Samstag, 9. März 2013

Teaser - Garten: Frühling, Winter. WIP.

Letzte Woche kam ja der Frühling kurz vorbei.
Jaja, ich weiß - ab morgen soll es wieder schneien, und 20 cm Schnee klingt nach einem Rückfall in den tiefsten Winter, auf den sich niemand hier wirklich freut - aber letzte Woche war es mild, und überall waren plötzlich lila Krokanten im Rasen,
erstaunlich, was sich so im noch fremden Garten alles findet
 und der brennende Feuerball am Himmel stand wohl nicht für den drohenden Weltuntergang sondern für den langersehnten Frühling. In einem Anflug von Übermut haben wir begonnen, Kräuter, Ranunkeln und anderes Blühzeug für die Gartensaison zusammenzukaufen.
Bis der Frost vorbei ist, wohnen die ärmsten aber noch im Haus...

Und weil ich nach 8 Wochen "Audrey" - wer strickt eigentlich freiwillig schwarz, und dann noch im dunkelsten Winter seit über 40 Jahren? - etwas Farbe brauchte, habe ich ein schnelles Zwischenprojekt angeschlagen.

Detail:
bin von der Wolle völlig begeistert. Farben! Leuchtende, satte Farben!

Und in knapp 25-30 Runden bin ich fertig, und deshalb bleibt das heute ganz kurz. Wenn es bis Montag fertig gestrickt, vernäht, geblockt, evtl. bestickt, mit Knöpfen versehen und auf der Post ist - so der Plan - erzähl ich Euch mehr...

Donnerstag, 7. März 2013

FO und Fazit: Audrey in Mourning.

Etwas über 2 Monate habe ich an Audrey gestrickt, und obwohl das für meine Verhältnisse sehr schnell ist für einen Pullover/Jacke hätte natürlich alles noch schneller gehen können - ich hätte von vorneherein die richtige Länge gestrickt, statt noch einmal unten anzustricken und zu verlängern, und vor allem hätte ich mir die doppelte Blenderei sparen können, wenn ich es gleich richtig gemacht hätte. Ach ja. Vielleicht lerne ich ja irgendwann einmal dazu. Alles in allem ist dies ja erst das dritte Oberteil für mich selbst (nachTimpani und Jodeldiplom) und immerhin habe ich die Länge schon halbwegs hinbekommen.
Nächstes Mal würde ich den Swatch nicht nur waschen, sondern auch nachmessen und dann schon vor der Fertigstellung feststellen, dass die Wolle in der Länge ganz schön eingeht (zum Glück hatte ich ja schon um 100 Runden verlängert, so dass das in Ordnung geht - nur die Ärmel könnten einen Tick länger sein).
"Körpernah" ist das euphemistische Wort
 Dass das Ganze trotz allem so schnell ging, hatte natürlich mit der verhältnismäßig vielen "freien" Zeit zu tun. Begonnen in den Weihnachtsferien, ging es nach Arbeitsbeginn erst einmal langsamer. Nun bin ich aber schon seit über sechs Wochen krank geschrieben. Offenbar hatte ich mir zu früh zu viel zugemutet. Und da ich zwar zu Hause bin, aber momentan weder vernünftig lesen noch schreiben (= nicht vernünftig denken) kann (drum ja auch die Krankschreibung; ein gräßlicher Zustand für einen Kopfarbeiter*), der Apfelbaum aber zur Zeit nicht trägt, und es für Gartenarbeit zu frostig war... kurzum: viel Zeit zum Stricken.
(*dank der Nachfrage. es geht schon. mal besser mal schlechter, aber bergauf. Zumindest bin ich nicht bettlägrig.Aber Ihr glaubt es nicht, wie lange ich gebraucht habe, diesen Post zu schreiben...)
sitzt schon eher -ähem- knackig...Wie Knackwurst halt.

