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Mittwoch, 4. Mai 2016

Manfred-Elias, der Rote Baron.

Eigentlich häkele ich ja ganz gerne - uneigentlich denke ich immer, ich könnte es gar nicht. Was mir jetzt wieder aufgefallen ist, dass ich sogar ganz gut häkeln kann, ich weiß nur nicht so recht, was ich tue.
Damit will ich sagen: es ist nicht besonders schwer, ein paar Luftmaschen zu machen und mit dem Haken den Faden durch die Schlaufe zu ziehen. Krebsmasche, Feste Masche, halbe Stäbchen, Stäbchen etc - das sind nur Varianten von "Faden mit Haken durch Masche ziehen". Ich muss nur daran denken, bei jedem neuen geforderten Maschentyp einmal nachzugoogeln, was genau ich denn nun tun soll, dann funktioniert das Ganze einwandfrei.

Quod erat demonstrandum.
Es ging ja darum, das etwas überdimensionierte Spieluhrwerk mit der richtigen Menge an Füllwatte/Spielzeug zu umgeben, so dass man es von außen nicht mehr fühlen, aber noch hören kann.

Dies ist gelungen. Hier seht ihr mal, wie groß dieses Uhrwerk ist.
Ich habe die geometrischen Grundbausteine alle einzeln fertiggehäkelt und dann zusammengenäht, ausgehend vom Flugzeugschwanz und in der Reihenfolge, die die Anleitung vorgibt. Bevor man die Flügel erreicht, darf man das erste Mal ausstopfen. Zum Glück hatte ich hier noch ein nagelneues aber unbenötigtes Ikea-Kissen-Inlet herumliegen, das ich für diesen Zweck fast vollständig ausgeweidet habe. Dann folgen die Flügel und das (hier:) dunkelblau gehaltene Cockpit, bevor es an die Flugzeugspitze geht. Aus Gründen der Balance schien es mir ratsam, das Spieluhrwerk ziemlich genau unter dem Cockpit unterzubringen.

An dieser Stelle ist es auch relativ weit weg von jedweder Außenkante. Die Aufziehschnur habe ich durch das Zentrum der zentralen blauen Blume gezogen und dann mit der mitgelieferten Zugscheibe gesichert - eine dicke Holzperle hätte es sicher auch getan. Weiter ordentlich Watte drumherumstopfen und das Flugzeug fertig nähen.
So sah das schon richtig gut aus, und das war der Moment, an dem wir anfingen, uns ernsthaft Gedanken über den Piloten zu machen.

Es war aber auch der Moment, an dem mir aufging, dass ich ein Monster geschaffen habe.
Die Anleitung geht von Sockenwolle aus und deutet Maße von etwa 35x35 cm an. Da ich dickeres Garn gewählt hatte, habe ich eine Flügelspannweite von etwa 55 cm
und von der Spitze bis zum Schwanz sind es mehr als 45 cm.
Na, wenigstens kann dieses Spielzeug nicht versehentlich verschluckt werden.
Propeller und Esel waren dann relativ schnell fertig - für den Esel habe ich das ursprüngliche Zebra der Anleitung ja nur in der Farbgebung etwas abwandeln müssen.
 Dazu bekam er noch einen feschen Fliegerschal, den ich nicht nur festgeknotet, sondern auch festgenäht habe. Er soll ja im Flugwind nicht verloren gehen. Und da ich letzte Woche, während des unerwarteten Wintereinbruchs, einen sonnigen aber sehr windigen Nachmittag ohne Schal unterwegs gewesen war, weiß ich, wie wichtig ein warmer Hals ist! (Hatschi)
Insgesamt bin ich sehr zufrieden.
Und Manfred-Elias - so heißt der Esel - ist auch begeistert.
Ohne Höhenruder wird das Monstrum allerdings niemals fliegen, möglicherweise muss ich da also nochmal etwas improvisierend nacharbeiten.
Fazit:
Die Anleitung für Eddie Lives the Dream African Flower Crochet Pattern von Heidi Bears ist mit fast 7 Euro nicht ganz billig. Dafür ist sie extrem umfangreich und ausführlich, dabei immer noch übersichtlich. Zahlreiche Fotos führen Dich Schritt für Schritt durch die Konstruktion, bis aus einem Stapel Vier-, Fünf-, Sechs-, und Siebenecke wundersamerweise ein Flugzeug entsteht.
Ich fand es leichter, die fertigen Grundbausteine zusammenzunähen, aber wer will, dem wird auch erklärt, wie man sie nacheinander aneinanderhäkelt. Es gibt ja Menschen, die können mit Nähnadeln nicht so gut. Für so ein komplexes Projekt wird man also sehr eng an die Hand genommen, zusätzliche Hinweise und Tutorials gibt es auf Heidi Bears Website und in ihrer Ravelry-Gruppe. Die Anleitung ist ihr Geld auf jeden Fall wert.
Mein Garn ist ein hundertprozentiges Acrylgarn (Wolle Rödel Universal Acrylic), das mir wegen der leuchtenden Farben gut gefallen hat. Sicher spart es auch etwas Gewicht und wäre gut waschbar, wenn das Spielwerk nicht wäre. Ich habe die fertigen Teilstücke beim Zusammennähen vorsichtig mit dem Bügeleisen gedämpft, das hat das Garn nicht nur glatter, sondern auch weicher gemacht. Von der roten Hauptfarbe habe ich fast 2 Knäuel verbraucht, vom blauen und weißen sind jeweils noch etwa 10 g übrig. Den Esel habe ich nicht gewogen, ich schätze etwa 30g, weiß es aber nicht.

