Nachdem der Kreis-Rock ja doch etwas weit und etwas plastik-warm geraten ist, dachte ich an einen zweiten Anlauf - diesmal brav mit der Vergrößerung parallel zu den Nahtlinien.
Zum Einsatz kam ein gut abgelagerter Baumwollstoff, der mir vor einigen Jahren als Restecoupon für 4,-Euro oder so in die Finger fiel, und einen ersten Auftritt als Futter für die häßlich-mißratene Hahnenzahn-Tasche gesehen hat.
Diesmal habe ich mir allerdings den Reißverschluss gespart und einfach oben einen Gummizug eingezogen. Nicht, dass dieser Rock tief rutschen würde...
Aber er ist eben auch nicht zu eng, sondern sitzt ganz wunderbar und ist schön luftig, ungefüttert und aus reiner Baumwolle.
Mit einem weißen Poloshirt sieht das sehr ordentlich aus. Besonders schön finde ich, dass ich nun die Rocklänge selbst bestimmen kann - ich mag nämlich meine Knie lieber bedeckt sehen, sowohl von hinten als auch von vorn, und vor allem auch im Sitzen/beim Radfahren. Die Modeindustrie will aber immer mehr Bein zeigen als ich.
Aber hier habe ich das Sagen. Muahahahah!
Und deshalb habe ich an den unteren Rocksaum auch noch eine einfache Rüsche aus dem gleichen Stoff angenäht. Gleich viel netter.
Allerdings muss ich aber offenbar nochmal das eine oder andere Fädchen abknapsen...
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Dienstag, 13. August 2013
Freitag, 1. Juli 2011
FO: Hahnenzahn. Gefilzte Tasche mit Bügelverschluss.
Ich zieh sowas ja dann durch.
Selbst wenn absehbar ist, dass das Ergebnis nicht so ist, wie erwünscht - das ist kein Grund, mittendrin aufzugeben. (ja, ich gebe es zu: ich habe ein doppeltes Kriegstrauma geerbt: es gab ja nichts, damals... man musste ja froh sein, wenn man überhaupt was hatte...) Und vielleicht kann man ja noch was retten?
Vielleicht hilft ja ein hübsches Futter?
Hmm. Naja.
Was wirklich geholfen hätte? Man hätte sich mit der notwendigen Konstruktion einer Bügelverschluss-Tasche auseinandersetzen sollen, bevor man anfängt, einen Korpus zu stricken oder irgendeinen Stoff zuzuschneiden.
Dann wäre sofort klar geworden, dass aus dieser Grundform
nichts werden kann. Der Bügelverschluss muss sich schließlich öffnen können, und dazu müssen Schlitze in der -hier nicht vorhandenen- Seitennaht sein. Natürlich ist es ein leichtes, und so war es auch geplant - in einen gefilzten Stoff Schlitze hineinzuschneiden, doch leider war die Tasche nicht genug geschrumpft, um dann genau zu passen. Und der Filz, aus doppelter Filzwolle entstanden, war zu fest um sich hübsch zusammenraffen zu lassen, wie es bei einem Baumwoll oder Leinenstoff, ja selbst bei Denim, möglich gewesen wäre.
Ich musste also einiges auf- und dann abschneiden.
Dann die Seitennaht zur Hälfte schließen
Dann ein Futter nähen, und an der nicht-geschlossenen Seitennaht verstürzen.
Dann die gefütterte Tasche an den Bügelverschluss annähen.
Das ist auch alles geschehen, zum Teil mehrfach, weil ich offenbar nicht drei Schritte dreidimensional vorausdenken kann.
Das Ergebnis?
Also, ganz ehrlich? ich würde für diese Tasche im Geschäft kein Geld ausgeben. Wenn wenigstens beide Rundungen unten ähnlich rund wären! Das Futter ist von außen sichtbar, und das ließ sich aus nähtechnischen Gründen auch nicht vermeiden oder ändern. Kurzum, die Tasche ist potthäßlich.
Aber ein Knäuel Sockenwolle und ein Nadelspiel passt hinein. Sie wird also eine kleine Weile benutzt werden, und irgendwann nehme ich sie auseinander und widme den Verschluss um. Bis dahin erinnert sie mich daran, wieviel man beim Scheitern lernen kann.
