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Samstag, 23. März 2013

Schöner Wohnen mit Stoffen. Teil II.

Also.
Es waren Stoffreste übrig. Es sind ja immer Stoffreste übrig, wenn man irgendwas mit Stoffen macht. Auch demnächst werden wieder Stoffreste übrig sein, wenn ich endlich die langersehnten Vorhänge genäht habe. Also gleich nachdem wir endlich eine einfache weiße Gardinenstange mit einfachen weißen Holzknubbeln am Ende aufgetrieben haben. Kann ja nicht so schwierig sein. Man müsste wahrscheinlich mal in einen Baumarkt, aber momentan warten wir noch ab. Vielleicht liegt sie ja wider Erwarten doch irgendwann einfach vor der Tür. Aber wahrscheinlich nicht.
Jedenfalls.
Jedenfalls sind Stoffreste im Haus und vergammelte Möhren, und weil mir die Kartoffeln immer austreiben, weil sie nicht im Dunkeln liegen, und weil die Möhren auch im Dunkeln liegen sollen und weil es draußen geschneit hat und ich nun seit fast drei Monaten zu Hause bin, habe ich beschlossen, Gemüsebeutel zu nähen. (Nein, mein Gemüse wohnt nicht im Gemüsefach des Kühlschranks. Zu einfach. Der Kühlschrank ist außerdem so klein, der Platz wird für andere Sachen gebraucht. Gemüse muss ich da lagern, wo ich es sehe, damit ich es esse, solange es frisch ist.)
Jedenfalls.

Hier folgt ein Tutorial für wachstuchgefütterte Stoffbeutel mit Ziplock-Verschluss.Denn die Idee mit dem Verschluss, die scheine ich bisher als einzige gehabt zu haben...
So hab ich's gemacht:
1. Festgelegt, wie groß der Beutel werden soll. Mich dabei grob am 6-Liter-Ziplock-Beutel vom Möbelschweden orientiert.

2. Stoffrest zugeschnitten. Geschickt einen karierten Stoff ausgewählt, der gerade Nähte sehr viel einfacher macht.

2.a) Und weil ich vor dem Nähen auch noch eine blöde Bett-Hüt-Erkältung hatte und keinen Fernseher besitze hatte ich beschlossen, dass ich ja sogar Kreuzstich kann. Flugs eine schnörkellose Schrift entworfen (oder eher: Schriftzüge. Keineswegs ein vollständiges Alphabet!) und die zugeschnittenen Beutel bestickt.Wird Zeit, dass der Frühling kommt und ich wieder Arbeiten gehen kann.
Dieser Schritt ist optional. (Natürlich kann man den Beutel in diesem Stadium auch mit Schleifen oder Bändchen oder anderem Zeug betüddeln. Ich besitze übrigens keine Stickmaschine.)

3. Futterstoff - bei mir: Wachstuch - zugeschnitten - ziemlich genau jede Kante eine Nahtbreite kleiner als den Oberstoff.

4. Von links die Nähte schließen.

5. Beutel wie für die Endfassung ineinanderstecken und dann wenden, sodass das Wachstuch aussen ist.
die Außenstoffkante ist schon versäumt, weil dies ein Überbleibsel der karierten Tischdecke war.

6. Funkelnagelneuen Ziplock-Beutel so zerschneiden, dass man den Ziplockverschluss aueinanderpfriemeln und an die Beutel nähen kann.

7. Ziplockverschluss mit ganz leichtem Zickzackstich annähen. Im besten Falle ist der Verschluss minimal größer als der Beutel, in meinem Fall war das aber nicht so (Mir geht es aber auch nicht um hundertprozentige Abdichtung, sonst hätte ich mir die Sache mit dem Wachstuch gespart und gleich den Ziplockbeutel eingenäht.) Man sollte aber genau darauf achten, dass die beiden Verschlussteile an mindestens einer Seitennaht genau aufeinandertreffen.

8. Innenliegenden Außenstoff so umklappen, dass der unhübsche Ziplockrand verdeckt wird. Füßchenbreit (ausgehend vom Verschluss) feststecken und zugleich Beutelrand mit Doppelsaum versäubern. Achtung: Oberstoff hat minimal Weite, die unschöne Falten schlägt, wenn man nicht aufpasst...(s.u.)


