Posts mit dem Label Stash werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stash werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Unboxed.

Als ich neulich mit Euch das hübsche Wollpaket vom mylys in Hamburg geöffnet habe, gingen die Spekulationen auf Eurer Seite ja schon los. Leider war das damals ein Handyblogpost unter Zeitdruck, daher konnte ich nicht so viel zu der Wolle sagen.
Es fing alles damit an, dass bei mylys Sommerschlussverkauf war, und ich gedachte, ein Schnäppchen zu machen.
Da ich aber inzwischen sicherheitshalber 1kg Wolle pro Pulloverprojekt kaufe (ja, das ist großzügig bemessen, aber man will ja auch nicht auf den letzten Metern ohne Garn dastehen), habe ich im Endeffekt für meine Wunschgarne den normalen Preis ausgeben müssen - seufz. So geht das: erst wird man im "Sale!!!"-Modus angefixt, dann muss man einige Strängchen nachbestellen... Nuja.
Jedenfalls habe ich jetzt jeweils ein Kilo Cascade 220, bei Ravelry ein absolutes "workhorse-yarn" in der gloriosen Farbe "Erpel" (mallard). 
Und ein Kilo Schoppel Wolle Relikt in einem stumpfen Braun namens "Mokkamelange".

Dieses soll mal eine Gwendolyn oder ein ähnlich rustikaler Zopfpullover werden - ich liebe die Kapuze, würde sie aber wahrscheinlich unpraktisch finden. Vielleicht auch eine Zopfjacke? Mal schauen.
Die Cascade hingegen soll zu einem echten Meisterstück werden.
Vor anderthalb Jahren traf ich eine nette Frau, die einen fantastischen Woll-Strickblazer in einem senfgelben Rippenmuster trug, der ihr so ausgezeichnet stand, dass ich sie gleich darauf ansprechen musste. Wir haben in den folgenden fünf Wochen sehr viel zusammen gestrickt, leider habe ich ihre E-mail-Adresse verschlampt...
Seither möchte ich auch so einen kleidsam-bequemen Strickblazer. Nur eben nicht in senfgelb. Und nicht in Rippen. Aber dafür ziemlich genau so, wie Hinterm Stein ihr Masterpiece entworfen hat. Sie ist ja ohnehin eine der tollsten Designerinnen auf Ravelry, ich habe die Hälfte ihrer Sachen in meiner Queue, einfach alle sind elegant, zeitlos, tragbar und überhaupt. Und eine Freundin aus dem Stricktreffen strickt gerade sehr viel von ihr und ist von den Anleitungen begeistert.
komischer Blaustich...
Hier also eine erste Maschenprobe der Cascade - die ein empfohlenes Garn für die Anleitung ist - und der feste Entschluss, demnächst eine schicke neue Strickjacke zu haben.
Die Jacke wird (leider, denn das wird irgendwann umständlich groß) in einem Stück nahtlos von oben gestrickt, und ich habe bereits den zweiten, diesmal erfolgreichen Anlauf hinter mir, die Schulterpartie zu stricken.
Und dann verlies mich die Stricklust.
Umpf. Ich kann mich gerade nicht aufraffen. Durch die viele "Vokabellernerei" für die Iso-Normen hat sich endlich einmal das blöde Überbein auf meinem linken Handrücken zurückgebildet, und überhaupt will ich kleine, schnelle Erfolgserlebnisse.
Vielleicht muss ich mal mit meiner Schwägerin telefonieren, da ist doch im März ein neuer Neffe (oder Nichte) fällig? Seufz.
Mag mir jemand ein Meisterstück stricken?


Mittwoch, 16. September 2015

Unboxing.

Hurra!
Der Herbst kann kommen!

Sonntag, 26. Juli 2015

Kopenhagen. Therese Garn...

