Montag, 25. Januar 2016

FO und Fazit. Viggo Pullunder.

Es ist ja nicht so, als sei ich aus Prinzip trotzig und würde mir nichts sagen lassen. Wenn Tine also empfiehlt, mich mit "kleinen Großteilen" vom elenden "Dekostricken" (mein Wort, nicht Tines) zu entwöhnen, dann mache ich das.
Ein "richtiger" Pullunder - nur eben für sehr kleine Menschen
Voilà! Ein klitzekleiner gestreifter Pullunder in dünner Sommerwolle, angeblich Größe "6 Monate", was immer das heißt, da Babies ja in sehr unterschiedlichen Größen geliefert werden. Aufgrund der in der Umgebung anstehenden Geburtstermine von März bis Juni immerhin in sommerlich-dünnen Baumwoll-Mischgarnen, regelmäßige Leser werden sie erkennen...

Das Muster:
"Viggo" ist eine kostenlose Anleitung von Drops und die Größenangaben reichen von Neugeboren bis vier Jahre. Drops fügt glücklicherweise immer recht ausführliche Maßangaben bei, sodass man selbst entscheiden kann, wie alt bzw. wie groß das Werk für das zu bestrickende Kind in etwa sein sollte. In der Regel fallen die norwegischen Anleitungen aber großzügig aus, anders als bspw. französische Anleitungen...(und Kinder?)
Es handelt sich um einen schlichten, zeitlosen, extrem klassischen Pullunder mit 2/2 Rippen, Streifen und Rundhals, der je nach Alter des Kindes an den Schultern mit je 2 Knöpfen verschlossen wird. Ich habe mir sagen lassen, dass Babies so etwas zu schätzen wissen.
Technik:
Der Pullunder wird von unten nach oben bis zu den Armlöchern in Runden gestrickt, danach werden Vorder- und Rückenteil getrennt beendet. Rechte und linke Maschen benötigt man für die Bündchen, gerichtete Abnahmen für die Armlöcher und den Halsausschnitt. Die kleinen Knopflöcher kann man mit einfachen Umschlägen oder auch mit Kam-Snaps arbeiten - ich habe im jeweils letzten "Rippental" 2 M abgekettet und in der nächsten Reihe wieder aufgestrickt. 
Sehr einfach, schnell und anfängertauglich. Und Streifen gehen immer.
Die Wolle:
Vielfach bewährt und heiß geliebt: das graue Merino-Baumwoll-Garn der Hamburger Wollfabrik, hier in Kombination mit dem ebenso bewährten, aber leider minimal dünneren türkisen Baumwoll-Kaschmir-Garn von ebendort, beide einfädig/einkonig vestrickt. Der Pullunder ist butterweich und ganz leicht, sollte also für die Sommermonate genau richtig sein.
Änderungen:
Ärmellochabnahmen 2 Maschen vom Rand entfernt, statt abzuketten. Falsche Seitennähte mit abgehobenen Maschen in jeder 2 Runde - verdeckt auch gleich sehr hübsch den Streifenübergang. Sonst keine. Außer natürlich einiger Anpassungen an die Maschenprobe, wo es um die Abnahmen für Armlöcher und Halsausschnitt ging- da habe ich mich einfach an den geforderten Zentimeterangaben der Maßzeichnung orientiert.
(Allerdings würde ich wirklich empfehlen, möglichst zwei gleiche Garnstärken zu verstricken. Das türkis ist wirklich dünner, und das führt dazu, dass meine Maschenprobe inkonsistent ist und die Brustweite etwas enger als die Saumweite.)
Die harten Fakten:
 Viggo by DROPS design
angefangen: 18. Januar 2016
fertiggestellt: 23. Januar 2016
verbraucht: insgesamt 55 g - nicht individuell gewogen...
Größe/Maße:  Größe 2 = 6/9 Monate.  
Saumweite 25 cm, Brustweite 23 cm, Länge bis Armausschnitt 19 cm, Länge bis Schulter 27 cm, Halsausschnitt 8 cm
Nadeln: Chiaogoo 2,75 mm
Maschenprobe:  etwa 25M x 40 R - leichte Variationen wegen der unterschiedlichen Garnstärken
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, 4 Knöpfe 12mm
Kosten: etwa 2 Euro für das Garn, dito für die Knöpfe...

