Samstag, 3. Dezember 2016

FO und Fazit: Babyschuhe "Little Chausses".

Ich habe für Junior wirklich viel gestrickt, Ihr und das Blog, Ihr könnt das bezeugen. Allerdings war darunter nicht ein einziges Paar Babyschuhe. Weiß der Himmel warum, stricke ich doch sonst immer mal wieder welche als kleines Willkommensgeschenk, meistens die Saartje Booties. Vielleicht dachte ich auch, dass von diesen noch irgendwo ein Paar herumfliegt, das ich für Junior nehmen kann.
Im Endeffekt war das nicht so.
Zum Glück haben wir mehrere Schuhe geerbt (aber nicht fotografiert), und eins wurde uns explizit geschenkt und auch viel getragen.
Eine Freundin meiner Mutter hat sie gestrickt, ich vermute aus weißer Sockenwolle. Das Muster ist ein alter Klassiker, das ich noch verlinke, wenn ich es bei Ravelry finde. Ich glaube, ich habe sie selbst auch schon einmal gestrickt, damals zu Beginn meines Studiums, das dürfte jetzt etwa 20 jahre her sein. Ich glaube, meine Mutter hatte damals einen ziemlichen Schrecken bekommen, als ich in den ersten Semesterferien zu Hause Babyschuhe strickte (in blau mit gelb)... Sie gingen an einen Mitbewohner, der damals unerwartet und ungeplant Vater wurde. (Autsch. Dieses mir völlig unbekannte Baby ist auch schon volljährig.)
Diese Schühchen fuhren auch im Sommer immer propylaktisch im Kinderwagen mit, falls es doch zu kalten Füßen kommen würde. Allerdings werden sie langsam zu klein. Also mussten neue her, größere. Passend zur ersten Ohrenmütze schlug ich die Little chausses von Solenn Couix-Loarer an- die Anleitung gibt es im Doppelpack mit der zu dieser Mütze, die ich sehr gerne mag (und alle verschenkt habe. Argh.)
So sehen sie aus.
Sagen wir, ich bin nicht wahnsinnig begeistert. Ich sage Euch auch, warum.


Das Muster:
Die Anleitung für die "Little Chausses" ist eine englischsprachige Kaufanleitung, die im Doppelpack mit der Anleitung für die "Little Heaume" Mütze verkauft wird. Zusammen kosten sie etwa 4 Euro - kann man also ruhig mal machen. Es handelt sich um kraus rechts gestrickte Babystiefelchen, die ein bisschen an Cowboystiefel erinnern - vielleicht assoziiere ich das aber auch nur wegen der Spitze im Schaft. Die Anleitung ist für zweifarbige Stiefelchen, was ich ganz niedlich finde und sicher auch gut, um Reste aufzubrauchen.
Technik:
Kraus-rechts sieht ja immer gut aus - hier strickt man vom Schaft abwärts in Reihen. Dabei soll man zudem zwei Zacken einbauen, die durch gerichtete Zunahmen beidseitig einer abgehobenen Masche (Spitze hoch) bzw. ebensolche doppelte zentrierte Abnahmen (Spitze runter) entstehen. Nicht schwierig, aber auch nicht superbabyleicht. Wenn der Schaft fertig ist, strickt man den Fußrücken und von dort ausgehend die Sohle, die mit den Fußmaschen zusammengestrickt wird. Geschickt eingesetzte Maschenmarkierer helfen, dabei nicht den Überblick zu verlieren. Ich fand es etwas kompliziert und auch seltsam "eckig" im Resultat - eckiger, als mich die Fotos auf der Anleitung vermuten ließen. Wenn die Sohle fertig ist, wird der Stiefelschaft hinten zusammengenäht. 
Insgesamt fand ich es unnötig kompliziert für den Effekt - ich habe einfachere Anleitungen, die ich hübscher finde. Daher würde ich diese Schuhe nicht wieder stricken, aber das ist sicher Geschmackssache.
Die Wolle:
Lana Grossa Cool Wool natürlich. Bei den neuen Preisen muss ich mich wohl leider nach einem neuen Brot-und-Butter-Garn umsehen, aber bis dahin habe ich noch reichlich. Außerdem sollen sie zu dieser Mütze passen. Beides geht dann an ein Baby, das seit Freitag überfällig ist.
Änderungen:
Dünneres Garn, mehr Maschen. Details sind auf der Projektseite bei Ravelry.
Die harten Fakten:
Little chausses by Solenn Couix-Loarer
angefangen: 28.10.2016
fertiggestellt: 30.10.2016
Garn: Lana Grossa Cool Wool  in marineblau (414) und türkis (598)
verbraucht: offenbar nicht gewogen, aber ich schätze, dass die Stiefel zusammen etwa 30g wiegen.
Größe/Maße: etwa 6 Monate altes Baby
Nadeln: Bambusnadeln 3mm
Maschenprobe: 26M x 56R = 10x10cm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: Anleitung war geschenkt. Wolle etwa 4 Euro

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Advent, Advent.

