Posts mit dem Label eigener Entwurf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label eigener Entwurf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 15. Februar 2016

Das Tüpfelchen auf dem "i"...

Das Tüpfelchen auf dem "i" sitzt bekanntlich ganz oben. Bei einem Baby-Outfit wie bspw. diesem hier wäre das daher die Mütze. Normalerweise würde ich Mützen stricken, aber im Sommer ist die Wolle auf dem Kopf vielleicht etwas zu viel des guten - wenn man nicht direkt an der windigen Nordseeküste wohnt, geht es ja eher um  Sonnenschutz als Wärmeverlust.
Dieses Werk ist zwar schon ganz niedlich, aber eben doch eher Haube als Mütze. In meinem Kopf spukte vielmehr die Vorstellung einer altmodischen englischen "school cap" oder auch Cricketmütze herum.
Ich habe hier mal Bilder aus dem Internet zusammengesucht, da Cricket hierzulande ja nicht gerade zum Breitensport zählt.
http://www.smartturnout.com/media/catalog/category/bags_header.jpg
http://www.smartturnout.com/media/catalog/product/cache/2/small_image/242x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/y/a/yale_5.jpg
Wenn man diese Mützen genauer betrachtet, stellt man folgendes fest:
a) es sind Schirmmützen, in der Regel in den Schul-oder Teamfarben. Blau-weiß ist offenbar Yale. Wer hätte gedacht, dass in Yale Cricket gespielt wird -ist das nicht in den USA?
b) anders als Baseball-Mützen bestehen sie aus 6 oder 8 -äh- Kugelteilsegmenten. Oben haben sie einen Knopf. Der Schirm ist offenbar etwas kürzer als bei Baseballmützen.
c) die Querstreifen sind besonders cool, aber es gibt auch Versionen mit unterschiedlich gefärbten Segmenten, oder einfarbige Mützen mit Paspelstreifen entlang der Teilungsnähte.
http://g02.s.alicdn.com/kf/HTB1E3t4IFXXXXa5XVXXq6xXFXXX8/201383604/HTB1E3t4IFXXXXa5XVXXq6xXFXXX8.jpg

https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQXJPaG9vQs31O9AeqfT2csaRwlGQd8phRAwVKwCtjV9IiJUa-Vug

d) hinten sind die Segmente offenbar etwas länger und die Mütze sitzt daher tiefer als vorne. Oft werden sie durch ein Gummiband im hinteren Bereich an verschieden Kopfweiten angepasst.
e) die klassische Cricketmütze liegt eng am Kopf an, anders als die australischen Ableger - diese sind bauschiger, und sind in anderen Farben und Materialien auch bekannt als Ballonmützen, bzw. "Gatsby"-bzw. "Newsboy"-Mützen.
f) traditionell bestehen sie aus Wollfilz. England ist halt kein sehr warmes Land.

Für Ballonmützen gibt es Anleitungen. Zu Schiebermützen, und Michelmützen gibt es Anleitungen. Für traditionelle Cricketmützen hingegen habe ich nichts gefunden. Tja, muss ich halt selber ran.
Das ist bei meinem ersten Versuch herausgekommen. 
Geplant war ein Kopfumfang von ca. 40 cm, tatsächlich sind es etwa 44 cm, laut Tabelle würde das zwischen 3 und 6 Monaten passen - zumal das Bündchenjersey am Hinterkopf ja einen festen Sitz garantieren soll und daher auch kleineren Köpfchen passen könnte.
Das Material ist wieder einmal ein altes Hemd des Meinigen. Der Schirm ist mit Schabrackeneinlage verstärkt. Und sie ist komplett gefüttert und kann auch als echte Wendemütze auf links getragen werden!
Aus diesem Grund habe ich auch auf den Knopf verzichtet - den könnte man leicht mittels bezogener KamSnaps herstellen, allerdings würde dann womöglich immer einer der beiden Knöpfe auf Baby's Kopf drücken. Das muss ja nicht sein.
Weitere Versionen werden folgen. Da ist noch einiges zu tüfteln.
Ich freue mich schon richtig darauf!

