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Freitag, 14. April 2017

Was nicht passt, wird passend gemacht.

Der schlabbrige Sehr Grüne Pullover hat heute eine neue Passform erhalten.
Ich habe ihn auf links gedreht und -ausgehend von der neubemessenen Armlochgröße- mit deutlich sichtbarem Heftfaden an den Seitennähten, der Achsel und der Ärmelnaht jeweils etwa 4 cm (!) weggenommen. Da die Ärmel von oben eingestrickt wurden, kam ein Heraustrennen nicht in Frage. So schien mir das der einfachste Weg.
Eine kurze Anprobe wurde vom Meinigen abgenickt.
Und dann habe ich knallhart mit der Maschine knapp ausserhalb der Heftnaht in einem Zug drübergenäht -einmal Elastikstich, und zur Sicherheit noch einmal den geschlossenen Overlockstich danebengesetzt.

Und dann weggeschnitten. Um 55g Wolle -mehr als ein Knäuel-  ist er dabei leichter geworden!
Zugegeben, er sitzt jetzt wieder mit, äh, etwas  "negative  ease"... aber  in diesem Fall ist eng tatsächlich besser als ausgeleiert. Und bis zum Herbst sollten die sich abzeichnenden Speckrollen ja weg sein. Sollte ich dann noch einmal ändern müssen/können, werde ich versuchen, innerhalb der Abnäher etwas wegzunehmen, denn die sind jetzt natürlich stark an den Rand gerutscht.
Und weil es so schön einfach war, habe ich vom geliebten lila Pullover auch gleich noch je 2cm entfernt. Sitzt doch gleich alles viel besser. Fühlt man sich doch gleich viel wohler...

(Fotos und Links editiere ich später. Geht am Handy nicht...)
(EDIT: geschehen)
 
 
 

Dienstag, 28. März 2017

Bewährungsprobe. Stoker.

Vor drei Jahren brauchte ich eine Rüstung.
Etwas, das ich zwischen mein überempfindliches Ich und die böse kalte Welt stellen konnte.
Aus für mich völlig naheliegenden Gründen hieß das: ein sehr sehr grüner Pullover mit riesigem Rollkragen - Stoker.
Diese Rüstung Diesen Pullover habe ich nun drei Jahre lang sehr gern, seh viel und sehr regelmäßig getragen. Sehr viel und sehr regelmäßig auch deshalb, weil ich eigentlich nur drei (passende) Pullover besitze. Drei Jahre Dauereinsatz hinterlassen natürlich ihre Spuren.
Und so fand ich mich neulich mit spontan aufribbelnden Ärmelbündchen wieder.
Eigentlich nicht überraschend, dass diese Kante als erstes aufgibt. Da ich die Ärmel von oben einstrickt habe, war es aber ein leichtes, die Maschen aufzufangen und die Kante neu zu stricken. Allerdings war die restliche sehr grüne Wolle für diverse andere Projekte draufgegangen.
Macht aber nichts - aus den gleichen für mich völlig naheliegenden Gründen, aus denen der Pullover sehr sehr grün sein musste, wusste ich auch, dass die neue Bündchenkante orange sein würde.
Zum Glück hatte ich noch etwas Sockenwolle da, die ich doppelt nehmen konnte.
Der Meinige ist sich nicht so sicher, aber das ist schon richtig so.

Zum Thema "Bewährung" bleibt noch folgendes zu sagen:
Der Pullover wurde wirklich viel getragen. Dem Garn werfe ich nach wie vor vor, dass es extrem leiert und pillt. Möglicherweise hätte eine festere Strickweise das etwas verbessert, das werde ich nicht mehr herausfinden.
Dennoch: der Pullover wurde wirklich wirklich viel getragen. Es ist daher nicht überraschend, dass die Bündchen durchgewetzt sind. Die Ellbogen werden auch langsam dünn. Und natürlich ist die Farbe nach mehrmaligem Waschen etwas ausgeblichener. Insgesamt hat er sich aber unter den hohen Anforderungen sehr gut bewährt.
Inzwischen ist er auch frisch gewaschen viel zu weit. Möglicherwweise werde ich die Nähte noch einmal enger nähen und damit auch die ausgeleierte Passform verbessern. Aber wahrscheinlicher ist es doch, dass der Pullover den nächsten Winter nicht mehr erleben wird. Oder zumindest nicht als Kleidungstück. Dann hätte ich gerne mal etwas Neues. Etwas, das passt.
Und eine neue Rüstung brauche ich dann hoffentlich auch nicht mehr.

