Mittwoch, 3. Februar 2010

"Malroy". Ärmel Nummero 4 - und diesmal passt es!

Hurra!
Endlich mal ein Erfolgserlebnis!
Wären die ollen Ärmel nicht ständig neu zu stricken gewesen, könnte der vermaledeite "Malroy" schon seit einer Woche fertig sein. Stattdessen - ribbeln, neustricken, messen, ärgern, ribbeln etc.
Zum Glück ist das Strickstück in Frage vergleichsweise klein.
Und da mir das Rechnen kein Glück gebracht hat, habe ich es auf die altbewährte pi mal Daumen Methode versucht. Das heißt, ich habe den dritten, falsch geratenen Ärmel hingelegt und direkt ausgezählt, ab welcher Maschenbreite oben 31 cm erreicht sind (bei 56M).
Die Bündchenbreite habe ich nach kurzem Überlegen auf den 42 M vom dritten Anlauf gelassen - immerhin handelt es sich bei der Unterkante um ein 1/1 Patent. Bei dem 3/3 Patent passen die Maße, und zu weite Ärmel sind auch nicht bequem.
Die Längevon 74R  hatte beim letzten Rechnen/Schätzen auch schon gepasst.
Also müssen auf 74R Gesamthöhe minus 4 gerade Abschlussreihen minus 14R Bündchen gleich 56R 
von ursprünglich 42M am Bündchen beidseitig gleichmäßig auf insgesamt 56M zugenommen werden - macht plus 14 M bzw. je 7x2M.
Verteilt auf 56 R macht das: in jeder 8.R beids. 2M zun, und zwar:

bis R14: Bündchen - 42M
R 21: 44M
R29: 46M
R37:48M
R45: 50M
R53: 52M
R61: 54M
R69: 56M
abketteln in R75 (erlaubt Fertigstellung des kleinen Knotens im Muster)

Und siehe da: es passt! (also ungefähr, da ich hier in Anderswo nicht spannen kann, aber für mich und für meinen Neffen ist das gut genug!)
Morgen kann ich mich dann gleich an den zweiten Ärmel machen...
(Leider kann ich hier in Anderswo auch keine Bilder machen. Wird am Wochenende nachgeliefert.)

Übrigens habe ich hier eine sehr hübsche bebilderte Anleitung zum Rollanschlag (tubular cast-on) gefunden. Besser könnte ich das auch nicht erklären, deshalb lasse ich das auch und setze nur den Link:
http://autoscopia.com/amelia/archives/2005/11/tubular_cast_on.html

Bei der Wolle habe ich inzwischen das vierte Knäuel angefangen. Das könnte sogar reichen, dann hätte ich genug über, um den gleichen Pulli nochmal zu stricken. Oder was ganz anderes...
Übrigens scheint Karisma beim häufigeren Stricken-Ribbeln-Neustricken-Ribbeln etc immer weicher zu werden. Vielleicht täuscht der Eindruck, aber es sollte mich freuen!

Kommentare:

  1. Diese Methode mit dem Abzählen ist gar nicht die Schlechteste. Mache ich eigentlich immer so, weil ich nie die Originalwolle für die Anleitungen habe, immer eine andere Maschenanzahl, andere Nadeln, da hilft mir die beste Anleitung nichts. Das ist zwar immer eine kleine Rechnerei, aber dafür passt das Ergebnis dann. Außerdem bin ich eher großzügig, was die Passgenauigkeit betrifft. Ob da jetzt ein cm mehr oder weniger ist, das ist mir ziemlich egal.
    Liebe Grüße von Margot

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  2. Eigentlich hatte ich gedacht, genau dazu sei die Maschenprobe da: die strickt man ZUERST, dann zählt man, und kann von da aus rechnen. Aber irgendwie war immer der Wurm drin.
    Hingegen einen "Probeärmel" zu groß stricken und dann die richtige Maschenzahl abzählen - das ging... aber korrekt ist das sicher nicht.
    Na, hauptsache es hat endlich geklappt.
    Ärmel sind schon fertig. Nähen und Kragen fehlt noch - Bericht folgt bald!

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  3. Ich bekomme MaPros auch eher selten hin. Keine Ahnung, wo man das gut lernen kann bzw. wie.

    Meine Erfahrung mit der Karisma ist, dass sie auch mit dem Waschen immer weicher und kuschliger wird.

    LG Heike

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  4. Ach Heike, danke! Das hatte ich auch gehofft - son Kratzepulli is ja nix. Bei der ganzen Arbeit hat das gefälligst ein Lieblingspulli zu werden, und die müssen nun mal ein bisschen kuschelig sein... Außerdem sind die nächsten vier Projekte auch in Karisma! :-)

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