Dienstag, 19. Januar 2016

Jetzt ist Weihnachten aber wirklich vorbei!

Im verzweifelten Versuch, die Adventskalenderornamente fertig zu bekommen, bevor die Weihnachtszeit vorbei ist, habe ich nur drei Ornamente nicht doppelt gefertigt - und zwar die auf den Nadeln improvisierten Tiere: Ochse, Esel und Rudolf das Rentier.
Abgesehen von der eigentlichen Kalendervorrichtung, an die die Ornamente gehängt werden sollen, fehlten also noch drei Dinge für die zweite Version des Kalenders.

Voilà!
Seit gestern sind aber auch diese drei fertig geworden - diesmal nicht als dreidimensionale Tiere, sondern als flache, gehäkelte Gesichter, und ebenfalls frei improvisiert.  Ich mag den verstörten Esel fast noch lieber als den etwas verschlafenen Ochsen...
Jetzt muss ich nur noch die Aufhängung fertigstellen, dann kann Weihnachten wieder kommen!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Weihnachtskarten 2015.

Mir fiel ja nichts ein, aber zum Glück hatte der Meinige eine gute Vorstellung davon, wie die diesjährige Weihnachtskarte aussehen sollte. Er hat es mir beschrieben, ich habe es gezeichnet, und dann das Linolbesteck herausgekramt.
Joa, kann man so machen. Ein Probedruck, einmal nachschnitzen, und dann habe ich wie in den letzten Jahren auch unsere Weihnachtskarten gedruckt. Erstmal 50 Abzüge, jeder ein Original.
Jetzt müssen wir sie nur noch schreiben.

Freitag, 20. November 2015

Kleine Sachen. FO: Elefantenrassel.

Das Strick-Mojo ist auf einem Tiefpunkt. Ich kann mich kaum aufraffen, die Nadeln anzufassen. Dass inzwischen fast alle Seile meiner Lieblingsnadeln gerissen sind, sodass ich doofe Bambusnadeln nutzen muss, macht es nicht besser.

(Die Spitzen von Chiaogoo sind wirklich großartig, und in Kombination mit den Twist-Seilen ein wunderbares Werkzeug, aber ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen, dass der Verschleiß an Seilen in allen Größen exorbitant hoch ist. Ich frage mich, ob das allen Strickerinnen so geht? Gehört das dazu?)

Jedenfalls bin ich dazu übergegangen, allerlei kleine und kleinste Sachen zu stricken und werde Euch bald mehr davon berichten. Mittendrin kam aber - etwas überraschend - die Einladung zur Taufe des Flüchtlingsbabies. Eigentlich sollte die kleine morgen hier in der Stadt getauft werden, aber wie das so ist - die Mutter wollte wohl einen "richtigen", traditionell eriträischen Taufgottesdienst, und da kann man eben nicht in irgendeine orthodoxe Kirche (sind das Kopten? ich glaube, das sind Kopten. Aber eben nicht armenisch-koptisch.). Ich finde das nachvollziehbar, denn das traditionellste Weihnachten, das ich je gefeiert habe, war in Japan - in der Fremde werden die vertrauten Rituale auf einmal sehr viel wichtiger.
Kurzum, die Taufe wurde um eine Woche vorverlegt und Mutter, Kind und Tante machten sich am Vorabend auf mit dem Bus in die nächste Metropole, wo morgens um vier der dreistündige Taufgottesdienst stattfand. (Glaube ich. Die Verständigung ist immer noch etwas schwierig.) Baby wurde dazu bis auf eine Scheitellocke rasiert, vermutlich, damit das Taufwasser auch wirklich an den Schädel kam, und auch Mutter und Tante hatten die Haare schön, sehr elaboriert geflochten und ihre besten Kleider angezogen. Schon am Vortag begann die Vorbereitung des Festes, wegen des Kochens fiel unser Deutschunterricht an dem Tag zum allseitigen Bedauern aus.