Aber wo waren wir stehengeblieben?
Das Auftrennen der -selbstverständlich gut vernähten - ersten Blenden war ein Kraftakt. Nicht nur emotional - hatte ich das Werk doch schon unter "fertig" abgeheftet und überhaupt keine Lust, noch einmal zu beginnen - sondern auch de facto. Die Frontpartie hat unter der Prozedur ganz schön gelitten und drohte mit kleineren Löchern einem erneuten Anstricken nicht standzuhalten. Kurzerhand habe ich die benötigten zwei Blenden seperat gestrickt (je 163 Maschen über 16 Reihen twisted rib und mit Tubular Cast-on; letzterer sorgt für hohe Stabilität und gutes Aussehen) und sie dann mit dichten Überwendstichen auf der ganzen Front angenäht.
verbreitert, angenäht und versäubert

Nachdem das erledigt war habe ich die  Blenden auf der Innenseite mit dem breiten Ripsband verstärkt und dabei zugleich die Steeknähte versäubert und sichergestellt, dass beide Blenden nicht leiern/gleich lang bleiben...

Zuguterletzt habe ich sieben Plastikdruckknöpfe als Verschluss befestigt und die ursprünglichen Knöpfe als reine Zierknöpfe an die linke Blende genäht. Voilà!
Und das beste ist: dank der breiteren Frontblenden geht die Jacke ohne großes Spannen sogar zu. Zugegeben, die Ärmel könnten weiter und länger sein, und die Jacke würde noch besser sitzen, wenn ich bis zu drei Größen abnehmen würde - aber man (=ich)  kann sie tragen ohne sich auf der Straße schämen zu müssen, und das ist ja schon etwas.
Die Passform ist jedenfalls alles in allem super, und das "Prinzip" Audrey (= gauge, shaping etc) werde ich sicherlich noch einige Male als Grundrezept für Variationen verwenden.
Hier also das obligatorische Fazit:


Das Muster:
"Audrey in Unst" aus der 2009 Fall edition der Twist Collective ist eine klassische kurze Strickjacke mit typischen "vintage"-Elementen: taillenkurz, sehr hohes Bündchen, enger Sitz. Die Wickelmaschen unter dem Halsausschnitt ("Unst lace") sind einfach aber effektvoll. Ärmel werden mittels verkürzten Reihen für Schulterkugeln direkt in die Ärmellöcher eingestrickt, eigentlich gibt es kaum Nähte.
Technik:
Obwohl einiges neu war, fand ich die Anleitung so gut beschrieben, dass ich nirgendwo Schwierigkeiten hatte (außer selbst verursachten). Verschränkte Rippen sind nur durch die Rückreihen (verschränkte Linksmaschen) pfriemelig, und das habe ich mir durchs Rundstricken&Steeken vereinfacht. Die "Unst lace" ist gut erklärt. Die eingestrickten Ärmel sind sicherlich einfacher, wenn man sich schon einmal mit verkürzten Reihen beschäftigt hat, aber eigentlich idiotensicher beschrieben. Und das i-cord für den Halsausschnitt habe ich - obwohl nicht schwer - durch eine gerippte Blende ersetzt. Meine Tubular cast-offs für die Ärmel und die Blenden sind eine freiwillige und nicht unbedingt notwendige Steigerung des Schwierigkeitsgrades...
Die Wolle: 
Das gefachte Garn aus der Hamburger Wollfabrik (60% Wolle, 33% Kaschmir, 7% Nylon) ist stabil, reißfest und lässt sich gut verstricken - wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Die Arbeit von zwei Konen zugleich (um auf die erforderliche Stärke zu kommen) macht "Heimarbeit" absolut notwendig, und gefachtes Garn erfordert immer etwas Übung, um nicht zu splitten, ging aber gut vonstatten. Nach dem Waschen habe ich ein schönes, dichtes, recht weiches Gestrick, und bisher kein Pilling in Sicht. Empfehlenswert!
Änderungen:
Oha. So einiges: Körper um 100, Ärmel um 60 Runden verlängert. Hüften zwei Größen größer als Taille und Brust. Übergänge von Rippen zu glatt-rechts mit Hebemaschen abgemildert. Proportionale Vergrößerung des "Lätzchens" (statt 4-6 Musterwiederholungen habe ich 4-9 gestrickt, noch besser wären 6-9 gewesen). In Runden gestrickt und gesteekt. Deutlich breitere Blenden, verstärkt mit Ripsband. Verschluss mit Druckknöpfen. Halsausschnitt mit Rippenblende statt mit I-Cord. Ärmel und Blenden mit Tubular cast-off.
Ich glaube, das wars.
Die harten Fakten:
Audrey In Unst by Gudrun Johnston
angefangen: 22. Dezember 2012
fertiggestellt: 5. März 2013
Wolle: von der Hamburger Wollfabrik
verbraucht:: 690g (minus Knöpfe)
Größe/Maße: Brustweite 118cm
Nadeln:Metallene Rundstricknadel Stärke 3 mm, 100 cm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, 7 Knöpfe, 7 Druckknöpfe , Ripsband
Kosten: Wolle: ca. 30 Euro, Knöpfe 8 Euro, Druckknöpfe/Ripsband: 12,76

