Dienstag, 17. September 2013

Was ich in meinen Ferien gemacht habe...

...könnt Ihr hier nachlesen:
http://bleistifterin.blogspot.de/
HIER geht's hoffentlich demnächst weiter mit Strickerei.
Die Lopi-Jacke ist fertig! Und im Einsatz...
Ich schulde Euch noch Tragefotos und ein FO...

Mittwoch, 4. September 2013

WIP: Redingote

"Call me Ishmael" gilt als einer der besten ersten Sätze überhaupt.  Nun handelt Moby Dick von selbstzerstörerischer Leidenschaft und der Jagd nach dem Unerreichbaren -- dazu mag ich mich denn doch (noch) nicht versteigen.
Dennoch: Call me Penelope.
Denn wie Odysseus treue Frau Nacht für Nacht das Tagwerk am Webstuhl, ungeachtet handwerklicher Meisterschaft, wieder aufribbelte, so ribbele und trenne auch ich.
Immerhin trenne ich nicht mehr die Lopijacke.
Ich ribbele jetzt Socken (zu eng), und Kinderjacken

(zu soll-das-so, zu meh, zu klein, und heute abend: die Zunahmen sollten entlang der SEITENNAHT platziert werden!
Menno!
Na, muss ja erst zu Ende November fertig werden...

Montag, 19. August 2013

Schon wieder...

Was nützen die schönsten Nadelspitzen, 
wenn die Seile andauernd kaputt gehen?

WIP: Lopi-Jacke. Endlich Ärmel.

Es hat ungefähr sechs Anläufe gebraucht, und einen Monat schmollen/nicht anrühren, dann ist der Knoten geplatzt.
Die Lopi-Jacke hat jetzt Ärmel!
Der Durchbruch war, endlich einmal ernst zu nehmen, was ich schon wusste: das Armloch war viel zu groß.
Lösung: unten eine Art Zwickel einstricken, bzw. das Armloch kleiner zu stricken. Das ist in der Achsel, da wird schon keiner so genau hinschauen. 10 Reihen über 12 Maschen habe ich hinzugefügt, gleichzeitig für den Erhalt der Schrägung an der Seitennahtkante und die 12./13. M. jeweils rechts zusammengestrickt.

Nachteil: die Prinzesszöpfe sollten eigentlich in der Mitte des Armlochs enden, und nicht im unteren Viertel... aber was solls.
Außerdem ist kraus-rechts eben doch dehnbarer als man meint. Mit dem normalerweise nötigen Drittel der Maschen für die Armkugel wurde meine Schulterkugel immer zu weit und zu eckig.
Lösung: weniger Maschen (tadaa!). Mit 22 Startmaschen für die verkürzten Reihen habe ich ein Viertel der anvisierten 88 Endmaschen auf den Nadeln, und das kam wunderbar hin. Allerdings musste ich nach wie vor (weil: Armloch viel zu groß!) in jeder zweiten Reihe die Ärmelmasche mit der Rand-Körper-Masche zusammenstricken - also nur in jeder zweiten Reihe eine Masche dazugewinnen. Kam hin.

Der Ärmel passt prima, mit 14 Abnahmen bis zur Manschette (60 M) passt immer noch ein leichter Pullover unter die Jacke und trotzdem schlabbert nichts. Der Zopf am Ärmel wandert bis zur Manschette, ein bisschen wie bei einem Jackett mit Ärmelschlitz, durch die Abnahmen passiert das automatisch.

Und der Clou: das hübsche Rankenmuster  (Telemark, kostenlos bei Ravelry) in der Manschette mit Schlitz - ein Detail, das ich bei Timpani sehr mochte und hier abgewandelt habe. Die Ranke passt perfekt (Musterrapport = 20 M), Intarsien in kraus-rechts habe ich ja schon bei Tomten geübt, und der I-Cord-Abschluss macht das ganze rund. Und wenn ich die Jacke erstmal gewaschen und gespannt habe, ist die Manschette vielleicht nicht mehr soviel enger als der Ärmel - zweifarbig gestrickt halt, das zieht sich etwas zusammen. Schlimmstenfalls wird mir der Wind nicht die Ärmel hineinfahren... :-)

Ohohoh. Das wird so schön!
Wird aber auch langsam mal Zeit!

Freitag, 16. August 2013

WIP: Nähen aus Notwehr. Blaues Kleid, bürotauglich.

Wahrscheinlich habt Ihr alle schon die Nase voll von Kleidern und wollt endlich wieder Wolle sehen. Kann ich verstehen, aber das ist mein Blog, und zur Zeit sind die Projekte eben Näh-Projekte. Immerhin, soviel sei gesagt: der Knoten ist geplatzt, und die Lopi-Jacke hat schon anderthalb Ärmel. Zeig ich Euch bald!

Vorher aber kämpfe ich mit diesem Kleid, das noch nicht einmal das letzte seiner Art bleiben soll. Allerdings hängt es seit zwei Wochen wegen akutem Näh-Frust am Haken und wartet auf eine ruhige Minute und auf den Naht-Trenner.

