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Dienstag, 27. November 2012

Nachtrag: Saroyan Mittens. Anleitung jetzt bei Ravelry

*Werbemodus ein*
Meine Anleitung für die Saroyan Stulpen ist jetzt schon seit einer Woche bei Ravelry online!

Sie besteht aus vier Seiten Pdf, und enthält eine Strickschrift sowie eine englische Anleitung, in der Reihe für Reihe erklärt wird, wie die Stulpen gestrickt werden (nicht, dass es besonders kompliziert wäre).
Stand: 27.11.2012, 21:30 Uhr

Ihr findet sie unter dem Namen "Saroyan fingerless mittens" bei Ravelry oder hier in der Seitenleiste.
*Werbemodus aus*
Und nein, ich habe keine Teststricker gefunden - aber es handelt sich ja um ein einfaches Accessoire und ich habe sie selbst ca. viermal gestrickt, bis es passte. Wird schon gehen.

Ich bin natürlich stolz wie dieser Oskar, von dem immer alle reden. Ziemlich stolz jedenfalls.
Keine zwei Minuten, nachdem ich die Anleitung kreiiert hatte, kam schon die erste Anfrage, ob die Anleitung auf Englisch sei. 24 Stunden später hatte ich schon über fünfzig "queues". Inzwischen hat der erste Ansturm nachgelassen, und ich hoffe inzwischen, dass auch irgendjemand die Stulpen stricken wird - schließlich nutzen viele Raveler die "Favorite" und "Queue"- Funktionen nur, um sich irgendetwas zu merken und nicht, weil sie tatsächlich etwas stricken wollen (weiß ich ja von mir selber...).
Jedenfalls wäre es doch schön, wenn "meine" Stulpen auch tatsächlich irgendwelche Hände wärmen würden...

Samstag, 17. November 2012

FO und Fazit: Saroyan Stulpen.

Auf unserem Balkon ist es ganz schön frisch, jetzt im November.

Da helfen auch die warme Teetasse und die schönen neuen Handstulpen nicht weiter...
Warum, könntet Ihr Euch fragen, braucht die olle Projektmanagerin für ein paar lommeliges Paar Armstulpen eigentlich so lange?
Gute Frage. Ich frage mich das auch. Aber zum einen stricke ich nicht beruflich, sondern nur in meiner Freizeit. Zum anderen habe ich auch in meiner (zur Zeit recht reichlich bemessenen) Freizeit noch viele andere Dinge zu tun, als nur zu stricken. Und zum dritten hat mich der linke Stulpen in den Wahnsinn getrieben!
links mit gegengleich gespiegelter Blattkante
das mit dem graften muss ich trotzdem noch üben, zumindest im Muster
der Daumen passt
Statt nämlich (im Internet oder in einschlägigen Musterbüchern) nachzuschauen, wie die hübsche Blattmusterkante funktioniert, wenn man sie am rechten statt am linken Rand haben möchte, um dann einen mustergleichen aber gespiegelten Stulpen für die linke Hand zu stricken, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, das "mal eben" selbst herauszufinden.
Kann ja so schwer nicht sein.
War es eigentlich auch nicht.
Eigentlich.
Faktisch hat mich die letzte Reihe des zehnreihigen Mustersatzes aber extrem verwirrt. Das mit dem Abketten ist nämlich gar nicht so einfach, wenn man in die andere Richtung abketten soll/will (also vor einem liegende Maschen, ohne zusätzliche Reihen zu stricken).
Naja. Ich habe eine Lösung gefunden, und nun habe ich Stulpen für die rechte Hand
die Hebemasche ist immer noch die vorletzte Masche, aber mit glatt rechter Randmasche finde ich's hübscher
rund um das Daumenloch funktioniert das Muster jetzt auch besser
und mein grafting wird immer besser...

und für die linke Hand.
warme Pfoten im November! höchste Zeit...
Also für beide Hände.
Wie praktisch, denn ich habe ja auch zwei davon!
Leider werde ich diese Stulpen ja verschenken. Mist!

