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Dienstag, 15. Oktober 2013

FO, Fazit und neue Anleitung: Eisblumen Kniestrümpfe.

Seit Monaten liegen hier meine Eisblumen fertig herum, aber wen interessiert das schon mitten im Sommer? Jetzt, wo der Frost sich wieder auf die Socken macht (hahaha) wird es allerdings höchste Zeit, endlich ein Fazit zu ziehen. Und auch gleich die Anleitung zu veröffentlichen.
Die Eisblumen Kniestrümpfe hatte ich Anfang April begonnen mit der expliziten Absicht, den Frühling herbeizustricken. Dies ist, ihr habt es gesehen, gelungen, den Erfolg nehme ich ganz unbescheiden auf meine Kappe, in etwa so wie der Hahn, der mit seinem Krähen den Sonnenaufgang herbeiführt.
Das Zwischenfazit hatte bereits gezeigt, dass die Strümpfe passen, und das ist auch gut so, denn inzwischen habe ich alle meine alten Wollsocken an eine Freundin verschenken müssen, die nicht nur oft kalte Füße, sondern auch meine alte Schuhgröße hat. Ich kann ja neue machen. (Mache ich nur irgendwie nicht, aber das ist ein anderes Problem, und nicht das meiner Freundin.)

Sie sind schön warm aus mindestens 6fädigem Garn in vier verschiedenen Farben, sie fangen an der Spitze an, um das meiste aus der Wolle herauszuholen, die Nachtragsferse erlaubt fröhliches durchstricken des Blümchenmusters, ohne sich um Spickel oder Verkürzte Reihen kümmern zu müssen, und der Picot-Abschluss verbirgt bei Bedarf ein Gummiband. Denn was ist schlimmer als rutschende Kniestrümpfe? (Eben. Hunger und Kälte und Schmerz und viele andere Dinge, zu denen wir nicht auch noch rutschende Strümpfe packen müssen...)

Der zweite Strumpf ist dann mit etwas mehr Sorgfalt beim Stricken dokumentiert worden, Tutorials für Türkischen Anschlag, Nachtragsferse und Bündchen sind entstanden - und seit gestern gibt es die Anleitung - auf Englisch - bei Ravelry. Hurra! Nun geht alle hin und strickt Euch sehr warme Stiefelstrümpfe! Viel Spaß!

Donnerstag, 1. August 2013

Eisblumen: Afterthought heel - Nachtragsferse. Tutorial für Kniestrümpfe (Teil III)

Hacke, Spitze, Hacke, Spitze - die Spitze hatte ich Euch ja schon gezeigt, ebenso wie das Bündchen. Aber was nützt das alles, wenn der Strumpf keine Hacke = Ferse hat? Schließlich haben die meisten Menschen einen Knick unten am Bein...
Kein Problem, ich hab's nicht vergessen!
Ich habe mir einfach nur die Ferse bis zum Schluss aufgehoben!

Viele Strickerinnen fürchten sich ja ein bisschen vor der Ferse - warum ist mir zwar nicht klar, sie ist in der Regel sehr einfach zu stricken - ein paar verkürzte Reihen, oder einfach ein paar Maschen zusammenstricken... der Knick kommt ganz von allein! Da mir nie jemand gesagt hat, dass Fersenstricken kompliziert sein könnte, habe ich immer einfach drauflos gestrickt, bin der Anleitung blind gefolgt, und es hat immer geklappt! 

Diese -nachträgliche - Ferse hier ist jedenfalls nicht nur praktisch, weil man sein Muster einfach immer schön stupide durchstricken kann, ohne sich mit lästigen Spickelzunahmen (oder Spickelabnahmen, sie funktioniert in beide Richtungen, von der Spitze oder vom Bündchen ausgehend) herumzuschlagen. Sie ist auch absolut anfängertauglich, denn sie wird im Endeffekt ganz genauso gestrickt wie eine Spitze. Und das können wir ja schon!