9. Wer mag, kann seinen Beutel mit Standfläche ausstatten. Dazu Beutel wieder auseinanderziehen, und die (bei mir imaginäre) Bodennaht auf die Seitennaht bringen, Ecke auseinanderziehen,

absteppen

und abschneiden.
Fertig!

Und weil wir hier alle in Kantinen bzw. Mensen ernährt werden, wohnt in diesem wohldimensionierten Lunchbeutel jetzt erstmal unser Brotvorrat.
Ob sich das frischetechnisch alles bewährt werden wir ja erleben. Falls nicht, sage ich nochmal Bescheid.
Jetzt brauche ich jedenfalls erstmal noch einen Brotkorb...
Mal sehen, ob das bis Ostern klappt.
Andererseits: draußen ist kalt und usselig. Ich sehe gute Chancen.

Dienstag, 12. März 2013

FO und Fazit: Wintergarden.



 Und während draußen der Schnee die Krokusse und Schneeglöckchen schon wieder verschüttet hat, wird der Name der fertigen Jacke endgültig zum Programm. 
"Winter Garden"
Aber gute Geschichten fangen am Anfang an. 
Ich werde nämlich Patentante! Das freut mich besonders, weil die Mutter der kleinen R. meine älteste Studienfreundin ist, und wir uns jetzt ganz sicher nie aus den Augen verlieren werden. 
Glücklicherweise hat sie mir (damals, vor langer Zeit) das Stricken beigebracht, und ist daher für "weiche" Geschenke nicht nur zu haben, sondern schätzt sie ganz besonders. Beweis: bei einem Besuch neulich trug die mittlere Tochter ein Kleidchen, das ich vor 10-12 Jahren für die älteste Tochter genäht hatte -- und an dessen Anfertigung ich mich gar nicht mehr erinnern konnte. Das Kleid selbst kam mir seltsam bekannt vor...
Jedenfalls hat mein Patenkind am Donnerstag Geburtstag, und da kam es mir gerade Recht, dass ich neulich eher durch Zufall in einem Aktionsverkauf/Sale (war es Valentinstag?) das Muster "Winter Garden" von Allisson Britt zum halben Preis kaufen konnte. Ursprünglich für ganz andere Wolle (stash!) gedacht wäre diese aber zu dick und für R. in den falschen Farben gewesen...
Und so hat mir das Muster und die Wolle eine Woche lang den Frühling ins Haus gebracht - das Päckchen ging heute auf die Post und kommt hoffentlich noch rechtzeitig an. Viel spannender aber die Frage: wird es passen? Und: wie lange, angesichts der Tatsache, dass der Winter sich denn doch erfahrungsgemäß dem Ende neigt.... Vorsichtshalber habe ich die nächste "Wintergröße" (18 Monate) gestrickt, aber wachstumsmäßig sind Kinder ja unberechenbar.
Die Bobbel in den roten kraus-Streifen der Rundpasse sind entweder schlichtes Schmuckelement oder Mittelpunkt aufzustickender Blüten - ich habe sie gleich noch zum Prinzip der perfekten Knöpfe erhoben. Passende Druckknöpfe hatte ich nicht im Haus, zum Einkaufen fehlte Zeit und die Grippe grätschte mir auch noch dazwischen. Also aus der Not eine Tugend gemacht und rasch ein paar Bobbelknöpfe gestrickt. 
perfekte Knöpfe - rasch gestrickt
So geht's:
Vier Maschen anschlagen, abstricken, wenden und zurückstricken, noch eine Reihe abstricken, zuletzt alle vier Maschen über die letzte gestrickte Masche überheben (wie beim Bobbel). Anschlag- und Abkettfaden liegen sich jetzt auf den Ecken eines kleinen gestrickten Quadrates diagonal gegenüber.
 Nun den Abkettfaden in Stopfnadel einfädeln und durch Anschlagmasche nähen, festziehen.
Manöver für die übrigen beiden Ecken wiederholen: von der einen Ecke zur Anderen nähen, Faden durchziehen und, da nun alle vier Ecken eingeschlagen sind, Bommel formen.
Mit normalem Knoten beide Fäden und die Form sichern
Fertig! Mit diesen Fäden kann der Knopf auch gleich befestigt werden. Und wie man sieht passen diese Knöpfe perfekt zum Design der Jacke!
fertige Jacke
Und nun - wie immer - das Fazit:
Das Muster:
Es handelt sich um eine Kinderjacke in den Größen 9 Monate bis 8 Jahre. Die Anleitung ist englisch, und mit 11 Seiten sehr ausführlich. Die Jacke wird von oben nahtlos in Runden konstruiert. Für die Rundpasse und das Hebemaschenmuster sind 2-3 Farben erforderlich, die Stickerei ist aber optional. Das Hebemaschenmuster wird in Text und Strickschrift erklärt, übersichtliche Tabellen mit den geforderten Maschenzahlen in allen Größen helfen auch rechenschwachen Menschen wie mir, nach jeder Zunahme die Übersicht zu behalten.
Technik:
Zwar habe ich noch nicht viel Erfahrung mit Hebemaschen, aber besonders schwierig ist es nicht, in bestimmten Reihen eine Masche nicht zu stricken…Und top-down habe ich bisher auch noch keinen Pullover/Jacke gearbeitet, aber die Rundpasse ist gut beschrieben und da ich ausnahmsweise mal perfect gauge hatte, Umrechnen also unnötig war, gab es keinerlei Probleme. Wie man Bobbel strickt hatte mir Brünhild schon gezeigt,  war also auch kein Problem – es war sogar so einfach, dass ich nach dieser Methode auch gleich die perfekten Knöpfe gearbeitet habe.
Die Wolle:
Die Sportswool von Filatura die Crosa, die mir neulich bei einem Spontanbesuch in Hamburg im mylys empfohlen wurde, ist ein absoluter Traum. Nicht nur passt die Maschenprobe perfekt zur Anleitung – das sind Details („Sport“ heißt hier allerdings „DK“). Aber die tiefen, satten, leuchtenden Farben haben mir die erste Frühlingswoche mit Sonne gefüllt, ich bin sogar davon überzeugt, dass diese Wolle die Sonne überhaupt erst hervorgelockt hat. Nach dem Waschen ist sie wunderbar weich geworden und aufgeblüht. Würde ich jederzeit wieder verarbeiten, und zu diesem Preis ist solche Qualität sicher auch nicht oft zu bekommen.
Änderungen:
Ausnahmsweise mal überhaupt keine. Außer vielleicht die Knöpfe, das stand so nicht in der Anleitung. Warum eigentlich nicht? Und ich habe nur eine Blüte gestickt.
Die harten Fakten:
Winter Garden by Allison Britt
angefangen: 2. März 2013
fertiggestellt: 10. März 2013
Wolle: Filatura Di Crosa Sportwool (und ein Rest Lana Grossa Cool Wool)


