Posts mit dem Label Schöner Wohnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schöner Wohnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 18. Oktober 2015

Sofawetter.

Vor etwa 10 Jahren bezog ich meine erste richtige eigene nicht-WG-Wohnung und hatte auf einmal unendlich viel Platz.
Und kein Sofa.
Zum Glück gab es ebay, und kurz darauf nannte ich ein hübsches kleines Sofa mit zwei passenden Sesseln mein eigen. Für einen lächerlich geringen Preis, der selbst mit Trinkgeld und Automiete-zwecks-Abholung nicht über 30 Euro stieg.
Sofa und Sessel sind petrolblau und passten überhaupt nicht in mein dunkelgrün gestrichenes Wohnzimmer. Inzwischen aber ist mein Wohnzimmer weiß, und petrol ist wieder in, und ich würde die kleine Sitzgruppe um nichts in der Welt wieder hergeben. Möglicherweise mal aufpolstern lassen, aber hergeben - nein!
Trotzdem haben wir zu Ergänzung nach langer Suche in diesem Sommer ein "vernünftiges" Schlafsofa angeschafft, auf dem ein bis zwei Gäste auch länger als eine Nacht bleiben können, ohne sich den Rücken zu verrenken. Da stand es nun in einem feschen Grau und sah sehr solide und ein bißchen langweilig aus neben seinen farbenprächtigen Vettern.
Auftritt der Nähmaschine!
Mit etwas Stoff und günstigen Inlets vom Schweden kann man ja sehr schnell schöne Erfolge erzielen beim Thema Gemütlichkeit im tristen Herbstwetter.
Das große Samtkissen ist allerdings ein fertiger Bezug (80x80cm) von IKEA, darin hausen eine Bettdecke und ein Kopfkissen und warten auf Übernachtungsgäste. Das weiße Baumwollkissen -wie alle anderen 50x50cm- ist hingegen aus einem hübschen Baumwollstöffchen des örtlichen Händlers gefertigt und

besticht durch waldige Tierchen im Barockmuster (die mir erst zu Hause aufgefallen sind), und einen einfachen Reißverschluss für leichtere Wäsche. Genauso habe ich auch die anderen beiden Kissen gefertigt.
Einmal in in petrolbuntem Babycord
und in einem hellblauen Velour/Kunstlederimitatwasweißich.
Letzteres habe ich, um es vor allzugroßer Langeweile zu bewahren, mit einer schicken, aus einem zufällig im Haushalt wohnenden Webband zusammengebastelten Paspel versehen. 
Meine erste Paspel! Einfach Webband mit Stylefix-Klebeband auf Schrägband kleben, mittig knicken und wie Paspelband verarbeiten. Nicht perfekt, aber so genau schaut keiner hin.
Nun ist es herrlich gemütlich - es fehlt eigentlich nur noch eine passende Wolldecke. Aber nicht nochmal blau-grün-petrol. Ich denke an Orange-rot. Was meint ihr?
*teetrinkend ab*

Montag, 22. Juni 2015

Den Garten aufräumen.