Mir verschaffte das immerhin die Zeit, dem nun fast drei Monate alten Baby ein Taufgeschenk zu basteln. Ich dachte an eine weiche Rassel. Im Geschäft ist sowas ja gar nicht zu bekommen - jedenfalls kaum in schön und noch schwieriger zu einem vernünftigen Preis von weniger als 25 Euro.
Nach einigen Stöbern bei Ravelry stellte ich fest, dass Rasseln offenbar meist gehäkelt werden - vermutlich wegen der größeren Festigkeit - und dass mir keine der Anleitungen wirklich gefiel.
Zum Glück hat Julie Williams im Laufe der Jahre nicht nur die Hasen entworfen, für die ihr Blog und Ravatar "littlecottonrabbits" steht, sondern auch ganz entzückende Elefanten. 
Da Julies' Anleitungen ihr Geld immer wert sind, habe ich kurzerhand  die Anleitung für den Elefantenjungen gekauft, den Kopf in babytauglichem und inzwischen ja vielfach bewährtem Baumwoll-Kaschmir-Gemisch gestrickt, und beim Ausstopfen eine Rasselelement aus dem örtlichen Bastelgeschäft eingefügt. Ich hatte überlegt, ein Ü-Ei-Element mit Reis zu füllen, aber ich hatte Angst, dass es zu groß wird, und außerdem sollte die Rassel waschbar sein - und Wasserdichtigkeit kann ich bei Reis-in-Ü-Ei nicht garantieren...
die drei Einzelteile sind ratzfatz gestrickt  - ein Fernseh-Abend und alles ist fertig!
Den Rüssel habe ich natürlich etwas länger gemacht und -entgegen der Spielzeug-Anleitung - sehr fest ausgestopft, damit das Baby gut greifen kann. Ausstopfen und Zusammennähen macht man am besten gleichzeitig, um gleichmäßig fest ausstopfen zu können.
...etwas nähen, etwas stopfen, dann wieder etwas nähen, wieder etwas stopfen...
Dann wird der Rüssel zum Ring geformt ...
Die Rüsselspitze wird statt Füllwatte ins Rüsselende gesteckt und beim Verschließen festgenäht. Das hält!
... und der Kopf auf dem Ring fixiert, damit er nicht zu sehr schlackert.
Also, mir gefällts!
Und wenn man das Material beisammen hat, geht es wirklich schnell! Ich denke, ich mache noch ein paar davon...

Die harten Fakten:
Boy Elephant in a textured sweater by Julie Williams
angefangen: 13. November 2015
fertiggestellt:  14. November 2015
Garn: HWF Mischung aus Kaschmir/Baumwolle
verbraucht: wenig
Größe/Maße: Ring - etwa 7 cm
Nadeln: Bambusrundstricknadeln 3mm

weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, schwarzes Stickgarn für Augen, Rasselelement, Füllwatte
Kosten: Garn sind vorhandene Reste. 500g Füllwatte kosten etwa 2 Euro und füllen mindestens 20 Rasseln... 2 Rassel-Elemente kosten etwa 1,80 Euro....Anleitung 5,80 Euro - insgesamt alles günstiger als gekauft. Und niedlicher!

Montag, 19. Oktober 2015

Aufräumen.

