Die vierte und vorerst letzte Toni sollte eine Kurzversion der dritten Toni werden.
Der wunderschön-sommerlich, schwere Jersey ist der von der Hamburger Liebe entworfene "Kamehameha" (?), der mich nächtelang in meine Träume verfolgte, bis ich ihn endlich bestellt habe. Nicht ganz billig, aber die Qualität ist wirklich toll.
Leider reichte die Menge nicht, um das Vorderteil, wie eigentlich geplant, in einem Stück zuzuschneiden, stattdessen habe ich den als Kontrast für Kragen und Ärmel gedachten "Crisscross" als Taillenstück eingefügt.
Kann man machen, aber vielleicht hätte ich besser unten am Saum angestückelt? Nun ja, zu spät. Mir macht das Kleid jedenfalls Lust auf Sommer, Strand und Sonne.
Und damit ich es dann auch tragen kann, ohne mich sofort an den Oberschenkeln wund zu laufen - ein m.E. weit verbreitetes Problem, dem die Mode und selbst die Nähblogszene bisher viel zu wenig Beachtung schenkt, habe ich mir noch zwei passende Radlerhosen dazu genäht.
Jetzt kann eigentlich nichts mehr passieren.
Außer Regen und 15°C trotz Juni natürlich.
Das Muster ist übrigens die "Thora" aus dem "Hexenquartett" Wäscheset vom Wetterhexchen mit auf 15 cm verlängerten Beinen und einfachem Gummibund, rechts auf rechts angenäht. Sitzt gut, geht schnell. Man sollte ohnehin viel mehr selber Wäsche nähen - man kann sich Farben, Muster, Passform auswählen und spart sich die Demütigung. Ich für mein Teil jedenfalls habe keine Lust mehr, im Kaufhaus automatisch an den Wühltisch geschickt zu werden, nur weil ich Größe 48plus trage... Im "Hexenquartett" sind vier Schlüpferformen in erfreulich großen Größen mit ausführlichen Anleitungen - wenn man das Prinzip erstmal verstanden hat, ist das Anpassen an eigene Vorlieben (Beinausschnitt, Leibhöhe etc) ein Leichtes.
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Freitag, 5. Juni 2015
Donnerstag, 4. Juni 2015
Toni die Dritte.
Die dritte Toni ist wieder aus Jerseystoff genäht - er ist dunkelblau, leicht glänzend, recht schwer und hat ein Paisleymuster eingeprägt, eine Struktur, die ich noch nie gesehen hatte.
Diesmal habe ich die "normale" Grundform mit dem schmaleren Rock zugeschnitten, außerdem das Oberteil für "große Oberweite" und 3/4-Ärmel. Der Rundhalsausschnitt ist nur mit dem gleichen Stoff eingefasst und das Kleid ist verlängert bis fast zu den Knöcheln, sodass ich es zu etwas festlicheren Anlässen abends tragen kann - dann mit etwas Bling am Hals und einem noch zu strickenden, auffälligen Tuch vielleicht?
Dieses ist bisher die bequemste Version, trägt sich toll.
Sieht aber von hinten weniger gut aus als gedacht. Tja.
(Ein Tuch muss her.)
Diesmal habe ich die "normale" Grundform mit dem schmaleren Rock zugeschnitten, außerdem das Oberteil für "große Oberweite" und 3/4-Ärmel. Der Rundhalsausschnitt ist nur mit dem gleichen Stoff eingefasst und das Kleid ist verlängert bis fast zu den Knöcheln, sodass ich es zu etwas festlicheren Anlässen abends tragen kann - dann mit etwas Bling am Hals und einem noch zu strickenden, auffälligen Tuch vielleicht?
Dieses ist bisher die bequemste Version, trägt sich toll.
Sieht aber von hinten weniger gut aus als gedacht. Tja.
(Ein Tuch muss her.)
Mittwoch, 3. Juni 2015
Toni die Zweite.
Die zweite Toni ist aus ganz anderem Holz Stoff gemacht. Diese enthalten zwar beide Elasthan und sind dehnbar, aber eben alles in allem doch Webstoffe und kein Jersey.
Das beeinflusst die Passform sehr, obwohl der Schnitt immer noch funktioniert. Die großzügig zugegebene Weite nach dem ersten Anlauf verpufft allerdings ein wenig.
Diesmal habe ich das kontrastierende "Bündchen" weggelassen und fehlende Länge dem Oberteil zugeschlagen, um die Taille optisch etwas tiefer zu rücken. Kurze Ärmel fangen die geringere Elastizität auf und sind schmal mit dem karierten Stoff eingefasst.
Als Kragen habe ich diesmal den "normalen" Bubikragen gewählt, auch wenn mir der Halsausschnitt weiter vorkommt als auf den Fotos zum Schnitt angegeben. Egal, ich finde es ganz süß so. Außerdem habe ich mir eine falsche Knopfleiste mit Rüschen aus dem Karostoff gearbeitet und normale Hemdknöpfe mit pink angenäht. Etwas klassisch-konservativer, aber kann man so tragen.