Und so geht's:
Wenn man beim Stricken an der Stelle angekommen ist, wo wir normalerweise eine Ferse beginnen würden (also inklusive Fersenkappe oder Spickel), stricken wir ein oder zwei Reihen (hin und zurück - keine Runde!) in einer Kontrastfarbe ein.
In diesem Fall: hellblau.
So sieht das dann aus:
Ich habe zwei Reihen gestrickt, weil ich die Stelle dann einfacher wiederfinde. Eine Reihe reicht aber völlig aus. Unten ist das Sohlenmuster des Fußes zu erkennen, oben wachsen schon die ersten Blumen auf die Wade und man erkennt die ersten Wadenzunahmen.
Nun wendet man den Strumpf nach innen
erkennt die gleiche Stelle sofort wieder, freut sich an der gleichmäßig eingewebten Fadenvielfalt, und beginnt damit, Maschen aufzunehmen.
Hier kann man es gut sehen: die neue Farbe (hellblau) verschränkt sich mit der alten Farbe (hellgrau) - und zwischen den beiden blauen Streifen kann ich ganz einfach die grauen Schlingen (=die letzte Sohlenreihe) aufnehmen. Am einfachsten geht das mit einer deutlich kleineren Nadel - ich habe hier 2,5er Nadeln genommen, während der Strumpf eigentlich mit 4er Nadeln gestrickt ist. Die dünnen Nadeln kommen einfacher und ohne großes Gezerre in die Maschen, und später stricke ich sie mit einer "normal-großen" Nadel wieder ab. (Für das Maschenbild zählt immer nur die Nadel, mit der man abstrickt, also in der Regel die rechte Nadel!)
So, fertig - also fast! Ich muss noch mit der gleichen Methode die obere Reihe aufgreifen - also die dunkelgraue erste Reihe vom Bein zwischen den hellblauen Buckeln...und das geht leichter, wenn ich den Kontrastfaden jetzt schon entferne , denn dann habe ich mehr Elastizität. Also vorsichtig die erste (und bereits gesicherte) blaue Reihe auffädeln...
...und dann die nächste Reihe aufnehmen.
Dies ist deutlich einfacher, wenn die blauen Schlaufen den grauen Faden noch "sichern" - deshalb stricke ich immer einmal hin und wieder zurück mit dem Kontrastfaden. Außerdem sollte die erste Runde vom Bein nicht direkt im mehrfarbigen Muster gestrickt werden, sondern in der zukünftigen Fersenfarbe, damit man nicht mit lauter eingewebten Fäden kämpfen muss. Das könnte nämlich dann doch noch kompliziert werden.
Insgesamt solltet Ihr nun die Hälfte der Gesamtmaschenzahl auf zwei Nadeln haben, hier also 32.
Ihr könnt die Maschen auf ein Nadelspiel verteilen oder auf eine Rundstricknadel nehmen, wie es Euch am liebsten ist - Hauptsache, wieder in der "richtigen" Nadelstärke!
Um ganz sicher zu gehen, dass an den Ecken keine Löcher entstehen (obwohl man die beim Fadenvernähen ja auch immer noch zunähen kann), nehmt Ihr an den Seiten noch 1-2 Maschen zusätzlich auf - keine Angst, Ihr nehmt sie auch gleich wieder ab, und wer einen hohen Spann hat, wird noch dankbar dafür sein!
Und jetzt? Jetzt strickt Ihr eine ganz normale Spitze - z. B. eine Bändchenspitze, oder eine gerundete Bändchenspitze, oder sogar eine Sternspitze (wie hier vorgemacht).
Und wenn Ihr nur noch die Maschenzahl, die Eurer Fersenbreite entspricht, auf den Nadeln habt - zusammennähen im Maschenstich (graften).
Dafür gibt es unzählige Online-Tutorials, guckt mal selbst.

Fertig!
Innenansichten eines Strumpfes
 Eins A Kniestrümpfe!
UND HOCHSOMMERLICHE TEMPERATUREN VON UM DIE 30°Celsius...
ich sach's ja...





Montag, 8. Juli 2013

WIP Eisblumen. Und ein Tutorial für Kniestrümpfe: Abkettnaht für Picot-Abschluss mit Gummizug.