Zeitungen lese ich eigentlich nur noch online. Bücher stehen zwar im Regal, aber neue Bücher lasse ich mir neuerdings hauptsächlich vorlesen.  Neben den wöchentlichen Käseblättchen kommt uns daher genau ein Printerzeugnis regelmäßig ins Haus - eine Wirtschaftsmagazin, das wir seit einigen Jahren schon abonniert haben. Und da diese Zeitschriften nicht so schnell veralten (und so umfangreich sind, dass wir mit dem Lesen kaum hinterher kommen), müssen die irgendwo gelagert werden.
In einem lifestyligen Versandkatalog kam uns folgendes Bild unter die Augen.
Eine Zeitschriftentasche aus Filz zum sagenhaften Preis von 175,-Euro. Einhunderfünfundsiebzig! EinHUNDERTfünfundSIEBZIG Euro. Das Erstaunlich daran ist eigentlich nur, dass das jemand kauft. Finde ich.
Filz. Habe ich nicht neulich erst etwas aus Filz...?
Meine Filzreste sind zwar nicht aus Wollfilz, sondern aus Industriefilz, aber um als Aufbewahrungskiste zu dienen sollte es doch reichen.
Und tatsächlich...

...es war in der Tat kein Hexenwerk, 5 Platten aus Filz auszuschneiden und diese zu einer Kiste zusammenzunähen. (Trotzdem habe ich das exakte Zuschneiden dem Meinigen überlassen. Er ist da viel viel genauer als ich.) Allerdings kann ich die schicken Griffe nicht so hübsch ausschneiden, wie sie in der Vorlage ausgestanzt wurden.
 Da unsere Zeitschriften ziemlich schwer sind, schien es zudem ratsamer, "richtige" Griffe anzunähen. Zum Glück lag hier noch ein alter Stoffgürtel herum, sodass ich nicht einmal Gurtband kaufen musste.
Einfach mit festem Knopflochgarn mehrfach kreuzförmig annähen. Innen habe ich sogar noch eine Filzverstärkerscheibe angenäht, um das Band gleich zu versäubern und noch reißfester zu machen.
Die Maße haben wir genau auf die Maße der Zeitschrift ausgelegt -plus jeweils 2 cm extra am Rand für Nahtzugabe und etwas Spiel.
Passt perfekt!
Kosten? Keine! (Da Resteverwertung, aber selbst wenn die Materialien gekauft wären schätze ich etwa 150 Euro weniger als im Laden. Nähen macht soo glücklich!)
Uns reicht das  jedenfalls so.

Montag, 22. Juni 2015

Den Garten aufräumen.

