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Samstag, 25. Dezember 2010

Mission accomplished: Weihnachten 2010 mit vier fertigen Norwegerpullovern.

Heiligabend, 12 Uhr -- endlich sind Hals- und Ärmelblenden des letzten Pullovers fertig angenäht.
Schon am 22. hatte ich eigentlich die Ärmel eingesetzt, aber zum ordentlichen  Vernähen musste ich das Bügeleisen herauskramen und Dämpfen - und dazu kam ich erst zwei Tage später.
Damit es keine Wülste gibt, kann Dampf helfen.
Nun noch schnell die Verschlüsse dran, und alles in Geschenkpapier wickeln. Zum Spannen bleibt keine Zeit mehr, aber Holla-die-Waldfee! - ich hab's geschafft!
Es war, wie der Meinige sagen würde, wolltechnisch "ein ganz enges Höschen" - denn tatsächlich blieb von der roten Wolle nicht sehr viel übrig - die beiden nachbestellten Knäuel gingen fast komplett für die Ärmel drauf...
passgenau fertig geworden!


Was vor einem Jahr als Vorschlag -- oder sollte ich sagen: Herausforderung? -- meiner Schwägerin begann, ist nun tatsächlich fertiggestellt!
Ich hatte es vor einigen Wochen nicht mehr geglaubt! Hier ist das gute Stück!
Nummer vier ist fertig!

So weit war ich mit meiner kurzen Erfolgsmeldung an Euch gekommen, bevor Weihnachten zuschlug. Was dann geschah?

Die Wohnung musste noch geputzt und aufgeräumt werden. Um 17 Uhr Kirche fiel aus, wir waren noch nicht soweit. 19 Uhr dann endlich Weihnachten -- durch das Schneetreiben stiefelten wir zum Weihnachtsgottesdienst.

Diese Pastorin werden wir künftig wohl zu vermeiden suchen. Ich weiss nicht warum, aber wir haben sie jetzt zweimal erlebt, und beide Male hat sie das Glaubensbekenntnis durch ein modernes Gedicht oder sowas ersetzt. Ich bin ja wirklich kein regelmäßiger Kirchgänger, und ein aktives Gemeindemitglied stellt sich das Presbyteriat sicherlich anders vor, ABER. Wenn die Pastorin uns nicht zutraut, dass wir alle den Text des Credos beherrschen, soll sie Zettel auslegen, nicht diesen (für mich) wichtigen Teil der Liturgie willkürlich verändern! Grmpf. Das nur am Rande...

Zurück zu Hause schmückte der Meinige endlich den kleinen Baum, während ich eine Schnelle Entenbrust in den Ofen schob.
Krüppelbaum für kleine Wohnung
 (Tolles, einfaches Rezept: bittere Orangenmarmelade mit etwas Sojasauce verrühren, evtl. in der Mikrowelle kurz verflüssigen,  Entenbrust damit einschmieren, für 20 Minuten bei 220°C in den Ofen schieben. Fertig! Geht auch mit Ingwergelee...). Dazu Salzkartoffeln und Erbsen, Zuckerschoten und Karottenscheiben, alles in Entenfond (aus dem Glas) gedünstet...
Festmahl - toll was weiße Tischwäsche ausmacht
 Unser erstes gemeinsames Weihnachten zu zweit! Ein schönes, geruhsames Weihnachten, und der letzte ruhige Tag, voraussichtlich bis zum 3. Januar...
Oh Tannenbaum...
 Daher wünsche ich Euch an dieser Stelle schon einmal ein Gutes und Gesundes Neues Jahr!
Und dann werdet Ihr auch erfahren, was Eltern und Kinder zu den Pullovern gesagt haben...

Freitag, 15. Januar 2010

Es gibt immer irgendwas zu tun!

Ich komme nicht aus einer Bastlerfamilie, aber habe mit 14 eine alte Pfaff geerbt und auch bedienen gelernt.

In der Schule haben wir auch Häkeln gelernt. Leider kann der Mensch nur soundsoviele Topflappen brauchen... Dank Internet gibt es nun auch alternative, teils sogar tragbareAnwendungsmöglichkeiten.
Sticken geht eher nicht so gut - aber ich kann ja auch nicht zeichnen: keine Geduld, wenig Sinn für Farben.
Während des Studiums kam sporadisches Stricken dazu: nur für Babies/Kleinkinder, da hat man schneller ein Erfolgserlebnis und muss den Kram nicht selbst tragen.
Aber auch nur für Menschen, die meine Werke gut behandeln und im Bedarfsfall zurückvererben, da achtet man sorgfältiger auf Qualität...
Im großen und ganzen macht es einfach Spaß, als kopfarbeitender Schreibtischmensch ab und zu mal etwas herzustellen. Etwas, was man in der Hand halten kann, und herumzeigen. Zum Verkaufen oder auch nur Verschenken reicht die Qualität leider meistens nicht... :-)
UND es ist viel schwieriger, beim Fernsehen nebenbei zu essen, wenn man bspw. zwei Stricknadeln in der Hand hat! (nicht zu unterschätzen!)
Auch Kochen, Backen, Einwecken hat mir immer schon Spaß gemacht. Alles strikt auf Amateurniveau, nichts schmeckt zweimal hintereinander gleich!

Und weil ich am Ende des Jahres oft schon nicht mehr weiß, was ich alles "geleistet" habe, soll dieser Blog mir helfen, meine "Projekte" zu managen. Und da habe ich mir für 2010 schon wieder einiges aufgehalst...
Ich werde meine Projekte also teilen, vielleicht finden sich unter den craftbloggern und Bastelmuttis ja einige Leser(innen), die mir mit Rat und Zuspruch zur Seite stehen können/wollen. In der Gruppe macht das Werkeln schließlich immer doppelt so viel Spaß.