Die harten Fakten:
Eddie Lives the Dream African Flower Crochet Pattern by Heidi Bears
angefangen: 19. April 2016
fertiggestellt:  30. April 2016
Garn: Wolle Rödel Universal Acrylic in rot (5705), blau (5735) und weiß (5780), sowie ein Rest schwarz für Hufe und Ohren und etwas graue HWF Merino/Baumwolle (doppelt genommen) für den Esel.
verbraucht: rot: 95g, weiß: 39g, blau: 40g, grau: ?
Größe/Maße: 55 cm Flügelspannweite, 45 cm Nase-Schwanz
Nadeln: Prym Häkelnadel 3 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, Füllwatte, Spieluhrwerk
Kosten: Tja. Garn (pro Knäuel 2 Euro) - etwa vier Knäuele sind 8 Euro, plus Spieluhrwerk - etwa 12 Euro, plus Ikea-Kissen und Rest graues Garn... 25 Euro, ungefähr?

Sonntag, 1. Mai 2016

FO. Flugzeug -Spieluhr.

Das Zebra hat, leider, keine deutsche Arbeitserlaubnis erhalten. Da haben es Einwanderer aus Afrika ja leider notorisch schwer.
Das Gleiche galt für den Elefanten, der noch dazu kurzsichtig war.
Der Hase hatte einfach noch nicht genug Flugstunden.
Und so entschied sich der hauseigene Herr Flugzeuginschenör für den Esel.
Und der fliegt jetzt die neue Spieluhr.
Allerdings hätte er gerne noch ein Höhenleitwerk - das sind die "Schwanzflügel" - dann könne er nämlich auch abheben.
Tja. Da muss ich wohl noch mal improvisieren...
:-)

Samstag, 23. April 2016

Es wird ein Flugzeug! WIP.

Es hilft alles nichts- die Spieluhr wird ein Flugzeug!  Und das macht erstaunlich viel Laune!
Nach der ersten Farb-und Technikprobe
habe ich entschieden, dem originalen Farbschema weitgehend treu zu bleiben. Statt Baumwolle in fingering verhäkele ich allerdings Acryl in Aran. 
Das macht nicht nur leuchtender Farben, sondern auch... ähm... leicht veränderte... Dimensionen... hmmm. Jedenfalls wird es wohl etwas größer als 30x30cm. Aber Acryl ist auch leichter... 
Ob der Pilot tatsächlich ein Zebra wird, ist übrigens noch nicht entschieden.  Die Einstellungsgespräche laufen noch.

Dienstag, 19. Januar 2016

Jetzt ist Weihnachten aber wirklich vorbei!

Im verzweifelten Versuch, die Adventskalenderornamente fertig zu bekommen, bevor die Weihnachtszeit vorbei ist, habe ich nur drei Ornamente nicht doppelt gefertigt - und zwar die auf den Nadeln improvisierten Tiere: Ochse, Esel und Rudolf das Rentier.
Abgesehen von der eigentlichen Kalendervorrichtung, an die die Ornamente gehängt werden sollen, fehlten also noch drei Dinge für die zweite Version des Kalenders.