Sonntag, 3. März 2013

FO: Pink Lucy.


Der Frühling liegt in der Luft, die ersten Schneeglöckchen schauen tapfer nach, ob der Mythos vom Feuerball aus brennendem Gas, der oberirdisch für Licht und Wärme sorgen soll, der Wahrheit entspricht (tut er nicht. Nicht hier...) und nach all dem Schwarz habe ich mir eine schnelle neue Mütze gestrickt.

Seit der Lucy hat letzten Winter das erste Mal bei Ravelry in mein Blickfeld geraten ist, wollte ich ihn anschlagen. Und gerade als ich beschlossen habe, dass ich keine Lust habe wegen eines einzelnen Mützenmusters eine schwer erhältliche Strickzeitschrift aufzutreiben, flatterte mir die Anleitung in die mailbox. Nochmals danke! Hilft doch, sich mit anderen Strickerinnen ab und zu einmal zusammenzusetzen... ;-)
Passend zu einem vorhandenen Schal hatte ich mir bereits leuchtend dunkel-pinke Wolle gekauft. Und  das Muster erwartungsgemäß einfach und schnell umzusetzen - allerdings handelt es sich bei meiner Version eben um ein frühlingshafteres Modell. Beim ersten Probetragen letztes Wochenende pfiff mir der zurückgekehrte Winter jedenfalls ganz schön um die Ohren. Für die nächste Frostsaison muss jedenfalls noch eine (andere) ordentlich warme Mütze her...
Insgesamt bin ich nicht soo überzeugt davon, dass mir die Mütze steht. Aber wahrscheinlich gucke ich einfach zur Zeit nicht so gerne in den Spiegel. In der Regel gefällt mich nicht besonders, was ich da sehe, und das gilt auch und besonders für die Pink Lucy. Schade. Hindert mich aber nicht, sie erst einmal anzuziehen. Und ernsthaft über passende Fingerhandschuhe nachzudenken. Wobei - Einzelfingergefrickel? Mit der Wolle? Na, schaumama.
Hier aber erstmal mein Fazit.

Das Muster:
Lucy ist eigentlich ein recht normales "Beanie"-Muster mit einigen hübschen Details: eine falsche Krempe in kraus-rechten verkürzten Reihen und ein eingestricktes "Hutband" in Flechtmuster (linen stitch) verschaffen eher den Eindruck eines Hutes statt einer Mütze. Genau richtig zu meinem neuen Mantel!
Technik:
Gestrickt wird mit rechten Maschen in Runden, wobei die "Krempe" mit einem Rollrand aus linken Maschen angedeutet und dann mit verkürzten Reihen an drei-viertel der Mütze hochgezogen wird. Das Flechtmuster (abgehobene Maschen mit Faden vorne) finde ich super -und schwierig war es wahrhaftig auch nicht, und ich freue mich schon darauf, es bald einmal mehrfarbig oder mit bunterer Wolle auszuprobieren. Abnahmen für die Krone waren einfache k2tog - ein gutes Muster also, einfache Techniken effektvoll eingesetzt.
Die Wolle:
Dementsprechend konnte auch die Wolle glänzen. Oder vielmehr, hätte glänzen können, denn so richtig verliebt bin ich in das Garn nicht... es handelt sich um Lana Grossa Classic Tweed, ein gefilztes Tweedgarn aus reiner Wolle, das in Qualität (und Preis) an die Rowan Felted Tweed erinnert. Ich hatte ziemliche Probleme damit: Unregelmäßig dick und wenig elastisch ist es mir schon beim Anschlag zweimal gerissen, bis ich dann dazu übergegangen bin, die Maschen aufzustricken. Insgesamt führte die Empfindlichkeit des Garns dazu, dass ich den Faden extrem vorsichtig und locker geführt habe, was bei den Abnahmen zu löchrigen Leitern geführt hat. Ich habe diese zwar später mittels aufhäkeln (wie hier) schließen können, aber die Krone ist dadurch etwas welliger geraten als ich es bei einer elastischeren Wolle vermutet hätte.