"...wisst Ihr noch, im vorigen Jahr,
wie's in der Adventszeit war?"

Ich hatte zwar die Ornamente für gleich zwei Adventskalender gestrickt, aber keine Zeit mehr gehabt, mich mit dem eigentlich dafür vorgesehenen Wandbehang zu befassen. Schließlich müssen die Ornamente ja auch an einen Baum gehängt werden...

Und weil mein Patenkind im Oktober endlich getauft wurde, wollte ich ihr einen fertigen Kalender mitbringen - rechtzeitig. Das ist mir auch gelungen!
Voilà!
Ich habe in einem Online-Shop ein Quiltpaket Weihnachstoffe gekauft und daraus einen Wandbehang genäht, auf den ein mit Volumenvlies unterlegter Baum appliziert und Taschen für die Ornamente festgenäht sind. Leider sind die Farben der Stoffe beim vorherigen Waschen extrem ausgeblutet, sodass ich farblose Stellen in den Knickfalten hatte, vor allem bei den beiden Sternenstoffen - wirklich sehr ärgerlich. Ich habe versucht, daraus ein Designelement zu machen und hoffe, es fällt nicht allzusehr auf, aber ich hatte keine Zeit, neuen Stoff zu besorgen.
Die vier Taschenstreifen bestehen aus je einem Stück und sind mit fester Vlieseline verstärkt. Falten geben genug Tiefe für den Inhalt, der allerdings nicht sehr geheim ist. Ich fand das bei einem wiederverwertbaren Kalender nicht so wichtig, da man ja spätestens im zweiten Jahr weiß, was kommt... Außerdem gibt es einen Geschenkbandstreifen, auf den ich mit der fantastischen neuen Nähmaschine die Nummern aufgestickt habe...
Der Baum hat 24 Knöpfe, an die man nach und nach die Ornamente hängen kann.
Etwa so.
Am oberen Rand gibt es vier Schlaufen für die Aufhängung, die hier an unserem Schrank noch etwas improvisiert ist.

Am besten gefallen mir die ungeplanten Sachen, die ich auf die schnelle improvisieren musste, um Fehler zu überdecken - in diesem Fall die Pakete unter dem Baum. Die wurden nämlich erst nötig, weil der Baumstamm völlig schief und unzentriert appliziert war.
Hier hatte ich plötzlich sogar Platz für eine Widmung und das Datum. :-)
Insgesamt ist der Kalender unerwartet groß geworden, aber ich habe mir sagen lassen, das Patenkind sei hocherfreut... Ich nehme an, jüngste Geschwister sind immer froh, wenn sie etwas eigenes, nicht-geerbtes bekommen.

Für unseren eigenen Kalender hatte ich dann weder Stoffe noch Energie übrig. Er ist daher viel einfacher und schlichter geworden, und, wie ich finde, leider auch viel krüppeliger...
Der stilisierte dreieckige Baum ist aus grünem Cordstoff auf einen alten weißen Tischläufer appliziert (Upcycling ftw!) und mit einer Girlande aus roter Zackenlitze verziert. Die Knöpfe sind gelbe Sternchen. Statt Taschen sind die alten, vor Jahren gekauften Beutelchen an den Seiten festgeklemmt. Der Läufer wurde einfach gedoppelt und an den Seiten und unten zusammengenäht um die Rückseite zu verbergen. Dabei habe ich oben genug Platz gelassen, um eine Stange mit zwei Ösenschrauben für die Aufhängung durchzuschieben.
In meinem Kopf war das ganze nicht so ... schief? unproportioniert? amateurhaft? gedacht gewesen. Der Baum hätte bspw eine Spitze gehabt. Aber irgendwie hat das ganze einen gewissen Retro-Charme. Nun ja. Vielleicht versuche ich es nächstes Jahr/irgendwann nochmal mit höheren technischen Fähigkeiten. Oder wir gewöhnen uns daran.

Ich wünsche Euch eine geruhsame Adventszeit, lieber Leserschaft!

Mittwoch, 16. November 2016

Portable love.

"Portable love", oder "tragbare Liebe" - so nennt Stephanie Pearl-McPhee aka yarnharlot wollige Geschenke. Und sie hat sooo recht.
Höchste Zeit, Euch endlich einmal einige der wunderbar-wärmenden Dinge zu zeigen, die wir für Junior geschenkt bekommen haben.
Zum Beispiel diese Decke.

