Montag, 22. Juni 2015

Den Garten aufräumen.

Ich rede ja gerne mit Nachbarn. Aber nicht über die Mülltonne.
Wenn die Nachbarn links ihren Müll wegbringen, können sie uns nämlich wunderbar auf den Kaffeetisch gucken.
Maschendrahtzaun. Typisch, aber als Sichtschutz nicht sooo dolle.
 Die Idee war daher schon im letzten Jahr, einen Sichtschutz anzubringen. Außerdem wollten wir die -für den deutlich größeren Garten der Vor-Wohnung angeschaften- Geräte und Gedöns etwas besser aufbewahren.
Gegenüber bildet wildes Gebüsch den einzigen Regenschutz für allerlei Gartengeräte.
Bisher standen Spaten, Forken, Grabegabeln im Regen, während ein alter Küchentisch mit Kleinkram vollgestellt war, die Massivholzarbeitsplatte ungeschützt der Witterung ausgesetzt.
sah alles schon mal besser aus
Da kam der Besuch am Wochenende gerade recht, ein Besuch, der womöglich mangels eigenem Garten gerne in unserem werkelt. Letztes Mal hatte er sich zum Einkochen angesagt, dieses Mal, fanden wir, würden wir das Projekt "Sichtschutz mit Stauraum" angehen.
(Etwas eingekocht haben wir aber doch: Tomatensugo. Das Chutney hatte ich schon vor zwei Wochen erledigt, unbebloggt. tststs).
Er war Feuer und Flamme. Der Meinige entschwand etwas mißtrauisch zur Arbeit, und wir machten uns frisch ans Werk.
Aus zwei gebrauchten Euro-Paletten müsste sich doch da etwas zimmern lassen? Ein Plan war schnell gemacht,
Der Holländische Hilfsarbeiter ist schließlich Architekt.
hier kann man vielleicht auch was erkennen.
Euro-Paletten bekamen wir gebraucht für kleines Geld. Für nochmal den doppelten Geld haben wir dann doch noch im Baumarkt 2,5 Liter Imprägnierlasur erstanden und drei Bretter zurechtsägen lassen. Schrauben sind im Haus.
links sollen Regalbretter auf die Klötze. Rechts soll man langstielige Geräte anlegen können.
 Während der Mann das Grobe erledigte, also die Paletten wie gewünscht zerlegte bzw. zurechtsägte, habe ich die gröbsten Splitter abgeschliffen.
Hier sieht man, wie der alte Tisch gelitten hat.
Zum Glück hat der Meinige die passende Maschine im Haus!
Eine Zwischenanprobe ergibt - dank flexiblem, wenn auch nicht sonderlich stabilem Fundament aus alten Mauersteinen - passt das in der Höhe.
Dann beginnen wir mal mit dem Streichen. 
Der Meinige hat inzwischen Feierabend und packt mit an, ist aber sehr mißtrauisch, was die stabile Befestigung angeht. Natürlich könnte man einfach überall Winkel anbringen und in die Wände bzw. Balkon-Decke bohren - aber wir sind Mieter, und angestrebt ist nur ein solides Provisorium.
der Rest wird gestrichen, wenn die Palette nicht mehr darauf steht.
Dafür findet er aber auch die Lösung: Keile!
Eine klassische Lösung, und hält ziemlich gut. Jetzt muss fertig gestrichen werden, und dann werden die Paletten über die Klötze miteinander verschraubt. Dafür haben wir die herausgesägten Bretter aufgehoben. Diese dienen auch als Stütze für die Regalbretter.
Mit der restlichen Farbe wird solange der alte Tisch behandelt, der muss ja nun nicht mehr verrotten als unbedingt nötig. Abschleifen, von unten streichen, von oben streichen...

... das neue Sichtschutzregal bestücken.
hurra!

Fertig ist das Projekt! In England nennt man das wohl "potting shed" - endlich Platz, die Balkonkästen neu einzutopfen (oder den Grill zu bedienen).
Zumindest in der Theorie, denn dieser Tisch muss noch etwas trocknen. Das Eintopfen erfolgt daher (letztmalig?) auf dem Terrassentisch...
Timing ist alles!

Und ab damit zum Upcycling Tuesday Juni 2015http://zepideh.blogspot.de/2015/06/upcycling-dienstag-juni-2015.html!

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