Und ich habe eine kleine Anleitung geschrieben, die ich gerne bei Ravelry zum kostenlosen Download anbieten würde. Vorher aber bräuchte ich ein paar Teststricker, die unabhängig überprüfen, ob meine Anleitung funktioniert. (Falls ja, sollte sich das Paar Stulpen eigentlich an zwei Abenden fertigstellen lassen...) Wenn Ihr Lust dazu habt, schreibt mir einfach eine E-Mail an projekteprojekte-ät-googlemail-punkt-com oder kontaktiert mich via Ravelry.
(Achtung: Die Anleitung ist auf Englisch, weil ich nämlich "knit", "purl", "ssk" oder "kfb" inzwischen viel eingängiger finde als die deutschen Äquivalente. Wenn Ihr Tester mir bestätigt, dass alles funktioniert, sollte die Übersetzung aber nicht schwer fallen...)

(und wenn mir jemand ein gutes, kostenloses Chart-Programm empfehlen könnte wäre ich auch sehr dankbar. Dann kann ich die Blattkante nämlich noch in Strickschrift überführen.)

Und nun, wie immer, mein Fazit:


Das Muster:
Es handelt sich um ein paar fingerlose Handschuhe/Stulpen mit Daumenloch in kraus-rechts mit einer dekorativen Blattkante über den Fingernknöcheln. Das Muster ist inspiriert vom beliebten Saroyan Schal/Tuch und verwendet ein ähnliches, aber nicht identisches Muster.
Technik:
Was muss man können? Zählen (hilft immer). Rechte Maschen, linke Maschen, abgehobene Maschen. Abketten, Aufstricken. rechts und links geneigte Abnahmen durch ssk und k2tog (Abheben und verschränkt Zusammenstricken und rechts Zusammenstricken). Zunahmen durch Umschläge (yo) und mehrfaches Stricken in die gleiche Masche (kfb). Am ungewöhnlichsten ist wahrscheinlich die Version, in der sowohl rechte als auch linke Maschen aus der gleichen Masche herausgestrickt werden (kpfb/pkfb). Alles einzeln genommen eigentlich nicht schwierig, aber für absolute Anfänger möglicherweise einschüchternd. Sollte es aber nicht sein!
Für mich neu war das Entwerfen mit einem (wenn auch sehr einfachen) Lace-Muster. Vor allem das selbständige Erarbeiten des gespiegelten Mustersatzes war (selbstverschuldet) schwierig, einfacher wäre wohl eine google-Suche gewesen, aber dafür habe ich das Muster jetzt wirklich "begriffen". Auch alles so zu notieren, dass auch "Fremde" die Anleitung verstehen, war für mich ein Novum. Bin gespannt, ob es funktioniert hat!
Die Wolle:
Wie schon beim Saroyan-Schal habe ich die geschenkte Bingo verarbeitet - die Stulpen sollen ja zum Schal passen. Das klare Maschenbild lässt das Muster zudem schön zur Geltung kommen.
Änderungen:
Den mehrstufigen Designprozess könnt Ihr hier nachlesen: Version 1, Version 2, Version 3.Ganz schön aufwendig für so ein einfaches Muster, aber einfach ist eben nicht unbedingt schnell, zumindest nicht im Hause Projektmanagerin...
Die harten Fakten:
eigenes Design (*stolz*), bisher unveröffentlichtes Muster 
Edit: kostenloser Download des Musters (auf Englisch!) bei Ravelry!
angefangen: 22. Oktober 2012
fertiggestellt: 13. November 2012
Wolle: Lana Grossa Bingo Solid  in pflaume (149) 


verbraucht:: 20g pro Stück, beide also 40g. 
Größe/Maße: Einheitsgröße, dank kraus-rechts dehnbar. Ungefähr 15 cm lang, aber beliebig verlängerbar
Nadeln: KnitPicks Rundstricknadel Stärke 5
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: Zeit und Nerven (fürs Entwerfen)

Samstag, 10. November 2012

WIP: Saroyan Stulpen. Version 3.

So langsam wird ein Schuh Stulpen daraus!
Version 3 mit weiteren Änderungen
Die Blätter am Rand sind super mit nur 10 Reihen pro Mustersatz - und damit deutlich kleiner als bei Saroyan (14 R) oder Greenleaf (18! R).
Aber irgendwie war mir das alles noch zu popelig.Ein Knötchenrand für kraus-rechte Muschen ist zwar nie verkehrt, und zudem stabil (meine Randmaschen sind oft eine Katastrophe, unregelmäßig groß und wobbelig), aber die Kante mit den Hebemaschen in der vorletzten Reihe gibt einen schönen Abschluß und ein bisschen mehr Pfiff.
Und wenn man schon dabei ist kann man ja auch mal sehen, was passiert, wenn man auch die Blattkante mittels Hebemaschen deutlich vom Handbereich trennt.