Montag, 21. April 2014

Jetzt also endlich: Fazit - CustomFit Stoker Pullover.

Nach zwei Monaten Leben im Sehr Sehr Grünen Pullover reiche ich Euch jetzt doch noch das Fazit ein. Immerhin kann ich dank der Verzögerung eine wirklich qualifizierte Aussage über den Tragekomfort sagen. Und natürlich über CustomFit, die Website, die "maßgeschneiderte" Strickanleitungen fabriziert.
Fangen wir da doch gleich an. Fazit heute zu den drei Punkten Anleitung, Wolle, Tragekomfort.
1) Anleitung: CustomFit.Makewearlove.com. Ich finde die Website super. Zum einen natürlich, weil mir der körperpositive Ansatz gefällt. Es ist einfach wahnsinnig erfrischend, sich endlich einmal nicht für irgendein imaginäres oder tatsächlich vorhandenes Speckröllchen beschämen zu lassen, sondern die Aussage zu hören: Du bist in Ordnung. Dein Körper ist in Ordnung. Und jetzt machen wir einen Pullover/Strickjacke (sweater), der zu diesem völlig in Ordnung seienden Körper passt. Und nicht umgekehrt.
Ich fand es auch gut, richtig und wichtig, zur Umsetzung dieser erfrischenden Einstellung den Auftrag zu erhalten, diesem meinem Körper sozusagen einmal richtig in die Augen zu schauen - also ihn genau auszumessen. Einer der Gründe für viele schlecht sitzende Kleidungsstücke ist ja nun einmal, dass man sich selbst in die Tasche lügt bezüglich des eigenen Brust-/Bauch-/Hüftumfangs. Und die Website lässt einen mit dieser schwierigen, vielleicht auch unangenehmen Aufgabe nicht allein.
Die Erstellung des Musters ist ebenfalls intuitiv und einfach, auch wenn man sich (im Moment noch) auf eher "normale" und klassische Entwürfe beschränken muss. Aber so sehen meine Pullover ohnehin aus, insofern passt das schon, kein Nachteil für mich. Es entsteht in wenigen Minuten eine mehrseitige, hübsch ausführliche Anleitung mit Schemazeichnungen, die man nun (theoretisch) einfach nur noch der Reihe nach abarbeiten muss. Dankenswerterweise beschränkt sich der Text dabei nicht nur auf Reihenangaben (x Maschen anschlagen und x Reihen stricken), sondern nennt auch ergänzende Maßzahlen (nach x Reihen/ y Zentimetern), sodass man überprüfen kann, ob man noch halbwegs richtig liegt. Hier lag meine Crux bei meinem Ersten Versuch: meine Maschenprobe (gauge) wich beim Stricken extrem von meiner für die Erstellung der Anleitung gestrickte Maschenprobe ab. So extrem, dass ich beim Zweiten Anlauf aus dem wieder aufgeribbelten Vorder-und Rückenteil ein neues Vorderteil, Rückenteil und einen ganzen Ärmel stricken konnte. Dafür kann aber natürlich CustomFit nichts, wenn ich einen zu kleinen Swatch eingebe und dann später davon abweiche.
Da die tatsächliche Paßform aber vollständig vom Swatch abhängt, fand ich es extrem doof, dass auch mein zweiter "Swatch", der aus den bis dato verstrickten 12 Knäueln Pullover-Erstversuch bestand, nicht zuverlässig war. Das kann auch an der Wolle liegen -dazu gleich- aber ich habe dann einfach mehrfach nachgemessen und so zumindest die Längenmaße auf das "vorgeschriebene" Niveau gebracht. Wofür hat man ein Maßband? Und die Länge ist perfekt! Nie mehr  zuppeln!
Für die Breitenmaße ist das natürlich nicht ganz so einfach. Ich habe daher leider den Eindruck, dass meine "Abnäher" vor allem vorne nicht richtig sitzen. (Dennoch: die Weite ist mein Fehler, weil gauge-Fehler...)
