schief gegangen:
1. Ich hatte geplant, sie gespiegelt zur Vorderseite anzubringen und hatte mich -wie berichtet- beim Setzen der Marker verzählt oder rechte bzw. linke Seite verwechselt oder mich sonstwie unkonzentriert verbaselt. Das ist nicht schlimm, aber eben auch nicht ideal - sie sollten ja auch den Rücken optisch schmaler machen - das wäre ohne diesen Positionierungsfehler noch etwas besser gelungen. Immerhin, kein Fehler in der (ausgedachten) Anleitung, sondern "nur" in der Ausführung.
2. Leider folgt daraus eben auch, dass die Rückenkordeln, die ja zum Armloch hin verzopft wurden, viel früher am Armloch ankamen als die entsprechenden Vorderteilkordeln - sie mussten ja über weniger Maschen wandern. Das sieht ein bisschen komisch aus.
Verstärkt wird dieser Effekt natürlich noch dadurch, dass ich das Armlochproblem zwar irgendwie hingebogen, aber nicht korrekt gelöst habe.
Damit wären wir beim 3. Meckerpunkt: Die Ärmel sind noch immer zu weit. Man sieht das im Foto sehr gut, wie viel extra-Material für einen noch kräftigeren Bizeps zur Verfügung stünde. Nicht zuletzt aufgrund des Gewichts - die Lopi-Wolle wiegt ja auch ein bisschen was - beult das ganz schön und sieht unschön aus. Ich hatte das Ärmelloch zwar verkleinert, aber eben nur "grad genug" und nicht so viel, wie es nötig gewesen wäre.
Und möglicherweise hätte sich damit auch der 4. Meckerpunkt erledigt, oder zumindest verbessert:
der Verlauf der Ärmelkordel. Geplant war, auch mit dieser Kordel eine Naht zu simulieren, und zwar die Naht, die bei einem geteillten Jackett-Ärmel vom Rückenteil zum Ärmelschlitz führt.
Im Prinzip fange ich richtig an, nämlich an der Rückenkordel, die ja - wie in Punkt 3 geschildert - eigentlich viel höher hätte ansetzen sollen. Ich höre auch richtig auf, die Kordel führt also tatsächlich bis zum Manschettenschlitz, so wie das auch geplant war.
Leider sitzt der Schlitz nicht an der Außenkante des Handgelenks, sondern an der Innenkante. Ich dachte, wenn ich die Ärmelabnahmen immer an den Seitenrändern mache (die Ärmel sind kraus-rechts in Reihen gestrickt und erst am Schluss zusammengenäht), wandert die Ärmelnaht langsam an die richtige Stelle. Tut sie auch, oder besser: täte sie (wahrscheinlich), wenn der Ausgangspunkt (Rückenkordel: Hälfte oder oberes Drittel der Armkugel) korrekt gewesen wäre (was er nicht ist). Weil die Kordel mehr in der Mitte des rückwärtigen Ärmels begonnen hätte, hätten die Abnahmen sie nicht bis an die Kante des Ärmels (=die Ärmelnaht) geführt, sie hätte den Ärmel an der richtigen Stelle optisch geteilt, und im Endeffekt hätte ich auch den Schlitz an der richtigen Stelle (Handkante statt Daumen).
"Hätte, hätte, Fahrradkette!" - so wird man nicht gewählt. Ob die Maschenverschiebung sich genau ausgegangen wäre, kann ich nicht sagen. Ich kann mit dem Ergebnis leben, für eine Anleitung würde ich alles umrechnen, ändern, teststricken lassen.
Vielleicht hätte man auch zuerst eine Runde Pick-up-and-knit-Maschen stricken sollen? Ich habe nämlich auch I-Cord-Knopflöcher gestrickt, die jetzt ein bisschen schwer auffindbar sind.
Das geht so: An der Stelle, wo das Knopfloch sein soll, strickt man die I-Cord nicht fest (zusammenstricken mit Randmasche Körper), sondern strickt 1, 2 oder 3 mal (abhängig von der Knopfgröße) eine Kordel "in der Luft" und erst danach wieder mit der Körpermasche zusammen. Die entstandene Lücke ist das Knoploch - einfach, stabil, leicht anzuordnen.