Wir haben etwa 5-6 Decken geschenkt bekommen -- alle unterschiedlich in Größe, Material, Wärmegrad und Einsatzmöglichkeiten. Alle wurden und werden benutzt, und jede ist auf ihre Weise toll. Der treueste Begleiter und immer im Kinderwagen dabei ist allerdings dieses Prachtexemplar, das mir eine enge Freunding und selbst vierfache Mutter gestrickt hat. Wann sie dafür noch Zeit findet?
Das graphische Hebemaschenmuster ist sehr effektvoll, die Farben sind super, das Format von 100x80cm ist genau richtig und wird noch lange als Kuscheldecke dienen.
Großartig auch die Idee, die Decke mit einem ebenfalls elastischen Sweatshirtstoff zu verstürzen und das "Futter" punktuell wie bei einem Quilt mit der Decke zu verbinden. So verrutscht auch in der Wäsche nichts. Und der applizierte Anker macht mächtig was her! 
Ein Lieblingsstück!

Mindestens genauso groß war meine Freude über das überraschende Päckchen, das mich vor zwei Wochen aus den USA erreichte. Auch hier hat eine alte treue Freundin  für Junior gestrickt. (Gerade fällt mir auf, sie ist ebenfalls vierfache Mutter, wie machen die das? 27 Stunden Tage? Jedenfalls wissen erfahrene Mütter, was man brauchen kann...) Diesmal gab es eine schicke warme Strickjacke:
Sie ist aus einem Rowan Garn Worsted gestrickt und hat eine tolle Farbe, die auf Englisch wahrscheinlich "Haferschleim" (oatmeal) oder so heißt -- passt zu allem, steht ihm gut! :-D
Von der gezopften Rundpasse gehen weitere Zöpfe und simple Linksreihenstreifen aus, die in der Wolle sehr plastisch sind. Zeitlos schön!

Meine Freundin schrieb dazu, dass sie vorsichtshalber eine Größe gestrickt hätte, die etwa 9 Monate alten Kindern passen soll, also etwa 68... nun weiß ich nicht, ob Junior ungewöhnlich groß ist, aber es ist gut, dass die Jacke jetzt schon kam, denn 68 trägt er seit etwa 6 Wochen und wächst schon fast wieder heraus... 
Und obwohl er die Ärmel unter den Achseln etwas eng findet, passt die Jacke auch noch und gefällt ihm super!
Wir tragen sie gerade sehr viel, damit wir noch so viel wie möglich aus diesem tollen Geschenk herausholen können... (C., ich weiß, du liest hier mit --- danke danke danke! ich melde mich nochmal separat.)

Zuguterletzt muss ich Euch noch diese Handschuhe zeigen. Sie sind handgestrickt, wenn auch nicht von den Schenkern. (Auf der beigelegten Karte stand http://www.misshobby.com/it/negozi/margherita-maglia-bimbi und ich mache hier gerne Werbung für die Dame! Mein älterer Neffe hatte diese Stivaletti bekommen, aber die sind uns allen leider schon zu klein. Trägt nun der kleinste Neffe.)
Jedenfalls: Ist das nicht wahnsinnig komisch? 
Eines morgens erwachte Gregor Samsa Jr. und fand seine Hände in Mäuse erwandelt... so frustrierend, aber mollig warm... und sehr sehr niedlich.

So. Beim nächsten Mal wieder Selbstgestricktes aus dem Hause Projektmanagerin. 

Dienstag, 8. November 2016

FO: Ohrenmütze, die zweite.

Ich erwähnte es, die Garter Ear Flap Mütze aus der Cool Wool war aufgrund des dünneren Garns etwas klein ausgefallen. Man kann sie dem Baby über den Kopf ziehen, aber sie hinterlässt deutliche Abdrücke von linken Maschen auf dem kleinen Glatzkopf und wäre wohl eher etwas für noch kleinere Babies. Daher wird sie in naher Zukunft an einen freudig erwarteten Erdenbürger gehen und ihm hoffentlich den Kopf wärmen, jetzt, wo der Winter einzieht.
Junior trägt solange die Megabommelmütze, die ich in einer Schublade gefunden habe, wo ich sie für den Winter bereit gelegt -und fast vergessen hatte. 
Die steht ihm ausgezeichnet- wenn ich ihn in der Tragehilfe herumschleppe. Im Kinderwagen ist der Bommel etwas störend, hauptsächlich weil die warmen Overalls, in die wir ihn packen, alle eine Kapuze haben. Und die schafft der Bommel alle, bzw die schaffen den Bommel nicht. Trägt er zum Overall also weiter die gekaufte Jerseymütze plus Kapuze, das geht auch.