Außerdem konnte die Software nicht mit meinem Design-Extrawunsch umgehen. "Stoker" hat nämlich eigentlich 3/4-Ärmel - weiß der Geier, wer das praktisch findet. Wenn es so kalt ist, dass ich einen warmen Rollkragenpullover anziehe, dann will ich auch lange Ärmel. Aber ich wollte das Rippenbündchen bis zum Ellbogen hochziehen, und das habe ich auch der Software gesagt. Mit dem Ergebnis, dass alle Ärmelabnahmen in dem Stück zwischen Ellbogen und Achselhöhle passieren, was etwas merkwürdig aussieht (wenn man genau hinsieht und sich dafür interessiert. Was niemand tut. Außer mir natürlich). Besser wäre es sicher gewesen, die Abnahmen einfach bis ins Rippenbündchen fortzuführen. Aber egal - jammern auf hohem Niveau. Mir gefällt es trotzdem.
Auch den großen Kragen finde ich super - nach dem ersten Waschen fiel er dann auch endlich schön weich und weit. Möglicherweise hätte ich aber noch lockerer abketten müssen , denn er schlägt sich sozusagen immer nach unten-innen um. (Auch dies kein Software-Problem. Man muss schon noch selber ordentlich stricken!*seufz*)
Alles in allem also: ja, ich würde es wieder tun. Es war sehr angenehm, nie umrechnen zu müssen (nur ab und zu mal nachmessen). Noch nie habe ich in nur 17 Tagen einen Pullover gestrickt. (Hatte aber natürlich auch ungewöhnlich viel Zeit dafür...) Wer selber rechnen kann, müsste das Geld für die Anleitung natürlich nicht ausgeben, aber gerade für die Feinheiten - Platzierung der Abnäher, Beginn Ausschnitt und Armlöcher - fand ich es hilfreich, in eine Anleitung zu gucken. Wenn man dann ein bißchen mehr Erfahrung gesammelt hat, geht es vielleicht irgendwann auch ohne, aber so viel und so schnell stricke ich dann eben doch nicht, dass ich diese Erfahrung schon hätte.
2) Wolle: Wolle Rödel Soft-Merino in supergrün. 
Die Farbe ist immer noch super.
Ansonsten muss ich leider sagen, nach 8 Wochen Dauereinsatz und Leben in diesem Pullover, dass ich nicht zufrieden damit bin, wie schnell sie dann doch anfängt zu pillen und zu leiern. Okay, okay, ich habe eine große Größe gestrickt, und mit 17 Knäuel Wolleinsatz wiegt so ein Pullover dann eben auch, äh, 850 g. Dieses Gewicht zieht nach unten. Aber er leiert. Und pillt. Und ich ärgere mich ein wenig, dass ich nicht ein paar Euro mehr investiert habe für einen Pullover, der meiner Dauerbelastung besser standhält. Wer jetzt sagt, ich hätte fester stricken müssen - ich stimme dem zu. Deshalb hatte ich mich schon von der Banderole gelöst, und statt 4-5mm Nadeln mit 3,75mm Nadeln gestrickt. Vielleicht hat auch das Stricken-Ribbeln-Neustricken dem Faden nicht gut getan. Aber alles in allem bestätigt es mich doch darin, wenn schon nicht zum "Yarnie" zu werden, dann doch künftig lieber mehr Geld für die Wollqualität auszugeben. Wenn ich die denn erkennen kann.
3) Tragekomfort.
Ich sagte es schon: die letzten acht Wochen habe ich in diesem Pullover gelebt. Ich habe ihn eigentlich nur ausgezogen, um ihn zu waschen. (Dadurch bekommt er auch kurzzeitig etwas mehr Form zurück.) Oder zum Schlafen. Zweimal war es zu warm für ihn. Ich  liebe seine Länge, seine Farbe, seinen Stil. Ich liebe diesen Pullover. Ich bin - abgesehen von den o.g. Vorbehalten gegenüber der Wolle - sehr sehr zufrieden damit.


