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Samstag, 16. Januar 2016

Versagt.

Der Meinige bereitet sich auf die jährliche Skitour vor und packt die (von mir für ihn) selbstgestrickten  Socken der letzten Jahre ein.
Stellt sich heraus, er ist überfordert mit dem Unterschied zwischen Baumwolle  (wächst am Strauch, pflanzlich) und Wolle (wächst am Schaf, tierisch).
Traue mich jetzt nicht, das Thema Alpaka, Yak,  oder Kaschmir anzuschneiden...
Was habe ich nur falsch gemacht?

Montag, 20. Juli 2015

WIP: Lila Bird. Mehr Knöpfe.

18 mm - zu groß
ebenfalls zu groß. Der Hund ist gut, aber der Hintergrund ist zu dunkel
12 mm - schon besser. Aber in der Farbe knapp daneben.
billig
etwas besser...
hmm. könnte gehen
oder doch so?
oder Perlmutt?
Halbfinale.
Und dieses blöde Lila kann man ja noch nicht mal richtig fotografieren. Grrr.

Freitag, 6. März 2015

3. Brief. Zusammenstricken - aber wie?

Liebe Frau Zimmermann,
an sich habe ich überhaupt nichts gegen das Stricken von Einzelteilen, die ich dann zusammennähe. Ich habe weder eine Phobie vor linken Maschen, noch vor Nähten. Nähte haben auch Vorteile, sie machen das Stück bspw. stabiler.
ABER: ich mag es überhaupt nicht, wenn ich ein mehrfarbiges Muster in Reihen stricken soll. Das geht in Runden einfacher, schneller, schöner und in der Regel auch mustergerechter.
Da ich nun schon am zweiten Ärmel arbeite, wird es höchste Zeit, mir zu überlegen, wie ich die Ärmel mit dem Körper zusammenstricken will. Sie haben da ja mehrere Vorschläge.

1. Ich könnte einen Raglanpullover stricken, am besten mit betonten Nähten in grau.
Pro: Die Berechnungen sind einfach, und im Muster zu bleiben wäre einfach. Optisch sähe das so ähnlich aus wie hier.

Contra: Raglan macht schmale Schultern. Der Neffe ist ohnehin schon schmal. Und es sähe eben anders aus als der ursprüngliche Plan.












2. Ich könnte eine Sattelschulter stricken, ähnlich wie bei Borowski. Die Sattelschulter könnte über ein oder zwei Mustersätze gehen (8-16 Reihen), das muss ich nochmal nachlesen (wo ist mein Buch bloß?*)
Pro: macht breite Schultern, Muster würde gut aufgehen.
Contra: immer noch andere Optik

3. Ich könnte versuchen, eine contiguous-Schulter, aber von unten zu stricken.
Pro: sehr ähnliche Optik, bis auf betonte Schulternaht.
Contra: argh. Zählen und Rechnen. Es wurde schon gemacht, Forumsbeiträge bei Ravelry belegen es, aber noch nie im Muster. Und ich habe ja noch nicht einmal contiguous von Oben gestrickt!

4.  Ich könnte Tichiros Methode versuchen.
Pro: Tichiros Erklärung ist nah an meiner Maschenprobe, Optik ideal.
Contra: Daran sind schon ganz andere gescheitert - einfarbig! Und verkürzte Reihen heißt eben doch: in Reihen im Muster stricken..

Ach menno. Ich kann mich nicht entscheiden. Was meinen Sie?
Herzliche Grüße,
Ihre Projektmanagerin

_____________________
*Danke für die Angebote, lieber Mitleserinnen! Ich fühle mich abgesichert, dass ich rechtzeitig an die benötigte Anleitung gelangen kann! Danke!


Montag, 9. Dezember 2013

CustomFit Dilemma. Still swatching...

Das Tolle an CustomFit ist ja, dass man genau den Pullover stricken kann, den man sich schon immer vorgestellt hat.
Das Problem dabei ist natürlich, dass man
1. sehr genau wissen muss, was man sich wünscht
und
2. das technische Wissen haben muss, die Vorstellung umzusetzen.