Wenn es aber richtig kalt wird, also noch etwas kälter als jetzt, dann werden wir ihm die neue Garter Ear Flap Mütze anziehen!
Diese ist genau nach Anleitung gestrickt und zwar im wunderbaren Fairalpaka DK (dunkelblau heather) doppelt genommen, sodass man ein "Bulky" Garn erhält, das in Material und Lauflänge der "Originalwolle" in der Anleitung -ebenfalls ein Alpakagarn- sehr nahe kommt. 
Das Ergebnis sitzt nicht nur hervorragend und passt ganz ausgezeichnet, sondern ist auch wahnsinnig weich und kuschelig - und sehr, sehr warm. Definitiv sehr warm. Für Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes also hoffentlich richtig. Alles darüber --- Bommelmütze.
Die harten Fakten:
Garter Ear Flap Hat by Purl Soho
angefangen: 25. Oktober 2016
fertiggestellt: 26. Oktober 2016
Garn: fairAlpaka Baby Alpaka DK in dunkelblau-heather (236HF) doppelt genommen
verbraucht: 62g
Größe/Maße: "Baby" passt dem Baby mit etwa 43cm Kopfumfang
Nadeln: Chiaogoo 5mm
Maschenprobe: 16M x 36R = 10x10cm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: umgerechnet etwa 4 Euro.
Und der Ravelry-Projekt-Link

Montag, 7. November 2016

FO und kurzes Fazit: Jasper Jacke.

Ich schulde Euch noch eine Strickjacke, die so kurz vor der Geburt des Babys fertig wurde, dass ich sie Euch noch nicht gezeigt habe.
Hier also, kurz und knapp: die Jasper-Jacke.
 Eine schöne Anleitung für eine Kapuzenjacke mit einem schlicht-effektvollen Karomuster aus linken Maschen. Die Jacke wird in Einzelteilen flach gestrickt und dann zusammengenäht.
gute Naht
Die Kapuze wird in der Mitte mit Maschenstich zusammengenäht, und ich finde, das ist mir ganz gut gelungen.
schlechte Naht
Besser jedenfalls, als das annähen hinten am Kragen, aber das wird außer mir niemand bemerken, also Schwamm drüber. Insgesamt gefällt mir die Jacke gut, die Größenangaben scheinen halbwegs hinzuhauen, ich schätze meine Jacke auf etwa Größe 74 - passt also noch nicht ganz und da sie relativ leicht ist - Baumwolle/Merino - ist das auch okay. Sie soll im Frühling/Sommer passen, dann reiche ich auch ein Tragebild nach.
Die harten Fakten:
Jasper Diamond Hoodie by Kristen Rengren

angefangen: 08.April.2016
fertiggestellt: 18.Mai.2016
Wolle: Konenwolle von der Hamburger Wollfabrik Merino/Baumwolle
verbraucht:: keine Ahnung -  muss ich noch wiegen, reiche ich nach
Größe/Maße: 12-18 Monate
Nadeln:  Chiaogoo Red Lace Twist Seile 2,75 mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen, 8 Knöpfe
Kosten: kann ich ausrechnen, wenn ich das Gewicht weiss. Knöpfe:
Und der Ravelry-Projekt-Link.

Samstag, 5. November 2016

Neue Hosen.