Voilà!
Seit gestern sind aber auch diese drei fertig geworden - diesmal nicht als dreidimensionale Tiere, sondern als flache, gehäkelte Gesichter, und ebenfalls frei improvisiert.  Ich mag den verstörten Esel fast noch lieber als den etwas verschlafenen Ochsen...
Jetzt muss ich nur noch die Aufhängung fertigstellen, dann kann Weihnachten wieder kommen!

Mittwoch, 12. November 2014

FO: Hägar der Schreckliche.

Wer auf dem Lande oder Stadt
einen Bruder wohnen hat...
... der noch dazu seiner Tochter den Wikingerhelm neidet und selber einen solchen haben möchte....
... der findet sich möglicherweise zu Halloween auf einmal mit einem üppigen roten Vollbart im Gesicht wieder.
Während man am dazu passenden Helm strickt.

Der, natürlich, mit Hörner besetzt ist.

Zum Glück legt besagter Bruder aber keinen Wert darauf, besonders große Hörner aufgesetzt zu bekommen, und so konnte ich das perfekte Wikingerkostüm aus mehreren Einzelmustern zusammensetzten, die allesamt bei Ravelry kostenlos zu finden sind.
(Habe ich in letzter Zeit mal erwähnt, wie toll Ravelry ist? Da gibt es alles, oder Inspiration für alles. Großartig!)
Brüderchen, kein Problem!
Die Mühe/der Spaß lohnt sich übrigens, da dieser Bruder im Rheinland lebt und mit einer Kölschen Frau verheiratet ist. Spätestens an Karneval wird der das Ding tragen.
Der Bart ist übrigens abknöpfbar, und mittels dreier Knopflöcher pro Seite sogar flexibel einstellbar!

Da trinkt sich das Kölsch dann auch leichter.
Also, ich finds richtig gut gelungen!
(Ein Weihnachtsgeschenk fertig und verpackt).



Das Muster
Eigentlich sind es drei Muster: eins für den Bart, eins für den Helm, eins für die Hörner
Für den Bart häkelt man ein Grundgerüst, in das man dann die "Barthaare" einknüpft und den Schnauer aufnäht. Der Helm ist eine einfache Kappe mit einer Kante und vier Segmentstreifen aus Perlmuster, die ich freihändig gestrickt habe: 88 Maschen mit Nd. 5 in eisengrau angeschlagen, 15 Runden Perlmuster, bis 15 cm gerade hoch im Muster, dann Abnahmen in jeder 4. Reihe...
Zuletzt kamen die fantastischen Hörner dazu, die man mit einer genialen Mischung aus Abnahmen und verkürzten Reihen arbeitet. Hier habe ich mit Nd. 3mm besonders fest gestrickt, später leicht ausgestopft und am Helm festgenäht. Die Naht habe ich dann mit einer grauen Luftmaschenkette verdeckt. Für den Bart innen noch zwei Knöpfe festnähen, fertig!
Technik:
 Stricken, etwas häkeln... verkürzte Maschen und Abnahmen. Eigentlich gar nicht soo schwierig.
Die Wolle:
 Der Bart besteht aus einem Rest Lana Grossa Superlana (29), Helm und Hörner sind aus Karisma, Reste des Norwegermarathons und von Malroy.
Die harten Fakten:
 Viking or Dwarven Beard by Melissa Campbell (kostenloser Ravelry-Link)
Helm improvisiert
Mighty Warrior (Viking Horns) by Amanda Schwabe from a k n i t i c a (kostenloser Ravelry-Link)
angefangen: 26. Oktober 2014
fertiggestellt:2. November 2014
verbraucht: 2 Knäuel orange, 1 Knäuel grau, Rest weiß.
Größe/Maße: passt schon
Nadeln: Hörner: 3mm; Mütze/Helm: 5mm; Bart: 4mm Häkelnadel
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, etwas Füllwatte, 2 Knöpfe.
Kosten: pft. Alles Reste aus der Vorratskiste.