Ich rede ja gerne mit Nachbarn. Aber nicht über die Mülltonne.
Wenn die Nachbarn links ihren Müll wegbringen, können sie uns nämlich wunderbar auf den Kaffeetisch gucken.
Maschendrahtzaun. Typisch, aber als Sichtschutz nicht sooo dolle.
 Die Idee war daher schon im letzten Jahr, einen Sichtschutz anzubringen. Außerdem wollten wir die -für den deutlich größeren Garten der Vor-Wohnung angeschaften- Geräte und Gedöns etwas besser aufbewahren.
Gegenüber bildet wildes Gebüsch den einzigen Regenschutz für allerlei Gartengeräte.
Bisher standen Spaten, Forken, Grabegabeln im Regen, während ein alter Küchentisch mit Kleinkram vollgestellt war, die Massivholzarbeitsplatte ungeschützt der Witterung ausgesetzt.
sah alles schon mal besser aus
Da kam der Besuch am Wochenende gerade recht, ein Besuch, der womöglich mangels eigenem Garten gerne in unserem werkelt. Letztes Mal hatte er sich zum Einkochen angesagt, dieses Mal, fanden wir, würden wir das Projekt "Sichtschutz mit Stauraum" angehen.
(Etwas eingekocht haben wir aber doch: Tomatensugo. Das Chutney hatte ich schon vor zwei Wochen erledigt, unbebloggt. tststs).
Er war Feuer und Flamme. Der Meinige entschwand etwas mißtrauisch zur Arbeit, und wir machten uns frisch ans Werk.
Aus zwei gebrauchten Euro-Paletten müsste sich doch da etwas zimmern lassen? Ein Plan war schnell gemacht,
Der Holländische Hilfsarbeiter ist schließlich Architekt.
hier kann man vielleicht auch was erkennen.
Euro-Paletten bekamen wir gebraucht für kleines Geld. Für nochmal den doppelten Geld haben wir dann doch noch im Baumarkt 2,5 Liter Imprägnierlasur erstanden und drei Bretter zurechtsägen lassen. Schrauben sind im Haus.
links sollen Regalbretter auf die Klötze. Rechts soll man langstielige Geräte anlegen können.
 Während der Mann das Grobe erledigte, also die Paletten wie gewünscht zerlegte bzw. zurechtsägte, habe ich die gröbsten Splitter abgeschliffen.
Hier sieht man, wie der alte Tisch gelitten hat.
Zum Glück hat der Meinige die passende Maschine im Haus!
Eine Zwischenanprobe ergibt - dank flexiblem, wenn auch nicht sonderlich stabilem Fundament aus alten Mauersteinen - passt das in der Höhe.
Dann beginnen wir mal mit dem Streichen. 
Der Meinige hat inzwischen Feierabend und packt mit an, ist aber sehr mißtrauisch, was die stabile Befestigung angeht. Natürlich könnte man einfach überall Winkel anbringen und in die Wände bzw. Balkon-Decke bohren - aber wir sind Mieter, und angestrebt ist nur ein solides Provisorium.
der Rest wird gestrichen, wenn die Palette nicht mehr darauf steht.
Dafür findet er aber auch die Lösung: Keile!
Eine klassische Lösung, und hält ziemlich gut. Jetzt muss fertig gestrichen werden, und dann werden die Paletten über die Klötze miteinander verschraubt. Dafür haben wir die herausgesägten Bretter aufgehoben. Diese dienen auch als Stütze für die Regalbretter.
Mit der restlichen Farbe wird solange der alte Tisch behandelt, der muss ja nun nicht mehr verrotten als unbedingt nötig. Abschleifen, von unten streichen, von oben streichen...

... das neue Sichtschutzregal bestücken.
hurra!

Fertig ist das Projekt! In England nennt man das wohl "potting shed" - endlich Platz, die Balkonkästen neu einzutopfen (oder den Grill zu bedienen).
Zumindest in der Theorie, denn dieser Tisch muss noch etwas trocknen. Das Eintopfen erfolgt daher (letztmalig?) auf dem Terrassentisch...
Timing ist alles!

Und ab damit zum Upcycling Tuesday Juni 2015http://zepideh.blogspot.de/2015/06/upcycling-dienstag-juni-2015.html!

Samstag, 3. Mai 2014

Aufgehübscht.

Man kommt ja zu nichts, und deshalb hatte ich auch noch nicht gezeigt, was die Nähmaschine hier in letzter Zeit geleistet hat. Aber wenn der Frühling kommt und die Sonne so aufdringlich durch die Fenster scheint, dass man meint, selbige putzen (lassen) zu müssen, dann muss man auch anderweitig aktivi werden.
Blumen zum Beispiel sind immer gut.

Und da hübsche Blumenübertöpfe schwer aufzutreiben sind, Konservendosen und Stoffreste aber im Überfluss vorhanden, wohnt das Pflänzchen jetzt angemessen(er).

Und einen großen Brotkorb, in den mehrere Brötchen passen, haben wir jetzt auch endlich. Der erste Versuch, vorn im Bild, war ja eher klein geraten...

Und die neuen Kleider zeige ich Euch vielleicht ein andermal. 

Mittwoch, 10. Juli 2013

Ferienprojekte.

Es ist Sommer und das Wetter hat das auch verstanden. Und das beste: wir haben eine Woche frei und können uns endlich einmal so richtig entspannen die schon lange geplanten Projekte angehen, für die man mehr als einen freien Samstagnachmittag benötigt.
Als da wären:
1. Eine Tischdecke nähen - mal wieder - aber diesmal für den Terrassentisch.

2. Die Hecke schneiden. Wir haben viele Hecken, wir haben gestern den ganzen Nachmittag dafür gebraucht. De rMeinige hat die Heckenschere geschwungen und ich habe hinter ihm aufgeräumt. Wie immer!
vorher
nachher
Im Moment finde ich, dass es vorher deutlich besser aussah, da  wir vor allem die Hecke hier im Bild stark gestutzt haben. Hoffentlich wird sie durch die Aktion "untenrum" wieder etwas dichter... alle anderen Hecken sollen zumindest in die Höhe wachsen und sind nur an den Seiten begradigt worden.