Selbst wenn absehbar ist, dass das Ergebnis nicht so ist, wie erwünscht - das ist kein Grund, mittendrin aufzugeben. (ja, ich gebe es zu: ich habe ein doppeltes Kriegstrauma geerbt: es gab ja nichts, damals... man musste ja froh sein, wenn man überhaupt was hatte...) Und vielleicht kann man ja noch was retten?
Vielleicht hilft ja ein hübsches Futter?
Hmm. Naja.
Was wirklich geholfen hätte? Man hätte sich mit der notwendigen Konstruktion einer Bügelverschluss-Tasche auseinandersetzen sollen, bevor man anfängt, einen Korpus zu stricken oder irgendeinen Stoff zuzuschneiden.
Dann wäre sofort klar geworden, dass aus dieser Grundform
| rechteckig. nicht praktisch. nicht gut. |
nichts werden kann. Der Bügelverschluss muss sich schließlich öffnen können, und dazu müssen Schlitze in der -hier nicht vorhandenen- Seitennaht sein. Natürlich ist es ein leichtes, und so war es auch geplant - in einen gefilzten Stoff Schlitze hineinzuschneiden, doch leider war die Tasche nicht genug geschrumpft, um dann genau zu passen. Und der Filz, aus doppelter Filzwolle entstanden, war zu fest um sich hübsch zusammenraffen zu lassen, wie es bei einem Baumwoll oder Leinenstoff, ja selbst bei Denim, möglich gewesen wäre.
Ich musste also einiges auf- und dann abschneiden.
Dann die Seitennaht zur Hälfte schließen
Dann ein Futter nähen, und an der nicht-geschlossenen Seitennaht verstürzen.
Dann die gefütterte Tasche an den Bügelverschluss annähen.
Das ist auch alles geschehen, zum Teil mehrfach, weil ich offenbar nicht drei Schritte dreidimensional vorausdenken kann.
Das Ergebnis?
| Hahnenzah-Tasche. Fertig. |
Aber ein Knäuel Sockenwolle und ein Nadelspiel passt hinein. Sie wird also eine kleine Weile benutzt werden, und irgendwann nehme ich sie auseinander und widme den Verschluss um. Bis dahin erinnert sie mich daran, wieviel man beim Scheitern lernen kann.
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Donnerstag, 5. Mai 2011
"Jodeldiplom" reloaded.
Offenbar nicht einmal mich, denn ich bin immer noch nicht weitergekommen damit. Momentan ist offenbar keine Zeit/Energie/Möglichkeit, die Nähmaschine auszupacken und mal schnell ein Futter zu nähen.
Egal. Wird irgendwann passieren.
Irgendwann war ja auch der Zeitpunkt, an dem ich letztes Jahr, vor ziemlich genau einem Jahr, das Jodeldiplom verlassen habe. Damals wollte ich "was eigenes" nur für mich - und habe dann erst einmal Timpani gestrickt. Eine gute Entscheidung, denn ich habe viel dabei gelernt, was mir das "Jodeldiplom" erleichtern wird. Für Lace-Muster mit Umschlägen, verschränkten Maschen etc sollte man selbige nämlich auch erkennen, unterscheiden und produzieren können... :-)
Immerhin war ich mit den Maschenproben schon zu einer Woll-Entscheidung gekommen: Lana Grossa Elastico sollte es sein, passend zum Lace-Rib mit einem sommerlichen Baumwollgarn, die gut zu meinen Sommerröcken passen würde, aber auch unter einem Jacket noch gut tragbar wäre. So der Plan.
Dann kam die Wolle. Lange hatte ich mich nicht für eine Farbe begeistern können.
| natürlich lila! |
| offizielles Anschlagsbild. Das ist wohl doppeldeutig. Keine Toten. |
| passt ganz genau! |
![]() |
| hier als Kontrast - einfacher als die genaue Farbe zu treffen. |
Vielleicht erzähle ich Euch ja in der Zwischenzeit etwas über die ganzen eingemachten Marmeladen und Chutneys und Knuspermüslis der letzten Wochen. Leider ist Fotografieren und gleichzeitig mit spritzenden Zuckerpampen hantieren nicht so mein Ding, aber ich kanns ja mal auflisten, irgendwann...
Freitag, 29. April 2011
WIP: gefilzte Tasche im Hahnentritt/Houndstooth-Muster
Wer aufmerksam in die rechte Leiste ("auf den Nadeln") gespäht hat, hat entdeckt, dass ich sofort nach Fertigstellung der Lila-Lizzys ein neues Projekt angeschlagen habe, das nun auch schon fast fertig ist.