Montag, 11. November 2013

Weihnachtswolle. FO: Ritterhelm.

Der jüngere Neffe liebt Ritter. Nein, er ist ein Ritter! Damit das jeder sehen kann, hat ihm sein Vaterin der letzten Karnevalszeit ein ausgezeichnetes Ritterkostüm aus alten Fußmatten gebastelt, mit "goldenen" Schrauben und Scharnieren und einem echten Schild und ein Schwert aus Schaumgummi.
Damit er auch im Winter erfolgreich rittern kann, bekommt er jetzt eine Ritterhelmmütze zu Weihnachten -die ist schon fertig, eingepackt und übergeben (also an die Eltern), jetzt hoffe ich nur noch, dass sie einigermaßen passt (Verdacht: sie ist zu groß) und nicht allzusehr kratzt. Wollmützen kratzen ja bekanntlich immer. Seufz.
Das Visier kann man sogar herunterklappen!
Die große Schwester kann sich schon selber Mützen häkeln und bekommt daher drei Knäuel Original-Boshi-Wolle und eine Häkelnadel, sowie von der anderen Tante -das ist so abgesprochen- das Boshi-Buch mit Mützen und Accessoires.
Man kann das alles hier schon erzählen, weil beide Kinder noch nicht Blogs lesen und alle Eltern informiert sind. Und weil ich damit angeben möchte, wie voll vorbereitet ich schon bin auf Weihnachten, ha!
:-)



Das Muster:
ist eine Häkelanleitung auf englisch - ich musste also erst einmal herausfinden, was die Häkelabkürzungen bedeuten, aber da ich das auf deutsch auch nicht so drauf habe, hätte ich das ohnehin machen müssen. Youtube und Intenet sind hier sehr nützlich, die Anleitung deckt die Größen Baby bis Erwachsener ab und ist leicht verständlich und nachvollziehbar. Es handelt sich um eine Kaufanleitung. Wer besser häkeln kann als ich, kann das Muster wahrscheinllich allameng nach den Fotos kopieren, aber wer sich die Mühe macht... ist schon ok.
Technik:
Krebsmaschen, feste Maschen, halbe Stäbchen. Ich habe Häkeln in der Grundschule gelernt und obwohl ich mir seither ein-zwei Mützen gehäkelt habe, war das immer recht undifferenziert und ohne Rücksicht auf "richtige" Muster. Jetzt habe ich mal genau nachgesehen, was ich tun soll, und das ging alles ganz gut.
Die Wolle:
Drops Karisma in grau, ein Rest aus diesem Projekt für den anderen Neffen. Angemessen eisengrau aber deutlich dünner als in der Anleitung vorgesehen. Daher haute die Maschenprobe auch nicht so hin. Der Helm ist wahrscheinlich viel zu groß, aber vielleicht trägt er ja noch eine Mütze drunter?
Änderungen:
Die Größe, wobei das gar nicht beabsichtigt war. Am Visier habe ich die schwarzen "Löcher" weggelassen und dafür erhabene Rippen aufgehäkelt, damit etwas mehr Struktur hineinkommt.
Die harten Fakten:
Sir Knight Helmet - CROCHET by Martina Gardner
angefangen: 22.10.2013
fertiggestellt: 29.10.2013


verbraucht:: ca. 100g
Größe/Maße: Umfang 55 cm?
Nadeln: Häkelnadel 4mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: Wolle war noch da, vielleicht 6 Euro?

Sonntag, 14. Juli 2013

Kleine Erfolge.

Die Urlaubswoche ist fast um, und wir hatten es schön.
Das Wetter war sommerlich, die Besucher waren nett, die Grillerei reichlich.
Die Stühle müssen noch zusammengebaut werden, dann reiche ich ein Foto nach.
Drei Paar Babyschühchen warten auf den Anruf, dass man sie für die neue Erdenbürgerin benötigt und wir sie losschicken/persönlich überreichen können.
Hier sind sie:
1. Der Klassiker (in meinem Repertoire): Die nahtlos adaptierten ("fleegelized") Saartje Booties, kostenlos bei Ravelry bzw. in den Weiten des Internets abrufbar.
Nähte stören weder die Strickerin noch die kleinen Babyzehen, kraus-rechts wächst mit und die überkreuzten Bändchen sorgen für sicheren Sitz. Eigentlich sollten sie einfarbig rot werden, aber die Wolle hat leider nicht ganz ausgereicht. So gefallen sie mir auch ganz gut. Aufgrund der dickeren Wolle sind sie aber vergleichsweise groß geraten...

