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Samstag, 4. August 2012

Jodeldiplom. Verlängerung.

Das geliebte Jodeldiplom wurde immer kürzer - eine Kombination aus mehrfach waschen und mehr Körperfülle meinerseits, die die Rippen natürlich in die Breite gehen liess.
Der Plan war, zwei Verlängerungsstücke von ca. 10 cm Länge zu stricken und mit dem Originalpullover zu verbinden.
Mit der Hilfe von Wise Hilda habe ich mich an den letzten beiden freien Tagen ans graften gemacht. Angeblich soll man dabei zwei Strickstücke so zusammenfügen können, dass keine sichtbare Naht entsteht. Man bildet sozusagen mit der Nähnadel zwischen den beiden Kanten eine neue Strickreihe nach. Dafür wiederum wäre aber natürlich die Voraussetzung, dass man zwei "lebendige" (live) Maschenreihen hat.
Kein Problem hat man also beispielsweise bei einer Schulternaht, oder zwei nicht-abgeketteten Reihen, oder beispielsweise einem provisorischen Anschlag.
Doch ein Problem hat man, wenn -wie bei mir- eine der beiden zu vernähenden Maschenkanten die bereits mehrfach gewaschene, sogar leicht angefilzte Anschlagkante eines ca. ein Jahr alten Pullovers ist... Seufz.
Ich habe mich bemüht, die erste Reihe nach dem Anschlag sorgfältig auf eine Rundstricknadel aufzufädeln, und das ist mir auch gelungen.

Auch das Graften selbst war kein Problem. Etwas Ruhe und Konzentration, sowie etwas ungestörte Zeit sind ausreichend. Aber natürlich sieht man die Naht.

Man sieht auch, dass der obere Teil schon mehrfach getragen und gewaschen wurde, und der untere Teil noch jungfräulich-frisch ist. Und dass der neue Teil aus einer anderen Farbpartie stammt.

Möglicherweise gleicht sich das auch noch an, wenn der Pullover weitere Male gewaschen wurde. Möglicherweise sieht es auch niemand außer mir.
Möglicherweise halten es andere Menschen für ein Designelement und sprechen mich nicht darauf an.

Ich bin nicht zufrieden.
Aber trotzdem besser als ein zu kurzer Pullover, den ich überhaupt nicht mehr tragen würde.

Mittwoch, 18. Juli 2012

*Sendepause*

Die Verlängerungsstücke für das Jodeldiplom sind fertig.
Ich habe einen Tomten angeschlagen und bin sogar schon ziemlich weit gekommen - was daran liegt, dass er deutlich kleiner wird als gedacht. Der Nichte wird er jedenfalls nicht mehr passen... Egal.
All das erzähle ich Euch genauer, wenn ich die Doktorarbeit verteidigt habe.
Und das passiert nächsten Dienstag.
Ihr dürft gerne die Daumen drücken (nachmittags) - ich bin erstmal offline...

Montag, 2. Juli 2012

Ein langer Rücken...

...kann mehr entzücken.
Oder so.
So weit

Verlängerungsstück bei 42 Reihen Zwischenstand

bin ich jetzt immerhin schon mal gekommen.
Swatches, wie in den letzten Kommentaren noch angedacht, sind für Weicheier, die nicht wissen was sie wollen. (NICHT swatchen ist für dumme Gänse, die nachher alles ribbeln müssen  für experimentierfreudige, offene Menschen wie mich!)
Zwei Mustersätze (=12 Reihen) *5r2l* und weitere 5 Mustersätze (=30 Reihen) im fake-cable Muster.
Das sind jetzt -ungedehnt- 9 cm, und ich bin mißtrauisch.
Da ich diese Aktion nur einmal machen werde, hänge ich besser noch drei Mustersätze dran. 60 Reihen Verlängerung, liebe Nachstrickerinnen und Nachstricker, sind angepeilt, unter Berücksichtigung verstärkter Breitendehnung und etwas Waschverkürzung.
Vor dem Nähen wird natürlich eine provisorische Anprobe folgen. Normal.

Mir graut jetzt schon vor dem Graften...

Montag, 25. Juni 2012

Langsam aber sicher...

So, Tine, es kann losgehen!

Wie wollen wir's machen?

Montag, 18. Juli 2011

FO Jodeldiplom. Holleri du dödel di ...


...diri diri dudel dö!

Die Schulternähte habe ich wohl insgesamt dreimal neu gemacht. Aber nach der ganzen Mühe und fast drei Monaten Strickzeit soll es ja auch perfekt werden.
Der erste "Schulterschluss" war ja nicht so gelungen...
Holleri
Tichiro, als Designerin, schlug eine Art Steppnaht vor:
di dudel

Hmmm. Das gibt eine an linke Maschen erinnernenden "Graben" zwischen Vorder- und Rückenteil.
 jö
Die Designerin hat  zwar immer recht, aber mir gefällt das nicht so richtig.
Also lieber  noch mal recherchieren, wie das genau ging, mit dem Maschenstich.
 Hollera di dadel do!
Die Halsausschnittkante war als nächstes an der Reihe.
Hollera da didel..
Die richtige Maschenanzahl muss man aber schon aufnehmen
Holleri!
und gleichmäßig verteilt
Holleri di dudel du
und ich wollte die Blende auch etwas breiter als in der Anleitung vorgesehen
Du dödel di
fünf Reihen?
Holleri du dödel du
Besser sieben!
Du dödel di
und mit einer Linksreihe abketteln!
m ganzen Satz: Hollerö dö dudel dö
So gefällt mir das schon sehr sehr gut!
Jetzt Armkugeln einpassen 
Holleri du didel do
und Ärmelnähte schließen- zum Glück ist Wochenende
Di dudel dö
und ich habe auch noch eine halbe Staffel Dr. House zur Unterstützung parat. Das ist nämlich ganz schön fisselig,
Du dödel di, "dö dudel dö" ist zweites Futura Sonnenaufgang!
durch die Rippen und die Schrägung...
Du dödel di!!


