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Freitag, 26. Januar 2018

FO: Schäfchen zählen.

Anfang Dezember gab es eine kleine Überraschung in der Kita. Im Postfach für die Eltern lag ein Zettel - in zwei Wochen spielt Junior im Krippenspiel ein Schaf!
Einerseits war ich überrascht - Es gibt ein Krippenspiel?!? - anderseits nicht.
Natürlich spielt er ein Schaf! was sollen 20 anderthalbjährige denn auch sonst spielen?

Für das Kostüm gab es keine Vorgaben. Weiße Bodies und Strumpfhosen (oder schwarze) sollten genügen.
Unter den Eltern brach dann doch schnell ein gewisser Ehrgeiz aus. Und bevor ich wusste, was ich da tue, habe ich vorgeschlagen, für 8 kleine Schäfchen die Kostüme zu nähen.
Für 12 Euro bekam man eine flauschige weiche Polyesterwohndecke im Kaufhaus - zwei Stück reichen gut für 8 Schafe in Größe 92.
Basis ist im weitesten Sinne der Jawepu, an die Kapuze kamen die Ohren von PurlSoho's Lamb Bonnet
Ich hatte noch genug Vichy-karo für 16 Ohren - na, dann haben eben vier Lämmlein blaue Ohren. Das soll so! 
Die Armausschnitte sind keine, sondern nur 20 cm lange Löcher in der Seitennaht. Der Halsausschnitt wird durch einen geraden Schnitt von ca. 5 cm entlang der vorderen Mitte erweitert. Eine Schleife dient als Verschluss und Zierde und passt zum Ohr.
 Die Lammschwänzchen sind etwa 15 cm lang, frei improvisiert und mit etwas Lammstoffrest gefüllt.
Ein bisschen Stoff war noch übrig. Das reichte noch für sieben kurze Hosen. Das achte Schaf bekam eine Hose aus Vlies von seiner eigenen Mama genäht.

Hier ein paar Eindrücke von der Anprobe - die Rasse ist offenbar eine blaubeinige Hanseschnucke.

Schnuckelig!
Und Karneval ist damit auch schon abgehakt. Hurra!

Samstag, 25. November 2017

Auch im Winter draußen sein 2. FO: Jawepu aus Softshell.

Eine winterwarme Matschhose haben wir, nun fehlte noch eine etwas wasserfestere Jacke. Nichts gegen den wunderbaren Tomten-Mantel - der zur Zeit noch etwa knielang ist - aber der ist nicht wirklich regenfest und durch den Schlamm geschleift möchte ich ihn eigentlich auch nicht sehen...

Also habe ich noch eine Softshell-Jacke genäht.
Der Stoff war ein online-Schnäppchen im Ausverkauf. Wenn er nass wird, kommt unter dem hellen Türkis ein etwas dunkleres Muster mit allerlei Piraten-Utensilien hervor.
Ist das cool, oder ist das cool? Junior weiß das leider noch gar nicht zu schätzen, aber hey, ich muss ja auch ein bißchen Spaß haben. Und aus dem gleichen Grund habe ich die Jacke auch gefüttert. Das ist bei Softshell eigentlich nicht nötig, da es ja innen schönen weichen Fleece hat. Aber ganz ehrlich - wer hätte da widerstehen können?
Möwen! Ich will auch eine Regenjacke mit Möwenfutter! Das ist eine ganz feine dünne Baumwolle, die ohne Richtung gemustert ist, perfekt für einen Futterstoff also.
Der Schnitt ist wieder ein kostenloses Schnittmuster von Schnabelina, Jawepu, in Größe 92. Auch hier wieder: einfach zu nähen, gut erklärt, guter Sitz. Ich habe alle Teilungsnähte mit Reflektorpaspel versehen, zum einen weil Paspeln super sind, und auch, weil man nicht genug Reflektor haben kann an einer Kinderjacke.
Deshalb ist auch Reflektorpaspel am Kapuzenrand, an den Taschen, und ein extrabreites, mit blauen Paspeln eingefasstes Reflektorband an den Ärmeln. (Es wäre besser gewesen, es mit dem gleichen Abtand zur Ärmelkante anzunähen, aber man kann offenbar nicht alles haben.)
Taschen, Kapuze und Bündchen sind mit blau-weißem Bündchenstoff eingefasst. Der Zwei-Wege-Reißverschluss ist dunkelblau und geht vom Bündchen bis zur Kapuze. Ich habe aus dem Futterstoff einen Untertritt mit Kinnschutz improvisiert - das war eine gute Idee!
Die Ärmel haben verdeckte Bündchen, dafür musste ich die Ärmel beim Zuschnitt um 3 cm verlängern. Das Bündchen an der Kapuze ist gut, weil es den Sitz etwas verbessert, aber das untere Bündchen würde ich in der Form nicht wieder annähen. Die Jacke ist auch etwas kurz. Und eigentlich taugt der Schnitt nicht für das etwas steife Softshell. Dafür war er auch nie gedacht, und deshalb sitzt die Kapuze ein bißchen komisch.
Wenn ich daher noch einmal einen Jawepu aus Softshell nähen wollen sollte, dann würde ich wahrscheinlich die Kapuze ändern, den Saum verlängern und kein Bündchen annähen. Andererseits entwickelt Schnabelina gerade einen eigenen Softshelljackenschnitt, und ich hoffe, dass er fertig ist, bis wir die nächste Größe brauchen. Vielleicht haben wir ja Glück.
Bis dahin funktioniert das aber schon ganz gut.