Problem 1 ist schwierig genug, aber ich habe meine Vorstellung ja schon ziemlich eingegrenzt.

a) grün
b) lange Ärmel, lockerer aber körperbetonter Sitz (also nicht kastig sondern mit leichter Taillierung und eingesetzten Ärmeln. Das sind hier nicht die 1980ger)
c) weiter, halsferner Cowl-Rollkragen
d) tiefes Rippenbündchen an den Ärmeln. Also bis zum Ellbogen ungefähr.
Mustertechnisch soll es eigentlich relativ schlicht bleiben.
Nur an der Vorderseite in der Mitte möchte ich einen einzelnen, ganz dicken, weichen Zopf. Mindestens 10 über 10 Maschen breit, und auch nicht irgendein Zopfmuster, sondern ein sogenanntes oxo-Muster - auch "hugs and kisses" genannt, weil die "o" im angloamerikanischen Kürzelsystem für Umarmungen, die "x" für Küsse stehen. Das kommt sogar noch aus der Zeit, als man noch echte Briefe schrieb, und ich hätte gerne -nein: ich brauche- einen Kuschelpullover ganz im Zeichen von "portable love". In Grün. Ich erwähnte das Grün schon.

So weit so gut.
Leider habe ich keine Ahnung, wie ich diesen dicken Zopf hinbekommen soll (außer mit sehr viel dickerer Wolle.): Klassisches Verzopfen bei dieser Maschenzahl ist zwar möglich, verzieht den Pullover aber so stark, dass man das Muster gar nicht erkennen könnte. Mogeln, und die zu verzopfenden Maschen heimlich auf der falschen Seite nacheinander länger stricken führt zu enormen Löchern im Pullover. Der Vorschlag einer Kollegin, statt Zöpfen Ixe und Uus aus linken und rechten Ab-bzw. Zunahmen zu basteln funktioniert auch nicht - das Gestrick beult durch die Richtungswechsel aus.
Mein Problem liegt also im Bereich 2: technisches Wissen.

Und jetzt?
So weit kann ich nur sagen, dass ich gefühlte 15 Musterswatche gemacht und (unfotografiert) wieder aufgeribbelt habe. Die Wolle verträgt das Ribbeln und Neustricken erfreulich gut.
Hat noch jemand einen Vorschlag?
Oder muss ich mir etwas anderes überlegen?

Dienstag, 9. April 2013

WIP: Eisblumen. Nachtrags-Ferse.

Wie auch immer man die wunderbare "Afterthought Heel" auch ins Deutsche übersetzen mag - ich bin sicher, es gibt dafür einen Begriff, leider kenne ich ihn nicht  - sie eignet sich ganz hervorragend für mehrfarbige Strümpfe, da man das Muster lustig weiterstricken kann, ohne sich von Spickelzunahmen oder ähnlichen Schwierigkeiten beirren lassen zu müssen. 
Dieser Fuß ist schon mal warm.
Einfach eine Reihe über die Sohle mit Kontrastfaden stricken, den man später herauslöst, wobei man die freiwerdenden Maschen auffängt, und dann wie eine Sockenspitze behandelt. Wunderbar einfach, sehr geräumig. Jetzt muss ich nur noch die letzten 2x10 Maschen zusammennähen/-graften, dann wird es Zeit, meine Waden einmal auszumessen (*Danke für den Link, Janukke), und dann kann ich mich damit beschäftigen, wie ich in diesem Muster die nötige Anzahl Maschen zunehme... Eine "Maschenprobe" habe ich ja dann schon am Fuß.

Bin selbst gespannt.

Sonntag, 13. Januar 2013

WIP: "Rugby". Gestreifte Skistrümpfe.