Bei kraus-rechts reicht es, jede zweite Rippe (also z.B. alle Linksreihen/"purl bumps") aufzunehmen, um sie mit der I-Cord zusammenzustricken, und das habe ich auch so gemacht. Nimmt man vorher eine Reihe/Runde Maschen auf, die dann mit der I-Cord sozusagen wieder abgekettet würden, muss man diese aufgenommenen Maschen an den Knopflochstellen entsprechend abketteln. (pick-up and knit, pick-up and knit, Knopfloch: pick-up and knit, pick-up and knit and cast-off 1,2 oder 3x; pick-up and knit... Die puak-Maschen bleiben auf dem langen Seil, zwischendrin sind Lücken für Knopflöcher, sie werden mit i-cord-bind off abgekettelt und an den Knopflochlücken gibt es i-cord-Luftmaschen. Die Knopflächer sind an beiden Seiten mit Kontrastfarbmaschen eingefasst und noch stabiler.)
Warum habe ich das nicht gemacht? Ich wollte nicht die gesamte Jacke auf ein Nadelseil legen.
Was hätte man tun können? Man hätte mit zwei Fäden arbeiten können: ein Knäuel, um bspw. 50 Maschen aufzunehmen (oder jeweils eine Kante, oder bis das Seil "voll" ist), dann innehalten und mit einem zweiten Knäuel von hinten die eben aufgenommenen Maschen wieder per I-Cord-Kante abzuketten.
(Jetzt weiß ich das auch, danke. Wieder was gelernt fürs nächste Mal...)
Womit wir beim 7. Meckerpunkt wären: Knöpfe.
Ich glaube, die Knöpfe sind zu klein. Ich mag sie, sie passen zur Jacke, aber sie haben nur 18mm Durchmesser, und 20 mm oder gar 22 mm wäre besser gewesen.
Das ist übrigens auch für die etwas ungewöhnliche Doppelgruppierung der Knöpfe, die mir zwar gut gefällt, aber im Endeffekt nicht ausreicht, die falschen Proportionen zwischen Knopfgröße und Jackengröße auszugleichen.
Ihr kennt das ja: es musste schnell gehen, und bei Audrey sind mir die Knöpfe eigentlich zu groß, und vielleicht kaufe ich ja irgendwann mal größere Knöpfe und tausche sie aus... wer weiß.
So. Genug gemeckert. Ich trage die Jacke gerne. Sie ist warm, wenn auch nicht kuschelig, und sitzt bei allem Verbesserungspotential besser als alles anderen Jacken in meinem Schrank, inklusive Audrey (leider. Sie ist einfach eine Nummer zu klein. Oder zwei.)
Mittwoch, 4. September 2013
WIP: Redingote
"Call me Ishmael" gilt als einer der besten ersten Sätze überhaupt. Nun handelt Moby Dick von selbstzerstörerischer Leidenschaft und der Jagd nach dem Unerreichbaren -- dazu mag ich mich denn doch (noch) nicht versteigen.
Dennoch: Call me Penelope.
Denn wie Odysseus treue Frau Nacht für Nacht das Tagwerk am Webstuhl, ungeachtet handwerklicher Meisterschaft, wieder aufribbelte, so ribbele und trenne auch ich.
Immerhin trenne ich nicht mehr die Lopijacke.
Ich ribbele jetzt Socken (zu eng), und Kinderjacken
(zu soll-das-so, zu meh, zu klein, und heute abend: die Zunahmen sollten entlang der SEITENNAHT platziert werden!
Menno!
Na, muss ja erst zu Ende November fertig werden...
Montag, 19. August 2013
Freitag, 16. August 2013
WIP: Nähen aus Notwehr. Blaues Kleid, bürotauglich.
Vorher aber kämpfe ich mit diesem Kleid, das noch nicht einmal das letzte seiner Art bleiben soll. Allerdings hängt es seit zwei Wochen wegen akutem Näh-Frust am Haken und wartet auf eine ruhige Minute und auf den Naht-Trenner.