Denn währen von vorne soweit alles schon ganz gut aussieht (der Kittelschürzenlook gibt sich hoffentlich, sobald die Ärmel dran sind)
- ich bin besonders stolz auf meine selbst-erfundenen/zugefügten Rüschendetails an Taschen und Kragen - 
 deutet sich von der seitlichen Ansicht schon an, was hier so gar nicht geht:
Die Rückenrüschen stehen furchtbar ab.
Von hinten wird dann völlig klar: 
 Das gesamte Rückenteil sitzt überhaupt nicht, das ist viel zu weit.  Und der Reißverschluss - ich werde es nie kapieren wie ich den vernünftig einsetzen muss....
Und das ist der Grund, warum mir "richtiges" Nähen eigentlich auch keinen Spaß mehr macht: Wenn man versucht etwas anspruchsvolleres zu nähen  - also etwas, was man eben nicht einfach so im Laden kaufen kann - dann scheitert es bei mir regelmäßig daran, dass ich bei mir selbst weder ordentlich abmessen, noch ordentlich abstecken kann. Und eben auch niemand in der Nähe ist, der es kann. (Der Meinige müht sich redlich, schon weil er meine nähfrustige Laune ja ausbaden müsste/muss, aber. Nunja. Nicht sein Material, nicht seine Technologie.) Hinzu kommt, dass ich mich nicht einmal auf Erfahrungswerte berufen kann, denn als ich das letzte Mal das gleiche Problem hatte, wog ich dreißig Kilo weniger. Selbst altbewährte, entsprechend damals angepasste Schnitte helfen mir also nicht weiter. 
Mrmpf. Hoffentlich habe ich noch genug Stoff übrig für einen zweiten Zuschnitt. Mein Verdacht: ich habe schmalere Schultern als meine Oberweite (und momentan auch: Taille) vermuten lässt. Deshalb die Falten
Noch gebe ich nicht auf. Schlimmstenfalls habe ich einen neuen Rock. Mit Taschen.

Dienstag, 13. August 2013

Nähen aus Notwehr: Blümchenrock.

Nachdem der Kreis-Rock ja doch etwas weit und etwas plastik-warm geraten ist, dachte ich an einen zweiten Anlauf - diesmal brav mit der Vergrößerung parallel zu den Nahtlinien.
Zum Einsatz kam ein gut abgelagerter Baumwollstoff, der mir vor einigen Jahren als Restecoupon für 4,-Euro oder so in die Finger fiel, und einen ersten Auftritt als Futter für die häßlich-mißratene Hahnenzahn-Tasche gesehen hat.

Diesmal habe ich mir allerdings den Reißverschluss gespart und einfach oben einen Gummizug eingezogen. Nicht, dass dieser Rock tief rutschen würde...
Aber er ist eben auch nicht zu eng, sondern sitzt ganz wunderbar und ist schön luftig, ungefüttert und aus reiner Baumwolle.
Mit einem weißen Poloshirt sieht das sehr ordentlich aus. Besonders schön finde ich, dass ich nun die Rocklänge selbst bestimmen kann - ich mag nämlich meine Knie lieber bedeckt sehen, sowohl von hinten als auch von vorn, und vor allem auch im Sitzen/beim Radfahren. Die Modeindustrie will aber immer mehr Bein zeigen als ich.
Aber hier habe ich das Sagen. Muahahahah!
Und deshalb habe ich an den unteren Rocksaum auch noch eine einfache Rüsche aus dem gleichen Stoff angenäht. Gleich viel netter.
Allerdings muss ich aber offenbar nochmal das eine oder andere Fädchen abknapsen...

Samstag, 10. August 2013

Nähen aus Notwehr: Das Tupfenkleid.

Ein Kleid ist nicht genug.
Und da das Jerseykleid sich als solch Volltreffer herausgestellt hat - trotz einiger Fehler dank neuer Designelemente - bot es sich an, den Versuch zu wiederholen.
Also wiederum den bewährten Schnitt - Vogue easy 8413 - hervorgeholt, und tapfer zugeschnitten.
Diesmal hatte ich bei K*rst*dt 2,50m eines leichten Jerseystoffes geholt - möglicherweise Viskose, wer weiß das schon so genau? Die Auswahl war begrenzt. Neben Kinderstoffen gab es Uni, Streifen und Punkte... Aber marineblau mit weißen Tupfen geht  immer!
schon ganz gut - nur noch etwas zu lang
Der Plan war, wiederum so großzügig zuzuschneiden, dass ich -dank Jersey-Dehnbarkeit- ohne jegliche Verschlüsse auskommen würde. Also wie das andere Jersey-Kleid, nur ohne die Fehler bei der Verarbeitung neuen Designelemente.
Da ich diesmal einen halben Meter mehr vom Stoff hatte, habe ich auch endlich einmal alles richtig gemacht und das Vorderteil wie verlangt schräg zum Fadenlauf zuschneiden können.
blau-weiß gestreifte Stoff-Ohrringe gabs für 1 (!) Euro bei R*ssm*nn!
So fällt der Wasserfallkragen  schön locker ohne allzu große Einblicke zu gewähren = alltags- und bürotauglich.
Die Ärmel sind allerdings etwas kürzer und außerdem mit einem Gummiband versehen. Ich hatte es mir "puffiger" vorgestellt, aber der Arm im Ärmel ist offenbar wieder einmal umfangreicher als gedacht.
Jetzt nur noch die Rocklänge etwas kürzen (und den Saum ordentlich!) dann ist das ziemlich gut.