verbraucht: 150 g – (107 blau, 43 rot, 5 weiß) 
Größe/Maße: 18 Monate
Nadeln: Chiaogoo Twist in 3,75/4/4,5 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen und Sticken
Kosten: 3,95 pro Wollknäuel = ungefähr 12 Euro

Samstag, 24. März 2012

FO: Hasenfamilie

Hier war es still, und das wird sich bis zur endgültigen Abgabe der Doktorarbeit Ende April auch nicht ändern - aber ein bisschen gestrickt habe ich trotzdem. Als kleine Belohnung für das Erreichen einiger Meilensteine, sozusagen, ein lang geplantes, kleines Zwischendurchprojekt.
Denn Ostern naht!
Und auch dieses Jahr sind wieder Ostereier auszubrüten - am besten natürlich von diesen unglaublich niedlichen Hasen-Eierwärmern,
zu Vorführzwecken anders aufgebockte Eierwärmerhasen
deren Anleitung littlecottonrabbits (blog) aka bunnyknitter (ravelry) uns dankenswerterweise seit 2009 für geringes Geld (ca 2 Pfund = 2,50 Euro) zur Verfügung stellt!
Sind die nicht wahnsinnig süß?
Genug für eine Kleinfamilie - Familienzuwachs jederzeit möglich!

Zugegebenermaßen sind die Originale - und da auch und vor allem die Puppen - unübertroffen. Auch mit viel Mühe, verschiedenen Sorten Füllwatte und innerlich um die Nase geschlungenen Formungsfäden habe ich nicht annähernd so schöne Hasengesichter hinbekommen wie bunnyknitter. Ich tröste mich damit, dass sie ja nun auch deutlich mehr Erfahrung im Stricken von Hasen und anderem Getier hat.
An der Anleitung war jedenfalls nichts auszusetzen - im Gegenteil: sie ist ihr Geld mehr als wert. Die Viecher machen soo viel Spaß - und sind sooo befriedigend schnell fertig - und ich danke schokosanne, dass sie mich daran erinnert hat, wie lange das Muster schon (bezahlt!) in meiner Queue saß... :-)