Der Meinige, ich erwähnte es bereits, möchte wieder Skifahren gehen. Dazu wünschte er sich ein weiteres Paar dicke Socken. Nein - Strümpfe sollen es sein. Kniestrümpfe wären gut, sagt der Meinige.
Ok. Das lässt sich einrichten.
Ich führe den Herrn zur Kiste mit der Sockenwolle und zeige ihm die männertauglichen Farben.
Vielleicht ein frisches Marineblau?
grmpf - sagt der Meinige

ein fröhliches Mausgrau?
ochnö - sagt der Meinige
ein fesches Schokoladenbraun?
neee - sagt der Meinige
Die sind ja auch alle zu dünn, sagt der Meinige. Ich will dicke Strümpfe! In grün!
Grün?
So wie die hier?
wir erinnern uns: Smaragdpantoffeln im Winterschlaf
Ja! ruft der Meinige, genau so! Nur dicker!
Zum Glück, denn ich bin noch nicht ganz bereit, die Smaragdpantoffeln aufzugeben. Vielleicht muss man sie ribbeln und dann nochmal ganz neu starten, aber ich bin nach wie vor der Meinung dass das Muster und die Wolle gut zusammenpassen. Also. Grüne Wolle. In dicker. Das ist dann zwar keine "offizielle" Sockenwolle mehr, aber das macht ja nichts.
Wie wäre es hiermit?
zu blass - brummelt der Meinige

Oder hiermit?
zu dunkel - beschwert sich der Meinige

Letzte Chance: diese hier sind von einer Kinderstrickjacke aus dem Jahre 2009 übriggeblieben.
Ja! - ruft der Meinige
Erstaunlich. Ich hatte mich schon gefragt, ob diese zwei Restknäuele jemals einen Weg auf die Nadeln und aus meinem Stash finden würden. An Kniestrümpfe für den Meinigen hätte ich sicherlich nie gedacht. Allerdings bin ich auch nicht sicher, ob die 100g für ein Paar Kniestrümpfe reichen würden - hohe Socken - ja klar. Aber Kniestrümpfe? Riskant.
Vorsichtig äußere ich meine Befürchtungen: Was wäre denn, wenn die Strümpfe nicht bis ganz zum Knie gingen? Ich kann von der Spitze aus stricken und somit den letzten Fitzel aus der Wolle herausholen, aber es könnte knapp werden.
Der Meinige guckt enttäuscht.
Sage ich: was hälst du denn von kontrastfarbigen Spitzen, Fersen und Bündchen? Oder Streifen? Wie findest Du Streifen? Ich habe auch noch zwei Knäuel in Blau...
Aber nicht so dünne Ringel. Richtige Streifen! - fordert der Meinige
Dein Wunsch ist mir Befehl!
Vielleicht gibt es auch noch grün-graue Socken. Die Wolle scheint ergiebig...
Der zweite Strumpf soll übrigens mit grüner Spitze und Ferse werden.
Jetzt muss ich mich aber erstmal mit Zunahmen für den Wadenzwickel beschäftigen. Wer kennt sich denn hier mit Rippenmustern aus? *hust*

Sonntag, 21. Oktober 2012

Manchmal...

...erwischt einen das Leben unvermittelt.
Da gibt es nicht nur einen Kinnhaken.
Da werden alle Regeln des Marquis de Fantailler komplett ignoriert.
Da stirbt ohne Vorwarnung das neugeborene Kind direkt nach der Geburt, atmet einfach nicht, und man bleibt zurück, entgeistert, verstört, verwaist, in einem immer noch/plötzlich wieder viel zu großen Haus (lohnt es sich überhaupt noch, hier irgendetwas einzurichten?), untröstlich.
Dem Leben ist das ziemlich egal.
Das Leben macht einfach weiter wie bisher.

Wir, fünf Wochen danach, versuchen so langsam wieder mitzumachen.
Morgen fahren wir ins Möbelhaus. Sieht so aus als hätten wir jetzt ein Arbeitszimmer einzurichten.
Projekte, Projekte...immer was zu tun.


Montag, 11. Juni 2012

Eine Frage der Moral...

... neulich bewunderte eine Kollegin meine "Taygete",* und wie wir so reden, und weil wir gerade online waren, habe ich ihr spontan die Anleitung ausgedruckt und geschenkt.

Und nun habe ich ein schlechtes Gewissen. Das war ja eine Kaufanleitung, von der die Designerin nun nicht profitiert. Ist das unfair?
Andererseits: hätte ich das Muster aus einer Zeitschrift, hätte ich es ihr wahrscheinlich ohne Skrupel einfach kopiert...

