Samstag, 1. Mai 2010

FO: Mojos endlich fertig. Ein Fazit.

Die Mojos sind nun endlich fertig. Zeit, ein umfassendes Fazit zu ziehen.
Allgemeines:An sich bin ich ja kein großer Sockenstricker - normale Stinos sind erschreckend langweilig zu stricken (aber sehr sehr befriedigend zu tragen), die dünnen Nadeln mit dem entsprechenden langsamen Tempo treiben mich in den Wahnsinn, und ich leide am second-sock-syndrome...
Aber die Mojos - dich ich unter anderem bei Sonja gesehen habe - fand ich von Anfang komisch. Mal was anderes, und eben nicht langweilig. Und weil ich ja ohnehin Yoga-Pilates-warme-Füße-Socken brauchte, waren die Mojos die offensichtliche Wahl.

Muster:
Das Muster besteht im Endeffekt nur aus rechten und linken Maschen. Entweder glatt rechts/glatt links, oder 2r/2l Rippen. Nicht schwierig, aber effektvoll. Allerdings wird jeder Fuß in einem etwas anderen, versetzten Muster gestrickt. Persönlich finde ich, dass die linke Socke mit dem Rippenmuster am Spann besser sitzt und mit den Links-Röllchen am Beinbündchen lustiger aussieht.
 Außerdem ist die Spitze rechts aus linken Maschen irgendwie komisch...
Also, meine nächsten Mojos werden zwei linke Socken!


Technik:
Immer willens und bereit, neue Techniken zu lernen, hatte diese eigentlich simple Socke gleich zwei Herausforderungen für mich. Naja, vielleicht sogar drei...
1. Toe-up: Ok. Kann man machen, muss aber nicht. der Vorteil erschließt sich mir jedenfalls nicht, außer vielleicht, wenn man das Anschlagen von mehr als 12 M am Stück nicht leiden kann. Zumal ich nochmal nach wirklich wirklich wirklich elastischen Abkettel-Methoden suchen müsste, denn obwohl meine Sockenbeine nicht besonders lang sind, ist das schon ganz schön eng...
Also, meine nächsten Mojos werden zwei linke Socken vom Schaft runter!

2. Afterthought-Heel: Eine für mich neue Fersentechnik, die mit dem breiten Streifen aus Rechtsmaschen einen sehr gut zum Sockenmuster passenden Design-Efekt schafft.
 Allerdings müsste ich beim nächsten Mal darauf noch mehr Rücksicht nehmen: die Ferse müsste in der 3. Reihe des mittleren Links-Wulstes beginnen, damit sie genau parallel läuft.

Und sie macht sogar richtig Spaß und ist auch einfach ist, wenn man denn erstmal kapiert hat, wie es geht. Die Anleitung für die Ferse habe ich wie immer im Netz gefunden, und knittingyards hat mir auch noch ein super Video empfohlen.
Danach war die größte Herausforderung der Maschenstich, um die Fersenteile zusammenzunähen.
Gar nicht so einfach, wie man hier erkennen kann:
Verschlimmert wird meine miserable Näh-Technik noch durch die falsche Farbe des bunten Fadens...
Dank eines herrlich hilfreichen Erklärungsvideos zum Thema Maschenstich (hätte ich ja auch vorher mal angucken können!) von Ingrid's Strickpraxis
(http://strickpraxis.wordpress.com/2008/05/25/maschenstich-ein-videokurs/)
war der zweite Versuch schon viel besser:
Ein, zwei kleine Fehler kann man noch erkennen, und ob ich die Riesennaht für Timpani  (die Seitenteile werden quer gestrickt und Mitte Rücken per Maschenstich zusammengefügt) wirklich versuchen möchte, sei dahingestellt. ABER es sieht schon ganz gut aus.
Also, meine nächsten Mojos werden zwei linke Socken vom Schaft runter mit Fersenbeginn mittig vom mittleren Wulst und nicht so buntem Faden! 

3. Socke auf dem Magic Loop: An sich finde ich die Rundstricknadel unschlagbar, aber gerade bei den Linksreihen hatte ich (wie berichtet) gerade anfangs Riesenprobleme mit dem Übergang: ich konnte einfach den Faden nicht so straff spannen wie bei Rechtsmaschen! Das wurde aber gegen Ende der zweiten Socke langsam besser, aber:  meine nächsten Mojos werden zwei linke Socken vom Schaft runter mit Fersenbeginn mittig vom mittleren Wulst und nicht so buntem Faden testweise auf einem Nadelspiel! 


Wolle:
Schoppel Admiral Bambus Plus Aqua, ein Geschenk von Sonja. Die Wolle strickt sich traumhaft und ist auch sehr angenehm am Fuß. Ich bin kein großer Freund von Farbverlaufsgarn, und dieses hier ist noch dazu etwas merkwürdig - einmal gibt es eine Rosa-Variationen, und dann kommen einige Reihen Regenbogenfarben - einzeln finde ich sie ja ganz schön, aber beide Farbverläufe, finde ich, passen nicht gut zusammen... Würde diese Wolle also wieder kaufen, aber wahrscheinlich weniger gemustert/einfarbig.
Immerhin: lustigerweise reichte jeder der beiden Farbläufe ziemlich genau 10 Reihen, das passte toll in den Musterverlauf. Und am Fuß sehen sie richtig gut aus!

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinen ersten Mojos.
Und Ihr habt ja inzwischen sicherlich mitbekommen, dass ich durchaus geneigt bin, ein weiteres Paar zu stricken...

Kommentare:

  1. Toll toll toll. Bravo kann ich da nur sagen. Mojos siehen klasse aus. Ja ich mache die Mojos auch immer gleich, also ich strick immer das Bündchen bei den zwei Socken, das andere sieht witziger aus, hält aber nicht so gut. Und die Spitzen machen ich auch immer rechts....wie eine ganz normale Spitze, da lass ich das Mojo Muster weg....Aber sie sehen klasse aus, mein Respekt....und übrigens, mit normaler Sockenwolle, also ohne Bambus oder Kotton, halten sie noch besser.....

    AntwortenLöschen
  2. Danke Sonja - ich bin auch ganz glücklich damit - allein das Selbstgemacht-Haben macht sie schon bequemer als alle gekauften Socken... :-)

    AntwortenLöschen
  3. Mojos sind schon witzig, ich mag die auch. Deine sind schön bunt und als (erstes?) Sockenprojekt prima geworden. Statt nachträglicher Ferse kann ich auch sehr die Bumerangferse mit verkürzten Reihen empfehlen. Und normale SoWo, dann halten sie wirklich besser.

    LG Heike

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Heike, willkommen und Danke! die Mojos waren nicht wirklich meine ersten Socken, aber die ersten seit langem. Und ich versuche von den lahmen Stinos wegzukommen und entweder neue Techniken zu lernen oder mit neuen Designs und Mustern zu experimentieren. An sich mag ich Bumerangfersen auch lieber, aber dies war eine neue Technik, die beim Mojodesign durch den breiten Seitenstreifen auch Sinn macht - ich würde es daher imemr beibehalten. Auch wenn grafting nervt... :-)

    AntwortenLöschen