Wie mein komplizierter Titel vermuten lässt, zeige ich Euch heute, wie ich bei meinen Kniestrümpfen - die ich hier mit einer Spitze im Türkischen Anschlag begonnen habe - nicht nur einen hübschen, leicht mädchenhaften Picot-Abschluss mache, sondern diesen zugleich als Gummizugtunnel nutzen kann, damit die Strümpfe nicht rutschen können.
Hier erst einmal der Strumpf in seiner vollen, fast fertigen Pracht.
Und ja, da fehlt noch die Ferse. Sie wird dort eingestrickt, wo momentan der dicke blaue Streifen erkennbar ist. Heute zeige ich Euch erst einmal das Bündchen.
Nach Abschluss des letzten Musterstreifens habe ich eine Streifenbreite (12 Runden) ein einfaches rechts-links-Bündchen gestrickt und dann eine Picot-Kante hinzugefügt. Dazu habe ich weitere 5 Runden glatt rechts weitergestrickt, dann die Picot-Wendekante (*k2tog, yo*), und dann noch einmal fünf Runden glatt rechts. Hier sehen wir wie die Umschläge in der Wendekante hübsche Löchlein bilden. Die Kante wird nun nach innen umgesäumt und zugleich abgekettelt und innen festgenäht.
Und so geht's:
Wolle mit einer Fadenlänge von mindestens anderthalbfachem Umfang in ein Nadelöhr einfädeln.
Strumpf auf links drehen.
Faden von rechts kommend durch die ersten beiden Maschen zugleich ziehen.

Dann wie beim links stricken nur durch die erste Masche

und diese von der Nadel gleiten lassen.

Jetzt wird festgenäht, und zwar an den Linksmaschen der ersten Runde nach dem Rippenbündchen. Achtet darauf, immer den richtigen "purl bump" zu erwischen - es sollte immer erst rechts und dann links einer Säule aus rechten Maschen sein.

Faden festziehen - aber nicht zu fest - und von vorne beginnen.
Nach einer Weile sieht das so aus:
Wo vorher die Löcher waren, bildet sich jetzt die Picot-Kante. Immer so weiter bis nur noch zwei Maschen abzunähen sind. Jetzt wird es Zeit für das Gummiband:
Ich habe ein dunkles Elastikband von 3mm gewählt, das passt genau durch den Saumtunnel. Die Länge ergibt sich aus der benötigten Breite - bei mir soll das Strumpfbündchen genau unterhalb des Knies sitzen, also habe ich mir das Gummi an dieser Stelle ums Bein gebunden und die entsprechende Länge plus ca. 3cm für einen Knoten abgeschnitten.
Jetzt kommt an jedes Ende des Gummibands eine Sicherheitsnadel. Mit der einen befestige ich das Gummi außen am Saum, damit es nicht aus Versehen ganz hineinrutscht. Die andere hilft mir, das Gummi durch den Saumtunnel zu fädeln. Dabei kann man zum "Luftschnappen" ab und zu durch die Picot-Löcher nach außen stechen, solange man an der gleichen Stelle wieder eintaucht. Die letzten beiden noch zu vernähenden Maschen liegen immer noch auf der Stricknadel und halten den Tunnel offen.
Hier bin ich durch. Achtet unbedingt darauf, dass das Gummi sich nicht beim Einfädeln verdreht, das könnte sonst unbequem werden!

Zum Abschluss Sicherheitsnadeln entfernen, einen flachen Doppelknoten machen und das Gummi komplett im den Saumtunnel verschwinden lassen. Nun können die letzten beiden Maschen abgenäht werden und voilà - ein hübsches, rutschfestes Bündchen!
Und beim nächsten Mal gibt es dann wirklich (wirklich!) noch eine Ferse.
Und Tragefotos.
Und vielleicht sogar eine Anleitung.
Mal sehen.





Montag, 24. Juni 2013

WIP: Eisblumen. Der zweite Fuß.