Zudem ist sie nach dem Waschen zwar aufgeblüht, hat aber keinerlei "boing" - vielleicht keine ideale Wahl für das Muster. Immerhin war sie sehr ergiebig - ich habe noch ein weiteres Knäuel übrig. Die Lana Grossa Cool Wool im Hutband war hingegen wie immer eine Freude, unkompliziert und zuverlässig und mit seinem matten Glanz und der festen Verzwirnung dem Flechtmuster sehr zuträglich.
Änderungen: Hmm. Nee, ausnahmsweist mal nüscht geändert.Außer natürlich Garn ersetzt durch anderes Garn...
Die harten Fakten:
Lucy Hat by Carina Spencer
angefangen: 18. Februar 2013
fertiggestellt: 22. Februar 2013
verbraucht: 50 g (34 pink, 16 grau)
Größe: 2 (passt mir)
Nadeln: Chiaogoo Twists in 4mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, Häkelnadel zum "Flicken"
Kosten:ca. 4 Euro - die graue Wolle war ein Rest, und von der Tweedwolle sind noch gut anderthalb Knäuele übrig...

Donnerstag, 21. Februar 2013

WIP: Audrey. NEUE Knopfleisten.

Ach Mönsch.
Es hat ja keinen Sinn.
autsch.

So sieht die Knopflochleiste nach 2 Tagen tragen aus. Nicht nur schlecht, auch schlecht gemacht.
Da bleibt nur eins: neu machen.
Knopfleisten doppelt so breit, dafür einfach - gibt auch gleich etwas mehr Weite.
Verstärkung und Versäuberung mittels Ripsband (danke für die vielen Links in den Kommentaren! Ich hatte es geahnt. Faulheit auf den letzten Metern rächt sich eben...).
ich bin auf alles vorbereitet. Nur noch nicht bereit.

Verschluss mittels Druckknöpfen aus Plastik in erhöhter Frequenz (evtl. auch Kamsnaps, aber die sieht man vorne. Geht wahrscheinlich nicht.)
Knöpfe nur als Verzierung, nicht als Verschluss.

Dafür brauche ich jetzt aber neuen Schwung, das dauert jetzt noch, zumal ich übers Wochenende anderweitig beschäftigt sein werde.
Bis dahin und zum Übergang ein schnelles Erfolgserlebnis:

Lucy hat. Eigener Post folgt.
Geht schnell, gefällt mir gut bisher!

Dienstag, 19. Februar 2013

WIP: Audrey. Die Knopfleisten.

Immer auf den letzten Metern verreisse ichs.
Ich hasse meine Knopfleisten.
Also Audrey's Knopfleisten.
Sie gefallen mir einfach nicht.
Ich kann es einfach nicht.
Aber fangen wir vorne an: Audrey soll laut Anleitung Knopf(loch)blenden mit sechs Reihen des nun schon bewährten twisted-rib-Musters versehen werden.
Ich musste aufgrund der Knopfgröße auf 8 Reihen Breite erweitern - das macht aber nichts, da ja die ganze Jacke sowieso größer ist. Proportional geht sich das aus...
2cm Knöpfe - laut Anleitung braucht man 22mm Knöpfe... ob da ein inch-cm-Rechenfehler vorliegt?

