Samstag, 4. April 2015

Frohe Ostern!

Oha... es geht schon los....?
Der sollte doch erst am Osterfeuer ausgebrütet werden!
Genießt die freien Tage!

Freitag, 3. April 2015

Meine Nähmaschine und ich. Am fünften Tag...

...waren immer noch einige Reste vom schönen Stöffchen übrig. Und vom Gurtband. Und vom Reißverschluss und dem Wachstuch.
von vorn
Was lag da näher, als von der "Taschenspieler"-CD noch den Kosmetikkoffer "Schwarz" zu nähen?
Eben!
Und schön ist er geworden! 
von hinten
Wenn auch das Verarbeiten großer Flächen Wachstuch einen in den Wahnsinn treiben können... Aber natürlich war es sinnvoll, ein Reisenecessaire innen komplett feuchtigkeitsresistent zu machen, nicht war? Aber der Deckel, mit seiner Reißverschlusstasche für, z.B. Hygieneartikel oder feuchte Waschlappen oder so - das war trickreich.
 
 Dafür geht unglaublich viel hinein! Deo, Cremes und Shampoo, Tuben und Bürsten und sogar das (geschenkte) Kosmetiktäschchen, das man natürlich auch separat transportieren kann.
Beim nächsten Mädchenwochenende im Wellnesshotel muss ich jedenfalls nicht mehr mit Plastiktüten anreisen! :-)
(Hätte ich ja auch schon früher mal draufkommen können...)

Donnerstag, 2. April 2015

Meine Nähmaschine und ich. Am dritten und vierten Tag...

... ging es an ein größeres Projekt. Weil der schöne Toiles de Jouy im Geschäft 2,50 m breit liegt, hatte ich  noch genug übrig, um mich an einer kleinen Reisetasche zu versuchen.
 Es wurde ein "König", und ich bin sehr zufrieden damit.
 Auf grund der rundumlaufenden Gurte ist sie sehr stabil.
 Außen gibt es eine Reißverschlusstasche auf der einen Seite, und auf der anderen Seite eine Eingrifftasche, hier mangels Stoff aus gefüttertem Wachstuch.
 Die Anleitung ist von Farbenmix von der "Taschenspieler"-CD. Neben den Schnittmustern für elf Taschen gibt es ausführlich bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen und viele nützliche Tipps. Trotzdem habe ich ein paar kleinere Denkfehler gemacht, weil für mich "Innentasche" nicht sofort wie "innere Tasche aus Futterstoff" klingt. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Bei ebay gabs das passende Wachstuch, sodass man die Tasche auch auf einen schmutzigen Boden stellen kann. Bei baender.de erhielt ich Gurtband und jede Menge pinkfarbenen Reißverschluss
Als Futterstoff dient ein alter Vorhangdamast von IKEA, von dem ich noch kanpp 21 Meter im Keller habe, da der Meinige nichts von geblümten Vorhängen hält. (Dabei finde ich den Stoff nicht übermäßig romantisch, aber hach. Es sind halt keine Streifen. Oder Karos.)

Ich hatte sogar passendes Webband im Haus, um einige Unebenheiten zu verdecken und lustige Reißverschlussdingse zu knoten.
Ich freue mich schon richtig auf die nächste Reise, ohne den doofen aber "praktischen" Rucksack!

Dienstag, 31. März 2015

Meine Nähmaschine und ich. Am zweiten Tag...

...war ich wieder so eingespielt mit dem Nähen, dass ich mich endlich der inzwischen schon wieder recht zerschlissenen Lieblingstasche widmen konnte.
Man sah ihr schon länger an, dass sie tagtäglich und bei jedem Wetter in Benutzung ist. 
Schon lange hat mich auf der Straße niemand mehr bewundernd angesprochen oder mir einen Dawanda-Shop empfohlen. Immerhin hat sie diesmal mehr als drei Jahre durchgehalten, und so werden die Neuerungen der 4. Generation für die 5. Tasche ihrer Art übernommen. (Ein bißchen wie bei Doctor Who - dauernd neue Regenerationen und "bigger on the inside"...)
Bei Les Tissus Colbert hatte ich einen frühlingsbunten Toiles de Jouy Stoff entdeckt, der mir geeignet schien. Ausserdem wollte ich einen dunkleren Filz und eine neue Schnalle.
All diese Dinge aufzutreiben kostete Zeit, erstaunlich viel Geld und Geduld mit den diversen Onlineversandhändlern, aber es hat sich gelohnt!
Voilà!