Mit meinem Sommer-Herbei-Strick-Projekt (der zweite Eisblumen-Kniestrumpf) habe ich großen Erfolg.
Nicht nur hatten wir in der vergangenen Woche eine kleine Hitzewelle - nein, ich bin auch mit dem Fuß schon bis zur Ferse vorgestoßen. Obwohl ich nun auch schon wieder länger nicht den Drang hatte, vierfädig Merinowolle in der Hand zu halten...
Mein Muster enthält bekanntlich vier verschiedene Farben - Dunkelgrau als erste Hauptfarbe (Spitze, Ferse, Bündchen und Hälfte der Streifen) und Hellgrau als zweite Hauptfarbe (Hintergrund der restlichen Streifen) sowie zwei Akzentfarben (weiß und eisblau) für die Blüten. Zwar muss man in jeder Runde mit maximal zwei Farben hantieren, aber die Fadenspannung muss sorgfältig austariert werden. Ist sie zu locker, bilden sich nicht nur Schlingen, in denen Zehen hängenbleiben können, die hinten mitgeführten Fäden wären auch von der richtigen Seite aus sichtbar.Ist sie zu fest, bilden sich unschöne Taschen und vor allen Dingen unelastische Partien, die das bequeme An-und Ausziehen der (ziemlich dicken) Wollstrümpfe gefährden.
Ich habe deshalb direkt nach der Spitze den Strumpf gewendet und auf links gedreht und stricke jetzt immer die hintere Nadel ab.

Die Außenseite mit dem Muster liegt innen und bleibt sichtbar, und der Spannfaden wird so außen mitgeführt, dass er genug aber nicht zu viel Weite hat. Außerdem webe ich den Spannfaden so oft wie möglich ein, dadurch bleibt das Gestrick elastisch.
Bei der Sohle ist das besonders einfach, da ich hier die Farben ohnehin immer abwechselnd stricke.
Noch einen Streifen, dann zeige ich Euch, wie ich die Ferse mache.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Hacke, Spitze, Hacke, Spitze -- ein Tutorial für Kniestrümpfe. (Teil 1)

Menschen im Internet (z. B.) stricken Kniestrümpfe oder haben es vor. Genau wie ich! Schon fühle ich mich weniger allein. Danke, Internet!
Zum Teil sind das Menschen, die ohne zu zögern die kompliziertesten Lace-Schals anschlagen und perfekt sitzende Jäckchen stricken, aber sich von dem Wort "Strumpf" (wahlweise "Socke") fürchten wie das Kaninchen vor der Schlange. Zum Glück hat mir, als ich irgendwann das Stricken anfing, niemand gesagt, dass Socken schwierig sind, (oder gar die "Königsdisziplin" - wie ich neulich mal in irgendeiner Zeitung las) und so konnte ich angstfrei losstricken und besaß wenig später dicke warme Bettsocken.
Irgendwann habe ich mich mal gefragt, was der ganze Buhei um das Stricken von der Spitze aus soll - bei "normalen" Socken ist das wahrscheinlich Jacke wie Hose, aber bei Kniestrümpfen hat es mir sofort eingeleuchtet. Zum einen kann man seine Wolle viel bessser einteilen. Zum anderen kann man zwischendrin mehrfach anprobieren, etwas was ich für Wadenspickel deutlich wichtiger finde als für Fersenspickel (die ich verabscheue häufig vergesse). Zum dritten ist es wirklich angenehm, keine Naht in irgendeiner Form vorne in der Stiefelspitze zu haben.
Und außerdem ist es so einfach! Der einfachste Anschlag von allen!

So geht's:
Man nehme
  • Wolle/Strickgarn
  • 1 oder 2 Rundstricknadeln (40 cm)
Beim Stricken von der Spitze aus bietet sich ein Nadelspiel wirklich nicht an, aber man kann später natürlich wechseln, wenn man will. Persönlich finde ich Strumpfstricken mit Zauberschlinge einfacher.
Bei einer Rundstricknadel nutzt man die Zauberschlinge (Magic Loop) - eine Schlaufe an beiden Seiten des Strickstücks. Bei zwei Rundstricknadeln hat man die Gesamtmaschenzahl auf zwei Nadeln verteilt, strickt aber immer nur von einer Nadel (mit Spitze 1b von Spitze 1a), die andere Nadel (Spitzen 2a und 2b) ruht. Wenn man dabei bspw. eine Holznadel und eine Metallnadel nutzt, kommt man nicht so leicht durcheinander...
Und jetzt: los! man hält die Nadelspitzen (entweder der gleichen Rundstricknadel; oder Nadel 1a und 2a) parallel und macht einen einfachen Knoten, allerdings (anders als im Bild) um die untere der beiden Nadelspitzen.