Die Seitennähte waren dagegen ein Klacks! Und da das Endspiel der Frauen-WM  in die Verlängerung ging, und sogar ins Elfmeterschießen, habe ich das "Jodeldiplom" samt Vernähen zahlloser Fädchen, gestern abend noch fertiggestellt...
Holleri du dödel di diri diri dudel dö !
Ich finde, gerade eine Hausfrau mit Familie sollte eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Wenn mal die Kinder aus dem Haus sind oder es passiert irgendwas... dann habe ich nach zwei Jahren Jodelschule mein Jodeldiplom. 
Da habe ich was in der Hand!
Und ich habe als Frau das Gefühl, dass ich auf eigenen Füssen stehe. Da hab' ich was Eigenes! Da hab' ich mein Jodeldiplom. 
Ich möchte auch als Frau eine sinnvolle Tätigkeit ausüben...
 ... und nicht nur am Kochtopf stehen und meinem Mann die Hauschuhe hinterher tragen.


 Fazit:
Das Muster: 

Ein schlichter Rippenpullover mit dekorativen falschen Zöpfen, tiefem Rundausschnitt und schmalen, eingesetzen Ärmeln. Durch die elastischen Rippen ist keine weitere Taillierung nötig. Persönlich mag ich den sehr knappen Stil der Verena-Muster (noch) nicht so gerne -- amerikanische Anleitungen nehmen einen natürlich noch viel mehr an die Hand --, aber wenn man die Anleitung vor dem Stricken sorgfältig durchliest (ähem) ist das alles kein Problem... Ich bin allerdings froh, den Pullover nicht schon letztes Jahr gestrickt zu haben - mit meiner früheren Kombinationstechnik wäre ich bei dem Muster  nicht sehr weit gekommen.
Technik: 
Nur gut, dass ich inzwischen "richtige"  linke Maschen stricken kann! Dennoch war das (inzwischen ungewohnte) Stricken in Reihen langwierig - vor allem, weil die Umschläge in den Rückreihen so pfriemelig sind. Aber das Muster selbst ist nicht besonders kompliziert, und nach etwas Übung leicht auf den Nadeln erkennbar, sogar fernsehtauglich - wo Abnahmen und zugleich das Muster eigehalten werden müssen (Halsausschnitt), sollte man allerdings vorher ein paar Notizen machen, das hilft...
Immerhin habe ich mich endlich einmal ordentlich mit den verschiedenen Naht-Techniken beschäftigt. Muss ja auch mal sein. Wird aber beim nächsten Mal sicherlich wieder nötig sein... :-)
Die Wolle:
Die Lana Grossa Elastico eignet sich sehr gut als Ersatz für die vorgeschlagene Baby Cashmerino. Die Fasern sind rund versponnen, die Zöpfe treten klar hervor, und der Elastikanteil wird hoffentlich für Formbeständigkeit sorgen. Das leuchtende Lila verleiht dem Muster Nachdruck. Allerdings ist der Pullover auch ordentlich schwer, und erstaunlich warm. (Ich bilde mir immer ein, Baumwollpullover seien immer "dünner" und "leichter" als Wollpullover, aber das ist natürlich zu einfach.) Dieser Pullover wird ein guter Übergangspullover, und mich auch in meinem kalten Altbau-Büro warm halten. Hoffe ich...
Änderungen:
Ich kleide mich ziemlich klassisch. Ich habe schnell eingesehen, dass- wenn ich diesen Pullover wirklich tragen will- ich den Entwurf meinem Kleiderschrank anpassen muss. Ich würde ihn immer mit einer Hemdbluse oder anderem Kragen tragen - und musste mich daher (schweren Herzens) entschließen, alles, was mich am Design ursprünglich gereizt hat (Rüschen, Miedereinsatz), wegzulassen. Schön doof - aber er ist immer noch wunderschön, und auf diese Weise wird er getragen werden. Da ich dicker bin als ich mir zugestehen mag, und gedehnte Rippen kürzer werden, habe ich den Pulloverkörper ausserdem ca. 10 cm länger gemacht, als von der Anleitung vorgesehen (167R bis zum Ärmel/Halsausschnitt). Und natürlich lange Ärmel (176 R; ca. 50 cm bis Armkugelbeginn)- wenn man voraussichtlich Blusen darunter tragen wird, sieht das besser aus...Der Halsausschnitt beginnt auf Höhe der Ärmellöcher, weil ja kein Einsatz den tiefen Ausschnitt mindern würde, daher ist auch die Blende verbreitert (7 R), etwa auf Breite einer Zopfrippe.


Dies wird ganz sicher ein Lieblingsstück!