...ist von außen leicht zu erkennen.
Therese sagt aber, sie habe von Holst Garn noch nie gehört. Die hätten vielleicht kein Händlernetz in Dänemark? 
Therese sagt,  sie habe seit 37 Jahren ihr Garngeschäft, und sie kenne alle Marken.
Holst und Geilsk seien in Deutschland gerade etwas in Mode?
Therese guckt mitleidig. Die beste dänische Wolle sei von Hjerte. Therese drückt mir ein Knäuel Merinowolle in die Hand und zeigt einen fertigen Babypullover aus der gleichen Qualität. 
Nein, mit Lana Grossa Cool Wool sei das nicht vergleichbar,  die sei in Dänemark viel teuerer, dabei von weniger hoher Qualität und außerdem behandeln sie die Einzelhändler schlecht. Man müsste von jeder Farbe 5 kg abnehmen, dazu habe sie gar keine Lust.
Therese sagt, nur Drops sei schlimmer, den seit die Firmengründerin verstorben sei und ihr Witwer die Firma übernommen habe, ginge alles den Bach herunter. Die Anleitungen seien auch nicht Korrektur gelesen.
Therese empfiehlt mir ein neues dänisches Garn der Marke Onion, die bisher nur Schnittmuster verkauft haben. Wolle mit Seide, Wolle mit Baumwolle, Sockenwolle mit Brennnesseln...
Nesseln!?!
Therese erklärt, die pflanzlichen Fasern aus der Nessel seien sehr fest und genauso stabil wie Nylon, sodass die Sockenwolle ganz ohne Kunstfaser  auskäme.
Die Farben sind herrlich: pudrig- matte, ganz leicht melierte Farbschattierungen.
Ich kaufe elf Knäuel Nesselwolle und ein Strickmuster für ein großes Tuch.( Und evtl Handschuhe. Oder Socken.) Sorry  Rosenstola!  Ich habe ein neues Ferienprojekt! Zum Glück soll es regnen...

Samstag, 25. Juli 2015

Kopenhagen. Nirgendwo Holst.

Dänische Wolle scheint komplett exportiert zu werden. Internetrecherchen nennen keinen einzigen Händler in Kopenhagen.
Obwohl es hier im  Sommerfuglen schon sehr schön war. Auch gibt es dort all die Zauberwolle von Schoppel, die ich in meinen eigenen deutschen Wollgeschäften vergeblich suche. 
Aber einen Versuch habe ich noch. Falls "Therese" heute aus dem Urlaub zurück ist...
(Blogge vom Handy=keine Links, wenig hübsch)

(Und Kopenhagen ist "trotzdem" wunderschön!)

Freitag, 10. Juli 2015

Poststreik. Das Ende.

Der Poststreik ist vorbei. Ich erkenne es an der Post.
Neben Rechnungen traf die Tage auch ein gänzlich unerwarteter Umschlag ein.
Verdächtig dick und knubbelig.
Und vergleichsweise anonym, auch wenn ich mit dieser Absenderadresse tatsächlich mehr anfangen konnte als es der Postbote in einem Fall von "unbekannt verzogen" getan hätte.
Anonyme Zuschriften aus dem Internet müssen nichts negatives sein
Und so bin ich nun im Besitz von wundervollen Grabbel Fühlproben der Holst Coast, eine Einschätzung ist auch erschienen - danke auch dafür! - und bin hin-und weg von den Farben. Noch mehr als zuvor.
Das Budget für den Dänemark-Urlaub wird wohl aufgestockt werden müssen....

Donnerstag, 15. Januar 2015

Neue Wolle, neue Projekte.

Nach Tichiros großem Lob der fairalpaka SOCK und im Angesicht meiner eigenen guten Erfahrungen mit dünnen Alpakawolle wollte ich doch einmal ausprobieren, wie denn eine "wenig-fusselnde" Alpakawolle sich verhalten würde.

Nach einem Vorwand, 600g Sockengarn zu bestellen, brauche ich nicht lange zu suchen - der Auslandsneffe hatte letzte Woche nicht nur Geburtstag, er hat auch seit dem Norwegerpulli vor vier Jahren keinen Pullover mehr gestrickt bekommen, hat seine Kleinkindpullover längst an die stolze Cousine vererbt und trägt nun die Pullover seiner großen Schwester auf... die auch nächste Woche Geburtstag hat...
Eine Idee habe ich schon, Wolle habe ich nun auch, sobald Llani fertig ist, geht's los. Und morgen im Zug mache ich schon mal ein paar Maschenproben.
Bisher kann ich sagen: die Lieferung ging schnell
 und die Farben sind schön (und anders als ich bei diesem miesen Winterlicht darstellen kann. Nicht so grünlich) und sie harmonieren gut miteinander. Gerade richtig für meinen Plan.

Mittwoch, 26. November 2014

FO und Fazit: Winter Garden Tunic.