Denn währen von vorne soweit alles schon ganz gut aussieht (der Kittelschürzenlook gibt sich hoffentlich, sobald die Ärmel dran sind)
- ich bin besonders stolz auf meine selbst-erfundenen/zugefügten Rüschendetails an Taschen und Kragen -
deutet sich von der seitlichen Ansicht schon an, was hier so gar nicht geht:
Die Rückenrüschen stehen furchtbar ab.
Von hinten wird dann völlig klar:
Das gesamte Rückenteil sitzt überhaupt nicht, das ist viel zu weit. Und der Reißverschluss - ich werde es nie kapieren wie ich den vernünftig einsetzen muss....
Und das ist der Grund, warum mir "richtiges" Nähen eigentlich auch keinen Spaß mehr macht: Wenn man versucht etwas anspruchsvolleres zu nähen - also etwas, was man eben nicht einfach so im Laden kaufen kann - dann scheitert es bei mir regelmäßig daran, dass ich bei mir selbst weder ordentlich abmessen, noch ordentlich abstecken kann. Und eben auch niemand in der Nähe ist, der es kann. (Der Meinige müht sich redlich, schon weil er meine nähfrustige Laune ja ausbaden müsste/muss, aber. Nunja. Nicht sein Material, nicht seine Technologie.) Hinzu kommt, dass ich mich nicht einmal auf Erfahrungswerte berufen kann, denn als ich das letzte Mal das gleiche Problem hatte, wog ich dreißig Kilo weniger. Selbst altbewährte, entsprechend damals angepasste Schnitte helfen mir also nicht weiter.
Noch gebe ich nicht auf. Schlimmstenfalls habe ich einen neuen Rock. Mit Taschen.
Freitag, 5. Juli 2013
WIP: Lopi-Jacke. Schulterbeschwerden.
Zwar hatte ich frohgemut angefangen, den ersten Ärmel einzustricken, rund um das Ärmelloch Maschen aufgenommen und munter eine Schulterkugel gestrickt. Aber je länger ich mir das betrachtet habe, desto weniger freute mich der Anblick. Und wenn man etwas erschafft, dann sollte man sehen, dass es gut ist, oder es wieder auftrennen.
Ich zeige Euch mal was ich meine. Der Meinige hat sich freundlicherweise als Schneiderpuppe zur Verfügung gestellt.
Seht Ihr schon? Gleich mehrere, also zwei verschiedene und voneinander unabhängige Häßlichkeiten springen mir ins Auge.Hier nochmal ein Detail:
Zum einen ist die Schulternaht nicht geraten. Ich habe einen 3-needle-bindoff gemacht, aber irgendwie sind da zuviele Rechtsreihen aufeinandergetroffen. So geht das eigentlich nicht.
Zum anderen ist das Einstricken der Ärmelmaschen nicht schön. Ich habe -wie bei Audrey- "pick up and knit" betrieben (von Seitennaht bis Schulternaht jeweils 66 Maschen, für die Schulterkugel ergo links und rechts der Schulternaht je 22 Maschen) aber die Maschen sind sehr locker geraten.
Hier sieht man es gut. So sieht es von außen aus, und so
von innen. Das kann man so keinesfalls lassen, und deshalb habe ich alles wieder aufgetrennt. Sehr weit war der Ärmel ja zum Glück noch nicht gediehen.Ich werde es jetzt mal mit Aufnehmen von links versuchen, sodass ich mit einer Linksreihe starte.Oder so.
Auf der anderen Seite war zwar die Schulternaht ordentlich,
wie man hier gut erkennen kann, aber dafür hat sich beim Neu-Ansetzen des Fadens zur Fertigstellung der rechten Schulter ein Fehler eingeschlichen: zwei Rechts-Reihen übereinander. Das muss auch nochmal neu gemacht werden. Immerhin zeigt sich hier, dass und wie man eine kraus-rechte Schulternaht gut verstecken kann. Dafür müssen Vorderteil und Rückenteil nämlich auf zwei unterschiedlichen Reihen enden, also z.B. Rückenteil mit einer Hinreihe, Vorderteil mit einer Rückreihe - oder umgekehrt. Nach dem Zusammenstricken hängen dann alle Restfäden, so wie hier, auf der gleichen Seite. Wenn das einmal -zufällig- funktioniert hat, dann wird es doch hoffentlich beim zweiten Versuch erneut gelingen?