Dienstag, 19. Januar 2016

Jetzt ist Weihnachten aber wirklich vorbei!

Im verzweifelten Versuch, die Adventskalenderornamente fertig zu bekommen, bevor die Weihnachtszeit vorbei ist, habe ich nur drei Ornamente nicht doppelt gefertigt - und zwar die auf den Nadeln improvisierten Tiere: Ochse, Esel und Rudolf das Rentier.
Abgesehen von der eigentlichen Kalendervorrichtung, an die die Ornamente gehängt werden sollen, fehlten also noch drei Dinge für die zweite Version des Kalenders.

Voilà!
Seit gestern sind aber auch diese drei fertig geworden - diesmal nicht als dreidimensionale Tiere, sondern als flache, gehäkelte Gesichter, und ebenfalls frei improvisiert.  Ich mag den verstörten Esel fast noch lieber als den etwas verschlafenen Ochsen...
Jetzt muss ich nur noch die Aufhängung fertigstellen, dann kann Weihnachten wieder kommen!

Sonntag, 17. Januar 2016

FO und Fazit: Strickschlips für den Meinigen.

Silvester hatten wir Hochzeitstag, und ich habe dem Meinigen einen Schlips gestrickt.
Das hatte er sich tatsächlich irgendwann einmal gewünscht. Naja. Wahrscheinlich hat er eher mal so nebenbei bemerkt, dass ein Strickschlips, den er irgendwo gesehen hatte, gar nicht soo schlecht aussah. Da er sich Sonntags gerne etwas um den Hals bindet - im Alltag/Beruf hingegen eher nicht - dachte ich, ich probiere es mal. Und heute ist Sonntag - hier also das Ergebnis!
Sonntag!
Das Muster:
Ravelry bietet verschiedene Strickanleitungen an, von denen die meisten mich nicht sonderlich überzeugt haben. Anders das "Seed Stitch Tie Recipe", denn es versprach, sich genau an die Ansprüche des Trägers adaptieren zu lassen. Der Meinige, selbst eher schmal gebaut, bevorzugt nämlich schmale Schlipse mit dünnen Knoten, und ringt regelmäßig mit der "Überlänge" gekaufter Langbinder. Wie bei allen Maßanfertigungen versprach ein handgestrickter Schlips, diese Probleme zu lösen... (Vorausgesetzt, man kann richtig messen. Ähem.)
Das (kostenlose, englische) "Seed Stitch Tie Recipe" ist, wie der Name vermuten läßt, eher "Rezept" als genaue Anleitung. Es beginnt mit der Erklärung, welche Maße zu erheben sind - vom Gürtel bis obersten Hemdknopf für den breiten Teil des Schlipses, einmal um den Hals plus 10 inches für den schmalen Teil.   
(Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin nicht sicher, ob dabei der Knoten, der ja auch einige Zentimeter beansprucht, schon angemessen berücksichtigt ist. Dem Meinigen ist der dünne Teil des Schlipses jedenfalls zu kurz, der breite Teil zu lang geraten. Aber das kann auch an mir liegen und lässt sich in Zukunft natürlich anpassen. Unter einem Pullover lässt dieser Mangel sich allerdings verbergen, und das Ding ist somit bedingt tragbar.) 
eindeutig zu lang
Der Rest der Anleitung besteht aus Zentimeterangaben, die vom gewählten Garn und Maschenprobe abhängen, und Hinweisen zu den Abnahmen vom breiten zum schmalen Ende in der Knotenregion.
Technik:
Der Schlips wird in Runden als lange Röhre gestrickt, sodass Vorder- und Rückseite gleich sind. Dadurch wird er allerdings auch doppellagig und somit doppelt dick - bei Wolle vielleicht keine soo gute Idee. Durch (in meinem Fall recht aggressives) Dämpfen wurde er aber flach genug für einen vernünftigen Knoten. Dämpfen scheint mir somit unausweichlich, wenn der Schlips tragbar sein soll.
vorne gedämpft, hinten "nur" feucht platt gedrückt.
Der Schwierigkeitsgrad ist ansonsten gering: Für einen "Seed Stitch", also Perlmuster, braucht es rechte und linke Maschen, dazu benötigt man gerichtete Abnahmen und die Fähigkeit, in der Runde stricken zu können. Ich habe eine kurze Rundstricknadel benutzt. Außerdem braucht es Geduld und Spucke, und in meinem Fall zwei lange Zugfahrten retour mit spannenden Hörbüchern, um nicht vor Langeweile zu sterben. Auch die sehr dünnen Nadeln - 2mm - fand ich ziemlich unangenehm, aber ich wollte ein festes Maschenbild, damit der Schlips später nicht leiert.