Das Patenkind wächst und gedeiht und das ist gut so. Sie ist jetzt zweieinhalb und zu Weihnachten sollte sie wieder etwas selbstgestricktes bekommen. Ihre Mutter und ich finden, dass Kleider, die mitwachsen und irgendwann eine Tunika werden können sehr praktisch sind. Zugleich findet das Patenkind aber Wolle zunehmend kratzig und doof. Verständlich. Kratzige Kleider und Tuniken werden aber nicht angezogen und dann ist die ganze Mühe für die Katz, egal wie hübsch das Ergebnis geworden ist.
Also, wie immer, Mitbestimmung einholen.
Dank moderner Technik ist so etwas ja heutzutage sehr einfach. Per Whatsapp eine Auswahl an Modellen an die Kindsmutter geschickt. Das Patenkind zeigt auf ein Bild, das es besonders gut findet. Die Patentante besorgt butterweiche, garantiert nicht kratziges Garn in der Hamburger Wollfabrik, und die Akzentfarben bei This is Knit! und los geht's!
Da die Farben etwas anders sind als im Original, habe ich mir erstmal den (schwarz-weiß Ausdruck) des Bordürenmusters auf Karopapier in "meine" Farben übertragen. Eigentlich hätte ich das wohl auch mal probestricken sollen, aber ich bin volles Risiko gefahren und sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Obwohl das Rosa schon auffälliger ist als im Original. Ich hoffe, der kleinen Patentochter gefällt es auch - in dem Alter sollte rosa ja eigentlich kein Problem sein. Vorsichtshalber, weil das Kleidchen ja mitwachsen soll und das Kind wohl kräftig gewachsen ist, entscheide  ich mich für die nächstgrößere Größe von 4/5 Jahre (statt 3/4) - man weiß ja nie.



Das Muster:
Die Entscheidung war auf die "Winter Garden Tunic" von Sarah Pope (whistlinggirl) gefallen, ein ärmelloses Kleidchen, das ich schon supersüß fand, als sie es Anfang 2012 erstmalig in ihrem Blog gezeigt hat. Inzwischen gibt es auch die Anleitung, für 5$ zwar nicht ganz billig, aber jeden Cent wert. Man erhält eine gut beschriebene, wohl durchdachte Anleitung für ein Kinderkleid in  vier Größen, von ca. 1 Jahr alt bis 6/7 Jahre. Das Muster ist für mich schon jetzt ein Klassiker, zeitlos, schlicht, variabel adaptierbar. 
Technik:
Schon der Anschlag war neu für mich - dabei wird das Garn dreifach gehalten und es entstehen kleine Knötchen, sodass der Anschlag zugleich dekorativ ist und eine besonders robuste Saumkante hergibt.

Gestrickt wird von unten fast vollständig in Runden, was das Stricken der hübschen Fair-Isle Bordüre am Saum natürlich deutlich vereinfacht. Der Großteil des Rockteils ist dann glatt rechts, nur die Taille wird durch  eine kleine Lochbordüre markiert, durch die man ein Bändchen ziehen kann - oder auch nicht. 
Das Oberteil ist wirklich genial - die stark gerundeten Rippen entstehen durch eine Mischung aus Flecht- und Rippenmuster, das verstörend langsam wächst, aber sehr fest und dadurch auch formstabil ist. Den Musterrapport von vier Maschen kann man sich auch gut merken. Ein Detail, das nicht nur sehr hübsch ist, sondern auch strukturell sinnvoll ist - was will man mehr? 


Ganz klar: die besten Knopflöcher der Welt! Sehr sauber, und vor allem: einfach zu finden, zu öffnen und zu schließen. Und ausleiern tun sie auch nicht - das ist das bisschen extra Aufwand auf jeden Fall wert!
Die Wolle:
Das graue Garn ist die Mischung aus 70% Merino extrafein und 30% Baumwolle, die ich bei der HWF erstanden habe. Sehr weich, zudem stabil und waschmaschinenfest (im Wollprogramm). Das sollte eigentlich nicht kratzen. Die Farb-Akzente sind Jamieson&Smith 2ply Jumper Weight in homöopathischen Mengen - die ist natürlich schon kratziger (und könnte beim Waschen filzen), aber ich hoffe, dass das bei einer Bordüre am Saum nicht ins Gewicht fällt. Ich rechne mit Strumpfhosen (und auch T-Shirts oder ähnlichem unter dem Kleid.
Änderungen:
Bis auf die Wolle und daher auch die Farben - keine.
Die harten Fakten:
Winter Garden Jumper by Sarah Pope 
angefangen: 9. November 2014
fertiggestellt: 19. November 2014
verbraucht: ca. 185 g grau, 11 g rosa ,1 g Himbeerrot, je 2-3 g türkis, petrol, violett und blau.
Größe/Maße: 4/5Jahre
Nadeln: für die fair-isle Bordüre 3,25mm, sonst 2,75mm Chiaogoo Red Lace
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, 5 Knöpfe, schmales Samtband
Kosten: Wolle ca. 30 Euro, Knöpfe und Samtband ca. 5 Euro.

Eigentlich muss die Puppe jetzt noch ein passendes Pendant bekommen - aber ich glaube, das schaffe ich dieses Jahr nicht. Na, noch ist ja etwas Zeit...