2. Baby Merry-Jane Booties von Bekah Knits
Das Muster ist so extrem süß, dass ich es schon seit mindestens November 2011 stricken will. Zumindest befindet es sich seitdem in meiner Ravelry Library - und doch: kaum zu glauben, dass ich 9 USD/7EURO für die Anleitung bezahlt haben soll, egal wie niedlich die Babyschuhe sind.
(Übrigens: Ich bin wirklich bereit, für eine ungewöhnliche, neuartige, oder auch nur gut beschriebene Anleitung Geld zu bezahlen. Und wirklich ausnahmslos alle Babyschuhe in bspw. diesem E-Book sind extrem niedlich. Aber 25 USD/ca 20 EUR für 7 Babyschuh-Anleitungen halte ich doch für eine übertrieben hohe Forderung. Sorry - aber das steht in keinem Verhältnis zum bspw. Pullover, der in mehreren Größen berechnet wird und in Aufbau und Passform in der Regel um einiges komplizierter konstruiert ist. Im Endeffekt gehen die meisten dieser Schuhe auf eine sehr ähnliche Grundform zurück. Die Hälfte des Preises wäre immer noch angemessen - und würde möglicherweise auch zu mengenmäßig höheren Verkaufszahlen (=mehr Umsatz für die Designerin) führen.)
Ich habe jedenfalls die hier eigentlich zu verwendende Anleitung nach einem halben Schuh in die Ecke geworfen und stattdessen die vielfach bewährten oben genannten Fleegle-Saartjes freihändig entsprechend dem Foto adaptiert. Also nach Fertigstellung der Sohle in glatt rechts weitergestrickt, nur einen Strap, den aber etwas länger und mit Knopfloch, und dann pi-mal-Daumen weiße Strümpfchen eingestrickt. (Genauere Notizen findet Ihr in meinem Ravelry Projekt.) Das wurde erwartungsgemäß niedlich und ich musste nur vier Fädchen vernähen.

3. Rosa Schüchen mit Blümchen aus irgendeiner Zeitschrift...
Die Schwägerin ist mehr für Rosa als für Rot, und so gibt es als Zugabe noch diesen Klassiker, der allerdings einige Abwandlungen erlebt hat. Erstens habe ich auch hier nicht eingesehen, warum man eine kraus-rechts Sohle später zusammennähen soll, wenn man von vorneherein nahtlos in Runden arbeiten kann (=fleeglized Prinzip, again). Zweitens hatte ich dünne rosa Wolle nur als Baumwolle da (Lana Grossa Elastico), was eben nicht die gleiche Elastizität bringt wie Wolle -aber babyweich und sommerlicher ist. Drittens kapiere ich ganz offensichtlich nicht, wie man das Patentmuster strickt. Bisher ist mir das noch nie gelungen, und da ich keine Lust hatte (und kein Wlan), um die Damen bei youtube zu fragen (irgendwann...), habe ich einfach rechts-links  Rippen gestrickt. Wird schon gehen. Hoffe ich. Und weil das Ergebnis irgendwie komisch aussah, habe ich viertens vorne noch ein hübsches einfaches Häkelblümchen mit einem einzelnen Kam-Snap befestigt. (Notiz an mich: Wäre auch süß als Knopf an einer Jacke...)
Und das wars. Aller guten Dinge sind drei. Drei Paar Schühchen stehen bereit. Nichte, kannst kommen!

Sonntag, 9. Dezember 2012

FO: Fußmatte.

Die Fußmatte ist übrigens schon länger fertig...
die Fäden hätte man wohl auch noch vernähen können. naja.

...und wie man sieht auch schon in Benutzung.
Aber man kommt hier ja zu nix...
Adventszeit. Voll besinnlich. Nee, is' klar!