Was meint Ihr - was soll ich tun? Ich könnte ja die Anleitung einfach noch einmal kaufen... oder ist das albern/übermäßig sensibel/unnötig?

*und das traurige ist ja nicht, dass ich den Schal liebe und trage, sondern dass ich ihn im Juni liebe und trage...geliebter deutscher Sommer!

Montag, 19. Dezember 2011

Malicorne Nachtrag: Es grünt so grün...

Die Kam-Snaps sind endlich da. Ich habe vier Grüntöne bestellt, weil man im Internet wirklich nur sehr schwer erkennen konnte, wie die Farbe in natura sein würde.
Neongrün fällt eindeutig aus. Das kann ich auch alleine sehen.
Nun habe ich noch (von oben nach unten):
  • apfelgrün glänzend
  • apfelgrün matt
kann man was erkennen?
  •  hellgrün matt
man kann nichts erkennen, oder?

  • ampelgrün matt
  • ampelgrün glänzend.
wie machen die das bloss, dass man was erkennen kann?

Grün ist fast genauso schwer zu fotografieren wie rot, oder lila, oder irgendeine Farbe bei diesem grauen Winterwetter mit meiner Kamera und vor allem meinen minimalen fotografischen Kenntnissen (null: draufhalten, abdrücken).
Dennoch: was meint Ihr?
(rechts ist eine Umfrage eingerichtet...)

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Knitting sheath - zur Ansicht.

Wenn ich solche Fotos sehe
http://www.amazon.de/gp/product/images/1579902537/ref=dp_image_0?ie=UTF8&n=52044011&s=books-intl-de
(Buch ist leider vergriffen) fange ich sofort an, im Kopf die Maschen zu zählen - so klein - so viele - so detaillierte Muster möglich!
Und dann frage ich mich - wie haben die das gemacht/machen die das?
Klar: dünnere Wolle und dünnere Nadeln... aber auch dieses Buch weist wieder auf knitting sheaths bzw. knitting belts hin...

Aaron hat auf seinem Blog zwei Videos (ok. vier Videos) eingestellt, auf denen er das Stricken mit seinen sheaths demonstriert. Einmal mit kurzen "normalen" Stahlnadeln, einmal mit sehr langen, sehr flexiblen Gansey-Nadeln. Die Technik ist jedesmal ähnlich, aber dann doch unterschiedlich, denn bei den langen Ganseynadeln
a) ist der Köcher viel weiter hinten angebracht - mehr über der Pobacke als über der Hüfte
b) wird die Nadel deutlich nach vorne gebogen
c) liegt der rechte Arm auf der Nadel auf und wird von ihr gestützt

Gemeinsam ist den Techniken
a) dass die Nadel, weil flexibel, selbst einen Teil der Bewegung ausführt - wenn man den Faden um die Spitze gewickelt hat, biegt sie sich zurück, aus der Masche heraus
b) ein sehr gleichmäßiges und gleichmäßig festes Maschenbild leichter herzustellen ist
c) die Technik aber offenbar nur mit "throwing" richtig gut zu funktionieren scheint - hier entlastet die fixierte rechte Nadel die rechte Hand, die ja mit Faden"werfen" beschäftigt ist. Beim Kontinentalen Stricken (mit Faden links) bringt das Fixieren weniger, denn die Nadel soll sich ja eigentlich bewegen können. Vielleicht müsste man dafür die linke Nadel fixieren?

Hier sind die Videos.

http://gansey.blogspot.com/2008/03/video-clip-of-better-way-to-knit.html

http://gansey.blogspot.com/2008/03/video-of-gansey-needles-with-knitting.html

Und die Handschuhe aus dem Buch sind sicher mollig warm...