Die harten Fakten:

#17 Lake von Tina Hees, aus der Verena (Frühjahr 2010); Größe 42-44
angefangen: 27. April 2011
fertiggestellt: 18. Juli 2011
Wolle: Lana Grossa Elastico (lila; 071)
verbraucht:: 541g/11 Knäuele und ein bisschen vom 12.
Nadeln: Prym Alu Rundstricknadel, 80 cm, 2,5
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: ca 45,- Euro
Mehr natürlich bei Ravelry.

Freitag, 15. Juli 2011

WIP: Jodeldiplom. 2. Futur bei Sonnenaufgang?

Ich wollte schreien: Fertig!
aber man ist ja nicht wirklich fertig, nur weil alle Einzelteile endlich gestrickt sind...
erinnert schon an einen fertigen Pullover

Immerhin: alle Einzelteile sind fertig gestrickt!*
Auf den letzten Metern wurde ich auch regelrecht ehrgeizig. Immerhin handelt es sich um die Partie rund um den Ausschnitt, also der Teil des Pullovers, der am ehesten den Blicken anderer Menschen ausgesetzt ist. Ein kleiner Fehler an der Unterseite des Ärmels -- -pfft. Sieht ja keiner. Aber wenn die Leute mir in die AUGEN sehen... Kurzum, hier wären Fehler auffällig.
erlaubt das Hingucken. Echte Hingucker zum Reintun habe ich auch schon besorgt...
 Ich habe den Ausschnitt auf Höhe der Ärmellöcher angesetzt, und die Seiten dann getrennt fertig gestrickt. Da ich auf der Rückseite schon irgendeinen Fehler gemacht eine Modifikation gestaltet hatte, musste ich nun darauf achten, auf der Vorderseite für die Schultern mit der gleichen Maschenanzahl - und möglichst den gleichen "Rippenwechseln"  zu enden. Hier hat sich auch der Blog wirklich bewährt, denn meine mit Notizen beschmierte Anleitung hatte ich inzwischen längst irgendwo verloren... Immerhin hatte ich so noch ein paar Hinweise. (Wenn ich schneller stricken würde, könnte ich mir die "Änderungen" ja vielleicht sogar merken!)

Im Endeffekt habe ich jede Seite einmal geribbelt und dann neu gestrickt. Immer noch nicht perfekt, doch mit dem Ergebnis bin ich soweit ganz zufrieden.
Nun aber geht es ans Zusammennähen.
Das Zusammennähen von abgeketteten Maschen ist mir allerdings immer unheimlich. Und ich will es doch unbedingt "richtig" machen (bevor ich von den Regeln abweiche, muss ich die Regel verstehen). Der 3-Needle-Bind-off leuchtet mir irgendwie viel mehr ein... aber dann entfällt natürlich die leichte Schulterschrägung.
Aber Nähen nach Schemazeichnungen in Zeitschriften finde ich schwierig. Und die meisten Bilder im Netz sind ja leider nicht so detailliert, dass man technische/konstruktive Informationen ableiten könnte... Irgendwie sieht das doch komisch aus... Habe ich die Naht sozusagen eine Masche zu hoch angesetzt?
soll so eine Schulternaht aussehen?

was meint Ihr? Soll das so? Oder muss ich das nochmal aufmachen?

*Aufmerksamen Leser/inne/n wird natürlich nicht entgangen sein, dass mein "Jodeldiplom" laut Designerin noch drei weitere Teile besitzen sollte: lustige Rüschen für die Ärmel und einen wäscheartigen Einsatz. Dazu mehr später.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Lob des Wollhändlers.

Manchmal habe ich mehr Glück als Verstand.
Und manchmal trifft man in der angeblichen "Service-Wüste Deutschland" auf blühende Oasen voller Dattelpalmen.
Die Dattelpalme, von der ich hier spreche, ist in Wirklichkeit ein Wollhändler in Bremen - ein freundlicher, mittelalter Herr, der offenbar schon lange mit Wolle handelt, und von seinem großen Lager im Bremer Industriegebiet aus mehrere kleinere Geschäfte beliefert, die ihm offenbar auch gehören. Und obwohl dieser Woll-SB-Markt eigentlich "an Tagen mit 'D' dicht hat- D wie dicht", hat die Dattelpalme der Wollhändler mich eingelassen, meine Klage (jammer: zu wenig Wolle!) angehört, das flehende Bitten (hamse nich noch 2 Knäuelchen irgendwo?) zu Herzen genommen, seine Filialen angerufen, und beim zweiten Anruf noch zwei Knäuelchen für mich aufgetrieben.... Letzten Freitag habe ich sie abgeholt.
Hurra! Fortschritt Fertigstellung ist gesichert!
Und sie sind sogar die identische Färbepartie! Tralala!
Dabei habe ich auch gleich nach Mille II für die Fertigstellung von Borowskis Mütze gefragt - die ja aufgrund von - ja genau: ein Knäuel zu wenig - momentan einen Sommerschlaf hält... Da "nachtblau" aber gar nicht vorhanden war und rosa dem Meinigen nicht zuzumuten ist, kam ich nicht weiter. Stattdessen habe ich aus Lana Grossa Superbingo einen roten Kontrast gewählt. Die Lauflänge ist mit Mille II identisch, und wenn die Qualitäten schon so unterschiedlich sind, dann sollte das wenigstens richtig unterschiedlich sein. Und Tumnus ist ja rot...
Hurra! Fortschritt Fertigstellung ist gesichert!