Ich rede ja gerne mit Nachbarn. Aber nicht über die Mülltonne.
Wenn die Nachbarn links ihren Müll wegbringen, können sie uns nämlich wunderbar auf den Kaffeetisch gucken.
Maschendrahtzaun. Typisch, aber als Sichtschutz nicht sooo dolle.
 Die Idee war daher schon im letzten Jahr, einen Sichtschutz anzubringen. Außerdem wollten wir die -für den deutlich größeren Garten der Vor-Wohnung angeschaften- Geräte und Gedöns etwas besser aufbewahren.
Gegenüber bildet wildes Gebüsch den einzigen Regenschutz für allerlei Gartengeräte.
Bisher standen Spaten, Forken, Grabegabeln im Regen, während ein alter Küchentisch mit Kleinkram vollgestellt war, die Massivholzarbeitsplatte ungeschützt der Witterung ausgesetzt.
sah alles schon mal besser aus
Da kam der Besuch am Wochenende gerade recht, ein Besuch, der womöglich mangels eigenem Garten gerne in unserem werkelt. Letztes Mal hatte er sich zum Einkochen angesagt, dieses Mal, fanden wir, würden wir das Projekt "Sichtschutz mit Stauraum" angehen.
(Etwas eingekocht haben wir aber doch: Tomatensugo. Das Chutney hatte ich schon vor zwei Wochen erledigt, unbebloggt. tststs).
Er war Feuer und Flamme. Der Meinige entschwand etwas mißtrauisch zur Arbeit, und wir machten uns frisch ans Werk.
Aus zwei gebrauchten Euro-Paletten müsste sich doch da etwas zimmern lassen? Ein Plan war schnell gemacht,
Der Holländische Hilfsarbeiter ist schließlich Architekt.
hier kann man vielleicht auch was erkennen.
Euro-Paletten bekamen wir gebraucht für kleines Geld. Für nochmal den doppelten Geld haben wir dann doch noch im Baumarkt 2,5 Liter Imprägnierlasur erstanden und drei Bretter zurechtsägen lassen. Schrauben sind im Haus.
links sollen Regalbretter auf die Klötze. Rechts soll man langstielige Geräte anlegen können.
 Während der Mann das Grobe erledigte, also die Paletten wie gewünscht zerlegte bzw. zurechtsägte, habe ich die gröbsten Splitter abgeschliffen.
Hier sieht man, wie der alte Tisch gelitten hat.
Zum Glück hat der Meinige die passende Maschine im Haus!
Eine Zwischenanprobe ergibt - dank flexiblem, wenn auch nicht sonderlich stabilem Fundament aus alten Mauersteinen - passt das in der Höhe.
Dann beginnen wir mal mit dem Streichen. 
Der Meinige hat inzwischen Feierabend und packt mit an, ist aber sehr mißtrauisch, was die stabile Befestigung angeht. Natürlich könnte man einfach überall Winkel anbringen und in die Wände bzw. Balkon-Decke bohren - aber wir sind Mieter, und angestrebt ist nur ein solides Provisorium.
der Rest wird gestrichen, wenn die Palette nicht mehr darauf steht.
Dafür findet er aber auch die Lösung: Keile!
Eine klassische Lösung, und hält ziemlich gut. Jetzt muss fertig gestrichen werden, und dann werden die Paletten über die Klötze miteinander verschraubt. Dafür haben wir die herausgesägten Bretter aufgehoben. Diese dienen auch als Stütze für die Regalbretter.
Mit der restlichen Farbe wird solange der alte Tisch behandelt, der muss ja nun nicht mehr verrotten als unbedingt nötig. Abschleifen, von unten streichen, von oben streichen...

... das neue Sichtschutzregal bestücken.
hurra!

Fertig ist das Projekt! In England nennt man das wohl "potting shed" - endlich Platz, die Balkonkästen neu einzutopfen (oder den Grill zu bedienen).
Zumindest in der Theorie, denn dieser Tisch muss noch etwas trocknen. Das Eintopfen erfolgt daher (letztmalig?) auf dem Terrassentisch...
Timing ist alles!

Und ab damit zum Upcycling Tuesday Juni 2015http://zepideh.blogspot.de/2015/06/upcycling-dienstag-juni-2015.html!

Donnerstag, 20. November 2014

Fertiger Kleinkram.

Während das neueste Machwerk auf Knöpfe wartet, habe ich noch einige andere fertige Dinge nicht verbloggt.
Mützen gehen aber auch so schnell.
Zum Beispiel hatte ich schon länger eine Mütze für den Meinigen angefangen, die aber, da ich damals aufgrund räumlicher Trennung keine Zwischenanproben machen konnte, zu klein war.
 Also habe ich sie nochmal aufgeribbelt und komplett neu gemacht und nun passt sie. (eigenes Design, hinimprovisiert.) Ein zweifarbiges Rippenbündchen für extra warme Ohren, danach Streifen mit Hebemaschen.
 Nicht kompliziert, aber effektvoll.(Notizen bei Ravelry).


 Und männlich bunt, das frische Steingrau akzentuiert das Anthrazit so schön...


Und die Schwiegermutter bat auch um eine warme Mütze, fand aber, dass ihr Mützen eigentlich gar nicht stehen. Vielleicht lag das an ihrer Vorstellung oder dem, was zur Zeit so im Handel erhältlich ist. Eine slouchige Mütze in eisengrau würde ihr tatsächlich nicht stehen. Mein Vorschlag: neutrale, aber wärmere Farben, und eine schmalere Form, einfach aber mit Pfiff.