Für ein "richtiges" Fazit fehlt mir Zeit, Energie und überhaupt.
Zu bemerken bleibt: Stoffstreifen lieber glatt zuschneiden - Zackenschere = tausend Fädchen. Auch würde es helfen a) häkeln zu können und b) sich an ein Muster zu halten. Dann werden die Ecken gleichmäßiger.
Für ein Free-Style-Produkt aber ganz ok.
Eine schöne dicke Fußmatte, hübscher als der ganze andere Kram den man so kaufen kann (finde ich) und waschbar. Wie bestellt also.

Demnächst: Weihnachtsbäckerei.

Donnerstag, 15. November 2012

Schöner Wohnen. WIP: Fußmatte.

Im Übrigen wird hier nicht nur eingekocht oder gestrickt.
Nach so einem Umzug ist ja auch immer allerlei neu einzurichten.
Nützliches soll auch wohnlich-schön aussehen, und so gibt es tatsächlich noch einiges zu tun.
Da ist zum Beispiel der Zugang zum Garten. Wie in vielen Wohnungen können wir durch direkt vom Wohnzimmer auf die Terrasse treten - angenehm, aber ohne Dreckschleuse kann das bei schlechtem Wetter schon ganz schön feuchte Fußstapfen aufs Parkett bringen.
Eine handelsübliche Kokosmatte ist zwar praktisch, aber nicht so richtig schön, und gehört außerdem nach draußen (finde ich); ein altes Handtuch erfüllt den Zweck, sieht aber schnell aus wie ein nasser Lumpen- der es ja auch ist.
Was tun?
Die geneigte Leserschaft ahnt es natürlich:
Mal eben schnell selber machen!
Die geneigte Leserschaft ahnt natürlich auch:
"Mal eben schnell" heißt - ich häkele jetzt seit geschlagenen vier Wochen immer mal wieder an dieser dämlichen Fußmatte herum.
Ich bin noch nicht mal sicher, ob mir das gefällt

Damit der Fußabtreter nicht ganz so scheußlich wird, wollte ich die Farbe des Wohnraums aufnehmen. Wie gut, dass vom Schrankprojekt noch ein knapper Meter Baumwollstoff übrig war! Daraus eine Art Teppich zu häkeln kann doch so schwer nicht sein? Baumwolle ist zudem waschbar, sodass man das Ding bei Bedarf auch mal waschen kann... Versuch macht kluch - statt also für teueres Geld Zpagetti Garn zu kaufen, beschloss ich, erstmal Reste zu verwerten.
Dazu habe ich den Stoff sorgfältig gebügelt und mit den Webkanten aufeinander gelegt. Mittels Rollschneider konnte ich nun einfach ca. 1cm breite Streifen in den Stoff schneiden- wichtig ist, dass die Webkanten dabei nicht durchtrennt werden!

Dies geschieht erst in einem zweiten Schritt: An einer Kante wird der Fadenanfang herausgeschnitten, dann wickelt man immer auf, bis man an die nächste Wendekante kommt - jeder zweite Schnitt wird so durchtrennt, dass der Stoffstreifen immer im Zick-Zack hin und her geht. Die Richtungswechsel im Stoffstreifen gehen später beim Häkeln unter. Glatte Schnitte, habe ich dabei übrigens herausgefunden, fusseln deutlich weniger als Zick-Zack-Scheren-Schnitte.
Schneidet man zuwenig (oder durchtrennt aus Versehen den "Faden") - einfach zusammenknoten! Tritt sich später alles fest...
Ich bin zwar nicht sonderlich gut im Häkeln, und es hätte mir sicherlich geholfen, für vernünftige Ecken auch einmal eine (irgendeine) Anleitung zu lesen, aber ich erinnerte mich ziemlich vage ans Topflappenhäkeln in der Grundschule und habe einfach mal angefangen, mit einer 9er Häkelnadel ein irgendwie rechteckiges Gebilde aus festen Maschen (oder was ich dafür halte. Vielleicht sinds auch halbe Stäbchen, wen interessiert das schon?) zu schaffen, und an den Ecken immer gleichmäßig zuzunehmen. Das ginge sicherlich besser, aber es ist ja nur ne Fußmatte, und wer weiß, ob das so funktioniert, wie wir uns das denken? Fertig ist das Ding jedenfalls noch nicht (was eher an meinen ständigen Unterbrechungen liegt. Das Teil erregt Aufsehen und wird nur in ganz privaten Rahmen bearbeitet, und auch nur, wenn ich nicht gerade was besseres zu tun habe.)
Aber wenn alles klappt, kann ich das nächste Mal ja ein neckisches "Doily" häkeln... :-)

Dienstag, 20. Dezember 2011

FO und Fazit: Schlumpfine-Mütze. Mit Wechselblüte.