Weitere Beute:
was daraus wohl wird wenn es groß wird?
 Ein Knäuel Filzwolle (blau) -- sehr unausgegorenes Projekt. Ich werde berichten, wenn ich es selbst herausgefunden habe.
Runtergesetztes kaufen ist nicht wirklich Geld sparen, oder?
 Verschiedene Rundstricknadeln (die blauen sind aus Aluminium, die KnitPros jedenfalls Metall...) in den kleinen Stärken 2,5 - 3 - 3, 5.
Socken mit 40 cm Kantenlänge?!?

Und ein 3,0er Nadelspiel von 40 cm Länge!
Was macht man damit? Angeblich war es eine Fehllieferung, die nach Holland hätte gehen sollen... Haben die Holländer so dicke Füße? Ich jedenfalls konnte, für unter 2 Euro, nicht wiederstehen. Und ich habe auch schon eine Idee,was ich damit anfangen kann... Auch das werdet Ihr natürlich erfahren.
Jetzt mache ich mich wieder an die Diss, und heute abend übe ich wieder Jodeln... Hollaridudödeldu...

Mittwoch, 29. Juni 2011

WIP: Jodeldiplom. Es geht voran!

Die gute Nachricht ist:
Ich habe die Ärmel endlich fertiggestrickt! Hat ja auch nur einen Monat gedauert... Bin ich froh, dass ich beide zugleich auf die Rundstricknadel genommen habe - der Gedanke, jetzt noch einen Ärmel stricken zu müssen, wäre ganz unerträglich für mich...
zwei wunderbare, lange Ärmel. Mit Armkugeln!

Allerdings bin ich vom Muster abgewichen - ich wollte nämlich lange Ärmel. Mit dreiviertellangen Ärmel zupfe ich immer an mir herum, das ist nichts halbes und nichts ganzes, und da ich ja wahrscheinlich auch immer etwas langärmliges drunter ziehen werde, dachte ich: keine halben Sachen!
Findet Ihr übrigens den "Stricktreff-Fehler"? seufz. Man sieht's leider ganz deutlich. Wenn man es weiß...
 Nach den Problemen mit der Weite habe ich, von Tina bestärkt, die "Weite" der kleinsten Größe angeschlagen und dann in regelmäßigen Abständen auf die Weite der eigentlich von mir gestrickten Größe zugenommen - auf diese Weise sind erstens meine kräftigen Bizeps gut bekleidet, und ich spare mir allerlei Probleme mit der Armkugel. Die hätte ja -in Größe klein- sonst nicht in meine Ärmellöcher gepasst... Voilà! Alles super!

Bis auf, natürlich, die schlechte Nachricht...
Zwar hat die Elastico eine längere Lauflänge als die im Muster vorgeschlagene, zwar habe ich also gegenüber der Anleitung ca. 3 Knäuel zu viel gekauft - aber man verlängert nicht ungestraft Rückenteil und Ärmel, und kann dann hoffen, am Schluss noch genug Wolle über zu haben...
ein ganzes Pullovervorderteil aus zwei Knäuel Wolle? Das wird aber ein sehr tiefer Ausschnitt...
...nein, nein. seufz. Hätte ich mir das nicht vorher überlegen können? Mit zwei Knäuel schaffe ich es wahrscheinlich bis knapp unter den Ausschnitt, und der sollte dann sehr sehr tief ausgeschnitten sein...
Haltet mir die Daumen, dass ich noch zwei Knäuel auftreiben kann!

Donnerstag, 23. Juni 2011

Besser essen.

Sommerzeit, Einmachzeit.
Ich hatte ja irgendwann mal angedeutet, dass ich euch gern erzählen würde, was ich alles sonst noch so mache, während das Jodeldiplom so vor sich hindümpelt - ich arbeite dran! Ehrlich! Es geht nur so langsam... seufz...
Vor allen Dingen ist das natürlich zur Zeit das Hauptprojekt - hat stets und immer Vorrang! Wenn sonst also nichts passiert, so muss das als Gutes Zeichen gewertet werden.

Daneben ist aber eben auch Sommer, und das heisst die beste Zeit zum Einkochen. Die beste Zeit deshalb, weil das die Zeit ist, in der man brav saisonal einkaufen und gerade aktuelles Obst "winterfest" machen kann.
Ideal wäre es natürlich, eigenes Obst einzumachen, aber dazu fehlen der Garten, die Geduld und der Grüne Daumen.Tatsächlich habe ich überhaupt keine Skrupel, auch TK-Obst einzukochen, um meinen vergleichsweise geringen Bedarf zu decken - ob das sinnvoll und/oder billiger als gekauftes ist, steht dabei für mich zur Debatte. (Meistens ist es teuerer/gleich teuer).Ich habe Spaß daran, und ich genieße, dass ich genau weiß, was sich im Glas befindet, un das reicht mir.