Die Wolle:
Für einen Prototyp wollte ich erst einmal aus dem Wollvorrat schöpfen und fand ein gut abgelagertes Knäuel Schachenmeyer nomotto micro in dunklem blau, das ich Anfang 2008 zur Feier einer Neffengeburt gekauft habe. (Die daraus entstandenen Pullover sind prä-Blog und, wie ich vor zwei Jahren beim Wiedersehen mit dem Pulli feststellen durfte, auch prä-Maschenprobe und prä-Qualität. Man lernt zum Glück dazu...) 
Die Micro ist dünn genug und hat einen ganz leichten Glanz ohne fusselig zu sein, zugleich ist die Farbe dem Meinigen sehr genehm. Damit darf ich es versuchen. Ich strickte sie allerdings sehr sehr fest mit 2mm Nadeln, um sie stabil gegen die zu erwartenden Zugkräfte zu machen.
Änderungen:
Ich habe von der dünnen Seite aus angefangen (aufgrund der Maschenprobe, die ich erst beim Stricken begonnen hatte. Offenbar sollte der gewünschte schmale Schlips dann doch nicht sooo schmal werden...) Dennoch ist selbst die schmale Seite dem Meinigen fast zu breit, um noch bequem unter den Kragen zu passen. 
grenzwertige Breite
Zwar "blitzt" das Material unter dem Kragen nicht hervor - das ginge gar nicht! - aber ich kann mir vorstellen, dass die doppelte Dicke ungewohnten Druck ausübt...
blitzt aber nicht
Ich habe jede "Seite" des Schlipses mit einer linken Masche beendet, sodass zwei falsche Knicknähte entstanden, die ermöglichen sollten, den Schlips flach und zugleich gerade zu Dämpfen (hat auch gut funktioniert - würde ich wieder tun). 
links: vor dem Dämpfen: gut sichtbare "Naht" und auch Dicke (rechts: möglicherweise für Kunstfaser zu heiß gedämpft, dafür angenehm flach)
Und ich habe das Perlmuster geändert, indem ich jede zweite Runde glatt rechts gestrickt habe. Gefiel mir bessser. Und ich habe auf Wunsch des Meinigen eine spitze Spitze angestrickt, indem ich auf den letzten 5 Zentimetern in jeder Rechtsrunde beidseitig je ssk/k2tog gestrickt habe - er wollte keinen flachen Abschluss.
Was dem Meinigen bei allen prototypischen Mängeln jedenfalls sehr gefällt (sagt er), ist der stabile, rutschfeste Knoten, der einen tollen Stand hat. 
Offenbar muss man seitlich durch den Knoten durchgucken können. Muster und Farbe sagen ihm auch zu. Und natürlich die Liebe und Mühe... *hust*... nein wirklich, das weiß er glücklicherweise sehr zu schätzen. (Memo to self: habe genau den richtigen Mann geheiratet!)
Insgesamt ist es also keine doofe Idee, einen Strickschlips zu stricken. Ein bisschen eintönig vielleicht, aber machbar. Sollte ich es wieder tun, habe ich jetzt auch die Möglichkeit, ausgehend von diesem Prototyp, die Maße entsprechend anzupassen - etwa 2 Maschen weniger in der Breite, falls ich in Runden stricken sollte (insgesamt also minus 4 Maschen), längere schmale Seite, kürzere breite Seite. Außerdem würde ich ein farblich genehmes Seiden-Lace-Garn suchen. Aber wahrscheinlich würde ich nur eine Lage Schlips stricken, und die Rückseite füttern, bspw. mit einem Seidenfutter oder Satinband oder so. Müsste man ausprobieren.
Die harten Fakten:
Seed Stitch Tie Recipe by Benyamin Conn
angefangen: 21. Dezember 2015
fertiggestellt: 28. Dezember 2015 (plus 2 Wochen bis ich zum Blocken/Dämpfen gekommen bin)
Garn: Schachenmayr nomotta Micro in  Farbe 50 (marineblau) 
verbraucht: etwa 1 Knäuel? (uups. gar nicht gewogen. wird nachgereicht)
Größe/Maße: 51 cm schmal (zu kurz) plus 65 cm breit (zu lang)
Nadeln: Chiaogoo Red Lace 2 mm
Maschenprobe: wird nachgereicht.
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: keine (Stashabbau).