Gefällt mir eigentlich ganz gut - mehr eine bewusste Zierkante, weniger ein organisch aus dem Handschuhbereich wachsendes Muster.
Und jetzt, wo die Blätter klein genug sind um nicht zu viel Weite zu schaffen und dadurch in der Handfläche zu stören, kann man die Blattkante ja auch wieder auf der Innenseite weiterführen - fünf Mustersätze insgesamt. Um das Daumenloch nicht zu eng zu machen, habe ich dort eine Art verkürzte Reihe eingefügt, allerdings ist der Faden zu lose und unschön. Und durch den Knötchenrand jenseits der Hebemaschenkante entsteht ein Kordeleffekt, der mir etwas zu dick ist. Das geht noch besser - aber ich glaube, wir haben's fast!
Die nächste Version wird die Endversion. Ganz sicher!

Mittwoch, 7. November 2012

WIP: Saroyan-Stulpen. Version 2.

Es kann doch nicht so schwer sein, passende Stulpen zum Saroyan-Schal zu stricken!
Man müsste nur etwas kleinere Blätter haben (die Greenleafs haben 18 Musterreihen, Saroyan 14).
das passt besser!

Und die Naht in die Mitte der Handfläche legen, wo sie nicht so auffällt...
jetzt muss man nur noch garter-graften können. Aargh! zwei rechte Reihen hintereinander! Anfängerin...
...dann wird das auch mit dem Blattansatz am Daumen hübscher.
aber immer noch nicht perfekt.
 Schon besser. Doch es fehlt noch irgendwas. Da geht noch mehr!
Tbc.

Montag, 5. November 2012

WIP: passende Handstulpen zum Saroyan-Schal. Version 1.

Wer, wie ich, in der kühleren Jahreszeit immer noch Fahrrad fährt, dem zieht es oft in den Ärmel. Handschuhe sind häufig keine Lösung, da sie bei mir in der Regel einen Streifen hilflosen nackten Fleisches genau am empfindlichen Handgelenk völlig ungeschützt lassen. Zudem möchte ich auch, was zunehmend vorkommt, auch beim Nutzen des öffentlichen Personennahverkehrs elektronische Geräte wie mobile Fernsprechapparate oder Musikabspielgeräte bedienen können. Ganz moderne Modelle erfordern dazu freie Fingerspitzen, weil wegen touch-screen, Ihr wißt schon, Ihr kennt das ja sicher auch.

Zum Glück kann den Strickenden ja jederzeit geholfen werden, bzw. man kann sich eben selber helfen, vor allem, wenn noch dreieinhalb Knäuele Bingo vom Saroyan-Schal übrig sind. Da werden sich doch noch schnell passende Handstulpen zaubern lassen?

Stellt sich heraus - ja schon.
Aber.
So richtig passend? Keines der Modelle, die meine Ravelry-Suche ausgespuckt hat, erfüllt wirklich meine Vorstellung. Am ehesten kämen noch die "Greenleaf Wristwarmers" in Frage, aber eigentlich finde ich sie zu kurz, dafür die Blätter proportional zu groß, Daumenlöcher wären auch schön, damit die Stulpen nicht verrutschen, und man könnte sie doch auch rechts-links gegengleich stricken (warum ist das eigentlich nicht vorgesehen?) und ist das wirklich praktisch mit den Blättern an der Handfläche und überhaupt.
Aber man kann es ja mal versuchen:
Also habe ich mal ungefähr 25 M angeschlagen, provisorisch natürlich,
Labbrige Blätter. Sitzt komisch. Und wer spreizt da eigentlich so furchtbar den kleinen Finger ab?
 und nach drei Mustersätzen nur kraus rechts weitergestrickt,
nuja. ok.
und irgendwie ein Daumenloch gefrickelt, und noch zwei Reihen gestrickt und dann alles zusammengegrafted.
fette Naht, falsche Stelle. Komischer Blattansatz

Hmmm. Das isses echt noch nicht...
Tbc.