Mein Vorratsregal ist gut gefüllt:
das Brett biegt sich - nicht nur sprichwörtlich...
Im Einzelnen findet sich darin:
Wilde Beeren -auf TK-Basis- (23. März)

Zwiebel-Confit (4. Mai) - prima zu Fleisch und Gegrilltem
Rhabarber-Marmelade - pur! Erdbeerbeimischung wird überschätzt...  (4. Mai). Ganz prima zu Weißbrot. Ich stehe voll auf Rhabarber...
Sauerkirschmarmelade - auf TK-Basis - mit etwas viel Gelierzeug, aber toll im Geschmack. Auch sehr gut zu Brie.
Rest Rhaberbersirup, Nebenprodukt eines Kompotts.
Habe ich erwähnt, dass ich zur Zeit total auf Rhabarber abfahre? Seit Bio*nade auf Fernsehwerbung angewiesen ist, trinkt "man" als "urbaner Hipster" (ähem) nämlich Rhabarberschorle. Jawoll! Schon die Farbe ist großartig - pink kommt mir nicht an den Leib, aber ins Glas!
Sirup lässt sich mit Sprudel zur Schorle mischen, oder mit Gelatine zu einem lustigen und wahnsinnig leckeren Rhabarberwackelpudding eindicken,
hmmmmmmmmmmmmmm!
oder in aufgetautes Vanilleeis einrühren, neu einfrieren: Rhabarbereis! Köstlich! (wer eine Eismaschine hat: noch besser!)
Das Rhabarberchutney - der Klassiker - habe ich aus unerfindlichen Gründen nicht fotografiert. Hat aber weltweit viele Fans... :-)
Und Ihr so?

Samstag, 11. Juni 2011

Elfter Juni - Tag der Handarbeit. Knitting in Public.

Bildquelle: http://www.initiative-handarbeit.de/_srv.write/assets/Sonstige_Bilder/TdH_IH_Plakat.jpg
Wer auch immer das bestimmt hat -- jedenfalls ist morgen/heute später am Tag Tag der Handarbeit. Wer will, darf/kann/soll also handarbeiten, das gefertigte Produkt soll, so der Plan - wessen Plan eigentlich? Ach ich seh schon: die Initiative Handarbeit - der Berliner Tafel zukommen, die es dann voraussichtlich an sogenannte Bedürftige weitergibt. An sich klingts ja erst einmal gut.


Ob man aber mitmachen sollte? Interessante Gedanken dazu gab's schon mal hier. Aber auch hier (scroll down bis 2010-06-10). Naja, schaden kann es ja nicht, falls man sonst nicht weiss, wohin mit seinem Selbstgestrickten. Ich finde allerdings häufig schon die mir nächsten nahestehenden Personen so schwer vom Wert des Selbstgemachten zu überzeugen, da muss ich mich nicht an Wildfremden versuchen. Daher hätte es  m. E. größeren Nutzen, die gefertigten Sachen an Menschen zu verkaufen, die den (Material!-)Wert zu schätzen wissen, und dann den Erlös zu spenden.
Wenn man sich das vorstellt: tausende liebevoll gefertigter Qualitätswaren, möglicherweise entwertet durch den Ruch des "Almosens"... obwohl die Zielgruppe ja möglicherweise selbst strickt. Die wüssten es dann wenigstens zu schätzen. Man weiss es nicht. Ich bin grad etwas misanthropisch. Die Uhrzeit - ich kann nicht schlafen...


Auch ist für meinereins - und wahrscheinlich den Großteil meiner Leser - ja ohnehin (fast) täglich Tag der Handarbeit. Und ich habe mir ja eigentlich vorgenommen, dieses Jahr mal nur für mich zu stricken - Borowski war schon Ausnahme genug und zeugt von meiner großen Zuwendung zum Angetrauten. :-)
Daher ist mir der WorldWide Knit in Public Day (oder eher "week", 11.-19. Juni 2011) das deutlich sympathischere Event.
Bildquelle: http://logo.cafepress.com/4/13045974.6486884.jpg

 In Deutschland gibt es zwar bisher nur drei (registrierte) KIPs, aber ich mache einfach subversiv-unorganisiert trotzdem mit: (wie immer) kommt das Strickzeug mit, und auf der sechsstündigen Zugfahrt in unsere "Pfingstferien" und der ebensolangen Rückfahrt werde ich schamlos öffentlich stricken, und hoffentlich die Ärmel des verflixten wunderbar sommerlichen Jodeldiploms ein ordentliches Stück weitertreiben. Zur Zeit bin ich knapp auf Ellbogenhöhe...seufz. Es langweilt mich etwas.
Ich werde berichten.
Und Ihr?
Strickt Ihr auch in der Öffentlichkeit? Oder ist es Euch peinlich/unangenehm/ergibt sich nicht/umständlich?

Freitag, 27. Mai 2011

WIP Jodeldiplom. Ein (Paket) As(se) im Ärmel?

Zwei Ärmel zugleich auf einer Rundstricknadel zu stricken ist ein leichtes, wenn man mein Training hat...und hier ist ja sogar nur eine Farbe involviert, und man strickt noch nicht mal in der Runde!
Pippifax, das sollte schnell gehen!
zwei in eins - meins!
Aber irgendwie sieht das komisch aus.
Findet Ihr das nicht auch ein bisschen weit?
an den Kanten zusammengesteckt - 3 Zunahmen sind bereits erfolgt.