Junior wächst und wächst, was wohl eine gute Sache ist. Angeblich flacht die Wachstumskurve nach den ersten 6 Monate aber ab, sodass die Kinderlein Kleidung in Größe 74/80 deutlich länger tragen (können). Dementsprechend lässt die Vererbungsquote von Kinderkleidung ab Größe 68 etwas nach.
Kein Problem, ich habe ja eine herrliche neue Nähmaschine! (Hurrrra!!)
Für den Winter gab es daher zwei neu Cordhosen, wieder nach dem nun schon bewährten Schnitt "Frida 2.0".  Wenn etwas so gut funktioniert, reicht mir die Variation durch Stoffe und Muster, da muss ich nichts neues austesten.
Als Pumphose ist sie weit genug geschnitten, dass Junior auch ohne dehnbare Stoffe wie Jersey oder Sweat Strampelfreiheit hat und im Zweifel schneidet man einfach eine Nummer größer zu, ohne die Länge anzupassen.
Aber auch als lange Hose bewährt sich "Frida" in diesem Haushalt sehr. Bisher war aber mein Eindruck, dass die Länge etwas zu großzügig bemessen ist für uns (was aber auch am Stoff-Ersatz liegen kann) -- will sagen, wenn die Hose zu eng wird, ist meist noch Länge vorhanden. Das galt insbesondere für die untenstehende Knickerbockerversion mit langem Bündchen in Größe 68 - als Junior endlich 68 trug (also jetzt), war die Hose eng und immer noch zu lang.
hellblauer Cord mit gestreiftem Bündchen, hier noch umgeklappt
Vielleicht ist das Baby aber auch einfach etwas kräftiger gebaut, als das "Modellbaby" der Schnitterstellerin.
Jedenfalls habe ich für mein nun etwa 70 cm langes und 8 kg schweres Baby eine Größe 80 in lang zugeschnitten, in die er bequem hineinwachsen kann.
noch etwas lang, aber dank Bündchen schoppert das gut, und wer noch nicht läuft, kann auch nicht stolpern.
Es handelt sich um dunkeldunkelblauen Feincord mit blau-weiß gestreiften Bündchen, das Bauchbündchen immer extrabreit.
Die aufgesetzten Taschen sind wie immer mit altem Hemdenstoff gefüttert.
Diesmal gab es auch hinten Hosentaschen, die ich mit einem Zierstiche festgesteppt habe - die neue Maschine verleitet zu allerlei Unsinn. eine normale Steppnaht hätte sicher besser ausgesehen.
Junior sieht sehr zufrieden damit aus.

Persönlich mag ich ja auch die Kniebundhosen am Baby sehr gerne, mit Strumpfhosen ist das sehr stylish und bequem, und außerdem können sie gar nicht zu kurz werden...
Kniebundhosen in Größe 80 an etwa 5 Monate altem Baby
Hier in weinrotem Feincord mit grauem Bündchen, Taschen und aufgestepptem fake-Hosenschlitz, hinten aufgesetzten Taschen und vorne schrägen Eingrifftaschen.
Die Hosen sind schnell genäht, wenn man sich nicht mit allzuviel Getüddel aufhält (am längsten dauern immer die Taschen), und bewähren sich im Alltag sehr gut.
Etwas grüner Cord liegt hier noch herum und ich vermute weitere Reste in irgendeiner Kiste. Vielleicht gibt es da noch mehr.
Und dann haben wir ja auch noch die "britische" Knickerbockerhose...

Dienstag, 1. November 2016

Überarbeitet.

Es hilft ja alles nichts. Manchmal muss eben nachgearbeitet werden.
Zum Beispiel der Norwegerrestepullover. So niedlich er geworden ist, es ließ sich nicht verleugnen - die Ärmel waren zu kurz, und in der Länge ging es gerade so.
Ich habe also nachgesehen, und noch 22g blaue Karisma-Wolle gefunden. Das sollte reichen, um die Ärmel zu verlängern - der große Vorteil eines RVO ist ja schließlich, dass man einfach ein paar Zentimeter anstricken kann.
Die Bündchen wieder aufzutrennen hat allerdings länger gedauert als der Rest der Prozedur, denn natürlich hatte ich die extra aufwendigen italienischen Rollsaumabschlüsse fabriziert. Soo schön! Aber immer, wirklich IMMER, wenn ich die mache, muss ich hinterher wieder auftrennen.
Jedenfalls: Die Ärmel sind jetzt einen Streifensatz gewachsen und das Bündchen ist doppelt so lang - 20 Runden, wobei R10 nur rechts (zum Krempeln) und R20 die Abkettrunde (JSSBO) war. Statt 11 haben wir jetzt 16 cm. Die restliche Wolle habe ich ins Saumbündchen investiert bis sie alle war, und auch hier noch einmal 2 cm gewonnen. Besser!

Außerdem hat sich gezeigt, dass Juniors Kopf doch zu dick ist für den V-Ausschnitt des schönen roten Winterpullunders. Während dieser in der Länge noch eine Weile mitwachsen kann, gibt es jedesmal Geschrei, wenn der Kopf durch die enge Öffnung sollte. Zum Glück habe ich ja eine Nähmaschine und keinerlei Angst vor Scheren, und auch hier war noch genug von der blauen Wolle übrig, um nachbessern zu können.
Als erstes wurde die linke Schulter mit einer Naht gesichert, dann aufgeschnitten.
Hinter der Nahtsicherung dann neue Maschen aufgenommen für einen Untertritt im Bündchenmuster. Auch an der Vorderseite einen Schulterabschluss im Bündchenmuster, versäubert mit einem I-Cord-Bind-off, der auch die Knopflöcher enthält. Sieht gut aus und leiert nicht.
Knöpfe dran - fertig. Warum nicht gleich so?

Und jetzt wieder neue Sachen...