Die neue Nichte hat zwar, so wurde mir gesagt, viele Haare, aber auch eine Aversion gegen Mützen. Hilft aber nichts, es ist Winter. Wolle auf dem Kopf sollte daher -zusätzlich- vom Schaf kommen, in diesem Fall vom Merinoschaf, und nicht, wie in der ursprünglichen Anleitung vorgeschlagen, vom Alpaka-Lama.
Niedlich darf es auch ruhig sein. Gucken wir mal, ob uns das gelungen ist. Die resultierte Mütze sieht jedenfalls frappierend aus wie die einer gewissen Schlumpfine,
Original...

und die wickelt ja bekanntlich nicht nur Papa Schlumpf um den Finger sondern tritt auch Gargamel gehörig in den A... ist eine charmante, starke Persönlichkeit, die ihren eigenen Weg geht. Könnte zum Vorbild dienen. Die Erstausstattung ist hiermit, von meiner Seite aus gesehen, erst einmal komplett.
Hier das Fazit:

Das Muster:
Eine einfache, eng anliegende Mütze mit Ohrenklappen, Stirnzacken und drei auffälligen "Nähten", endend in einem neckischen Zipfel, kostenlos von Drops Design.
Technik:
Die Mütze wird in Reihen gestrickt und am Schluss mit einer Naht im Nacken zusammengenäht.Maschenmarkierer sind unbedingt notwendig, damit die auffällige Nahtlinie korrekt verläuft. Man benötigt rechte und linke Maschen, sowie einfache Zunahmen (das Muster schlägt verschränkte YO vor - ich habs mit -falsch behandelten- tiefer gestochenen Zunahmen versucht und leider versagt. Die sollten nämlich nicht aus beidseitig derselben Masche kommen. Seufz.). Die auffälligen Nahtlinien entstehen durch betonte Abnahmen: 1 M nach hinten auf Zopfnadel, 1 M abheben, nächste Masche mit Zopfnadelmasche rechts zusammenstricken, abgehobene (Naht-)Masche überheben.Nicht schwer, aber effektvoll. Und natürlich eine ordentliche Naht im Matratzenstich sollte man hinbekommen...
Die Mütze ist an einem Abend schnell gestrickt, lediglich die zusätzlichen Blüten (nach diesem Muster) haben die Fertigstellung hinausgezögert.
...und Kopie!


Die Wolle:
Ich habe weiterhin die Lana Grossa Cool Wool Superfein aus dem Strampler verwendet. Weiß natürlich, wie Schlumpfmützen nunmal sind, obwohl rot (und jede andere Farbe) sicherlich auch niedlich wäre. Möglicherweise hat sie nicht die gleiche Reihenhöhe wie die von Drops vorgeschlagene Alpaka, aber ich wollte eine kleine Mütze, die Nichte ist ja erst 3 Wochen alt...
Änderungen:
Ich habe die Mütze in Runden gestrickt, würde das aber nicht mehr empfehlen - ich glaube, es verdirbt den Zipfelabschluss ein bisschen.Die Binde-Bänder habe ich gehäkelt, ich hatte keine Lust auf I-Cord oder ähnliches Klimbim. Außerdem habe ich drei verschiedene Häkelblumen gefertigt, die mittels Kam-Snaps leicht ausgetauscht und der jeweiligen Kleidung angepasst werden können.
Die Blüten lassen sich beliebig auswechseln
 Die harten Fakten:
Blüten: Mollie Flowers 
angefangen: 12. Dezember 2011
fertiggestellt: 15. Dezember 2011
Wollreste für die Blüten in blau, rot, rosa.
verbraucht:: ein halbes Knäuel? (alles angefangene Reste aus dem Strampler-Projekt)
Größe/Maße: 1/3 Monate
Nadeln: Rundstricknadel Nr. 3, 80 cm Seil, Knitpicks
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, KamSnaps für die Blüten
Kosten: ca. 3 Euro

Und bei Ravelry.