Die harten Fakten:
Stoker Pullover by Caro Sheridan mit Unterstützung von CustomFit


angefangen: 1. Februar 2014
fertiggestellt: 17. Februar 2014


verbraucht:: 17 Knäuel=850g. 
Größe/Maße: meine
Nadeln: Chiaogoo RedTwist 3,75mm Rundstricknadel
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: 68 Euro für die Wolle, 10$ für die Anleitung. Passt schon.

Und der Ravelry-Projekt-Link mit allen Einstellungen für CustomFit.

Montag, 17. Februar 2014

FO: Stoker, CustomFit

Es ist vollbracht!
Im 2. Anlauf ist Stoker nach 17 Tagen Strickzeit fertiggestellt -- ein paar Fäden muss ich noch vernähen, das Ganze einmal durchwaschen, aber das wars.
Pünktlich zum warmen Wetter!
Ein ausführliches Fazit folgt, samt Beurteilung des CustomFit-Prozesses, aber so viel kann ich schon sagen:
Tragbar. Warm und kuschelig.
Grün!
:-)

Mittwoch, 29. Januar 2014

WIP: Stoker Zwischenstand.

Es ist amtlich: Der Pullover ist ein Kleid. Die Armausschnitte sind zu gross. Das wird so nichts.
Offensichtlich hat die Maschenprobe, die doofe Kuh, mich belogen.
Wieder einmal.
Die CustomFit-"Elfen" sind freundlich und hilfsbereit und verlangen neue Zahlen. Mit 12 Knäulen dürfte die Maschenprobe diesmal aussagekräftiger sein.
Wir nerken uns: 1 Knäuel sollte man schon investieren...

Ich rechne damit, das ich von CF auf Basis der neuen Zahlen eine neu berechnete Anleitung erhalte. Wir werden sehen. Voraussichtlich muss ich dann trennen, ribbeln, neu anfangen. Dem kann ich grad noch nicht ins Auge sehen und daher ein tröstliches one-size-fits-nobody Zwischenprojekt angefangen.
Stoker hat solange Hausarrest.

Samstag, 25. Januar 2014

WIP: CustomFit Stoker.

Sei es, daß die Anleitung ohne lästige Adaptionen einfach nachgestrickt werden kann, sei es, daß ich endlich einmal so richtig viel Zeit zum Stricken habe, sei es, daß glatt rechts sich angenehm stumpfsinnig stricken lässt...
...was auch immer! Auf jeden Fall melde ich die Fertigstellung von Rücken- und Vorderteil und einen durchschnittlichen Verbrauch von 1 Knäuel pro Tag.
Wow.
Obwohl die erstrickten Maße im Moment recht deutlich von den in der Anleitung genannten abweichen (also größer sind als gesollt), habe ich mich genau an die vorgeschriebenen Reihenzahlen gehalten. Immerhin war die Maschenprobe, die CustomFit als Berechnungsgrundlage dient, gewaschen - der Pullover könnte also noch einlaufen...
Falls nicht: es ist lange her, seit mir ein Pullover zu groß war, aber Stoker könnte auch "oversized" gut getragen werden. Neulich hat eine Freundin ein ganz ähnliches (gekauftes) Modell als eine Art Strickkleid getragen.
Ich hoffe nur, daß die Wolle reicht... 11,5 der 20 Knäuele sind schon weg.

Zwei Änderungen habe ich übrigens trotz allem vorgenommen:
1) nach den Erfahrungen von meiner "Vorturnerin" barbarahknits (Ravelry) habe ich den Halsausschnitt weiter, die Schultern dntsprechen je 7 Maschen schmaler gemacht
2) die Schulterschrägung habe ich nicht stufig durch abketten sondern sanfter mit verkürzten Reihen erzielt und ohne vorheriges Abketten mit 3-needle bind-off zusammengestrickt.
Es folgt: Schließen der Seitennähte, einstricken der Ärmel (von oben), Cowl- Kragen...
Wenn das so weiter geht, bin ich bald fertig! Wäre schön, ist nämlich kalt geworden!

Freitag, 17. Januar 2014

Freitags ab eins...