Das beeinflusst die Passform sehr, obwohl der Schnitt immer noch funktioniert. Die großzügig zugegebene Weite nach dem ersten Anlauf verpufft allerdings ein wenig.
Diesmal habe ich das kontrastierende "Bündchen" weggelassen und fehlende Länge dem Oberteil zugeschlagen, um die Taille optisch etwas tiefer zu rücken. Kurze Ärmel fangen die geringere Elastizität auf und sind schmal mit dem karierten Stoff eingefasst.
Als Kragen habe ich diesmal den "normalen" Bubikragen gewählt, auch wenn mir der Halsausschnitt weiter vorkommt als auf den Fotos zum Schnitt angegeben. Egal, ich finde es ganz süß so. Außerdem habe ich mir eine falsche Knopfleiste mit Rüschen aus dem Karostoff gearbeitet und normale Hemdknöpfe mit pink angenäht. Etwas klassisch-konservativer, aber kann man so tragen.
Dienstag, 2. Juni 2015
Meine Nähmaschine und ich. Allerlei Kleider: Toni von Milchmonster, die erste.
Schon im März hatte ich angekündigt, mir ein paar neue Sommerkleider nähen zu wollen. Das ist in der Tat längst geschehen. Ausgeguckt hatte ich mir das Raglan-Jerseykleid "Toni" von Milchmonster, das seit längerem schon durch die Nähblogs wandert. Es ist in einer Vielzahl von Größen erhältlich (wenn auch nicht in meiner) und erlaubt zahlreiche Variationen mit Kragen und Ärmeln und Längen. Dabei bin ich ja ohnehin schmerzfrei, wenn mir ein Grundmuster passt, kann man mit Stoffwahl, Längen und Details eine große Bandbreite sehr unterschiedlicher Kleidungsstücke schaffen. Und da die Passform nicht besonders kompliziert schien, traute ich mir auch zu, von Größe 48 auf meine Größe hochzuskalieren.
Das hat auch einigermaßen gut geklappt.
Die erste Toni ist mehrteilig mit dem Falten-Oberteil, weitem Rock, 3/4 Ärmeln und XXL-Bubikragen zugeschnitten. Der pudrigblaue Stoff ist ein elastisch und wirkt wie sehr kurzgeschorener Pannesamt, vermutlich alles Plastik, dafür aber knitterfrei. Ein tolles Kofferkleid.
Den Kragen aus kontrastierendem Nickistoff im gleichen Farbton habe ich, wie von anderen Näherinnen schon oft vorgemacht, schräg angenäht, mit der "Öffnung" zur linken Raglannaht.
Ans "Bündchen" habe ich einen falschen Gürtel genäht, ohne Funktion. Die recyclete Schnalle habe ich mittels Stylefix mit Stoff bezogen. Sosolala.
Die Ärmelbündchen haben einen Schlitz und lassen sich auch hochkrempeln.
Insgesamt bin ich mit der Passform ganz zufrieden, wobei der Stoff einen Teil der Arbeit übernimmt. Die Ärmel hätten weiter sein dürfen, ebenso das Oberteil - die Oberweite kommt nicht ganz mit. Auch hinten zeichnen sich unschöne Falten ab - wahrscheinlich habe ich schon wieder zugenommen. Aber für zwei der diesjährigen Hochzeiten ist es schon zum Einsatz gekommen, und ich habe mich dabei gut angezogen und wohl gefühlt.
Das hat auch einigermaßen gut geklappt.
Die erste Toni ist mehrteilig mit dem Falten-Oberteil, weitem Rock, 3/4 Ärmeln und XXL-Bubikragen zugeschnitten. Der pudrigblaue Stoff ist ein elastisch und wirkt wie sehr kurzgeschorener Pannesamt, vermutlich alles Plastik, dafür aber knitterfrei. Ein tolles Kofferkleid.
Den Kragen aus kontrastierendem Nickistoff im gleichen Farbton habe ich, wie von anderen Näherinnen schon oft vorgemacht, schräg angenäht, mit der "Öffnung" zur linken Raglannaht.
Ans "Bündchen" habe ich einen falschen Gürtel genäht, ohne Funktion. Die recyclete Schnalle habe ich mittels Stylefix mit Stoff bezogen. Sosolala.
Die Ärmelbündchen haben einen Schlitz und lassen sich auch hochkrempeln.
Insgesamt bin ich mit der Passform ganz zufrieden, wobei der Stoff einen Teil der Arbeit übernimmt. Die Ärmel hätten weiter sein dürfen, ebenso das Oberteil - die Oberweite kommt nicht ganz mit. Auch hinten zeichnen sich unschöne Falten ab - wahrscheinlich habe ich schon wieder zugenommen. Aber für zwei der diesjährigen Hochzeiten ist es schon zum Einsatz gekommen, und ich habe mich dabei gut angezogen und wohl gefühlt.
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