3. Die Stühle streichen.
Die Stühle sind uralte IVAR aus unbehandelter Kiefer, die der Meinige sich für seine Studentenbude gekauft hatte. Letztes Jahr haben wir sie mangels Alternativen für die Terrasse verwendet, wo sie prompt einige Male nass geworden sind und diesen schicken modrigen Grauton angenommen haben, den unbehandelte Holzstühle bekommen, wenn man sie einfach so der Witterung aussetzt.
Normale Menschen Ich hätte jetzt einfach wetterfeste Gartenzaunfarbe gekauft und die Dinger angestrichen. Aber der Meinige ist Ingenieur, noch dazu mit Expertise im Oberflächenschutz, und deshalb wurden die Stühle auseinandergebaut (Sonntag), sehr sehr sorgfältig abgesschliffen (Montag),
 
vom Staube befreit und vor dem eigentlichen Anstrich mit Vorstreichfarbe vorgestrichen (Dienstag).

Das ist alles sicherlich sinnvoll und korrekt und die Farbe wird hervorragend halten und so weiter.
Gestern abend murmelte der Meinige dann aber irgendwas von "zweiter Vor-Anstrich", doch ich habe das nicht genau gehört. Man kann alles übertreiben. Dann wieder - wenn er das unbedingt machen will...
Das Projekt ist offenbar noch lange nicht abgeschlossen. Die dazugehörige Bank noch nicht einmal begonnen...

4. Die Ernte eingebracht.
Die Radieschen wurden alle von den Schnecken gefressen, und die Vögel haben uns von insgesamt drei Johannisbeersträuchern gerade eine Handvoll übrig gelassen. Die eine Kartoffel, die wir aus Jux gepflanzt haben, hat immerhin vier niedliche Frühkartöffelchen hervorgebracht. Aus der wuchernden Zitronenmelisse habe ich gestern mit Hilfe von Zitronensaft. etwas Ingwer und Zucker etwas über einen Liter Sirup gekocht, der uns -mit Selters vermischt - als Limonade erfrischen soll. Schmeckt auch ganz gut.

Bei all dem komme ich kaum zum Stricken. Zumal ich den Ärmel - obwohl ich genau weiß, was ich tu! - nun schon zum vierten Mal begonnen habe. Seufz. Aber es wird. Langsam aber sicher.

Sonntag, 9. Juni 2013

Tutorial. In sieben Schritten zum Lotterleben. (Schöner Leben mit Stoffen. Teil V)

Jaja.
Es steht hier im Titel: Projekte, Projekte - so viel zu tun!
Aber die Sonne scheint. Und der Meinige ist Segeln (macht mir also kein schlechtes Gewissen mit dieser nervtötenden Betriebsamkeit im Garten).
Und weil die Sonne gefühlt zum ersten Mal dieses Jahr scheint (ich weiss, ich weiss, da war schon mal dieser Tag Ende März) gilt hier ganz klar: Nö.
Entschleunigung.
Work-Life-Balance.
Ich will einfach nur hier SITZEN!
Am liebsten auf dem hübsch-grünen, frischgemähten Rasen.
Ist aber noch etwas feucht. Und vielleicht nicht ganz so bequem... heureka! Ein Lotterkissen muss her!
zum bequemen Herumlungern

Vor der Balance kommt also noch etwas Work...
Zufällig habe ich da noch ein paar uralte Kissen ohne Hülle im Haus - drei Stück sollten es schon sein... Und Stoffreste von der Brotkorb-Aktion sind auch noch da. Am besten eignet sich ein fester Twill, oder Jeans, vielleicht sogar etwas Wachstuch, und er sollte natürlich etwas größer sein als die Kissen zusammen...(Kissen waren 45x50 cm; Stoffe je 55x150cm, alle Maße grob geschätzt, aber wenn man auf jedes Kissen pro Seite 3cm aufschlägt passt das schon.)
Upcycling auch hier!
 Und so geht's:
1. Stoffbahnen links auf links aufeinandersteppen, dabei eine lange Kante komplett offen lassen.
2. Nahtzugaben an der offenen Seite großzügig (ca. 2 cm) umbügeln, sodass später das Zunähen leichter fällt.
3. Wenden und gebügelte und nach innen geklappte Nahtzugaben evtl. vereinzelt feststecken.
4. Stoffbezug in drei gleich große Teile aufteilen und Zwischennähte steppen. Dabei nach ihnen geklappte Nahtzugabe mitfassen. Es entstehen drei (oder mehr) Taschen für Kissen.
gut gebügelt ist die halbe Arbeit
5. Rechts und links von den Trenn-Nähten der Kissentaschen füßchenbreit mindestens 2 weitere Nähte steppen. Dadurch lässt sich das Lotterkissen später leichter falten.
Soll-Knick-Stelle
6. Kissen einstecken.
passt!
7. offene Verschlussnaht feststecken und schließen.

