Montag, 20. Februar 2012

und ich dachte schon...

... ich hätte Euch um eine Verlosung geprellt!
Aber obwohl ich als Ende meines Blogcandys eigentlich den gestrigen Sonntag gemeint hatte ("nächsten Sonntag") -- geschrieben habe ich das ausdrückliche Datum 25. Februar.
Tja.
Selbst schuld, wenn man keinen Kalender benutzen kann.
Und umso besser: denn erstens bin ich nicht zu spät (puh!), und zweitens habt Ihr noch Gelegenheit mitzumachen. Bisher haben sich ja nur fünf Kommentatoren gemeldet, die Chance stehen also sehr sehr gut!
Wer noch mitmachen möchte: Kommentar unter diesem Post!
Und irgendwann zeige ich Euch auch mal wieder Strickzeug. Es geht nur grad nichts voran. Die Doktorarbeit zieht alle Energie. Sorry.

Sonntag, 12. Februar 2012

Keine faulen Ausreden mehr...

... habt Ihr mir gelassen. Auf einmal seid Ihr 51 Leser-innen, und damit kann ich nicht mal mehr behaupten, dass das doppelte Garnteufelchen die Wertung verfälscht!
Quote geknackt

Ich freu mich!
Auch wenn ich nicht weiß, wo Ihr auf einmal alle herkommt, und was Euch hier besonders interessiert - macht ja nichts! Blogland hat eine nette Nachbarschaft, und ich finde es schön, Euch alle kennenzulernen - schließlich stöbert man auf diese Weise ja auch mal durch bisher unbekannte Blogs - Hautpsache, Ihr fühlt Euch alle wohl.
Und weil ich Euch eine Verlosung versprochen habe, gibt es die jetzt auch:
Mein Dankeschön besteht -mangels interessantem Stash- wieder aus einer (Einzel-)Anleitung Eurer Wahl - wie wäre es zum Beispiel mit einem Muster aus der großartigen TwistCollective? (Ich liebe die kanadischen Entwürfe - hier läge auch mein preislicher Richtwert) Oder eines der fantastischen Muster von Kate Davies? (Lieblingsdesingerin, auch wenn ich noch nichts von ihr gestrickt habe - so schöne, tragbare Sachen!) Oder einer anderen Anleitung aus Ravelry? Oder - sehr empfehlenswert - ein PDF der kompletten Mustersammlung historischer Lacemuster, die Martine im letzten Jahr für uns zusammengestellt hat?

Preisfrage: mit welchem (selbstgestricktem) Werk wappnet Ihr Euch gegen die augenblickliche Kältewelle? Und was fehlt Euch noch zu Eurem Glück? (Hier bitte Wunschanleitung angeben und kurz begründen).

Mitmachen können alle LeserInnen dieses Blogs,
(LeserInnen erkennt man daran, dass sie diese Seite gefunden haben)
die bis nächsten Samstag, 25. Februar, Mitternacht
einen Kommentar mit Ihrer Antwort hinterlassen haben.
Die Auslosung erfolgt am Sonntag. Entweder besorge ich die Anleitung und schicke sie weiter, oder versende einen Gutschein im Wert des Gewinns. Bitte sorgt dafür, dass ich Euch per E-Mail erreichen kann!

Und jetzt - Viel Erfolg!
Und ich habe auch keine Ausreden mehr... muss wieder an den Schreibtisch... Die Deadline kommt näher... stricken is' leider grad nicht vorgesehen...

Donnerstag, 9. Februar 2012

Die gute Nachricht...

