Montag, 29. Oktober 2012

An apple a day. Teil 3: Spiced apple chutney

Apfelmus ist etwas ganz feines. Allerdings gingen mir langsam die Gläser aus. Ich sammele normalerweise Gläser in allen möglichen Größen - in alten Gurken- oder Joghurtgläsern zum Beispiel kann man prima Eintöpfe und Suppen einfrieren (nicht zu voll machen, sonst springt das Glas!), in Honiggläsern friere ich Nudelsauce ein (1 Glas reicht für 2-3 Personen), und Pestogläser sind prima für Marmeladen...

Inzwischen sind alle meine großen Gläser voller Apfelmus und die online bestellten funkelnagelneuen Sturzgläser sind noch nicht geliefert. Der Baum warf aber unverdrossen weitere Äpfel ab. Mus in kleine Gläser füllen ist doof. Apfelgelee ist auch doof - ich habe ja keinen Entsafter.
Zum Glück gibt es ja Nigella Lawson und den von mir hochgeschätzten Klassiker mit dem verheißungsvollen Titel "How to be a domestic goddess". (Kam auch schon hier zum Einsatz...)

Frau Lawson empfiehlt also Chutney, und zwar mit vielen schwierigen Gewürzen.
Da ich diese zufällig und ausnahmsweise tatsächlich alle vorrätig hatte, habe ich mich auch ausnahmsweise genau ans Rezept gehalten. (Bitte Rezept bei Frau Lawson nachlesen.) Einzig den geforderten Apfelessig musste ich durch Weinbrandtessig ersetzen. Schade, geht aber sicher auch.
So geht's:

  • Äpfel nicht zu klein schneiden
  • alle Zutaten in einem Topf zum Kochen bringen
  • Deckel drauf und einköcheln lassen 
  • ab und an umrühren, damit der Zucker nicht anbrennt
  • wenn der Löffel eine Furche hinterlässt, die sich nicht mehr sofort mit Essig füllt, ist das Chutney fertig
  • wie Marmelade auch in sterilisierte Gläser füllen, heiß verschließen und Glas auf den Kopf stellen
Gläser bei 100°C im Ofen mindestens 10 min sterilisieren

Herausgekommen sind 8 Gläser würziges Apfelchutney (eins ist schon verschenkt), die jetzt in der Vorratskammer noch durchziehen müssen.
 
Wir werden wohl das erste Glas zur geplanten Martinsgans anstechen, bis dahin sollte es schon ganz gut sein, mal sehen. Je länger Chutney durchzieht desto besser, aber drei Wochen sind ja schon mal ein guter Anfang.

Die hübschen Hauben habe ich übrigens beim schwedischen Möbelhaus erstanden -

gedacht sind sie als Muffinform, allerdings sind sie für meine Muffinbleche viel zu groß. Für die kleinen Gläser sind sie aber perfekt! Einfach mit Gummiband befestigen...

Gibt's auch im Weihnachtslook! Die Mini-Förmchen könnte man vielleicht auf Flaschen machen...wenn man irgendetwas einflaschen würde. oder man klebt sie auf die Geschenke. Mal sehen.

Kommentare:

  1. Oh, du erwischst mich! Auf ein Chutney hab ich auch grad Lust. Und du hast dein Äpfelchutney wirklich wunderschön abgefüllt, super Idee die Muffin-Förmchen zu verweden. Klasse Etiketten übrigens! :)

    Lieben Gruß,
    Jana

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    1. Danke, danke...
      leider muss es noch durchziehen, ich kann es also erst an St. Martin (11.11.) probieren. Hoffentlich schmeckts dann schon...
      Die Muffin-Idee ist leider nicht von mir, aber funktioniert hier dank extra großer Muffinformen extrem gut. Wenn man weiße Muffinförmchen nimmt, kann man diese auch für die Beschriftung oder kurze Grüße nutzen.

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  2. Hm, das klingt lecker! Mangels Apfelbaum werde ich da mal eine Freundin mit Obsthof anhauen. Alternativ werde ich auf dem Markt meines Vertrauens einkaufen.

    Ich wusste gar nicht, dass Du auch ein Nigella-Fan bist :)

    Liebe Grüsse,
    Regina.

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    1. Ach, Nigella!
      "How to eat" war das erste Kochbuch, das ich von Cover to Cover durchgelesen habe...
      Macht Hunger!

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  3. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem Blech Streuselkuchen, welchen man hervorragend einfrieren kann?
    LG Tine

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