Mein Fazit:


Das Muster:
Die englischsprachige Anleitung besteht aus einem bebilderten, fünfseitigen PDF-Dokument, das man auf Ravelry kaufen und herunterladen kann. Das Design ist ansprechend und übersichtlich, benötigtes Material, erforderliche Techniken und die einzelnen Arbeitsschritte sind klar und nachvollziehbar beschrieben.
Für deutsche Strickerinnen ist die rein schriftliche Anleitung Reihe für Reihe möglicherweise ungewohnt, aber da die Hasen klein sind, umfasst kein Körperteil mehr als 23 Reihen -- das schafft man auch gut ohne Strickschrift. Hilfreich sind auch die detailierten Foto-Tutorials zum Zusammennähen und ausstopfen der einzelnen Körperteile. Und weil empfohlen wird, das jeweils direkt nach dem Stricken (der Ohren; der Arme) zu tun, geht es am Schluss auch echt schnell. Ich habe in vier Tagen (bzw. Fernseh-Abenden) drei Hasen geschafft.
Technik:
Bunnyknitter's Anleitung sieht vor, dass man die Hasen flach strickt und hinterher zusammennäht, einige Raveler haben die Anleitung auf in-der-Runde stricken umgemodelt. Ich habe beides ausprobiert und habe keine Präferenz - die Nähte sind so kurz, dass auch verhärtete Zusammennähen-HasserInnen damit gut klar kommen können. Dementsprechend benötigt man rechte (knit) und linke (purl) Maschen, einfache Zunahmen aus dem Zwischenfaden (M1f), und Abnahmen mittels Zusammenstricken (k2tog). Wer zudem, wie in der Anleitung vorgeschlagen, gestreifte Pullover für die Hasen wünscht, sollte einfache Farbwechsel (wahlweise in Reihen oder Runden) beherrschen.
Änderungen:
Meine Hasen tragen keine Ringel, sondern modisch-hippe College-Sweatshirts mit ihrem Namensinitial (bzw. dem Initial der geplanten Empfänger. Damit jeder in der brüderlichen Kleinfamilie weiß, wem das Frühstücksei gehört...) (Überraschung! Ich glaube aber fast, die lesen hier nicht mit. Hoffe ich. Und wenn schon...)
Hasenpapa "R"
Hasenmama "K" - man beachte den "Lippenstift"
zartes Hasenbaby "L" - die Nichte isst zwar dieses Jahr noch keine Eier, aber an den Ohren kauen geht wahrscheinlich schon...

Die Strickschrift für die Buchstaben stellt bunnyknitter übrigens kostenlos zur Verfügung.

Die Wolle:
Die Anleitung geht von einer Maschenprobe von 7M auf 10R=1 inch aus, um einen 12 cm großen Eierwärmer zu machen. Meines Erachtens eignet sich jeglicher Wollrest in Sockenwollstärke - ich habe keine Mapro gemacht, da Eier in den Größen S bis XL serviert werden. Dafür habe ich funkelnagelneue Rico Design Baby Cotton Soft DK bei Wolle Rödel erstanden, mit der ich wahrscheinlich noch einige Dutzend weitere Hasen produzieren könnte - aber die Farben waren eben genau das, was ich gesucht habe. Zartes beige, weiß, rosa, flieder, hellblau, blau - und ein zartes grün, das (noch) gar nicht zum Einsatz kam... Man muss (sich auch mal was) gönne könne!
Hört Ihr das auch? "Wir sind sooo einsam!" Kein Wunder, dass die sich vermehren wie die sprichwörtlichen Karnickel...

Die harten Fakten:
bunny egg cosy pattern von Little Cotton Rabbits (bunnyknitter Julie Williams) für ca. 2,50 Euro
Alphabet-Chart (kostenlos)
angefangen: 13. März 2012
fertiggestellt: 16. März 2012
Wolle: Rico Design Baby Cotton Soft DK in beige, blau, weiß, rosa und flieder
verbraucht:: wenig
Größe/Maße: ca. 13 cm bis zur Ohrenspitze, ca 20 cm Pulloverumfang
Nadeln: Chiaogoo Stahlrundstricknadeln in 2,75mm, 80 cm Seil.
weiteres Material: Füllwatte, Sticknadel zum Vernähen, evtl. Stickgarn für Augen und Nase (mein weißes Häschen wurde mit der Wolle bestickt. Ging fast noch besser.)
Kosten: Sag ich nicht. Wird ja ein Geschenk. Und der Löwenanteil der Wolle ist schließlich noch gar nicht verbraucht...fällt also unter Wollreste... (öhem).