ist: irgendwoher habe ich 49 "offizielle" LeserInnen ergattert.
Wow.
wo kommt Ihr nur alle her?
Wissend, dass es noch einige mehr sind, weil ja schließlich nicht jeder einen Google-Account hat, kann ich mich nur bedanken. Und Euch ein bisschen anfeuern - denn für den 50. Leser ist ja eine Verlosung versprochen. Und was man versprochen hat, muss man auch halten.
Ansonsten passiert hier leider zur Zeit stricktechnisch nicht sooo viel.
Ich quäle mich mit den Smaragdpantoffeln: Einmal sind sie schon geribbelt (von toe-up auf cuff-down), nun habe ich bei allen vier Zopfpaneln am Bein jeweils 8-10 Reihen zurückribbeln müssen, weil sich ein Flechtfehler eingeschlichen hatte.Fotos konnte ich leider nicht machen, das Licht ist zu schlecht, als dass man was hätte erkennen können. Glaubt's mir einfach. Das Neu-Hochstricken (so wie hier) war allerdings zeitaufwendig und anstrengend - zum einen sind die verschränkten Maschen pfriemelig, vor allem mit Nadelstärke 2,25, zum anderen musste ich BBC's neuen Sherlock gucken. Der ist brilliant, und ich bin sehr begeisert, aber weil so viel Information eingeblendet wird (SMS etc) kann man nicht nebenher stricken wie bei einem x-beliebigen Tatort, neinnein. Man muss wirklich genau hinschauen! und ein bisschen gruselig ist es auch... und hat mich eine Woche lang erfolgreich vom Stricken abgehalten. Immerhin: Die Smaragdpantoffeln sind jetzt wieder da, wo ich vor zwei Wochen aufgehört habe. Nur fehlerfrei, versteht sich. Und ja: sie nerven jetzt schon.
Der Firestarter-Trage-Test ergibt: warm. Sitzen gut. Meine Waderln sind zwar deutlich kräftiger als die vom Meinigen, aber das Bündchen sitzt gut. Beide Bündchen sitzen gut, beide Strümpfe rutschen irgendwann, wobei das Elasticbündchen dennoch mehr Form behält. Damit ist für mich der Test abgeschlossen. Elastic- kann man machen. Muss man aber nicht.
(Jenseits des Strickens: jede Menge zu tun. Schließlich muss ich die Doktorarbeit im April abgeben. Und auch sonst so... möglichweise bleibt es noch eine Weile stiller hier.)

Freitag, 3. Februar 2012

Der große Elastikbund-Test...

...ist vorerst gescheitert.
Es tut mir leid, ich weiß, Ihr wartet seit Tagen gespannt auf die Ergebnisse, habt mitgefiebert und Wetten abgeschlossen - aber leider:
Die Testperson hat die Ergebnisse verfälscht.
Die gute Nachricht: die Socken wurden drei Tage lang zum Skifahren getragen, die Füße blieben warm.
Allerdings trug der Tester sie über normalen Baumwollsocken. (?!?)

Das hat wohl irgendwas mit unserer Müttergeneration zu tun. Meine Mutter hat auch immer gesagt: zieh zwei Paar Socken an beim Schlittschuhlaufen, sonst passt der Schuh nicht und dann gibt das Blasen! - Es gab auch immer Blasen. Neulich habe ich mir allerdings die alten Schlittschuhe mal genauer angesehen. Offenbar ist nie jemand auf die Idee gekommen, einfach die korrekte Größe zu kaufen - ich jedenfalls hatte mit 13 genauswenig Größe 41 wie mit 33. Und ein Paar gut sitzende Socken in einem Paar gut sitzender Schlittschuhe (wahlweise Skistiefel) - wieso sollte das Blasen geben? Funktioniert bei normalen Straßenschuhen ja auch...

Die Rutschfestigkeit der Bündchen hingegen wurde beeinflusst, sagt der Tester, durch das (vernünftige und begrüßenswerte) Tragen von langbeiniger Skiunterwäsche. Es sei ihm aber nichts unangenehm aufgefallen.
Tja.
Wenn man nicht alles selber macht...
Deshalb habe ich die Firestarter jetzt mal selbst an den Füßen. Über die Isolationsfähigkeit besonders kaltem Winterwetter, wie es zur Zeit herrscht, werde ich allerdings auch keine Aussagen machen können. Zum einen verlasse ich bei dieser Kälte nicht das Haus. Warum auch? Der Winter ist zum drinnenbleiben da, außerdem habe ich Rücken, Ischias und eine Doktorarbeit fertigzustellen (noch 89 Tage). Zum anderen haben wir Fußbodenheizung.
Aber ob das Bündchen mit oder ohne Elastik besser hält, das werde ich hoffentlich herausfinden können.
Ihr hört dann von mir.
Jetzt muss ich wieder an den Schreibtisch.