Sonntag, 23. November 2014

This is knit.

Der Kurztrip nach Dublin war so spontan, so ungeplant, dass ich im Vorfeld noch nicht mal die einschlägigen Wollgeschäfte recherchiert hatte. Fast ein bisschen stolz wies ich den Meinigen auf diesen Akt uneigenütziger Bescheidenheit hin. Unbeeindruckt verwies er auf den gerade erst erfolgten Beutezug.
Und dann bogen wir um eine Ecke und ich stolperte -wirklich, ich hatte ja keine Ahnung!- über This is knit. Ein Wollgeschäft im ersten Stock des Powerscourt Townhouses, einer Art Mall in einer ehemaligen Privatvilla mitten in der Stadt,  mit einer für deutsche Augen exotischen Auswahl an Internetbekannten Garnen zu vergleichsweise vernünftigen Preisen. Und weil ich für ein geplantes Projekt noch dringend einige Akzentfarben brauchte, und immer schon mal die schöne Shetlandwolle von Jamieson&Smith ausprobieren wollte, und diese mit 3,25 Euro/25g vergleichsweise günstig schien...stand ich bald grübelnd vor dem Regal, als mich eine sehr freundliche Mitarbeiterin ansprach. Ich schilderte kurz mein Problem, und natürlich war ich überhaupt nicht vorbereitet - wer nicht mit Wollgeschäften rechnet, schleppt auch keine Anleitungen mit sich herum. Ich hatte, kurzum, keine Ahnung, welche Farben ich brauchte, und wieviele, und musste sowieso etwas improvisieren, weil die in der Anleitung angegebene Farbtöne zwar poetisch-klingend, aber farblich-nichtssagend waren. Zum Glück gibt es Ravelry! Und zum Glück hat This is knit selbstverständlich einen Rechner mit Internetanschluss und Ravelry-Zugriff auf dem Kassentisch stehen. Nur einmal möchte ich das in Deutschland erleben - es ist unglaublich, in welcher Internetfreien Zone sich meine üblichen Wollgeschäfte bewegen! Schnell war das Muster gefunden, mögliche Farben identifiziert, und ich verließ freudestrahlend und tänzelnd den Laden. Und 6 x 25 g, das kann man ja nicht einmal "schwer bepackt" nennen.
besser als Bonbons
Den Nachmittag habe ich wohl zum Ausgleich in verschiedenen Pubs gesessen und dem Meinigen beim Biertrinken beobachtet. Jedem Seins.
Dublin jedenfalls - eine Reise wert!

Montag, 10. November 2014

Lauter FOs und neue Wolle zuhauf.

Seit mein Laptop kaputt ist und ich mir mit dem Meinigen einen Laptop teilen muss, ist das Bloggen komplett ins Hintertreffen geraten. Zum einen muss ich mich an lauter neue Programme und eine neue Tastatur gewöhnen. Zum anderen müssen wir unser Familienleben völlig neu organisieren. Konnten wir bisher friedlich nebeneinander sitzen und jeder in seinen Rechner starren - wir sind nämlich ein medienkritischer Haushalt ganz ohne Fernseher! - so müssen wir uns jetzt abwechseln. Schwierig, schwierig. Und auch mit diesem blöden Picasa Fotoprogramm musste ich mich erst anfreunden - wenn die Bildbearbeitung mehr Zeit in Anspruch nimmt als das eigentliche Bloggen, geht ein bisschen der Spaß flöten. Zumal ich ja wirklich keinerlei künstlerischen Anspruch bei meinen Fotos habe, und bis heute nicht weiß, wie man die Farbe lila ordentlich fotografieren kann.