Donnerstag, 25. November 2010

Alte Schätzchen

Meine Mutter hat mir letzte Woche ein paar Stücke "Aussteuer" weitergegeben - eine Tischdecke, Servietten usw.
Verpackt waren die Stücke in einem Wäschebeutel, den meine Urgroßmutter irgendwann einmal sorgfältig bestickt hat - eine schöne Arbeit:



nicht schlecht, oder?
toll finde ich, wie sorgfältig der Beutel einmal geflickt wurde... Wenn man sich überlegt, was wir heute so alles wegschmeissen, bloss weil es nicht mehr "in" ist.
Oder die Idee von "Patchwork" ad absurdum führen, indem wir neue Stoffe dafür kaufen und zerschneiden, statt alte Reste einem neuen Zweck zuzuführen... (aber schön sind sie natürlich!)
Ich jedenfalls werde diesen Beutel in Ehren halten.
Und meine Tischwäsche schützt sie vor dem Gilb.

Sonntag, 20. Juni 2010

Wer sagt, Sticken sei langweilig und leblos?

Photobucket

Wahnsinn! Die Idee, aber vor allem die Umsetzung  - seht Ihr, wie die Ohren flattern? Ich bin sprachlos!
Wenn ich es richtig verstehe, wurden 15 verschiedene Bilder gestickt und hintereinander geschnitten wie in einem Trickfilm. Das erste Bild wurde am 15. Februar gepostet, offenbar heisst der Hund Gus, und ist schon recht alt... Die Einzelbilder sind alle auf dem Blog des Künstlers Aubrey Longley-Cook:

http://spoolspectrum.blogspot.com/
 Auch ihre anderen Sachen sind vor allem eins: spektakulär -nicht-süß. Cool! Meines Erachtens sollten viel mehr Männer sticken...
via Dudecraft

und von hinten - bin ich froh, dass da die Fäden auch nicht ordentlich vernäht sind... (*grins*)

Photobucket

Freitag, 15. Januar 2010

Es gibt immer irgendwas zu tun!

Ich komme nicht aus einer Bastlerfamilie, aber habe mit 14 eine alte Pfaff geerbt und auch bedienen gelernt.

In der Schule haben wir auch Häkeln gelernt. Leider kann der Mensch nur soundsoviele Topflappen brauchen... Dank Internet gibt es nun auch alternative, teils sogar tragbareAnwendungsmöglichkeiten.
Sticken geht eher nicht so gut - aber ich kann ja auch nicht zeichnen: keine Geduld, wenig Sinn für Farben.
Während des Studiums kam sporadisches Stricken dazu: nur für Babies/Kleinkinder, da hat man schneller ein Erfolgserlebnis und muss den Kram nicht selbst tragen.
Aber auch nur für Menschen, die meine Werke gut behandeln und im Bedarfsfall zurückvererben, da achtet man sorgfältiger auf Qualität...
Im großen und ganzen macht es einfach Spaß, als kopfarbeitender Schreibtischmensch ab und zu mal etwas herzustellen. Etwas, was man in der Hand halten kann, und herumzeigen. Zum Verkaufen oder auch nur Verschenken reicht die Qualität leider meistens nicht... :-)
UND es ist viel schwieriger, beim Fernsehen nebenbei zu essen, wenn man bspw. zwei Stricknadeln in der Hand hat! (nicht zu unterschätzen!)
Auch Kochen, Backen, Einwecken hat mir immer schon Spaß gemacht. Alles strikt auf Amateurniveau, nichts schmeckt zweimal hintereinander gleich!

Und weil ich am Ende des Jahres oft schon nicht mehr weiß, was ich alles "geleistet" habe, soll dieser Blog mir helfen, meine "Projekte" zu managen. Und da habe ich mir für 2010 schon wieder einiges aufgehalst...
Ich werde meine Projekte also teilen, vielleicht finden sich unter den craftbloggern und Bastelmuttis ja einige Leser(innen), die mir mit Rat und Zuspruch zur Seite stehen können/wollen. In der Gruppe macht das Werkeln schließlich immer doppelt so viel Spaß.