Meine neue Tasche!
Wiederum sind Handy-bzw. Sonnenbrillentasche, Notizbuchtasche...

...und Rückseite
 
mit Stoff bezogen.
Das hat sich bewährt, das bleibt so. Diesmal habe ich ihn allerdings mit Vliesofix aufgebügelt, das geht einfacher und lässt sich leichter nähen. Inzwischen greife ich auch gleich zu KamSnaps, weil Klettverschluss und Filz sich einfach nicht so gut vertragen.
An die neue Schnalle muss ich mich noch gewöhnen. Sie ist größer und schwerer als der Vorgänger aus Metall, sodass ich einige automatisierte Bewegungen neu einstudieren muss. Auch ist der Schulterriemen schmaler als gewohnt, und der dunkle Filz war viel dicker als der bisher von mir verwendete - so ist die Tasche auch schwerer und steifer geworden. Und hat mich fünf (5!) abgebrochene Nadeln gekostet!
Hat sich aber gelohnt.
:-)

Montag, 30. März 2015

Meine Nähmaschine und ich. Am ersten Tag...

... habe ich die günstig erworbenen Musterproben zu Einkaufstaschen verarbeitet.
Und zwar jeweils genau in dem Format, in dem die Stoffprobe vorlag - war ja alles schon wunderbar versäumt, was soll man da ändern?

Zwei kleine Beutel für normale Einkäufe, hübsch genderkonform für Jungs

und für Mädchen.

Und da heißt es, Shoppen sei nur für Frauen - ganz falsch!
Aus drei größeren Stücken wurden noch zwei recht große und tiefe Beutel für größere Einkäufe -

einmal in blau-bzw. rosa-kariert aus zwei passenden Stücken, und einmal in gestreift.
In die meisten Beutel habe ich auch einen Boden eingenäht und aus einer letzten Stoffprobe wurden alle Griffe.
 Jetzt kann man wieder hübsch shoppen gehen!

Alle Stoffproben von Les Tissus Colbert (und von mir bezahlt.)

Donnerstag, 19. März 2015

FO und Fazit: Hahnentritt.

Liebe Frau Zimmermann,
der Pullover ist fertig, und er ist wunderschön! Gucken Sie mal:

ist er nicht prima?
Nach dem Blocken wurde er sogar noch etwas schöner, und noch weicher...
Ich habe ihn im normalen Wollwaschgang gewaschen, und feucht auf links gedreht und recht aggressiv gedehnt und zurecht geruckelt. Dann wieder auf rechts gedreht und im Liegen trocknen lassen. Mit dem Maschenbild bin ich sehr zufrieden.

Für die Abnahme- und Zusammenstrickorgie habe ich mir eine vierspaltige Tabelle gemacht -Ärmel, Körper (Sattel EZ) und Ärmel, Körper (contiguous Saddle).
Dann habe ich einfach die Zahlen für die normale Sattelschulterabnahmen aufgeschrieben, wie Sie, Frau Zimmermann, es ausgetüftelt haben. (Zum Glück hat eine Strickfreundin gerade ihre Zimmermann-Kollektion aufgelöst und mir überlassen, hurra!) Damit wusste ich schon einmal ungefähr, über wieviele Runden der Spaß zusammenwachsen sollte, und wieviel Höhe wir für das Armloch gewinnen sollten.
In die beiden rechten Spalten habe ich dann den Abnahmerhythmus der Contiguous Saddle Methode auf die Rundenzahlen angepasst. Flüchtig hingeschmiert sah das ungefähr so aus:
Und es scheint mir ganz gut geklappt zu haben.
Ich glaube, Sie, Frau Zimmermann, stricken die Körpermasche und die Ärmelmasche immer direkt zusammen. Ich fand es schöner, jeweils die vorletzte und die letzte Masche zusammenzustricken, da war es auch leichter, im glücklicherweise sehr regelmäßigen Muster zu bleiben. Ich finde, es sieht recht ordentlich aus, auch wenn die Fadenspannung insbesondere der Spannfäden auf der linken Seite etwas Übung benötigten.
Aber ehrlich gesagt, ich bin mir nicht zu schade, diese Löcher einfach zuzustopfen. Pfft. Ist nicht so, als würde dieser Pullover noch einmal aufgeribbelt und neu gestrickt (so wie damals Timpani, aus dessen Wolle er besteht.)