...macht jeder seins.
Offenbar auch in der Reha.
Andere Strickerinnen habe ich natürlich auch schon gefunden.
Der Sehr Grüne Pullover kommt somit bisher gut voran:
1. Tag, 1. Knäuel fertig-- Rückenteil R30
2. Tag, 2. Knäuel fertig-- Rückenteil R68
3. Tag, 3. Knäuel halb--Taillenabnahmen, Rückenteil R81

... und ein abgerissenes Seil.
Langsam verliere ich die Geduld, es wird Zeit für Post an den Hersteller (nicht nur den Händler). Ich liebe die Chiaogoo Spitzen, aber die Seile... oder liegt es etwa an mir?

Erstmal habe ich noch Ersatz. Aber.
Statistisch nur bis Montag.
Grmpf.

PS: vom Handy ist der Blogbetrieb nur sehr eingeschränkt möglich. Danke aber für Eure guten Wünsche!

Sonntag, 12. Januar 2014

Das Fangirl in mir. Socken-WIP.

Normalerweise bin ich gar nicht so ein Fangirl.
Ich belästige keine "Stars" für Autogramme und fotografiere niemanden unaufgefordert auf der Straße.
Aber ab und zu kommt das Fangirl in mir raus und verlangt Futter.
Deshalb musste ich jetzt endlich endlich ein lange gehegtes Wunsch-Sockenprojekt anschlagen.
Hier, einen Fuß habe ich schon fertig:
Es macht manchmal Spaß, Teil eines internationalen (Internet-)Hypes zu sein, mit Millionen anderen Menschen (total irrelevante) Themen zu diskutieren und über den möglichen Ausgang eines fiktionalen Geschehens zu spekulieren. Das war bei Harry Potter so (jich gestehe, ich hatte den 21. Juli 2007 als "Harry Potter Tag" im Kalender stehen und außer "Buch kaufen" alle weiteren Termine für den Tag abgeblockt), und das hat Spaß gemacht.
Erkennt Ihr, was mich aktuell begeistert?
Hier ein Hinweis:
Ja, ich stricke eine Tapete.
Eine sehr teure Tapete, wie es aussieht, außerdem eine, die ich mir tatsächlich so nicht ins Wohnzimmer hängen würde, aber ich bin auch nicht so fan-verrückt wie bspw. die Macher dieser Seite hier... oder dieser.
Nein, das ist nicht aus Downton Abbey.
Noch ein Hinweis (die Serie ist mit jeweils drei Folgen sehr kurz und wird zu den in Deutschland üblichen absurden Terminen ausgestrahlt, die unsere Öffentlich-Rechtlichen für die besten zeitgenössischen TV-Formate reservieren.):
Das ist Benedict Cumberbatch als Sherlock in der BBC Miniserie von Mark Gatiss und Steven Moffat. Oben sitzt Martin Freeman als Watson.
Die bisher ausgestrahlten sechs Folgen der ersten beiden Staffeln sind so fantastisch, dass ich keine Worte dafür finde - wer die Serie noch nicht kennt, sollte es dringend nachholen. Auch und gerade, wer den Doyle'schen "Kanon" liebt, und Neuverfilmungen daher skeptisch gegenüber steht.
Und nun wird, nach einem der grausamsten Cliffhanger der TV-Geschichte, seit 1. Januar die dritte Staffel auf BBC ausgestrahlt. (Heute abend: Teil 3 von 3 der 3. Staffel, sichtbar ab morgen - der livestream bricht schnell zusammen). Und dank Internet und Mediatheken kann ich das ganz legal einen Tag später mitverfolgen, ohne auf eine schlechte deutsche Synchronisierung warten zu müssen und einen noch schlechteren deutschen Sendeplatz (Pfingstsonntag? abends um 22.00 Uhr?). Außerdem habe ich zur Zeit keinen Fernseher.
Lucky me!
Das einzige Problem ist, dass "Sherlock" mal sowas von überhaupt kein geeignetes Format ist um genüßlich nebenbei ein Paar Socken (oder überhapt etwas) zu stricken. Aber das soll keine Beschwerde sein.
Ich habe mir die Vorarbeit anderer Fangirls zunutze gemacht, die das Tapetenmuster bei Ravelry eingestellt haben, und weil zweifarbig-gestrickte Socken enger sitzen, nach mehreren zu engen Versuchen von der Spitze auf 73 Maschen zugenommen. Das sind 5 Mustersätze à 12 Maschen plus 1, in Nadelstärke 3,5mm.