Wohlgemerkt, ich trage hier eine wirklich weite Hemdbluse... und selbst die könnte ich mit weniger als 2/3 der Maschen umschließen.
enger gesteckt, so dass es besser passt
 Fakt ist, die "normale" Weite reicht schon jetzt - ohne den Großteil der Zunahmen - rund um meinen durchaus kräftigen Oberarm! Die Dehnungskapazitäten des Musters sind dabei noch gar nicht einberechnet.
Ich hasse es, wenn an meinen Handgelenken etwas schlabbert!
rechte Seite - das würde ich abschneiden wenn es Stoff wäre. Oder ribbeln?

Hmmm. Was tun?
Laut Anleitungen erfolgt ein Großteil der Zunahmen im unteren Bereich des Ärmels, das heisst eine lange Strecke ist der Ärmel gerade.
Meines Erachtens könnte ich ribbeln, in S (statt L) neu anschlagen, und solange zunehmen, bis ich wieder bei der "richtigen Maschenanzahl bin. Spätestens bei der Ärmelkugel sollte ich mich wieder an die Anleitung halten können, damit die Teile zusammenpassen.
Was meint Ihr?
Oder soll das so? (Auf den Fotos schlabbert das aber nicht so...)

Mittwoch, 25. Mai 2011

WIP: Jodeldiplom. Ein schöner Rücken...

... kann auch entzücken. Da hiermit der erste Meilenstein geschafft ist, erlaube ich mir ein Fortschrittsbild.
Hier ist er: der Rücken vom Jodeldiplom.

Die Sicherheitsleine muss noch raus, half aber enorm beim Messen

Ich bin zufrieden: die Elastico benimmt sich wunderbar, die Farbe gefällt mir noch immer, das Muster ist allerdings so langsam etwas eintönig... aber nicht zu eintönig, der 6-Reihen-Mustersatz bietet eine gute Binnenstruktur, zugleich eignet sich das ganze gut zum fernsehbegleitenden Stricken. Alles gut.

 Mit dem letzten Drittel (Ärmellöcher, Halsausschnitt) gab's ja auch genug Aufregung, bzw. Abwechslung, sodass ich mich offenbar prompt irgendwo verzählt und daher zuviel abgenommen habe. Uuups. Jedenfalls hatte ich, als es zur Schulterschrägung kam, nur 32 M auf der Nadel, die ich dann 1x 17, 1x18 abketteln sollte... öhm. Hab also 2x16 abgekettelt und notiert, damit es wenigstens auf den anderen drei Schultern die gleiche Maschenzahl gibt. Wo der Fehler lag? keine Ahnung!
Eine ganz hübsche, ziemlich unstufige Schulterschrägung habe ich auf Rat von Martina Hecht (Maschengold) mittels Abheben der letzten Masche vor der Stufe erzielt.
irgendwie ähneln sich die Abnahmen nicht, aber egal. Rechnerisch ist es richtig.
 Einfach, aber effektiv. Geht doch nichts über Blogs mit klaren, am besten vergleichenden Technik-Posts! Dann muss man das nicht alles selber ausprobieren... :-)
Weiter geht's mit den Ärmeln, dabei erhoffe ich mir ein schnelleres Erfolgserlebnis und kann noch etwas über etwaige Modifikationen des vorderen Ausschnittes nachdenken.

Dienstag, 17. Mai 2011

WIP Jodeldiplom. Lesen hilft.

Erst einmal muß ich Euch danken. Ich liebe das Internet! Danke für die vielen schnellen und hilfreichen Kommentare zu meinem letzten Eintrag.
Kennt Ihr das, wenn Ihr Euch manchmal selbst im Weg steht?
So muss sich wohl Homer Simpson die ganze Zeit fühlen...
Irgendwie aber auch beruhigend, dass mein erster Instinkt richtig war. Ich wollte, dass es einen Rechtsmaschenstreifen gibt, der der Ärmellochkontur folgt. Ich habe diesem meinem (sehr rudimentären) Design-Instinkt nur nicht getraut, und so lange in der Anleitung herumgelesen, bis ich sie nicht mehr verstanden habe. Den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.
Dabei steht da ja in der Tag ganz deutlich und von mir noch einmal abgeschrieben:
"Rand-M, 1 M glatt rechts str. danach 1 Abnahme arb" bzw. "1 Abnahme arb, 1 M glatt rechts str., Rand-M."
GLATT rechts! Doh!
Natürlich heißt das, hin rechts und rück links. Glatt rechts!
Sorry. Manchmal ist man so begriffstutzig, dass man das versammelte Kleinbloggersdorf braucht, um einem das Brett vom Kopf zu nehmen.
Also, danke nochmals!
Ich geh dann mal weiterstricken.
Und nächstes Mal traue ich mich vielleicht sogar, eine Anleitung so zu adaptieren, wie ich es schöner finde.

Montag, 16. Mai 2011

WIP: Jodeldiplom. Die Betonung liegt auf Abnehmen.

Das Jodeldiplom wächst lustig vor sich hin. Ich finde, es geht entsetzlich langsam, aber was will man erwarten? "Borowski" saß auf Nadeln Stärke 7, mein Jodeldiplom wird mit Stärke 2,5 gestrickt - Schicksal der entspannten Lockerstrickerin. (Und ja: Borowski wäre mit 5er Nadeln wahrscheinlich noch hübscher geworden. Nächstes Mal dann.)