Nadeln beim Nähen nach und nach entfernen.
Fertig!
Der ganze Spaß hat von der Idee bis zur Fertigstellung ungefähr eine Stunde gedauert. Wer nicht ganz 100% abgezirkelt arbeitet/arbeiten mag/kann, wird ebenfalls ein Erfolgserlebnis haben. Nur auf dem Nähtisch braucht man etwas Platz, mit Kissen gefüllt ist das Lotterdings doch schon recht voluminös...
auf aufgestellt bequem.
 Jetzt nur noch ein Buch, Sonnebrille, und etwas Eistee... und ganz viel Sonne!


Mittwoch, 29. Mai 2013

Schöner Wohnen mit Stoffen. Teil IV (geblümt).

Jaja.
Wir haben schon eine Tischdecke.
Aber ab und zu muss man die ja auch mal waschen, und so haben wir jetzt eine zweite.
alles neu macht der Mai...

Fällt Euch was auf?
Blümelein!
Der Meinige hat aber gar nichts zu den fehlenden Streifen oder Karos gesagt, sondern zustimmend gebrummt und sogar freiwillig fast ohne zu Murren die blöde Vorarbeit des ordentlich Bügeln übernommen. Der Stoff nimmt die anderen Farben im Raum (Vorhang! auch von mir...) wunderbar auf, ohne zu matchy-matchy zu wirken. Alles prima.
Ein Freischein zum Kleckern ist das aber nicht.

Montag, 1. April 2013

Schöner Wohnen mit Stoffen III. Osterkorb. Türstopper.

Und damit ichs vom Tisch habe und Euch wieder über Wolle informieren kann:
aus diversen Resten entstanden neue Brotkörbe/Osterkörbe nach dem Tutorial von Farbenmix.

Hübsch, aber überraschend klein (Ausgangsmaße ca. DinA4) - groß genug zwar für unseren Haushalt, aber ich hatte sie dennoch größer erwartet. Nuja, macht ja nix.

Rechtzeitig zu Ostern!
Und bevor uns die Verwandtschaft die Türen einrennt - im wahrsten Sinne des Wortes - habe ich aus den restlichen Resten noch ein paar Türstopper genäht.

Die stehen jetzt hinter der Tür, sodass die Klinken nicht in die Wand donnern, und wenn die Gäste alles aufgefuttert haben und wieder abgezogen sind, dann haben wir noch einen kleinen Notvorrat an Milchreis und diversen Hülsenfrüchten (Füllung).

Donnerstag, 28. März 2013

Schöner Wohnen. Magnetpinnwand.

Im Zuge der fortschreitenden Aufhübschung unseres Zuhauses wünschten wir uns eine Tafel für die Küche. Darauf kann man Botschaften, Einkaufszettel oder weitere Projekte notieren. Oder eine Pinnwand, zum gleichen Zwecke. Oder eine Tafel...

Zum Glück gibt es ja die guten alten Ribba-Rahmen vom liebsten skandinavischen Möbelhaus.
Und wenn man einfach kein Bild einrahmt, sondern stattdessen die Rückwand erst (mehrfach, hier: fünfmal) mit Magnetfarbe streicht, und dann -ebenfalls mehrfach- mit Tafelfarbe, und dann die Rückwand vor die Glasscheibe packt und das ganze an die Wand hängt - dann hat man eine Magnettafel.
Und auf dem Rand kann man sogar die Kreide ablegen.

Hurra! Genau so hatten wir uns das vorgestellt!
Und dass der Schnee bis Sonntag anhalten soll, das versuchen wir jetzt mal positiv zu sehen. Auf diese Weise kann man ja die bunten Eier viel besser finden. Und die Schokolade schmilzt nicht so schnell...
Seufz.
Frohe Ostern Euch allen!

Samstag, 23. März 2013

Schöner Wohnen mit Stoffen. Teil II.