Immerhin habe ich die Zeit, in der der Meinige Welten aufbaut, zerstört oder rettet, ganz gemütlich zum Stricken genutzt. Entstanden sind in letzter Zeit ein Pullover für mich und lauter Mützen für andere, die ich, da es dieses Jahr zu Weihnachten keinerlei strickerische Überraschungen geben wird, in den nächsten Tagen einzeln vorzustellen gedenke. Und weil diese Mützen alle, alle brav die gelager,ten Wollvorräte genutzt haben, durfte ich letzten Montag beim Sonderverkauf der Hamburger Wollfabrik neu einkaufen! Hurra!
Ja, der Meinige hat mich trotz Weltmännertag sogar eigenhändig hingefahren und nach nur einer halben Stunde schwer bepackt und stark verarmt wieder ins Auto geladen. ER war beeindruckt, wie schnell es ging, und ich war beeindruckt, wie sich an der Kasse immer spontane Zahlgemeinschaften bilden, um gemeinsam weitere Prozente herauszuschlagen.
Jedenfalls hat es sich gelohnt!
100% Shetlandwolle - 3 Konen
70% Merino extrafein, 30% Baumwolle - 4 Konen
50% Kaschmir, 50% Baumwolle - 3 Konen
50% Kaschmir, 50% Baumwolle - 3 Konen
 Die Qualität ist jeweils wunderbar, der Preis absurd, und die Mengen wahrscheinlich alle zu groß. Hoffe ich. Zuletzt hatte ich ja immer ein Knäuel  zu wenig, da habe ich dann doch lieber Reste... Und gerade das Grau, Merino mit Baumwolle, ist ein wunderbar weiches Garn, mit dem man sehr gut auch Kinder bestricken kann - Grau passt ja eigentlich auch immer, vor alle wenn man kleinere Farbakzente setzten kann. Ich habe da schon einen sehr konkrente Plan und die ersten Maschenproben befinden sich gerade in der Waschmaschine.
:-)
Aus der grünen Shetlandwolle möchte ich eine Strickjacke machen, und die beiden anderen werden wohl so retromäßige Pulloverblusen -- ich habe noch keine allzuklare Vorstellung, kann Euch aber demnächst etwas zeigen.
Langeweile wird es jedenfalls nicht geben.

Freitag, 18. April 2014

Entscheidungsschwäche.

Was ich stricken würde, wenn ich mich endlich entscheiden könnte. Oder Zeit hätte.
Zeit! Ha!
Wer sieben Wochen fehlt, auch wenn die Reha  noch so dringend wäre, der (die = ICH) muss eben auch sieben Wochen wieder nacharbeiten. Neben der normalen Arbeit. Obwohl man (=ICH) eigentlich urlaubsreif wäre. So eine Reha ist nämlich anstrengend, auch wenn sie mir sehr gut getan hat...

(Danke übrigens für die vereinzelten Nachfragen und Euer treues Ab-und-zu-Vorbeischauen (google analytics hats mir erzählt.) Es geht mir sehr viel besser. Ich komme nur zu gar nichts im Moment, aber wenn ich mal nicht arbeiten muss, lasse ich den Rechner zur Zeit lieber aus. Ich brauche einen freien Kopf zum Bloggen, und den hatte ich in letzter Zeit nicht.)

Zwar habe ich mir die vier letzten Tage frei genommen, aber Urlaub kann man es wohl leider nicht nennen, wenn man drei der vier Tage den Teil der Arbeit erledigt, für den man im Büro einfach nie Zeit hat, der aber echt total dringend erledigt werden muss (frustrierend, weil es zugleich die einzige Arbeit ist, die einem wirklich NIEMAND dankt. Weshalb man sie ja so lange wie möglich vor sich herschiebt). Und den vierten Tag, also gestern, hatte ich dann endlich etwas Zeit für (Näh-)Projekte, und prompt schneide ich mir so fett in den Finger, dass ich vorsichtshalber in die Notaufnahme fahre, dort drei Stunden herumwarte und erst gegen halb zehn wieder zu Hause bin. Kurzum: ein Super-Urlaub. Nur kein Neid, bitte...