Montag, 30. Januar 2012

Pläne über Pläne

Ich habe dieses Jahr soviel vor, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Von den üblichen privaten und beruflichen Plänen mal abgesehen, sind da ja noch diverse Projekte fertigzustellen. Der Schrank. Der Pullunder. Die Smaragdpantoffeln - ein entnervend aufwendiges Muster übrigens. Ich glaube, ich muss bald mal wieder ribbeln... seufz.
Die kleine Nichte braucht dringend größere Schuhe für größere Füße. Ein Paar Saartje-Booties in hellgrün - passend zum Outfit - sind geplant, und dann diese süßen Dinger. Bald, bald.
Und ich muss unbedingt eine richtig dicke, warme Rumlunger-Strickjacke haben, ein bisschen so wie diese hier. Mit Reißverschluss, und vielleicht auch mit Kapuze. Ich bilde mir ein, dass nur Lopiwolle mich glücklich machen wird. Die müsste ich aber erst kaufen... hmm.
Dabei habe ich konenweise Wolle hier liegen um endlich endlich Kirigami anzuschlagen. Ein toller Pullover, mit einer sehr ungewöhnlichen Konstruktion. Und natürlich gestreift! Aber dieser Pullover und vor allem dieser Pullover hier geben mir das Gefühl, ich müsste einen stark gemusterten rot-weißen Winterpullover haben. Aber mit Rollkragen - so wie hier!
Aber zuerst: Angefangenes fertig machen. Schrank. Pullunder. Smaragdpantoffeln...

Donnerstag, 26. Januar 2012

FO und Fazit: Firestarter Skistrümpfe

Der  Meinige fährt morgen in den Schwarzwald. Er will dort Skifahren. Warum er das will, kann ich mir nicht erklären, und er kann es mir auch nicht erklären. Aber bitte. Soll er doch. Immerhin kann ich dafür sorgen, dass er es warm hat: er wird Borowski mitnehmen, Tumnus, und funkelnagelneue, extralange, extradicke, feuerrote Skisocken.
hier: beim Spannen. Leicht deformiert durch zu kurze Sockenspanner
Mehr kann ich wirklich nicht tun.
Der Meinige hat nämlich beschlossen, dass Socken, die aus einer Wolle stammen, die von seinem letztjährigen Weihnachtsgeschenk übrig ist, eigentlich ihm gehören müssten. Bestätigt wurde er in dieser Annahme von der Tatsache, dass die Socken mustermäßig schön schlicht gehalten sind. Und außerdem haben wir beide fast die gleiche Schuhgröße. Tja. Mir fehlten Argumente. Das wars dann wohl mit meinen extrawarmen Wintersocken. Aber ich teile ja gerne...:-) Damit sie in die anvisierten Skistiefel passen, habe ich sie besonders lang gemacht

- das Beinmuster hat 10 Mustersätze (der Fuß nur 5 Mustersätze), und das Bündchen hat 25 Reihen.
Und da der Meinige zwar sehr schöne, muskulöse Waden besitzt, diese aber deutlich weniger Umfang haben als meine eigenen Sauerkrautstampferle, muss ich neidlos anerkennen - sie stehen ihm sehr gut!
stramme Waderln
Er hat sie sogar anstandslos für mich Euch gemodelt!