Also.
Es waren Stoffreste übrig. Es sind ja immer Stoffreste übrig, wenn man irgendwas mit Stoffen macht. Auch demnächst werden wieder Stoffreste übrig sein, wenn ich endlich die langersehnten Vorhänge genäht habe. Also gleich nachdem wir endlich eine einfache weiße Gardinenstange mit einfachen weißen Holzknubbeln am Ende aufgetrieben haben. Kann ja nicht so schwierig sein. Man müsste wahrscheinlich mal in einen Baumarkt, aber momentan warten wir noch ab. Vielleicht liegt sie ja wider Erwarten doch irgendwann einfach vor der Tür. Aber wahrscheinlich nicht.
Jedenfalls.
Jedenfalls sind Stoffreste im Haus und vergammelte Möhren, und weil mir die Kartoffeln immer austreiben, weil sie nicht im Dunkeln liegen, und weil die Möhren auch im Dunkeln liegen sollen und weil es draußen geschneit hat und ich nun seit fast drei Monaten zu Hause bin, habe ich beschlossen, Gemüsebeutel zu nähen. (Nein, mein Gemüse wohnt nicht im Gemüsefach des Kühlschranks. Zu einfach. Der Kühlschrank ist außerdem so klein, der Platz wird für andere Sachen gebraucht. Gemüse muss ich da lagern, wo ich es sehe, damit ich es esse, solange es frisch ist.)
Jedenfalls.

Hier folgt ein Tutorial für wachstuchgefütterte Stoffbeutel mit Ziplock-Verschluss.Denn die Idee mit dem Verschluss, die scheine ich bisher als einzige gehabt zu haben...
So hab ich's gemacht:
1. Festgelegt, wie groß der Beutel werden soll. Mich dabei grob am 6-Liter-Ziplock-Beutel vom Möbelschweden orientiert.

2. Stoffrest zugeschnitten. Geschickt einen karierten Stoff ausgewählt, der gerade Nähte sehr viel einfacher macht.

2.a) Und weil ich vor dem Nähen auch noch eine blöde Bett-Hüt-Erkältung hatte und keinen Fernseher besitze hatte ich beschlossen, dass ich ja sogar Kreuzstich kann. Flugs eine schnörkellose Schrift entworfen (oder eher: Schriftzüge. Keineswegs ein vollständiges Alphabet!) und die zugeschnittenen Beutel bestickt.Wird Zeit, dass der Frühling kommt und ich wieder Arbeiten gehen kann.
Dieser Schritt ist optional. (Natürlich kann man den Beutel in diesem Stadium auch mit Schleifen oder Bändchen oder anderem Zeug betüddeln. Ich besitze übrigens keine Stickmaschine.)

3. Futterstoff - bei mir: Wachstuch - zugeschnitten - ziemlich genau jede Kante eine Nahtbreite kleiner als den Oberstoff.

4. Von links die Nähte schließen.

5. Beutel wie für die Endfassung ineinanderstecken und dann wenden, sodass das Wachstuch aussen ist.
die Außenstoffkante ist schon versäumt, weil dies ein Überbleibsel der karierten Tischdecke war.

6. Funkelnagelneuen Ziplock-Beutel so zerschneiden, dass man den Ziplockverschluss aueinanderpfriemeln und an die Beutel nähen kann.

7. Ziplockverschluss mit ganz leichtem Zickzackstich annähen. Im besten Falle ist der Verschluss minimal größer als der Beutel, in meinem Fall war das aber nicht so (Mir geht es aber auch nicht um hundertprozentige Abdichtung, sonst hätte ich mir die Sache mit dem Wachstuch gespart und gleich den Ziplockbeutel eingenäht.) Man sollte aber genau darauf achten, dass die beiden Verschlussteile an mindestens einer Seitennaht genau aufeinandertreffen.

8. Innenliegenden Außenstoff so umklappen, dass der unhübsche Ziplockrand verdeckt wird. Füßchenbreit (ausgehend vom Verschluss) feststecken und zugleich Beutelrand mit Doppelsaum versäubern. Achtung: Oberstoff hat minimal Weite, die unschöne Falten schlägt, wenn man nicht aufpasst...(s.u.)


9. Wer mag, kann seinen Beutel mit Standfläche ausstatten. Dazu Beutel wieder auseinanderziehen, und die (bei mir imaginäre) Bodennaht auf die Seitennaht bringen, Ecke auseinanderziehen,

absteppen

und abschneiden.
Fertig!

Und weil wir hier alle in Kantinen bzw. Mensen ernährt werden, wohnt in diesem wohldimensionierten Lunchbeutel jetzt erstmal unser Brotvorrat.
Ob sich das frischetechnisch alles bewährt werden wir ja erleben. Falls nicht, sage ich nochmal Bescheid.
Jetzt brauche ich jedenfalls erstmal noch einen Brotkorb...
Mal sehen, ob das bis Ostern klappt.
Andererseits: draußen ist kalt und usselig. Ich sehe gute Chancen.