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Freitag, 4. März 2016

Beweisfotos!

Pullover werden getragen!  (Und der Hahnentritt wird noch gekrempelt - da ist noch Luft!)

Freitag, 19. Juni 2015

FO und Fazit: Shellseeker 2. Pazific Version.

Als die deutsche Nichte erfuhr, dass ihre spanische Cousine einen Shellseeker bekommt, hat sie sich auch einen gewünscht. Und wäre es nicht toll, wenn sie den zum Sommerurlaub in der Normandie schon anziehen könnte? Soweit zur Weihnachtsstrickerei - ziehen wir Weihnachten also vor.
Am Sonntag hat sie Geburtstag, und der fertige Pullover versucht, mit dem privaten Paketdienst den Poststreik zu umgehen. Morgen sollte er - rechtzeitig - ankommen...

Auch dieser Shellseeker ist aus fairalpaka Garn entstanden, allerdings wählte die Nichte zielsicher die Farben, die der Originalanleitung am nächsten kommen - ein tief-leuchtendes petrolblau und naturweiß. Letzteres ist allerdings DK, da es weiße Sockenwolle gerade nicht gab - das petrol ist hingegen wieder SOCKS doppelt genommen. Im Vergleich zur grau-blauen Atlantikfärbung des ersten Pullovers assoziiere ich hier eher Pazifik.
Die Änderungen gegenüber der ersten Version sind gering: ich habe eine Nadelstärke größer genommen, weil das Gestrick mir sehr fest gekommen war. Nun ist es etwas lockerer, fällt leichter, allerdings bin ich nicht sicher, ob das besser ist... Wahrscheinlich würde ich doch das festere Maschenbild vorziehen. Jedenfalls hat sich dadurch der Garnverbrauch etwas erhöht, aber für Größe XS kommt man immer noch mit ungefähr 5 Knäuel pro Farbe aus.
Außerdem habe ich die "Seitennahtmaschen" und die "Ärmelnahtmaschen" in jeder 2 Runde abgehoben. Das war es eigentlich. Ich mag das Muster immer noch, aber jetzt freue ich mich auf etwas anspruchsvolleres für mich selbst.

Die harten Fakten:
 Shellseeker von Heidi Kirrmaier
angefangen: 14. Mai
fertiggestellt: 16. Juni
verbraucht: 443 g fairalpaka, davon ca. 252 in petrol (SOCKS doppelfädig) und ca. 248 in weiß (DK)
Größe/Maße: XS (Ärmellänge 42 cm, Länge 55 cm)
Nadeln: 3,5 mm, 3,25 mm für Bündchen, 3,75 mm für Ärmel, 4,5 mm zum Abketten.
Maschenprobe: Mist. Nicht gemessen.
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten:ca. 30 Euro Wolle und 7 Euro Anleitung.


Dienstag, 26. Mai 2015

Sie wachsen so schnell...

...aber offenbar doch nicht ganz so schnell wie gedacht. Der Neffenpullover wird dramatisch gekürzt, damit er nicht bis zu den Knien hängt. Auch der Halsausschnitt darf deutlich weiter sein.

Dagegen passt der Shellseeker der Nichte wie angegossen, und sie erfreut das Tantenherz , indem sie ihn quasi ununterbrochen trägt. 
😊

Samstag, 16. Mai 2015

FO und Fazit: Shellseeker - Atlantic Version.

Momentan ist die Nähmaschine aufgebaut, und ich nähe nähe nähe. Kleider, Kissen, Unterhosen - ich bin im Nähmodus. Und ich werde demnächst mal ein Fotoshooting machen (lassen), um das auch angemessen zu dokumentieren, auch wenn es meine Leserschaft nicht besonders zu interessieren scheint.
Aber natürlich stricke ich auch, denn Nähmaschinen machen Krach und man kann nur bedingt gemütlich mit ihr abends auf dem Sofa sitzen und Tatort gucken.

Daher ist nun für die Nichte in Spanien ein Shellseeker fertig geworden.
Die Nichte lebt ganzjährig am Strand und surft. Zumindest wirkt das so, wenn mein Bruder im Januar das jährliche Jahresrückblicksvideo herumschickt. Die ganze Familie besteht aus begeisterten Wellenreitern, weshalb ein Wohnsitz mit Blick auf die "Concha" von San Sebastian von allen sehr geschätzt wird. Nicht zuletzt von der Verwandtschaft und dem weiträumigen Freundeskreis. Hinterm Haus ist ein Berg zum klettern und kraxeln, auch in die Pyrenäen ist es nicht weit.
Ein bequemer, sweatshirt-ähnlicher Pullover wie der Shellseeker kommt da gerade recht.
Außerdem hat er eine coole Bauchtasche. Und Streifen, wobei die Eltern der Meinung waren, grau sei möglicherweise schmutzresistenter als weiß... obwohl es ja eher unbunt ist. Ein bißchen regnerisch vielleicht? Auf jeden Fall wirken die Farben "atlantisch" - also wie ein wolkiger Tag am Nordmeer. (Ich war bisher nur im Winter dort.) Insofern passt das vielleicht ganz gut.