Das Muster:
Die Firestarter sind ein schon klassisches Toe-up-Sockenmuster mit zwei einfachen Zöpfen aus verzogenen verschränkten Maschen (travelling twist-stitch cables?) – heißt das so? Die Zöpfe wandern beidseitig den Fuß hoch, teilen sich um den links gestrickten Zwickel zu umfassen, kommen nach dem Zwickel wieder zusammen und wandern das Bein hoch bis zum Bündchen. Fersenwände und das ganze Bein sind zusätzlich in 2 links 1 rechts verschränkten Rippen gemustert. Die Ferse ist eine runde Käppchenferse (ich glaube, das ist identisch mit der „Herzchenferse“).
WIP: erste Ferse fertig
Die Technik:
Man beginnt mit einem beliebigen toe-up Sockenanschlag – ich habe wie immer meinen Lieblings-Achter-Anschlag gewählt. Für die Zöpfe braucht man verschränkte Maschen, die ohne Hilfsnadel nach rechts oder links gezopft werden. Die Anleitung fand ich gut erklärt - ist ja auch nicht schwer. Nach einer Weile ist es ganz logisch – wie Zöpfe auch. Man kann das Muster gut auf der Nadel erkennen. Die linken Spickelmaschen waren mir schon von den Darling-Socken bekannt, und wie man die Spickelzunahmen links lochfrei hinbekommt, hat Ingrid hier sehr schön erklärt. Löcher habe ich übrigens keine – aber ganz in Ordnung ist das so auch nicht – es gibt manchmal so merkwürdige Knötchen…
Seht ihr was da komisch ist?
Für die Herzchenferse sollte man verkürzte Reihen beherrschen, ich habe wieder die von Elizzza hier erklärte Technik mit dem nur-rechts-hin-und-herstricken benutzt (allerdings nicht als Bumerangferse!) Und für die Ferse muss man natürlich zwei Maschen rechts zusammenstricken können. Alles kein Hexenwerk – viel Effekt mit einfachen Mitteln! Achja, für die Fersenwand hätte man wohl noch Maschen abheben sollen, das habe ich aber vergessen mich dagegen entschieden… *hust*
Die Wolle:
Die Regia 6-fach ist eine klassische Strumpfwolle – reine Wolle mit 25% Polyesterbeimischung. Angeblich filzt sie nicht, aber wie immer bei Regia kann ich das nicht bestätigen – die ersten Pilling-Knötchen entstehen schon beim Stricken. Ich mag sie nicht, und werde sie nicht wieder kaufen.
Eigentlich ging es mir darum, meine Vorräte abzubauen (stashbusting! Yeah!), und es war eben noch ein Knäuel vom letztjährigen Schal „Tumnus“ übrig. Dass ich, weil 6fache Wolle nun mal dicker und schwerer ist, noch zwei Knäuel nachkaufen musste, um die Socken zu beenden, liegt wohl in der Natur der Sache… (stashbusting = use one, buy two!) Ich habe von den drei Knäuelen noch genau 6g übrig, das sollte reichen für das Stopfen eventueller Löcher...
Änderungen:
Es sollten richtige Skisocken bzw. Strümpfe werden, daher habe ich die dicke Wolle extra-fest mit 2,5 mm Nadeln verstrickt, und erst für die Waden für mehr Weite auf eine größere Nadelstärke gewechselt – nach dem 7. Mustersatz auf 2,75mm, nach dem 8. Mustersatz auf 3,0 mm.
Außerdem habe ich testweise in ein Bündchen – ebenfalls extralang: 25 Runden – einen dünnen Elasticfaden eingestrickt,

damit die Strümpfe nicht rutschen. Wenn sich das bewährt, mache ich das öfter…
Der Meinige wird berichten, ob und welcher Strumpf besser sitzt.
Links: mit Gummiband. Rechts: ohne Gummiband
Also: Dickere Wolle. Eingestrickter Elasticfaden. Keine gemusterte Fersenwand. Ist sicherlich auch bequemer – soll ja im Skistiefel nicht drücken oder scheuern…
(Beim nächsten Mal würde ich gerne die Ferse und die hintere Wade mustern, aber die Oberfußnadeln würde ich glatt rechts halten.) Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Muster - simpel, aber nicht langweilig, und ein guter Sitz.

Die harten Fakten:
Firestarter vonYarnissima
angefangen: 22. Dezember 2011
fertiggestellt: 24. Januar 2012
Wolle: Regia Sockenwolle 6-fädig in 02002 (rot)
verbraucht:: 3 Knäuel, 6 g Rest = 144 g.
Größe/Maße: Größe 40, extra langes Bein (25 cm)
Nadeln: 2,5 (2,75/ 3,0) Chiaogoo Rundstricknadel 80cm Seil
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: 12,- Euro

Und bei Ravelry.