Und zum Aufholen des Blogrückstandes kommt man so auch nicht gerade. Wenn ich aber mal Zeit zum Bloggen gehabt hätte, hätte ich Euch längst die traumhafte Wolle gezeigt, die ich mir zum Abschluss der Reha gekauft habe. Ein wunderbares Garn: Golden Eagle Alpaca fein, 100 % Alpaca, Lauflänge 165 m/50gr, also recht dünn, aber herrlich flauschig und in einem wunderschönen Fliederton (10 Knäuele). Und dem dazu passenden, etwas dunklerem Lila (7 Knäuele). Die Maschenprobe ist mit 4,5mm Nadeln (US 6) gestrickt, es ist das hübsche Korallenmuster (23) aus der "Strickwelt der Cornelia Mee", freundlicherweise modernisiert und gegen geringes Geld zur Verfügung gestellt von Martine im Strickloft (Kaufempfehlung!)
Daraus hätte ich gerne eine kurze Sommerstrickjacke, die ich über die Kleider (getupft, geblümt) und Röcke werfen kann, die ich mir letzten Sommer genäht habe - wenn es abends etwas kühler wird, oder man etwas "angezogener" wirken muss. (Mehr ist in Arbeit.) Ich tue mich eigentlich schwer mit zu kurzen Jacken, aber zu Kleidern finde ich  zu lang (= hosenlang) eben leider auch nicht gut. Kurze Jacke also, ein bisschen vintage, ein kleines bisschen feminin (lila-flieder), aber nicht zu blumig. Den romantischen Typ nimmt mir niemand ab.
In meiner Vorstellung ist die Jacke relativ schlicht: lange Ärmel, alle Säume mit umgeklapptem Saum mit Mausezahnkante als einzigem Schmuck, dito die Knopfleiste, leicht tailliert. Und eben, gegen die Langeweile, und weil die Wolle fast danach schreit ein kleines, nicht zu verspieltes, nicht zu löchriges Lochmuster. Ich habe die Maschenprobe oben - schön geometrisch, aber sehr "löchrig". Inzwischen bin ich fast ganz davon abgekommen und bei einem ganz einfachen Rosetten muster wie z.B. in den Alten dt Lochmustern S.64 (auch von Martine erarbeitet). Ich würde das Muster dann allerdings noch etwas weiter auseinander platzieren. So weit, so gut. Am schwierigsten finde ich aber die Ausschnittform - viele meiner Kleider haben einen Waserfallkragen, und ich bin etwas überfordert, welcher Jacke damit funktionieren würde. Momentan tendiere ich zu einem  V-Ausschnitt, aber manchmal denke ich auch Schalkragen, so wie hier. Rundhals steht mir nicht. Diese Jacke finde ich auch ganz toll, aber ich fürchte, das funktioniert mit der Alpaka nicht - eher etwas für Merino vielleicht? Was meint Ihr?
Ich brauche diese Jacke. Ich will sie  unbedingt stricken, ich habe die Wolle, nichts steht im Weg - aber ich weiß einfach nicht, wie sie aussehen wird.
Luxusprobleme, ich weiß. Aber wenn man so viel Arbeit und traumhafte Wolle investiert, sollte das auch halbwegs passen, oder? Was würdet Ihr stricken?

Mittwoch, 15. Januar 2014

Chiaogoo Spin.

Habe ich Euch eigentlich schon erzählt, was mir der Meinige zu Weihnachten geschenkt hat?
Guckt mal, hier:


Das sind Seile für  meine Chiaogoo-Rundstricknadeln. Genauer: das sind die Nylonseile "Spin", die sonst mit den Bambusspitzen verkauft werden (glaube ich), aber sie passen auch auf meine geliebten Metallspitzen und, hier kommt das tollste, sie sind irgendwie nicht fest in der Schraubverbindung, sondern können sich mitdrehen. Auf diese Weise verdrehen sie sich nicht beim Stricken (daran sind ja die roten Drahtseile kaputtgegangen)! und ich habe alle drei Größen, jeweils zweimal!
Hurra!
Die habe ich nun eingepackt, zusammen mit dem Kilo grüner Wolle, und bin dann erstmal weg.

Die nächsten f´ünf Wochen bin ich vermutlich offline, macht Euch keine Sorgen. Weiß nur nicht, ob ich in der Reha WLAN oder sonst irgendein Internet habe, aber es geht mir gut (also: der Plan ist, dass es mir dort besser geht) und ich melde mich nach meiner Rückkehr.
Bleibt mir wohlgesonnen!

Freitag, 11. Oktober 2013

Grün genug.

Schon länger weiß ich, dass ich dringend einen grünen Pullover brauche.
Es soll ein weicher Kuschelpullover werden, eher sportlich, mit dickerem Garn als ich es sonst verarbeite, und einem großen, weiten Rollkragen, und vielleicht Zöpfen.
Vor allem die Farbe geisterte durch meinen Kopf, wann immer ich ein Wollgeschäft betrat. Aber nie war es grün genug. Schon im April war die Lopi-Wolle eigentlich -farblich gesehen- zweite Wahl, weil das vorhandene Grün nicht Grün genug war.
Aber jetzt!

Wolle Rödel scheint mein inneres Rufen gehört zu haben. Eine reine Merino-Wolle, dick aber nicht super-bulky, weich und vor allem Grün.
Und im mittleren Preissegment. Den Wollpreis hätte ich locker auch für einen gekauften Pullover ausgegeben. (Rechtfertigungsstrategien, darin sind Wollkäuferinnen gut.) Ich denke, ein Kilo wird reichen. (*hust*) (aber ich will lange Ärmel und einen Cowl-Collar...)

Nach der Rechnerei und Gefrickel mit der Lopi-Jacke will ich es mir diesmal einfacher machen. Entweder, das perfekte Muster ist irgendwo da draußen ... oder. Oder Amy Herzog startet endlich ihre neue Software Custom Fit. Angekündigt ist das für diesen Herbst, sogar Mitte Oktober. Das ist nächste Woche, oder?
Bis zum Launch kann ich mich mit den Maschenproben vergnügen. Und meine Maße ausmessen (lassen). Außerdem muss ich Redingote fertigstellen (und evtl. noch einmal ganz neu stricken), und eine Mütze, und Pulswärmer, und Socken, und allerlei anderen Kleinkram.