Kurzum, ich habe nochmal die "Lucy" gestrickt, diesmal aus dickerer Wolle (Lana Grossa Bingo), die ich zufällig noch im Stash hatte und die aber wirklich gerade so gereicht hat.
Die runde Verzwirnung bringt das Flechtmuster wunderbar heraus, und die feste Verstrickung mit sehr kleiner Nadel optimiert die gerollte Kante. Viel besser als der erste Anlauf. Eine Anprobe nach dem Waschen und Blocken wurde mit einiger Überraschung für gut befunden, dann habe ich ihr die Mütze wieder weggenommen. Weihnachten ist schließlich erst in vier Wochen.
Waaaaaaaaaaah!
In vier Wochen ist schon Weihnachten!

Sonntag, 16. November 2014

FO und Fazit: Pocahontas.

Die kleine Nichte geht schon in den Kindergarten. Klar, sie ist ja auch schon fast drei! Nicht mehr lange, dann hat sie Geburtstag. Und ihre Mama hat mir erzählt, dass sie im Kindergarten in der "Indianergruppe" ist. Und ob ich der Kleinen nicht  zum Geburtstag eine Indianermütze stricken könnte?
Klar kann ich. Allerdings musste ich kurz überlegen, ob ich sollte. Ich weiß schließlich inzwischen, dass die amerikanischen Ureinwohner nicht allzu begeistert davon sind, als "Indianer" bezeichnet zu werden, stereotyp-rassistisch dargestellt zu werden, und ihre Kultur für weiße Natur-Romantik herhalten zu lassen, und ich kann mich nicht davon frei machen. Die große Tradition von (ethnographisch übrigens meist sehr sorgfältig arbeitenden) Indianervereinen in Deutschland steht dem nicht entgegen, und ich wüsste wirklich gerne, wie amerikanische Ureinwohner wohl reagieren würden, wenn sie in so einem Wochenend-Ferienlager mal zu Besuch wären.
Auf der anderen Seite leben wir nicht in den USA, und die Wahrscheinlichkeit, dass meine kleine Nichte jemanden persönlich verletzt und beleidigt, weil sie eine Perücken-Mütze mit Federschmuck trägt, ist relativ gering.
Also habe ich ein wenig bei Ravelry gesucht, und nach einigen Inspirationen von Häkelmustern eine einfache Rippenmütze mit "Stirnband" gestrickt. 
Die Partie im Nacken und über den Ohren habe ich mit verkürzten Reihen etwas verlängert, sodass die Ohren schön warm bleiben und eine gute Basis für die angeknüpften Zopfhaare bildet.
Die hervorragende Anleitung für Federn stammt natürlich kostenlos von Ravelry.
 Ich habe schon während des Strickens Kam-Snaps eingesetzt, sodass man die Feder abmachen und austauschen kann.
 Festnähen wäre sicher auch gegangen. Wenn man die Feder sehr fest strickt, ist sie ziemlich standfest.
Am meisten Freude hat mir die Smokerei im "Stirnband" gemacht - ich finde es ein richtiges I-Tüpfelchen und als Designmerkmal hat es noch sehr viel Potential. Ich habe da Ideen, nur leider zur Zeit keine Zeit für die Umsetzung.



Die harten Fakten:
 "Pocahontas" - schwarze Zopfmütze, mein eigenes Design (Notizen bei Ravelry)
angefangen: 24. Oktober 2014
fertiggestellt:26. Oktober 2014
verbraucht: lauter Reste Lana Grossa Cool Wool und Hamburger Wollfabrik (Wolle-Kaschmir-Nylon)
Größe/Maße: Kinderkopf
Nadeln: Mütze: 3 Konen/4mm Nadeln; Federn 2,75 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, KamSnaps
Kosten:alles aus dem Stash
Und der Ravelry-Projekt-Link (mit Notizen zur Mütze).