Das Muster:
Heidi Kirrmaiers Shellseeker ist ein so bekanntes Muster, dass die meisten Ravelry-Mitglieder es kennen dürften. Er wird als Raglan von oben gestrickt, ohne Halsbündchen, dafür mit einer geschickt konstruierten und gleich mitgestrickten Känguruh-Bauchtasche, die genauso simpel wie genial ist. 

Hinten ist er ein paar Reihen länger als vorne. 

Die Anleitung ist auf englisch und mit ungefähr 8 USD (ca. 7,20 EUR) recht teuer. Dafür ist sie idiotensicher. Da ich diesen Pullover mindestens zweimal stricken werde (zwei Nichten!) lohnt sich der Preis meines Erachtens schon. Ich gebe für unnützere Sachen mehr Geld aus.
Technik:
Simpel simpel simpel. Der ganze Pullover ist glatt rechts in Runden gestrickt. D.h. außer rechten und linken Maschen sowie rechts- und linksgerichteten Zu- bzw. Abnahmen muss man nur zählen können. Und lesen hilft natürlich immer.

Ich hatte mir die Mähe gemacht, einen jogless-stripe zu versuchen, aber dadurch hat sich leider die Seitennaht etwas gehoben - offenbar habe ich beim Farbwechsel die Garne zu fest miteinander verschränkt und angezogen. Hmm. Wäre wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen. Oder Hebemaschen für falsche Seitennähte? hmmmmmm.
Die Wolle:
Nachdem ich die fairalpaka SOCKS leider nicht für den Neffenpullover einsetzen konnte, schien das Garn mir für den Nichtenpullover nun ideal. Einziger Nachteil - die Socks ist auch doppelt genommen noch dünner als die in der Anleitung geforderten "Worsteds" - aber noch dicker wollte ich mit Alpaka nicht werden. Am Atlantik kann es zwar sehr frisch, im Winter auch richtig kalt werden, aber meine Nichte gehört zu diesen aktiven Kindern die dauernd in Bewegung sind - man kann also alles auch übertreiben. Oder ein Shirt drunterziehen. Ich musste also umrechnen und kam nach einigen Fehlstarts darauf, der Anleitung für Größe M für die Maschenzahl/Weite und für Größe XL für die Länge zu folgen - das ergibt dann eine XS, die für eine Zehnjährige hoffentlich eine Weile reicht. Dank des regelmäßigen 2x2 Streifenmusters war das ziemlich einfach und kam gut hin. Allerdings würde ich beim nächsten Pullover (der schon angeschlagen ist) lieber eine Nadelstärke hochgehen, denn so gerne ich ein festes Gestrick mag, etwas lockerer darf es schon sein. 
Das Garn ist übrigens fantastisch - warm und weich und knotenfrei. Mein neues Standard-Alpaka-Garn.
Änderungen:
Maschen und Reihenzahl wie oben beschrieben um für das dünnere Garn zu adaptieren. Dazu musste ich nur den Yoke zweimal stricken, dann von der Tasche komplett zurückribbeln und alles neu machen, und einen Ärmel zweimal stricken. Dabei habe ich vergessen, ersteinmal den Ärmel 8 cm geradeausszustricken, bevor die Abnahmen (jede 8. Reihe) beginnen, und musste das unten dranstricken. Sieht etwas seltsam aus, wird aber hoffentlich passen.
Insgesamt bin ich mit Anleitung und Umsetzung sehr sehr zufrieden und hoffe, die Nichte freut sich. (Wir fahren nämlich über Pfingsten hin, dann kann ich persönlich die Übergabe beobachten - obwohl die in Spanien in den nächsten 4 Monaten wahrscheinlich keine Pullover angucken werden... Ich muss ganz dringend noch zwei Sommerkleider nähen!)
Allerdings frage ich mich immer noch, ob mir der rollende Kragenausschnitt so gefällt - vielleicht doch besser ein Bündchen? oder eine I-Cord? Memo: blaue Wolle einpacken für spontane Änderungen vor Ort.

Die harten Fakten:
 Shellseeker von Heidi Kirrmaier
angefangen: 22. April (Datum des kompletten Neustarts)
fertiggestellt:14. Mai
verbraucht: 443 g, davon ca. 230 in blau und ca. 210 in grau
Größe/Maße: XS (Ärmellänge 42 cm, Länge 55 cm)
Nadeln: 3mm, 2,75mm für Bündchen, 3,5 mm für Ärmel, 4,5 mm zum Abketten.
Maschenprobe: 23Mx36R (gewaschen)
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten:ca. 30 Euro Wolle und 7 Euro Anleitung.