Samstag, 27. April 2013

Frühling lässt sein blaues Garn...

...aus dem Laden direkt in meinen Stash wandern.
Wirklich!
Ich konnte überhaupt nichts dafür - die Sonne schien, und ich hatte mich vor einigen Tagen mit einer Kollegin über die Verdienste isländischer Lopi-Wolle unterhalten. Selbige ist ja viel gerühmt und wird auch schon lange in den unterschiedlichen Blogs besungen (hier oder hier oder hier), sodass ich schon länger neugierig war.
Und dann schien die Sonne, und ich war in der Stadt, saß in einem Café und trank die dortige neueste "Kaffeespezialität" (Kondensmilch!!!, Espresso, Milchschaum) und gegenüber war ein Wollgeschäft.
Weil eine Wolke vorbeizog, der Kaffee ausgetrunken war und der Laden gerade für das Nachmittagsgeschäft öffnete, bin ich hinein.
Und trat kurz darauf mit 18 Knäueln (900g) Létt-Lopi wieder vor die Tür.
16xAqua
2xPetrol

Kurzum, es schien die Sonne.
Der Frühling liegt in der Luft - und mit ihm der Gedanke an blaue Bänder...
Und ich stricke offenbar eine sehr warme Jacke.
Es gibt einen Plan.
Es gibt sogar schon eine Maschenprobe.
Jetzt muss ich mich nur noch etwas zurückziehen, mit einem Bleistift, Block und eventuell Frau Zimmermann.
Das kann etwas dauern. 

Freitag, 19. April 2013

FO und Fazit: Turn-a-Leaf-Pullunder

Uff - nun ist es schon wieder ziemlich lange her seit meinem letzten Eintrag - bitte entschuldigt die lange Stille! Seit letzter Woche läuft meine Resozialisierung Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag und, ehrlich gesagt, die erste Woche war fast zu viel. Es fällt mir einfach unheimlich schwer, "reduziert" zu arbeiten... Nach anderthalb Tagen saß ich wieder zu Hause wie ein Schluck Wasser in der Kurve und war nicht sicher, ob das alles eine gute Idee ist. Zum Glück war die zweite Woche viel besser, nicht zuletzt dank eines gemütlichen Strickabends mit einer "spinnenden" Kollegin, und so habe ich jetzt etwas Energie, Euch auf den neuesten Stand zu bringen...
Zuerst einmal schulde Euch noch Tragefotos des längst fertigen Retro-Pullunders.
Hier ist er:
Frühlingsgrüne Blätter!
Ich finde, der sitzt schon ziemlich gut!
Mit dem helleren Grau kommt der Kontrast zu den grünen Blättern gut raus - hatte ich Euch überhaupt erzählt, dass ich ursprünglich ein etwas dunkleres Grau aus dem Stash nehmen wollte (was nicht funktionierte), und dann doch neu einkaufen war? (naja: aber es hat sich gelohnt, und der Löwenanteil ist ja "alte" Wolle... ehrlich!)
Das Blattmuster oberhalb der Brust streckt - wie ich finde - den Körper, zugleich schmeichelt die Taillierung ohne (endlich einmal) allzu wurstpellig zu wirken.

