Mittwoch, 23. März 2011

Clapotis. Waldboden vs. Waldbeeren

Clapotis, behauptet Wikipedia, nennt man eine perfekte, stehende Welle.
Meinem surfenden Bruder würde das sicherlich gefallen: seine Firma hat gerade begonnen, eine künstliche Welle für alle vorhandenen stehenden Gewässer zu vermarkten... cool, was?
:-)
Hier im Stricker/innen-Blogland kennen wir Clapotis als rautenförmiges Tuch mit lustigen Fallmaschen, entworfen und kostenlos zur Verfügung gestellt von Kate Gilbert und mit über 17.000 Projekten wahrscheinlich eines der erfolgreichsten Strickmuster in Ravelry, gleich nach Stino-Socken...
(deutsche Anleitung hier)

Wie angekündigt soll mein erstes Tuch aus der Waldboden-Zauberwolle entstehen.Weil es zwei verschiedene Farbnummern sind, muss ich alle zwei Reihen das Knäuel wechseln, aber das bin ich ja gewohnt. (Für die Norweger letztes Jahr hatte ich zum Teil vier Knäuele zugleich zu jonglieren, je zwei pro Ärmel, zwei Ärmel zugleich...) Ein Kinderspiel!

Dennoch empfiehlt sich eine gute Vorbereitung. Besonders aufregend ist die Anleitung nämlich nicht, und es herrscht die Gefahr, aus lauter Langeweile irgendetwas zu vergessen - oder so heißt es. Zum Glück haben findige Strickerinnen Tabellen erstellt, bei denen man Reihe für Reihe jeden Mustersatz abhaken kann. (Zum Beispiel hier, googelt: Clapotis chart oder Clapotis row by row).

Kurz habe ich überlegt, ob ich meine alte Technik - combined knitting - benutzen soll, weil ja die meisten Rückreihen einfach nur links gestrickt werden. Wahrscheinlich müsste man dann alle k tbl (knit through back loop = verschränkt!) einfach "normal" also von vorne stricken, k2tog wird ssk und ssk wird k2tog (tbl)... Glaube ich. Da ich aber nicht sicher bin, und nicht nach 150 Reihen feststellen möchte, dass die geplante Fallmasche nicht wie geplant fällt, bleibe ich brav, stricke "normal" und komme gut voran...

Die spitzeren KnitPick-Nadeln sind mir zum ersten Mal lieber als die ansonsten von mir bevorzugten Metallnadeln. Kein Problem, ich kann ja wählen. 
Nur leider, leider - irgendwie ist mir das alles viel zu bunt und zu streifig. Drei, vier Grüntöne von gelblich bis bläulich, zwei beige-braun-Töne, und alles so streifig - nee Leute, mir gefällt das nicht so gut. Schade.

Den Waldboden muss man meines erachtens mit einer klaren Kontrastfarbe abmildern.
Zum Beispiel in Schokoladenbraun.
Zum Beispiel so:
Ich bin nicht sicher, ob ich diese Cool Wool Merino Superfein von Lana Grossa mit dem etwas dünneren Sockengarn kombinieren kann oder sollte - das muss ich mal recherchieren - auf dem Mini-Swatch ging es ganz gut...
aber im Prinzip gefällt mir das alles schon viel besser. Das könnte ein schöner Fair-Isle-Pullunder für mich werden... (Keine Ärmel!) Ob 800 m dafür reichen?

Und für Clapotis probiere dann mal die Helle Beere...

1 Kommentar:

  1. Oooh, I like the Walboden with the chocolate brown. That will be one gorgeous pullunder. You are right, it did look a bit busy once you knit it into the Clapotis. I will be very curious to see how Helle Beere will look. :D

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