An dieser Stelle muss ich aber einfügen, wie schade ich es fände, wenn mein Strickbericht irgendjemanden von den Lizzys abschrecken würde - nur weil ich (noch) keine Lace-Muster stricken/ nicht bis vier zählen kann, heißt das ja nicht, daß Ihr das auch nicht könnt! Und außerdem könnt Ihr von meinen Ratschlägen (gerade im Fersenbereich) doch auch profitieren - also, lasst Euch nicht abschrecken. :-)
Ich hatte ja eine Reihe von lila Projekten angekündigt, und hier ist nun das Zweite: ich nenne die Tasche "Hahnenzahn", ein unglaublich witziges Wortspiel basierend auf der deutschen und der englischen Bezeichnung des Musters...Die Wolle, eine ordinäre "Wash+Filz-it!" habe ich letztes Jahr zum Geburtstag bekommen. Damals hatte ich mir gerade lila Pumps gekauft, es mag da einen Zusammenhang gegeben haben. Ich habe eine ganze Weile überlegt, was ich damit anfangen kann, und dann sprang mir irgendwann dieses in den Einkaufskorb
- wie nennt man das eigentlich? Ein Verschluss jedenfalls. Ich wollte ein zweifarbiges Muster, und weiß gab einen guten Kontrast. Lila gibt dem ansonsten sehr klassischen (dann meist schwarz-weißen) Muster den modischen Schlag, und so habe ich einfach drauf los gestrickt.
Ausgangspunkt war die Größe des geöffneten Verschlusses, die im gefilzten Zustand dem Boden der Tasche entsprechen soll. Nach einem türkischen Anschlag habe ich einfach an den Ecken Maschenmarkierer platziert und dort immer eine Masche durch herausstricken zugenommen, bis die Fläche etwa ein Drittel größer war als laut Maschenprobe für den Verschluss nötig war. Danach habe ich einfach im Houndstooth-Muster weitergemacht (die Maschenzahl sollte durch vier teilbar sein), bis die lila-Wolle alle war, dann noch drei Reihen in weiß. Nach dem Abketteln in der vierten Reihe hatte ich nur wenige Zentimeter weißer Wolle übrig...
Nach dem Waschen ist die Tasche wie erwartet um ca. 1/3 eingegangen (und nein, ich habe das nicht gemessen, aber der Verschluss passt genau rein) und nun trocknet das gute Stück ausgestopft mit mehreren Büchern, um ein bisschen Form zu erhalten.
Damit ist der Strick-Teil erledigt.
Als nächstes muss ich noch ein Futter nähen, in das ich auch Innentaschen (z.B. für Handy, Schlüssel) einbauen kann. Und dann muss ich schleunigst herausfinden, wie man den Verschluss in die Tasche einsetzen soll - ich hege den Verdacht, dass ich dazu die momentan Seitenwand an der noch imaginären Naht aufschneiden muss, was dank des Filzens aber wohl kein Problem darstellen wird. Schaumama.
Die nächste lila Wolle ist jedenfalls schon angeschlagen...
| neues Projekt in schlechter Farbe- inzwischen habe ich aber kapiert, wie man lila fotografiert. Glaube ich. |
An dieser Stelle muss ich aber einfügen, wie schade ich es fände, wenn mein Strickbericht irgendjemanden von den Lizzys abschrecken würde - nur weil ich (noch) keine Lace-Muster stricken/ nicht bis vier zählen kann, heißt das ja nicht, daß Ihr das auch nicht könnt! Und außerdem könnt Ihr von meinen Ratschlägen (gerade im Fersenbereich) doch auch profitieren - also, lasst Euch nicht abschrecken. :-)
| namenloses Verschlussinstrument, wie eine Geldbörse, nur größer |
| in Runden kann ich wieder beidhändig die Farben trennen. |
| kleiner, fester, ausgestopft |
Damit ist der Strick-Teil erledigt.
Als nächstes muss ich noch ein Futter nähen, in das ich auch Innentaschen (z.B. für Handy, Schlüssel) einbauen kann. Und dann muss ich schleunigst herausfinden, wie man den Verschluss in die Tasche einsetzen soll - ich hege den Verdacht, dass ich dazu die momentan Seitenwand an der noch imaginären Naht aufschneiden muss, was dank des Filzens aber wohl kein Problem darstellen wird. Schaumama.
Die nächste lila Wolle ist jedenfalls schon angeschlagen...
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