Samstag, 16. Januar 2016

Versagt.

Der Meinige bereitet sich auf die jährliche Skitour vor und packt die (von mir für ihn) selbstgestrickten  Socken der letzten Jahre ein.
Stellt sich heraus, er ist überfordert mit dem Unterschied zwischen Baumwolle  (wächst am Strauch, pflanzlich) und Wolle (wächst am Schaf, tierisch).
Traue mich jetzt nicht, das Thema Alpaka, Yak,  oder Kaschmir anzuschneiden...
Was habe ich nur falsch gemacht?

Mittwoch, 13. Januar 2016

FO. Mehr Elefantenrasseln.

Das neue Jahr begann, wie das alte Jahr endete - mit einem saublöden Husten, der mich ans Sofa fesselt. Seit drei Wochen geht und geht er nicht weg, und weder dem Hausarzt noch dem HNO fällt etwas spannenderes ein als "Trinken, Thymian, Ausruhen".
Na, ruhe ich mich halt aus.
Die Energie reicht dennoch nicht für ein größeres Strickprojekt - ich überlege immer noch, wie ich die angefangene "Meisterstück-Strickjacke" in leichter verdauliche Einzelteile herunterbrechen kann - und so habe ich einfach weiteren Kleinkram gestrickt.
Da im März ein Neffe ins Haus steht und auch weil ich noch drei Rasselelemente übrig hatte, habe ich zum Beispiel noch zwei weitere Elefantenkopfrasseln gestrickt.






Übung macht nämlich den Meister, und alle Muster von Bunnyknitter/LittleCottonRabbit machen höchst abhängig.
Allerdings habe ich Stoßzähne dazuimprovisiert. Echte Elefanten brauchen Stoßzähne.

Montag, 28. Dezember 2015

FO und Fazit: Filzpantoffeln.

Da war doch noch was.
Vor lauter Adventskalender und Weihnachtsüberraschung habe ich Euch die fertig gefilzten Filzpantoffeln vorenthalten.
Wir erinnern uns:
Das war der letzte Stand.
Zwei fertige Pantoffeln mit hübsch-dekorativen Schleifchen. Zum Vergleich meine schon etwas abgetragenen Kaufpantoffeln, bei denen man immer über die Kordeln stolpert und die aus irgendeinem Grund einen farbigen Velourlederaufnäher mit dem Namen des Versandhandels auf der Sohle haben, der einem dann zwei Jahre lang die Socken verfärbt. Letztere entsprechen einer Schuhgröße 40.
Die Pantoffeln wirken nicht nur übergroß, sondern vor allem auch überbreit. Aber angeblich schrumpft das Ganze noch dolle zusammen.
Wommadommasehn.
Zusammen mit einem Paar Jeans kamen die Pantoffeln bei 60 Grad in die Waschmaschine. Wenn man sie post-facto noch feucht herauszieht, sind nur noch minimale Korrekturen durch Ziehen, Zerren und Zurechtzuppeln möglich. Man kann sie sofort anziehen, sogar feucht sind sie mollig warm. So sieht das dann aus.
Das Gewebe ist dicht, erstaunlich haarig, und in der Tat deutlich geschrumpft. Allerdings weniger in der Breite, als in der Länge.
Zum Vergleich wieder die oben erwähnten Kaufpantoffeln. Ich schätze meine Filzobjekte auf eine klumpfußtaugliche Größe 39 - damit wären sie für mich eher etwas zu klein. Die Weite finde ich tatsächlich nicht soo störend, da ich in meinen Pantoffeln häufig Socken trage und die Wolle genug "Reibungshaftung" aufweist.
Allerdings sind die Pantoffeln ohnehin nicht für mich bestimmt.
Nein, auch nicht für fremde Bloghunde. Sorry.
Sondern für die Freundin in der Berliner Altbauwohnung, die ja notorisch fußkalt sind und deren abgezogene Dielen nach Filzpantoffeln geradezu schreien... Sie hat etwas kleinere Füße als ich, also könnte das hinkommen. Kurz überlege ich, ob ich mit dem Ergebnis zufrieden genug bin - optimal ist es wie gesagt durch die Überbreite nicht - um sie zu verschenken, aber ich denke, das geht.
Ab ins Päckchen damit!