Wommadommasehn.
Ich geh dann mal ribbeln.
Montag, 10. Juni 2013
WIP: Lopi-Jacke. Ohne Fotos.
Als ich am Sonntag abend (vor einer Woche) die Schulternähte fertig zusammengehäkelt hatte, habe ich fast geweint vor Enttäuschung. Da sitzt aber auch gar nichts, wie es soll. Zum Glück hat der Meinige mich getröstet. Der kennt mich schon, der weiß, ich will immer zu viel, zu schnell. Mein erster, komplett ganz eigener Entwurf - da muss es doch eine Lernkurve geben!
Jetzt, eine Woche später. Die Abende sind immer noch frisch, ich brauche immer noch eine Jacke. Ich habe das Lopi-Ding ein bisschen probegetragen, als Weste quasi, und versucht herauszufinden, was genau nicht passt, und ob man das ändern kann. Die zuletzt beklagten verschobenen Rückenkordeln stellen dabei übrigens kein großes Problem dar. Soweit ich das sehen kann. Was nicht ganz einfach ist wenn ich das Ding anhabe.
Jedenfalls habe ich folgende Punkte identifiziert:
1. Wahrscheinlich habe ich es mit den Taillenabnahmen übertrieben. In meinem Kopf habe ich immer noch eine Sanduhrfigur. Fakt ist, das stimmt zur Zeit nicht. ABER auch wenn er Sitz der Jacke nicht so wird, wie ich mir das wünsche (was weniger an der Jacke als an meinem Körper liegt) - so ist hier (noch) nichts verloren. Wolle dehnt sich. Blenden fehlen noch. Die Jacke wird sich definitiv schließen lassen.
2. Die Armlöcher sind riesig! Viel zu groß. Ich weiß, ich wollte deutlich größere Armlöcher, aber das - absurd. Meine Beine würden durch die Armlöcher passen. Argh. Sie sind sogar nochmal 5 cm größer als die sehr zu großen geplanten Armlöcher. Immerhin - meine Berechnungen stimmen. Ich nehme an, dass das Eigengewicht der Jacke hier einen Einfluss auf die Länge hat, etwas was durch Ärmel bspw. wieder mitbeeinflusst würde. hmm.
3. Der Rücken ist zu lang. Ich weiß nicht warum, aber der Rücken ist zu lang. Eigentlich ist er genauso lang - von der Reihenanzahl - wie das Vorderteil, aber der Rücken ist definitiv zu lang. Und zwar ziemlich genau um die 5 cm, die auch am Vorderteil zuviel sind.
Der Plan:
1. Schulternähte trennen.
2. Maschen sichern.
3. Rückenteil und Vorderteile um 5 cm kürzen.
Man könnte natürlich auch bis zum Armloch zurückgehen (bei allen drei Teilen) und es 5 cm höher ansetzen, aber eigentlich ist das schon richtig wie es ist, also im Verhältnis zu Taille und so. Ich muss also einfach nur die Halsausschnitte nach unten verschieben, damit die Schulterpartie früher aufhören kann.
Ergibt das Sinn? Drücke ich mich verständlich aus? (Dies ist ja eigentlich ein Selbstgespräch. Lies daher: Hast Du verstanden, Projektmanagerin, was du zu tun hast? Dann hör endlich auf zu Jammern und mach Dich an die Arbeit! Mir ist kalt!)
Dienstag, 30. April 2013
Immer wieder frustrierend.
Ich stricke nach wie vor sehr gerne mit den Chiaogoo Nadeln, aber eines der auswechselbaren Seile - natürlich ausgerechnet das längste von den dreien - ist am Übergang zum Schraubdings gerissen.