wichtig! Knoten unten. (anders als im Bild)
 Dann wickelt man den Faden fest, aber nicht zu fest, um beide Nadelspitzen herum, bis die gewünschte Maschenzahl erreicht ist. Beispielsweise beginnt bei meinen Eisblumen-Strümpfen die Spitze mit 2x12 Maschen - ich wickele also 12 mal um beide Nadelspitzen. Ganz einfach wickeln, das können sogar Anfänger!
Wichtig: wegen Foto ist auch hier wieder alles falsch - der Noten sollte unten sein! 12 Wickelschlingen stimmt aber
 Jetzt gut aufpassen, dass die Fadenspannung stimmt - Faden wie gewohnt auf die linke Hand nehmen (ich setze hier jetzt mal den "deutschen Normalfall = rechtshändige Kontinentalstricker" voraus), und die untere Nadelspitze vorsichtig nach rechts - in Richtung der Spitze - herausziehen. Die Wickel schlingen sich jetzt halb um eine Nadelspitze (oben, linke Hand) und halb um das Kabel der unteren Nadel. Das ist wichtig, weil das Kabel in der Regel dünner ist als die Spitze - wir gewinnen hier etwas Luft, um die Maschen abzustricken, ohne dass es später zu locker wird. Bei der Magic Loop Technik wird jetzt mit dieser Spitze gestrickt, bei der 2-Nadel-Technik hängt die untere Nadel dumm herum und man greift zu Nadel 1b).
 Jetzt kann man die Maschen ganz einfach rechts abstricken.
 Seht Ihr? Der Knoten sitzt jetzt auf dem Kabel (unten links), und das Rechts-Abstricken verdreht die Schlingen zu einer 8, sodass sie festsitzen.
 Die erste Nadelspitze ist abgestrickt, hier kann man gut erkennen, wie das Kabel die Zauberschlinge formt.
 Jetzt wenden: ich drehe die Nadeln um und ziehe das Kabel vorsichtig so zurück, dass die unteren (noch nicht gestrickten Maschen) wieder auf die Spitze kommen. Die abgestrickte Spitze ziehe ich zugleich so nach vorne, dass nun die bereits gestrickten Maschen auf dem Kabel ruhen.
Nun stricke ich die zweite Nadel(spitze) rechts verschränkt ab - seht Ihr, wie die Maschen aufliegen? Durch das verschränkte Abstricken (also hinten in die Masche stricken) sitzen alle Maschen ab der nächsten Runde richtig. Den Knoten kann ich jetzt übrigens vorsichtig lösen.

Ist doch ganz einfach, oder? 
So geht das jetzt immer weiter, und weil ich nur zwei Nadeln habe, muss ich mir nicht immer merken, wo ich für die Spitze zunehmen muss... Die eine Nadel hält die Maschen für die Sohle, die andere für den Oberfuß. Einfach immer nach der ersten und vor der letzten Masche auf jeder Nadel die entsprechenden Zunahmen machen, und fertig ist die Bandspitze!

Wer mag, kann jetzt zum Nadelspiel wechseln. Oder eben weitermachen.

Und während die anderen Internet-Menschen ihre Kniestrümpfe stricken, stricke ich auch welche - der zweite Strumpf "Eisblumen" inklusive Überprüfung der Anleitung steht ja noch aus, und da die Lopi-Jacke inzwischen zu groß ist, um mit mir auf Reisen zu gehen, fährt der Strumpf jetzt immer mit. Es geht nicht besonders schnell - man hat ja auch wirklich gerade besseres zu tun (Sonne genießen und so) - aber wenn ich bei der Ferse ankomme, verrate ich Euch wieder, wie ich das mache.
Bis dahin: Glückauf!

Freitag, 3. Mai 2013

WIP und Zwischenfazit: Eisblumen.