Mit der Schulterschrägung bin ich jedenfalls recht zufrieden. Ich habe für den Sattel auf jeweils eine Musterbreite plus Randmaschen gerechnet, da aber ein Mustersatz zu wenig in der Breite angesetzt war, habe ich jetzt eben eine blaue und eine graue Schulter. Egal.

Damit der Nacken etwas höher ist als die Vorderseite, habe ich dort übrigens einige halbe Short-Row-Runden eingefügt, bei der ich nicht die ganze Runde gestrickt habe.  Das kann man machen, aber eine (halbe) Runde weniger hätten es wahrscheinlich auch getan. Das muss man in der Anprobe sehen.


Die Paßform kann ich nämlich leider noch nicht ganz abschätzen, und auch die Tragefotos werden wohl bis Weihnachten warten müssen. Dafür sieht es so aus, als wollte der andere Neffe nun auch einen so schönen Pullover, wenn auch wahrscheinlich mit Grün statt Hellblau, und das würde ihm auch besser stehen. Vielleicht zeige ich ihm das fertige Stück morgen und frage ihn, ob er mal was zur Paßform sagen kann. Reinwachsen schön und gut, aber ich finde ihn doch proportional etwas lang, habe dafür Ärmel- und Halsbündchen im Verdacht, etwas eng zu sein. Naja, die Jungs sind beide sehr schmal, aber es würde mich beruhigen.
Und dann kann ich das Gelernte gleich in die zweite Version einfließen lassen.
  • Der Körper in jedem Fall 8 Maschen breiter, dafür 8 Reihen kürzer. 
  • Für die Ärmel würde ich von 25% der K-Maschen starten.
  • Und ich würde sichtbare "Nahtmaschen" in der Hauptfarbe einfügen, sowohl an den Seitennähten, wie auch entlang der Ärmel und Sattelschulterkanten, sodass die Mustermaschen von grauen "Nähten" geschluckt werden. 
  • Und für die Schulterschrägung würde ich eine Rücken-Short-Row weniger stricken.
Und die Nichten bekommen natürlich auch etwas...
Aber das zeige ich Ihnen dann auch.
Jetzt muss ich erst einmal die Nähmaschine aufbauen, ich habe da ein paar sommerlichere Kleider zu nähen. Frühling, Sonne, Hochzeiten, Taufen... da muss man ja gerüstet sein!
"Toni" wird mir hoffentlich gute Dienste leisten.
Schnell noch das Fazit.



angefangen: 18. Februar 2015
fertiggestellt: 16. März 2015
verbraucht: 423g, davon 186 g blau und 237 g grau
Größe/Maße: Brustumfang 70 cm, Länge Schulter-Bund 65 cm, Länge Ärmel 60 cm
Nadeln: 3,5 mm für einfarbig grau, 5 mm für Muster
Maschenprobe: 27 M x 40 R = 10 x 10 cm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: etwa 12,40 Euro blaue Wolle und  etwa 25 Euro graue Wolle... 37 Euro. Passt. Ist ja für Geburtstag und Weihnachten zusammen...

Donnerstag, 12. März 2015

Doof.

Merke:
Ärmel zentriert über der imaginären Seitennaht anbringen.  Vorder- und Rückenteil sollten die gleiche Maschenzahl aufweisen.
#ribbel
#Rettungsleinensindsuper