Und für uns das Fazit:


Das Muster:
Die Pantoffeln sind nach einer englischen Kaufanleitung entstanden, die ich übersichtlich und gut geschrieben fand. Die "komplizierteren" Schritte wie Biesen und das Aufnehmen der Maschen von der Sohle sind zudem anschaulich bebildert. Den Preis von derzeit fast 8 Euro finde ich dennoch ganz schön happig und eher an der Obergrenze, da gibt es in 12 Größen skalierte Zopfpullover für weniger Geld. Gestrickt wird fast durchgehend im Perlmuster, wodurch der Filz noch dicker wird. Nach Fertigstellung der Sohle werden rundherum Maschen für die "Seitenwände" aufgenommen. Die Ferse wird dank verkürzter Reihen etwas höher, die Vorderlasche wird ebenfahls mit verkürzten Reihen gestrickt, ganz ähnlich wie eine eingestrickte Armkugel. Am besten gefallen mir die Biesen, die nicht nur ein optisches, sondern wohl auch ein strukturelles Element darstellen und dem Pantoffel eine stabile Form verleihen. Die Schleifen kann man für weniger "mädchenhafte" Pantoffeln leicht weglassen.
Technik:
Wie erwähnt: Perlmuster, Biesen, verkürzte Reihen. Nicht unbedingt für Anfänger, aber auch nicht schwer.
Die Wolle:
Filzwolle gibt es ja in vielen Farben und Qualitäten - die Lana Grossa Feltro zeichnet sich dadurch aus, dass sie meiner Meinung nach besonders weich ist und in schönen Farben daherkommt. Dafür ist sie auch etwas teurer - ich habe ca. 3,70 Euro pro Knäuel bezahlt. Außerdem hieß es, dass sie besonders dicht filzt, und das kann ich bestätigen, auch wenn sie "haariger" als erwartet wurde. Da sie in der Länge aber deutlich mehr eingeht als in der Breite, hätte ich die Sohle wohl über weniger Maschen stricken können - vielleicht alles drei-vier Maschen schmaler.
Die Lätt Lopi, die ich als Kontrastfarbe verwendet habe, ist dagegen geradezu stachelig, hat aber den Vorteil, genau die doppelte Lauflänge zu besitzen, sodass ich sie doppelfädig dazu verarbeiten konnte. Und natürlich filzt sie auch.
Änderungen:
Ich habe für jeden Fuß zwei Sohlen gestrickt und diese beim Maschen aufnehmen für den Fuß zusammengestrickt. Also beide Sohlen aufeinander gelegt und die Maschen durch beide Sohlen hindurch aufgenommen. Das würde ich wieder tun, extra dicke Sohlen können bei Pantoffeln nicht schaden - mehr Wärme, mehr bequem, längere Haltbarkeit. Außerdem habe ich die Biesen-Wülste farblich abgesetzt. Einfach neue Farbe ansetzen und beim Zusammenstricken wieder die Hauptfarbe nehmen. Der Rest ging ganz nach Vorschrift. 
Die harten Fakten:
Vintage Slippers by Anna Meier


angefangen: 6. Dezember 2015
fertiggestellt: 15. Dezember 2015
Garn: Lana Grossa Feltro in 025 (dunkelgrau), Istex Lätt Lopi in 1404 (türkis)
verbraucht: knapp 4 Knäuel Feltro, etwa halbes Knäuel Lätt Lopi (Rest)
Größe/Maße: fertig: etwa Größe 39, aber Überweite
Nadeln: Chiaogoo 5,5cm
Maschenprobe: hätte ich wohl mal machen sollen
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: etwa 15 Euro für das Garn, fast 8 Euro für die Anleitung.