Wer hätte es für möglich gehalten - es handelt sich um ein solides Stahlseil, aus mehreren Drähten zusammengedreht. Und genau das gleiche ist mir auch schon mit einer Knitpicks und einer "normalen" Prym-Nadel passiert... Liegt es also eher an mir als am Hersteller? Andererseits habe ich mich beobachtet, ich kann nicht feststellen, dass ich ungebührlich am Kabel herumzerre...Passiert Euch das auch?
Nuja.
Wird wohl noch Garantie drauf sein.
Sobald der Onlineshop, bei dem ich gekauft habe, aus dem Urlaub ist, und ich seine Adresse herausfinden kann, werde ich es zurückschicken und aufs Beste hoffen...
Grmpf.
Dienstag, 19. Februar 2013
WIP: Audrey. Die Knopfleisten.
Ich hasse meine Knopfleisten.
Also Audrey's Knopfleisten.
Sie gefallen mir einfach nicht.
Ich kann es einfach nicht.
Aber fangen wir vorne an: Audrey soll laut Anleitung Knopf(loch)blenden mit sechs Reihen des nun schon bewährten twisted-rib-Musters versehen werden.
Ich musste aufgrund der Knopfgröße auf 8 Reihen Breite erweitern - das macht aber nichts, da ja die ganze Jacke sowieso größer ist. Proportional geht sich das aus...
| 2cm Knöpfe - laut Anleitung braucht man 22mm Knöpfe... ob da ein inch-cm-Rechenfehler vorliegt? |
Nun musste ich aber - zur Versäuberung der Schnittfläche - doppelte Knopfleisten arbeiten.
| die Steeksicherungsnaht in hell und das ganze Gefitzel will/soll ja niemand sehen |
Die sind immer dicker, geradezu kissenförmig voluminös. Eigentlich wollte ich die "Steek-Sandwich"-Methoden von Kate Davies anwenden, und dann einen three-needle-bind-off machen...
| selbst helles Tageslicht hätte nicht geholfen. |
| argh. Alptraum. |
| nach innen falten, Gefitzel verstecken, festnähen. |
| Müll versteckt heißt Müll entsorgt. |
So weit so gut.
Das gleiche Spiel für die Gegenseite - hier muss man allerdings bedenken, dass man Knopflöcher in beide Seiten der Blende arbeiten muss, damit der Knopf auch ganz durchgeht. Wie ein 2cm Knopf (oder gar 22mm laut Anleitung) durch ein normales 1YO-Knopfloch gehen soll erklärt sich mir nicht. Ich habe einen Versuch mit einem Tulips-Buttonhole über fünf Maschen gestartet und dann entschieden, die Nähmaschine einzusetzen. Schließlich muss man die zwei Knopflöcher der Vorder-und Rückseite ohnehin zusammennähen, damit der Knopf nicht dazwischen verlorengeht und keine Fädchen nach draußen streben.
Aber aus irgendeinem Grund habe ich leider den Eindruck, dass die zweite Knopfleiste - also die mit den Knopflöchern - minimal länger ist. Kann gar nicht sein, gleiche Maschenzahl und so - aber es wirkt so. Und zwischen den Knöpfen springt alles auf.
Der Meinige meint, es läge alles nur daran, dass die Jacke wirklich zu eng sei. Vielleicht hat er ja recht.
Auch das wäre wenig tröstlich. Fertige schließlich selbst, damit endlich mal was passt. Nicht passende Sachen kann ich auch im Einzelhandel kaufen. Grmpf.
Und jetzt?
Knopfleiste abmachen, neu machen?
Zunähen?
Druckknöpfe und Knöpfe als Deko drübernähen? (Wie hier?)
Als Halsblende dient übrigens eigentlich ein I-cord. Allerdings habe ich mich nach sehr langem Zögern und dem Betrachten unzähliger Ravelry-Bilder dafür entschieden, hier ebenfalls ein Rippenband anzustricken.Und weil das "einfach" ist (ohne Wendereihe und innen annähen) sieht das auch auf Anhieb gut aus.
Das würde beim eventuellen Knopflochblende-neu-machen natürlich ebenfalls daufgehen. Angestrickt ist angestrickt.