sitzt, passt, wackelt...
Ich bin sehr, sehr zufrieden.
Aber natürlich funktionierte auch hier nichts beim ersten Anlauf:
Angeschlagen hatte ich die bewährte Maschenzahl aus der Audrey, da ich ja die gleiche schwarze Wolle verwendet habe. Bis zu den Armlöcher gab es daher keine Probleme - außer, dass mir glatt-rechte Runden von ca. 300 Maschen/Runde in schwarz zunehmend auf die Nerven fielen, ebenso wie das vergleichbar triste Winterwetter vor der Türe. (Hat sich aber gelohnt). Für das Blattmuster habe ich als erstes die ausgeschriebenen Anweisungen desFair-Isle Twin Set Jumper in ein Chart übersetzt - schließlich war klar, dass ich mit ganz anderen Maschenzahlen arbeiten würde. Außerdem finde ich Strickschriften für Muster immer einfacher.
Im ersten Anlauf hatte ich - im Versuch, komplett aus dem Vorrat zu arbeiten - giftgrüne Sockenwolle (der inzwischen geribbelten Smaragdpantoffeln) und graue Cool Wool Extra Fine (wie hier verwendet) versucht, aber das ging in die Hose - der Kontrast war nicht stark genug, und die Sockenwolle zu dünn. Die Cool Wool war von der Stärke aber ok, und zwei Knäuel hellgrau und  Knäuel grün später war ich auf einem guten Weg.
Schnell war mir aber wieder klar, warum ich normalerweise mehrfarbige Muster in rechts-Runden stricke um potentielle Armlöcher später aufzuschneiden - ausnahmsweise hatte ich nämlich anleitungsgemäß hin-und-her gestrickt, Vorder- und Rückenteil getrennt bearbeitet. AAAAAAAAAAAAAargh. Siebzehn (17!) Reihen Mustersatz haben jeweils einen kompletten Abend länger gedauert als der Rest des Pullunders, und die Fadenspannung war unter aller Sau. Auch spannen unter Dampf hat da nicht alles retten können...
Fadenspannung im Muster? - da ist noch Luft nach oben
Trotzdem: rechtzeitig zu meiner ersten Arbeitswoche zum Ausbruch des Frühlings in Norddeutschland konnte ich das gute Stück probetragen - die Schultern hatten einen 3-needle-bind-off bekommen, die Blenden hatte ich in fröhlichem Streifenmuster gehalten.
Allerdings hätten die Armlöcher ein bisschen tiefer sein können. *Seufz*. Die Information hätte ich eigentlich auch aus Audrey's engen Armen ableiten können, aber nun ja. So ist es nun mal. Ergebnis:
Die Armlochblenden kniffen unter den Armen und rollten sich hoch.
Blenden im ersten Anlauf

Außerdem gefiel mir der Halsausschnitt gar nicht: die knit-up-and-pick-Erste Reihe in grün sah doof aus, die Blende leierte... beser neu machen.
Aber nur die Blenden - für mehr hatte ich keinen Nerv. Also habe ich an den Armen die Streifen mit verkürzten Reihen so gearbeitet, dass unter dem Arm nur die Aufnahme - und die Abkettrunde entlangführt - das schafft die nötigen 2 cm, wobei es auch immer noch mehr hätte sein dürfen - immerhin kneift es nicht mehr.

Sitzt besser - sieht ja keiner. Und wenn: das soll so!
Die Halsblende in zweifarbigem Rippenmuster ist super geworden - man kann sie sogar zweifarbig abketten. Dazu strickt man die Abkettmasche immer in der "falschen" Farbe, beim Abketten legt sie sich dann auf den nächsten Streifen und das Muster geht auf.
Kontrastfarbe:links, Hauptfarbe: rechts Blende: bildschön!

Natürlich musste ich das auch mehrfach machen, bis ich es nicht nur kapiert habe, sondern auch über den Kopf ziehen konnte. JSSBO...

Also - Fazit:
Das Muster:
Eine Kombination aus den Zahlen von Audrey in Unst und dem Einstrickmuster desFair-Isle Twin Set Jumper by Marriner Yarns, frei adaptiert und zusammengeführt von mir.
Technik:
Der Pullunder ist von unten bis zu den Armlöchern in Runden gestrickt, Vorder-und Rückenteil wurden getrennt beendet, das Einstrickmuster in Hin-und Rückreihen (würg) bewältigt. Armlochblenden in Streifen mit verkürzten Reihen, um die nötige Breite zu erreichen ohne unter den Achseln zu kneifen. Die Halsblende in zweifarbigen 1x1 Rippen.
Die Wolle:
Verbraucht habe ich größtenteils Wolle aus dem Stash - zum einen erneut die Konenwolle der Hamburger Wollfabrik, die ich schon bei Audrey verwendet habe, zum anderen die wunderbare Cool Wool Merinowolle, die sich zu einem vielseitigen Dauerbrenner für meine Strickprojekten entwickelt.
Änderungen:
Von der Vintage-Anleitung habe ich nur das Battmuster inklusive Farbaufteilung übernommen, von Audrey die Zahlen für den Körper, dafür Lochmuster und Ärmel weggelassen, Körper 50 Runden verlängert und Ausschnitt 10 Reihen höher angesetzt.

Die harten Fakten:
Fair-Isle Twin Set Jumper by Marriner Yarns
und
Audrey In Unst by Gudrun Johnston
angefangen: 12. März 2013
fertiggestellt: 13. April 2013
Wolle:  
Hamburger Wollfabrik (Wolle-Kaschmir-Nylon) in anthrazit oder schwarz oder was-es-auch-sein-mag
in grün und hellgrau
verbraucht: ? g grau, ?g grün, ? g schwarz. 
Größe/Maße: passt mir (ca Gr. 48)
Nadeln: Chiaogoo Rundstricknadeln Nr. 3 (einfarbig) und 3,25 (mehrfarbig)
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: ???