Nun musste ich aber - zur Versäuberung der Schnittfläche - doppelte Knopfleisten arbeiten.
die Steeksicherungsnaht in hell und das ganze Gefitzel will/soll  ja niemand sehen

Die sind immer dicker, geradezu kissenförmig voluminös. Eigentlich wollte ich die "Steek-Sandwich"-Methoden von Kate Davies anwenden, und dann einen three-needle-bind-off machen...
selbst helles Tageslicht hätte nicht geholfen.
...aber Frau Davies weiß schon, warum sie eine kontrastfarbene Blende ansetzt. Im Ernst - ich habe kaum etwas erkennen können. Und dann ist mir die Nadel abgerissen!
argh. Alptraum.
Also von vorne - dann eben klassisch. An die bereits gestrickte Blende eine Wendereihe in glatt rechts und weitere 8 Reihen Rippen weitergestrickt, und dann abketten
nach innen falten, Gefitzel verstecken, festnähen.
 und festnähen.
Müll versteckt heißt Müll entsorgt.

So weit so gut.
 Das gleiche Spiel für die Gegenseite - hier muss man allerdings bedenken, dass man Knopflöcher in beide Seiten der Blende arbeiten muss, damit der Knopf auch ganz durchgeht. Wie ein 2cm Knopf (oder gar 22mm laut Anleitung) durch ein normales 1YO-Knopfloch gehen soll erklärt sich mir nicht. Ich habe einen Versuch mit einem Tulips-Buttonhole über fünf Maschen gestartet und dann entschieden, die Nähmaschine einzusetzen. Schließlich muss man die zwei Knopflöcher der Vorder-und Rückseite ohnehin zusammennähen, damit der Knopf nicht dazwischen verlorengeht und keine Fädchen nach draußen streben.
Aber aus irgendeinem Grund habe ich leider den Eindruck, dass die zweite Knopfleiste - also die mit den Knopflöchern - minimal länger ist. Kann gar nicht sein, gleiche Maschenzahl und so - aber es wirkt so. Und zwischen den Knöpfen springt alles auf.

Der Meinige meint, es läge alles nur daran, dass die Jacke wirklich zu eng sei. Vielleicht hat er ja recht.
Auch das wäre wenig tröstlich. Fertige schließlich selbst, damit endlich mal was passt. Nicht passende Sachen kann ich auch im Einzelhandel kaufen. Grmpf.

Und jetzt?
Knopfleiste abmachen, neu machen?
Zunähen?
Druckknöpfe und Knöpfe als Deko drübernähen? (Wie hier?)

Als Halsblende dient übrigens eigentlich ein I-cord. Allerdings habe ich mich nach sehr langem Zögern und dem Betrachten unzähliger Ravelry-Bilder dafür entschieden, hier ebenfalls ein Rippenband anzustricken.Und weil das "einfach" ist (ohne Wendereihe und innen annähen) sieht das auch auf Anhieb gut aus.

Das würde beim eventuellen Knopflochblende-neu-machen natürlich ebenfalls daufgehen. Angestrickt ist angestrickt.

Sonntag, 17. Februar 2013

WIP: Audrey. Pick up and knit.

Audrey ist ein wirklich gut geschriebenes Muster - ausführlich genug um Anfänger an die Hand zu nehmen, wie man das inzwischen von anglo-amerikanischen Anleitungen gewohnt ist. Ich kenne -meist viel erfahrenere- StrickerInnen, denen das zu ausführlich ist, und ich kann das auch nachvollziehen - denn wenn man ohnehin weiß, was man tun soll, reicht in der Regel ein kurzes Stichwort.
Manchmal aber muss das augenscheinlich Banale einmal ausdrücklich ausgesprochen werden, damit man den Sinn hinter der Regel/Anweisung begreift, und wenn eine Anleitung das leistet, bin ich immer dankbar.
So wird bei Audrey beispielsweise für die Blenden nicht nur die angegeben, wieviele Maschen aufzunehmen sind, sondern jeweils auch in welchem Verhältnis zu den vorhandenen Maschen (1:1 bei "horizontalen" Abschlüssen, 3:4 bei vertikalen). Dank der Offenlegung des dahinterliegenden Prinzips kann ich auch bei Abweichungen (bei meinen Änderungen unvermeidlich) sicher sein, ein akzeptables Ergebnis zu erzielen.