Der erste Kniestrumpf ist fertig. Und passt. Draußen wird es Frühling.
Wann ich einen zweiten Kniestrumpf stricke, ist daher nicht ganz absehbar. Momentan hege ich den Plan, die Anleitung niederzuschreiben, dann die Lopi-Jacke zu stricken, und dann den zweiten Strumpf zu stricken, sodass ich zugleich meine eigenen Teststrickerin wäre. Soll mir recht sein.
Ja. Ich brauche doppelt soviele Maschen um die Waden als um den Fuss.
Das gibt mir auch Zeit, ein neues Knäuel von der schneeweißen Wolle aufzutreiben - bei meinem letzten Besuch im örtlichen Wollgeschäft gab es nur ein weicheres weiß. Mitte Mai, haben sie mir versprochen, soll der gesamte Ladenvorrat wieder frisch aufgefüllt sein. Und wenn der zweite Strumpf schon die Verbesserungen und Lerneffekte aus dem ersten Exemplar inkorporiert, und so schön das wäre daher evtl. leicht anders wird, so sollen zumindest die Farben die gleichen sein.
Das Bein hat, wie errechnet, 10 Streifen erhalten, in denen ich ab dem 2. Streifen kontinuierlich pro 3cm breitem Streifen eine 3 cm breite Blume zugenommen habe. Eigentlich sind die Blumen ja pro Streifen versetzt angeordnet, und wenn man die Zunahmen beidseitig einer imaginären Mittelnaht, symbolisiert durch den Blumenstiel, ausführt, kann man das Muster genauso erhalten. Aber das hatte ich ja auch schon gezeigt.Menschen mit weniger Wade können das natürlich variieren...
Der zehnte Streifen besteht aus 1x1 Rippen - für einen etwas besseren Sitz - die mit einem 6reihigen Picot-Abschluss enden.
Hier gibt es einen schönen Vergleich verschieden ausgearbeiteter Picot-Kanten für toe-up socks, und daher habe auch ich die Abschlusskante habe ich nicht abgekettet, sondern innen direkt von der Nadel festgenäht - vielleicht bastele ich dazu noch ein Tutorial.

Dadurch wird die Kante schön elastisch und es entsteht zudem ein Tunnel, breit genug für das Wäschegummi, das ich für besseren Halt noch hindurchgefädelt habe.

Ich finds hübsch, wie die zwei Hauptfarben auseinander herauswachsen, und warm ist der Strumpf und vor allen Dingen passt er.
Mal sehen, wie lange ich für den  zweiten Strumpf brauche...Im Sommer brauche ich ihn ja nicht...

Montag, 22. April 2013

WIP: Eisblumen. Die Wade.

Es hat funktioniert - habt ihr mal aus dem Fenster gesehen?
Also bei uns zumindest grünt es überall und zunehmend blüht es auch.
Eichelhähers zanken sich mit Elsters, Rotkehlchen sitzen in der Hecke an der Terrasse und beschimpfen die gelbschnäbeligen Amseln singen* und in der Sonne ist es schon richtig angenehm warm...
Und alles nur, weil ich dem Winter meine neuen Kniestrümpfe gezeigt habe. Kalte Füße können mich nicht schrecken! Und der Winter hat's eingesehen und sich davon gemacht. Hoffe ich.
Vorsichtshalber stricke ich die Strümpfe aber noch fertig. Ich bin nämlich immer noch beim ersten Strumpf, und habe noch vier Streifen vor mir...
Dass es mal wieder länger dauert als man so gemeinhin meint, liegt daran, dass ich ja keine Socken stricken will, sondern eben Kniestrümpfe. Also braucht es ziemlich lange Strumpfbeine. Außerdem sind die Waden, wie mehrfach angedeutet, eher stramm - so stramm (seufz), dass ich auf den doppelten Umfang vom Fuß zunehmen muss. Mehr Maschen, länger Stricken, ihr kennt das ja, aber ich gehe hier kein Risiko ein: diesem Dauerwinter muss endlich einmal gezeigt werden, wo die Harke hängt (nämlich im Gartenhaus).
Allerdings sind die Kniestrümpfe im Zuge der Wiedereingliederung zum Reiseprojekt mutiert und wurden daher über das Wochenende leider etwas ignoriert. Man hat ja auch noch andere Dinge zu tun. Balkonkästen bepflanzen zum Beispiel, und auch sonst die Oberaufsicht über die Gartenarbeiten führen (natürlich von einem bequemen Terrassenstuhl aus)...
Vor allem aber war es etwas fiddelig herauszufinden, wie ich in ein fortlaufendes Muster hübscher Blümelein in möglichst regelmäßigen Abständen Maschen einschmuggeln kann. Hier gab es einige Fehlstarts, aber inzwischen habe ich eine Methode gefunden, die ich inzwischen sogar "auswendig" stricken kann.
So sieht das dann aus:

unten ist die Ferse, nicht die Spitze. Ehrlich!
Ich nehme pro Streifen (3 cm hoch)  eine Blume (3 cm breit) zu, und zwar immer in der Mitte der Wade. Der Großteil der Zunahmen erfolgt in der Stiel-und Blattpartie, damit die Blätter der nebenstehenden Blumen nicht aneinanderstoßen, dafür ist im Blütenbereich ziemlich Ruhe. Scheint aber zu funktionieren. Aufgrund des vierfarbigen Musters ist der Strumpf ja nicht sehr elastisch, also stricke ich lieber etwas weiter als zu eng. Mir gefällt das Muster wirklich gut, nur das Vernähen der unzähligen Fäden...

... nun ja. Ich mache das fortlaufend. Besser ist.
Und jetzt packe ich alles wieder in die Reisetasche, für morgen.
Möglicherweise reicht diese Arbeitswoche zur Fertigstellung des ersten Strumpfes.
Mal sehen, ob und wann ich dann einen zweiten stricke... Oktober?  :-)

(*entgegen der Propaganda von Herrn Wagner singen Vögel nicht - ratsch-tratsch - über verborgene Schätze. Sie sagen Sachen wie: "Hey Süße, ich will ein Ei von Dir! Guck wie rot meine Brust/ wie gelb mein Schnabel / wie grün mein Kopf ist!" oder "Hau ab! ich war zuerst hier!" oder ähnliches. Man kann das "Gesang" nennen. Wahrscheinlich am ehesten in der Sparte Gangstarap. Yo Bitches.)

Dienstag, 9. April 2013

WIP: Eisblumen. Nachtrags-Ferse.

Wie auch immer man die wunderbare "Afterthought Heel" auch ins Deutsche übersetzen mag - ich bin sicher, es gibt dafür einen Begriff, leider kenne ich ihn nicht  - sie eignet sich ganz hervorragend für mehrfarbige Strümpfe, da man das Muster lustig weiterstricken kann, ohne sich von Spickelzunahmen oder ähnlichen Schwierigkeiten beirren lassen zu müssen. 
Dieser Fuß ist schon mal warm.
Einfach eine Reihe über die Sohle mit Kontrastfaden stricken, den man später herauslöst, wobei man die freiwerdenden Maschen auffängt, und dann wie eine Sockenspitze behandelt. Wunderbar einfach, sehr geräumig. Jetzt muss ich nur noch die letzten 2x10 Maschen zusammennähen/-graften, dann wird es Zeit, meine Waden einmal auszumessen (*Danke für den Link, Janukke), und dann kann ich mich damit beschäftigen, wie ich in diesem Muster die nötige Anzahl Maschen zunehme... Eine "Maschenprobe" habe ich ja dann schon am Fuß.

Bin selbst gespannt.

Mittwoch, 3. April 2013

WIP. Eisblumen.

Lieber Frühling,
wir wären dann soweit.
Brauchst nicht vorher anzurufen, komm einfach rein, die Tür ist offen.
Balkonkästen sind gekauft, wir und die Blümelein, wir warten nur noch auf Dich. Und frostfreie Nächte.
Und weil das dieses Jahr mal wieder länger  zu dauern scheint, haben wir uns einen Trick ausgedacht: wir stricken uns den Frühling herbei!
Frei nach dem Motto: wenn man mit einer Zigarette den Bus "herbeirauchen" kann, kann man sicherlich mit dicken Wollstrümpfen im April den Frühling locken...
In diesem Sinne rechne ich mit 25°C ab nächster Woche!

Angeschlagen sind ein paar Strümpfe nach eigenem Entwurf, extra warm durch dickere Wolle und stranded = doppelten Faden. Damit ich nicht übermütig werde, verwende ich vier Farben (aber nie mehr als zwei zugleich!) und damit das mit dem Frühling klappt, bleiben wir bei frostigen Farben. Wenn alles klappt, schreibe ich wieder eine Anleitung.
Wenn nichts klappt. wird geribbelt.
Und wenn nur das Frühlingswetter nicht klappt, habe ich wenigstens warme Füße.