Das Rückenteil ist bis zur Ärmellochweite gediegen, wobei ich es 10 Reihen länger gestrickt habe, weil ich zu kurze Pullover immer blöd finde, und Rippenpullover durch die Dehnung ja wohl eher kürzer werden... Sicher ist sicher, habe ich mir gedacht, und: zu lang gibt's nicht.
So sieht das jetzt aus

 und gefällt mir ausnehmend gut. Das Muster kann ich soweit auswendig, dass ich die Fehler schnell bemerke und auch beheben kann. Der Rest ist menschlich, und am unteren Rücken, wo hoffentlich keiner so genau hinschaut. Genau.
Jedenfalls wird es jetzt wieder ein bißchen interessanter. Ärmellöcher!
Beidseitig je 7 Maschen abketteln war nicht das Problem...
Aber dann habe ich vorsichtshalber mal ganz schnell eine Sicherheitsleine eingezogen. Betonte Abnahmen?
Was ist damit eigentlich gemeint?
Ich hatte das ursprünglich so verstanden, dass die folgenden beidseitigen Abnahmen für die Ärmellochrundung jeweils vor bzw. nach einer rechten Masche erfolgen, sodass ein Streifen entsteht, ähnlich wie bei einer Bändchenspitze bei Socken.
Schreibt die Anleitung:
"Rand-M, 1 M glatt rechts str. danach 1 Abnahme arb" bzw. "1 Abnahme arb, 1 M glatt rechts str., Rand-M."
Allerdings sollen die folgenden Abnahmen außerdem "in jeder R 5x je 1 M"... etc beginnen.
Das bedeutet doch, in Hin- UND Rückreihen?
Und ein Großteil der Abnahmen in Rückreihen (die eigtl. links sind)?
Das gibt dann aber keinen Streifen aus rechten Maschen, sondern eine Erweiterung des Randmaschen-Musters (alle rechts stricken), also ein kraus-rechts Streifen?
Ist das gemeint?
Was meint Ihr?

Ich frage mal hier, schaue mir die fertigen Ravelry-Projektfotos genauer an, und vielleicht frage ich auch einfach Tina. Als Designerin wird sie ja höchstwahrscheinlich wissen, was gemeint ist, und zum Glück ist sie ja notorisch hilfsbereit.
Bis dahin muss das Projekt ein bißchen ruhen.

Donnerstag, 5. Mai 2011

"Jodeldiplom" reloaded.

Ich sehe schon, die Fertigstellung der hübschen Filztasche interessiert hier niemanden. :-)
Offenbar nicht einmal mich, denn ich bin immer noch nicht weitergekommen damit. Momentan ist offenbar keine Zeit/Energie/Möglichkeit, die Nähmaschine auszupacken und mal schnell ein Futter zu nähen.
Egal. Wird irgendwann passieren.

Irgendwann war ja auch der Zeitpunkt, an dem ich letztes Jahr, vor ziemlich genau einem Jahr, das Jodeldiplom verlassen habe. Damals wollte ich "was eigenes" nur für mich - und habe dann erst einmal Timpani gestrickt. Eine gute Entscheidung, denn ich habe viel dabei gelernt, was mir das "Jodeldiplom" erleichtern wird. Für Lace-Muster mit Umschlägen, verschränkten Maschen etc sollte man selbige nämlich auch erkennen, unterscheiden und produzieren können... :-)
Immerhin war ich mit den Maschenproben schon zu einer Woll-Entscheidung gekommen: Lana Grossa Elastico sollte es sein, passend zum Lace-Rib mit einem sommerlichen Baumwollgarn, die gut zu meinen Sommerröcken passen würde, aber auch unter einem Jacket noch gut tragbar wäre. So der Plan.
Dann kam die Wolle. Lange hatte ich mich nicht für eine Farbe begeistern können.
natürlich lila!
 Als ich dann dieses Lila sah, war die Wahl allerdings schnell getroffen. Angeschlagen habe ich schon letzten Mittwoch, aber irgendwie kam ich nicht dazu, Euch das sofort zu zeigen.
offizielles Anschlagsbild. Das ist wohl doppeldeutig. Keine Toten.
Ist ja auch nicht so spannend. Das Stricken geht langsam, was auch an den 2,5er Nadeln liegt. Ich bin ungeduldig, aber ich möchte diesen Pullover. Also gilt es durchzuhalten. Immerhin kann ich das Muster schon auswendig, und bis ich beim Vorderteil angelangt sein werde, vielleicht sogar fehlerfrei. Bis dahin habe ich mir hoffentlich auch eine Meinung zu Ausschnitt und evtl. zu adaptierenden Details gebildet. Antrieb ist jedenfalls, dass die Wolle genau zu den beiden Lieblingsröcken passt:
passt ganz genau!
hier als Kontrast - einfacher als die genaue Farbe  zu treffen.
Da ich Euch nicht mit - guckt mal: zwei Reihen weiter! nerven möchte (und mich auch nicht) wird es hier im Interesse des Strickfortschritts stiller werden - zumindest bis ein Problem oder eine Lösung oder ein anderes FO auftaucht.
Vielleicht erzähle ich Euch ja in der Zwischenzeit etwas über die ganzen eingemachten Marmeladen und Chutneys und Knuspermüslis der letzten Wochen. Leider ist Fotografieren und gleichzeitig mit spritzenden Zuckerpampen hantieren nicht so mein Ding, aber ich kanns ja mal auflisten, irgendwann...