Die Maschen sollen dabei mit der Methode "pick up and knit" aufgenommen werden - die eingestrickten Ärmel, aber auch die Blenden.Und damit ich das nächste Mal noch weiß, was mir inzwischen ganz banal einleuchtet: So habe ichs gemacht:
  1. Zur Vermeidung von unschönen Dehnlöchern nehme ich Maschen aus "horizontalen" Abkettmaschen durch das einzelne, außenliegende Maschenbein auf. Irgendwie wird das schöner. Bei den "vertikalen" Zunahmen (z. B. Verschlussblenden, Teile der Ärmel- und Ausschnittkanten) nehme ich aber im Zwischenraum zwischen Randmasche und erster Mustermasche auf, das ist fester. 
  2. Es ist viel angenehmer, Maschen mit einer deutlich kleineren Strumpf- oder sogar Handschuhnadel aufzunehmen (in meinem Fall eine 2,5mm 15cm DPN) und von dieser dann auf die Rundstricknadel in der gewünschten Stärke (z. B. 3mm) abzustricken. 
  • Man muss nicht beim teilweise frickeligen Aufnehmen die bereits aufgenommen Maschen mithantieren, immer mit der Gefahr, eine oder mehrere davon zu verlieren 
  • Mit der kleineren Nadel kommt man leichter durch die teils engen Randmaschen, ohne diese unnötig auszuleiern.
  • Für die Maschenweite ist nur relevant, mit welcher Nadelstärke abgestrickt wird (rechte Nadel),  nicht von welcher Nadelstärke abgestrickt wird (linke Nadel).
Banal, sicher.
Aber bis zum nächsten Mal habe ich das sicher vergessen.
Ihr merkt schon: ich bin so gut wie fertig!

Donnerstag, 14. Februar 2013

WIP: Audrey. Endspurt. Knöpfe

Endlich habe ich Audrey auf die richtige Länge gebracht, abgekettelt
schwarz. man erkennt leider nichts
 und anprobiert. Wenn ich irgendwann mal lernen würde, wie ich gleich beim ersten Anlauf zum gewünschten Ergebnis komme, ginge das alles natürlich viel schneller. Immerhin - es passt. Ein bisschen.

negative ease. das muss so eng sein. negative ease...
Natürlich ist - vor allem durch die (ungewollt) größere Fadenspannung die Jacke jetzt auch am Bündchen deutlich enger geworden. Dafür ist das Maschenbild aber optisch schöner. Und wo die Abkett-Reihe im Moment noch einschneidet wird ja in Kürze aufgeschnitten und damit automatisch mehr Weite erzielt. Hoffe ich.
leider kann die Jacke nichts für die Rettungsringe.

Was mich an diesen Fotos hauptsächlich unglücklich stimmt, ist das Motiv. Man sieht sich selbst ja selten von hinten, und bodypositivity hin oder her - nun ja. Jammern hilft da nicht.

Gingen vorher die langen Ärmel bis zur Bündchenkante, so hat sich die Jacke nun um genau diese 40 Runden verlängert. Zeit, die Knöpfe auf ihre Wirkung zu prüfen. Man glaubt ja gar nicht, wie schwierig schwarze Knöpfe zu finden sind. Zumindest wenn man Wert darauf legt, dass sie nicht zu sehr glänzen, nicht billig aussehen, die richtige Größe haben und zum Kleidungsstück passen. Schwarz ist ja auch nicht gleich schwarz...
schwarze Knöpfe sind schwierig

Zehn Knöpfe habe ich gekauft, acht scheinen aber auszureichen, maximal 9 - prima. Bleibt ein Ersatzknopf... Mir gefällt das jedenfalls sehr gut.
ein bisschen Blitz... zwischen den weißen Markierungen wird geschnitten

Die Metallknöpfe haben einen matten Lederbezug in der Mitte, sind schlicht aber nicht langweilig und passen meiner Meinung nach sehr gut zum Retro-Stil der Jacke. Und meine Meinung ist ja hier ausschlaggebend... *grins*

Im nächsten Eintrag machen wir  dann endlich aus einem Pullover eine Jacke. Steeks schneiden, hurra!