Wie ihr seht, habe ich über 25 Sohlenmaschen Streifen gearbeitet - das geht schneller, und nach dem vielen Ribbeln um die passende Maschenzahl zu ermitteln war "schneller" ein Kriterium - und die ungerade Maschenzahl sorgt dafür, dass ein brauner Streifen an beiden Rändern ist...


...und auch in der Mitte der Wade, wo ich für meine dicken Beine ja gleich nach der Bumerangferse mit Zwickelzunahmen anfangen muss.
Die Bumerangferse (in Nadelstärke 3mm) sitzt perfekt nach genau 60 Runden im Muster (ein Mustersatz geht über 12 M und 36 Runden) und ist mir noch nie so gut gelungen. Keinerlei Löcher, nirgends! Ich habe sie über 10/11/10 Maschen gearbeitet und die verkürzten Reihen mit wrap&turns gearbeitet. Nach der ersten Hälfte, wo man für die "deutsche" Bumerangferse eigentlich ein oder zwei Runden über alle Maschen stricken soll (wegen des Musters unmöglich), habe ich sofort mit dem Stricken der länger-werdenden verkürzten Reihen begonnen, sodass die Maschen jeweils zwei "Wraps" hatten - die ich beide aufgenommen und mit der jeweils an der Reihe seienden Masche zusammengestrickt habe. Ergebnis:
Super Ferse!
Mache ich jetzt immer so.
Und die Socken sind was für den "Kopf", wenn mir der grüne "Stoker" nach Custom Fit zu langweilig werden sollte. Ich rechne damit, letzteren am kommenden Dienstag anzufangen. Wir werden sehen was geht.

Sonntag, 5. Januar 2014

January: Selfish knitting time. Customfit Strickmuster.

Frohes Neues erstmal, Ihr wisst schon.
Man kommt ja zu nichts.
Aber ich habe den letzten richtigen Ferientag genutzt, um endlich endlich das CustomFit Muster zu generieren! Hurra!
Die ganze Musterläppchenstrickerei hatte mir das Projekt schon fast wieder verleidet.
Aber jetzt!
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es einfach halten sollte. Keine komplizierten Muster. Keine komplizierten Zöpfe. Erstens, weil ich ja den Anleitungs-Generator testen will, und da ist "großteils glatt rechts" sicherlich am aussagekräftigsten. Zweitens, weil mir die klassischen Sachen ohnehin am besten gefallen. Und ich will den Pullover einigermaßen fix fertig stellen.
Für lustige Muster gibt es Socken.(Dazu später mehr.)

Aus Amy Herzogs Buch "Knit to Flatter" hatte es mir "Stoker" angetan - hauptsächlich, weil er in vieler Hinsicht einem heißgeliebten (und für einen Hasi&Mausi-Pullover bereits erstaunlich langlebigen) Pullover ähnelt, der langsam nicht mehr passt. Mein "Original" ist ein schlichter, wollweißer Rollkragenpullover, hat allerdings 2x2 Rippen, und ist- seit er in die Breite gehen muss - in der Länge inzwischen unangenehm kurz.
Der Plan: 
a) wieder 30 kg abnehmen (hahaha, als ob das so einfach wäre wie es klingt) und/oder
b) einen Übergangs-Ersatz-Ergänzungspullover stricken, weil ja irgendwas auch jetzt schon passen muss.
Und sollte a) klappen, sollte b) auch als "oversized" noch gut aussehen.
(Unter anderem) Für a) gehe ich ab nächster Woche in die Versenkung (Reha), und falls ich dort Freizeit zur Selbstgestaltung habe, kommt b) gerade recht...
Daher also Stoker, lang, grün, in glatt rechts mit weiterem Rollkragen (cowl collar).