Dienstag, 11. Mai 2010

Jodeldiplom. Aller guten Dinge sind Drei!

Während "Timpani" langsam wächst und gedeiht, hat die letzte Bahnfahrt nach Anderswo und Retour genau ausgereicht, die nächste Maschenprobe für das "Jodeldiplom" zu stricken.

Eigentlich bin ich zu ungeduldig für Maschenproben (genau wie für Vorzeichnungen oder ordentliches Zuschneiden), denn ich will sofort das Ergebnis sehen, und zwar so, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Erfahrung lehrt hingegen, das für das perfekte Ergebnis Maschenproben geradezu eine Voraussetzung sind - oder zumindest eine Erfolgsrate oberhalb der Zufallschance von 1: 1 000 000 ermöglichen...Und ein ordentliches Projektmanagement lernt aus seinen Erfahrungen.

Hier ist sie also... Trommelwirbel.... die dritte Maschenprobe für "Jodeldiplom"! Diesmal mit  Lana Grossa Elastico (eine reine Baumwolle mit 4% Polyesterbeimischung, wie Herr Loriot hier bemerken würde...) Sie hat eine Lauflänge von 160m pro 50g und soll mit Nadelgröße 3,5-4,5 verstrickt werden.
Da ich aus meinen Erfahrungen gelernt habe, habe ich den Mustersatz allerdings mit Nadel 2,5 angeschlagen - lose stricken und so.... und was soll ich sagen: Mir gefällt das extrem gut - man sieht ja sehr schön, wie klar das Muster hervortritt, und auch wie schön elastisch der Fetzen ist.

Für das Auszählen soll die Maschenprobe aber leicht gespannt werden. Bitte gerne, bitte hier!
Mir gefällt das vom Strickbild bisher von allen meinen Maschenproben am besten. Angenehm zu Stricken ist die Wolle auch, obwohl sie manchmal zum Splissen neigt - aber nicht übermäßig. Jetzt aber naht die Stunde der Wahrheit: es kann ausgezählt werden.
Und das Ergebnis ist:
29 M (bzw. 31 M weiter oben, wo ich nicht so stark gespannt hatte) auf 34 R.
HURRA - denn damit liege ich bei den von der Designerin anvisierten (dehnungsabhängigen) Maschenzahl von 28-31. Allein die Reihenanzahl stimmt noch nicht, hier liege ich fast einen Mustersatz (6R) hinter den geforderten 39 R.

Aber ehrlich gesagt: Länge finde ich einfacher zu adaptieren - einfach auf 10 cm Länge einen weiteren Mustersatz stricken. Wenn ich die Anleitung richtig verstanden habe, kann man die meiste Zeit lustig geradeaus hoch stricken, der engsitzende Look ergibt sich durch das dehnbare Muster. Nur bei den Armkugeln könnte es etwas schwieriger werden. Aber schließlich habe ich auch Malroy überlebt! Irgendetwas muss die Strickerin ja auch wach halten!

Es sieht also so aus, als hätten wir einen Sieger: Lana Grossa Elastico für das "Jodeldiplom"! 
 Jetzt muss ich mich nur noch für eine Farbe entscheiden.
Und "Timpani" fertigstellen.
Und immer noch/nur noch drei Kindernorwegerpullover.
Aber dann, sofort, das Jodeldiplom. In Elastico!
Nächstes Jahr ist der auch noch schick...

Montag, 26. April 2010

Ersatzprojekt für blaue Maschen: Timpani, die Tambourmajorette!

Da ich meine traumhafte taubenblaue Wolle von der Hamburger Wollfabrik  ja nun leider nicht wie geplant für das Jodeldiplom verwenden kann...
weil ich außerdem noch keine zufriedenstellende Ersatzwolle für's Jodeldiplom gefunden habe...
und weil sowieso gerade kein Geld frei wäre für die Anschaffung ausreichender Mengen der noch nicht gefundenen Wolle...
aber weil dennoch ein größes Bedürfnis herrscht, zur Abwechslung einmal etwas erstmalig für mich selbst zu stricken...
...habe ich mir ein neues Projekt zur bereits vorhandenen Traumwolle besorgt!
Voilà:Timpani von Connie Chang Chinchio in der neuen Twistcollective!
Foto: twistcollective
Und weil jedes blinde Huhn irgendwann einmal ein Korn findet, ist tatsächlich das Unglaubliche passiert:
 Die Maschenprobe passt haargenau und 1:1 !!! (Mit KnitPicks Nadel Nr. 3,5)
 Und was total großartig ist: Diese Art Muster (also einfache Zöpfe und rechts-links-Effekte) kommen trotz der gefachten Wolle total gut raus!
 
Ich bin verliebt!

Und deshalb habe ich letztes Wochenende angeschlagen...
(Detail:)

und stricke dieses Wochenende weiter...
 Stand: Samstag abend VOR dem Spielfilm...
 Stand: Sonntag abend NACH dem Tatort...
Richtig schnell geht das ja leider nicht. Aber stetig voran!Zum Reisen ist der große Cone ja eher nicht geeignet...
Das Jodeldiplom ist aber keineswegs aufgehoben - nur aufgeschoben! Dafür brauche ich schließlich erstmal die richtige Wolle, aber nach der suche ich noch. Sobald ich sie habe...
Bis dahin: yeah, Timpani!