Dienstag, 4. Oktober 2011

Nadelspielerei? Vom Sinn und Nutzen der Knitting Sheaths

Habt Ihr schon einmal von einem "knitting sheath" gehört?
Ich bin seit letztem Jahr immer wieder darauf gestoßen.
http://www.pinnantiques.com/USERIMAGES/knit1%281%29.JPG

Bei diesen "Nadelköchern" handelt es sich - wenn ich das richtig verstanden habe - um ein Werkzeug, mit dem die professionellen Strickerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts
  • gleichmäßig und schnell stricken
  • ihre Handgelenke entlasten
  • im Laufen stricken
  • einhändig stricken
konnten.
In Großbritannien sind die Museen offenbar voll mit "knitting sticks" (es gibt auch "knitting belts", die Konstruktion ist etwas anders, aber das Prinzip ist ähnlich), hier in Deutschland habe ich davon allerdings noch nie gehört - nicht, dass das was heißt. Ich habe auch nicht gesucht. Aber auch das deutschsprachige Internet schweigt.
Es sieht so aus, als würden nur noch wenige Stricker_innen diese Technik nutzen - auf den Orkneys, in Großbritannien, und ein einsamer Stricker in Kalifornien.(http://gansey.blogspot.com)

Aaron wollte wissen, wie sich die englische Fischerei und Seefahrt entwickeln konnte, mit wochenlangen Aufenthalten auf See, zu einer Zeit, als "Funktionskleidung" mit der handgesponnenen Schurwolle und einem Satz Stricknadeln gefertigt wurde... Moderne "Fischerpullover" halten jedenfalls weder Wasser ab noch wärmen sie genug, um als alleiniger Schutz einen Mann auf See am Leben zu halten. Daraus schloß er, dass erstens die Wolle für die damaligen Fischerpullover (er meint Ganseys) damals anders, womöglich fester versponnen wurde und aus mehr, aber dafür dünneren Fäden  zusammengesetzt war, und zweitens, dass die Nadeln dünner und die Maschen kleiner und fester waren - etwas was nur mit knitting sheaths zu bewerkstelligen war.
Also fing Aaron an, solche Köcher  herzustellen. Und die Nadeln auch. Inzwischen spinnt er auch die Wolle, die er braucht. Und er versucht, (wissenschaftlich) zu erklären, wie diese alte Technik funktioniert. Ich bin nicht sicher, ob ich das richtig verstanden haben, aber ich glaube, es ist ungefähr so:

Man strickt mit einem Nadelspiel - für Pullover mit ziemlich langen Nadeln, Socken und Handschuhe "normal" kurz. Aaron schwört auf Metallnadeln (Stahl bzw. Klavierdraht), da sie etwas elastisch sein müssen ohne gleich zu brechen (wie Holznadeln).
Die Nadel, mit der die Maschen abgestrickt werden (rechts) wird im Köcher verankert. Der Köcher ist fest am Gürtel/Schürzenband/Hosenbund verankert, je nach Nadellänge über der rechten Hüfte oder sogar noch weiter hinten.
Die Nadel gewinnt durch die Verankerung und die Führung um den Körper herum eine gewisse Spannung, die man sich nun zunutze machen kann. Man drückt die Nadel in die abzustrickende Masche der linken Nadel, und die Köchernadel federt wieder heraus. Der Köcher nimmt auch das Gewicht des Strickstücks auf. Insgesamt kommt die Bewegung weniger aus dem Handgelenk und mehr aus dem Oberarm-Muskel - der Finger kann sich auf eine feste Fadenspannung konzentrieren, weil er nicht mehr das gesamte Gewicht halten, Nadeln bewegen und Spannung erzeugen muss, und so werden auch die Handgelenke entlastet.
Hier hat Aaron einige Videos eingestellt, in denen er versucht, das Prinzip zu erklären:
http://gansey.blogspot.com/2008/03/video-of-gansey-needles-with-knitting.html


So weit leuchtet mir die Theorie ein. 
Das einhändige-Stricken und das im-Laufen-Stricken habe ich allerdings noch nicht ganz verstanden - vielleicht funktioniert das nur, wenn man den Faden in der rechten Hand hält (english style, throwing the yarn).
Ich würde das wahnsinnig gerne mal probieren, allerdings fehlt mir der Köcher. Auch wenn Aaron meint, man könne die wahnsinnig schnell selbst schnitzen, ein passendes Loch in einem Kochlöffelstiel würde reichen, so fehlt mir Holz und Werkzeug dafür. Bin halt ein Stadtmädchen...