Amy hat einige ihrer eigenen Designs schon mit "Zusatzanleitungen" für CustomFit herausgegeben, sodass man vorhandene Designs auf die eigenen Maße umberechnet bekommt. Für "Stoker" gibt es das zwar noch nicht, dafür bin ich (inzwischen) nicht (mehr) die erste, die auf diese Idee gekommen ist - d.h. barbarahknits hat mir netterweise gesagt, welche Einstellungen im CustomFit Rechner sie eingegeben hat, damit ein Pullover herauskommt, der "Stoker" ähnelt.
Das habe ich mich auf der CustomFits Website eingeloggt, "Create a new Design" angeklickt, und einfach der Reihe nach eingegeben, was ich haben will. Heraus kam ein Muster, das ich nach der Bezahlung (paypal - also eine Sache von 2 Minuten) sofort als PDF herunterladen und ausdrucken konnte.
Wie Ihr unten seht, bekomme ich detaillierte Hinweise, welche Maße der Pullover (hoffentlich) haben wird und auch den erwarteten Wollverbrauch (ausgehend von der verwendeten Maschenprobe, deren Maße und Gewicht ich eingegeben hatte. Aargh. Mein Kilogramm sehr grüner Wolle wird wohl bis auf 100 m dezimiert! Hoffentlich reicht das...
Außerdem gibt's allgemeine Hinweise zu Ab-und Zunahmen (da alle Grundmodelle von Amy Herzog eine mindestens leichte Taillierung enthalten), und dann kommt die eigentliche Anleitung... zum Schluss gibt es auch noch eine bemaßte Schemazeichnung (inch und Zentimeter). Sieht alles gut aus.
Theoretisch kann es jetzt losgehen. Ein Projekt muss allerdings erst fertig werden. Dauert nicht mehr lange...

Pattern Information

  • To fit Projektmanagerin Okt 2013
  • Final Measurements:
  • Finished Bust: 46¾″/118.5 cm
  • Materials: Wolle Rödel Soft Merino: 917 g / 19 hanks / 2090 yds
  • Gauge: 24.5 sts & 35 rows = 4" / 10cm in verygreenUS5 pattern stitch.
  • Needles: Chiaogoo Red Lace US 5
  • Notions: Stitch markers, stitch holder, darning needle
  • Design Choices: This pattern was generated with the following design choices:
    • Average fit
    • Style: pullover
    • Length: Low-hip length
    • Sleeves: Full-length sleeve
    • Neck style: Scoop neck
    • Neck depth: 5″/12.5 cm Below shoulders
    • Finishing:
      • Hem edging and height: stitch pattern of your choice, 2″/5 cm
      • Sleeve edging and height: stitch pattern of your choice, 10″/25.5 cm
      • Neck edging and height: stitch pattern of your choice, 10″/25.5 cm

      Pattern Notes

      The instructions in the main body of this pattern are for a bottom-up, pieced sweater with vertical darts for all shaping. Instructions for working the sweater seamlessly, as well as adding horizontal bust darts, are given at the end of the pattern. A few notes:
      • Shaping: Unless otherwise specified, decreases should be worked to match the slant of the edge being shaped, as follows: For left-slanting edges: On RS rows, k1, ssk, work to end; on WS rows, p1, p2tog, work to end. For right-slanting edges: On RS rows, work to last 3 sts, k2tog, k1; on WS rows, work to last 3 sts, ssp, p1. Increases should also be worked to match the slant of the edge being shaped: For right-slanting edges: Work 1 st, m1R, work to end. For left-slanting edges: Work to last st, m1L, work 1 st.
      • Blocking: I strongly recommend that you wet-block your sweater pieces. To accommodate the 3-D nature of the fabric you'll be knitting, I recommend against using blocking wires for your sweater. Pin the pieces to the actual measurments given at the hip, bust, cross-chest, and lengths. Leave the waist and any bust dart shaping to fall where they naturally rest. You may wish to pad the bust area if you're busty, so that the fabric takes on a shape like yours.
      • Row counts: Since patterns are generated based on final (washed) gauge, we have provided both measurements and row counts in your pattern to account for any gauge change in blocking. Counts are given both from the beginning and from the last "section" of the pattern. Counts include the first row of the piece, and the first row of the section.