Dienstag, 20. Dezember 2011

FO und Fazit: Schlumpfine-Mütze. Mit Wechselblüte.

Die neue Nichte hat zwar, so wurde mir gesagt, viele Haare, aber auch eine Aversion gegen Mützen. Hilft aber nichts, es ist Winter. Wolle auf dem Kopf sollte daher -zusätzlich- vom Schaf kommen, in diesem Fall vom Merinoschaf, und nicht, wie in der ursprünglichen Anleitung vorgeschlagen, vom Alpaka-Lama.
Niedlich darf es auch ruhig sein. Gucken wir mal, ob uns das gelungen ist. Die resultierte Mütze sieht jedenfalls frappierend aus wie die einer gewissen Schlumpfine,
Original...

und die wickelt ja bekanntlich nicht nur Papa Schlumpf um den Finger sondern tritt auch Gargamel gehörig in den A... ist eine charmante, starke Persönlichkeit, die ihren eigenen Weg geht. Könnte zum Vorbild dienen. Die Erstausstattung ist hiermit, von meiner Seite aus gesehen, erst einmal komplett.
Hier das Fazit:

Das Muster:
Eine einfache, eng anliegende Mütze mit Ohrenklappen, Stirnzacken und drei auffälligen "Nähten", endend in einem neckischen Zipfel, kostenlos von Drops Design.
Technik:
Die Mütze wird in Reihen gestrickt und am Schluss mit einer Naht im Nacken zusammengenäht.Maschenmarkierer sind unbedingt notwendig, damit die auffällige Nahtlinie korrekt verläuft. Man benötigt rechte und linke Maschen, sowie einfache Zunahmen (das Muster schlägt verschränkte YO vor - ich habs mit -falsch behandelten- tiefer gestochenen Zunahmen versucht und leider versagt. Die sollten nämlich nicht aus beidseitig derselben Masche kommen. Seufz.). Die auffälligen Nahtlinien entstehen durch betonte Abnahmen: 1 M nach hinten auf Zopfnadel, 1 M abheben, nächste Masche mit Zopfnadelmasche rechts zusammenstricken, abgehobene (Naht-)Masche überheben.Nicht schwer, aber effektvoll. Und natürlich eine ordentliche Naht im Matratzenstich sollte man hinbekommen...
Die Mütze ist an einem Abend schnell gestrickt, lediglich die zusätzlichen Blüten (nach diesem Muster) haben die Fertigstellung hinausgezögert.
...und Kopie!


Die Wolle:
Ich habe weiterhin die Lana Grossa Cool Wool Superfein aus dem Strampler verwendet. Weiß natürlich, wie Schlumpfmützen nunmal sind, obwohl rot (und jede andere Farbe) sicherlich auch niedlich wäre. Möglicherweise hat sie nicht die gleiche Reihenhöhe wie die von Drops vorgeschlagene Alpaka, aber ich wollte eine kleine Mütze, die Nichte ist ja erst 3 Wochen alt...
Änderungen:
Ich habe die Mütze in Runden gestrickt, würde das aber nicht mehr empfehlen - ich glaube, es verdirbt den Zipfelabschluss ein bisschen.Die Binde-Bänder habe ich gehäkelt, ich hatte keine Lust auf I-Cord oder ähnliches Klimbim. Außerdem habe ich drei verschiedene Häkelblumen gefertigt, die mittels Kam-Snaps leicht ausgetauscht und der jeweiligen Kleidung angepasst werden können.
Die Blüten lassen sich beliebig auswechseln
 Die harten Fakten:
Blüten: Mollie Flowers 
angefangen: 12. Dezember 2011
fertiggestellt: 15. Dezember 2011
Wollreste für die Blüten in blau, rot, rosa.
verbraucht:: ein halbes Knäuel? (alles angefangene Reste aus dem Strampler-Projekt)
Größe/Maße: 1/3 Monate
Nadeln: Rundstricknadel Nr. 3, 80 cm Seil, Knitpicks
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, KamSnaps für die Blüten
Kosten: ca. 3 Euro

Und bei Ravelry.

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